Forum: Politik
Entlassung von Staatssekretär Holm: Richtig - und trotzdem schade
DPA

Zur Entlassung von Ex-Stasi-Mann Holm gab es keine Alternative. Trotzdem ist sie eine schlechte Nachricht: Als Berliner Baustaatssekretär hätte er wichtige Antworten auf die Wohnprobleme der Stadt geben können.

Seite 6 von 20
Adrianstein 14.01.2017, 20:38
50. Der RB Müller musste handeln, um nicht selbst als

Und viele Beiträge gehen am Kern des immer grösser werdenen Problems vorbei. A.Holm wurde nicht zum Vorwurf gemacht , das er sich als 18 oder 19 jähriger Sohn eines Stasi Offiziers handschriftlich ausführlich bei der Stasi zum Hauptamtlichen verpflichtet hatte. Sondern wie er bei der Einstellung 2006 bei der HU mit seinem Fragebogen und heute noch mit den Kriterien der Wahrheit und Konsequenz umgegeangen ist. Ausserdem drohte M.Müller mittlerweile als zögernder und lavierende Kompromiss- und Wartemeister dazustehen. Nicht nur in der Causa Holm, auch in der Bewältigung der Fragen der inneren Sicherheit begann es so zu wirken, als ob er entweder nicht wollte oder sogar nicht konnte. So gesehen, ist A. Holm genau seine eigende ausweichende Haltung und die ausweichende, unübersichtliche Haltung der Koalitionäre zum Verhängnis geworden. Und für Müller wird es schwer, den Ruf eines wenig schwungvollen Kompromißverwalters abzulegen.

Beitrag melden
Corry Fehe 14.01.2017, 20:41
51. Das muss gesagt werden

Zitat von pkreuser
Das ein 18-jähriger einer schlechten Ideologie folgt ist meines Erachtens entschuldbar. Diesen Fehler dann in einer späteren Bewerbung zu verschweigen ist nachvollziehbar, er hätte mit der Wahrheit faktisch keinen Job bekommen. Berlin hätte dringend neuen Sachverstand bei Wohnraumpolitik gebraucht. Hätte Müller abgewogen was seiner Stadt am meisten bringt, hätte er ihn gegen den Widerstand der Immobilien-Lobby halten müssen. Hier wurde leider eine Chance verpasst.
Oh wie recht Sie haben! Danke für Ihren Beitrag.

Beitrag melden
Corry Fehe 14.01.2017, 20:45
52. Die Bau-Lobby zieht die Strippen

Zitat von mps58
Man darf sich fragen, was einen "Gentrifizierungsforscher" (ach, was man doch nicht alles auf Staatskosten erforschen darf) dazu befähigt, ein städtisches Bauamt zu leiten. Ich dachte, für so etwas hätten wir Verwaltungsfachleute, Stadtplaner und Architekten? Muss wohl eher an der passenden Ideologie gelegen haben.
Wie wäre es, wenn Sie sich mal darüber informieren, was Herr Holm so alles gemacht und erfrscht hat? Ich finde das zum einen interessant und zum zweiten wichtig. Ohne Forschung kein Fortschritt. Holm wäre ein Super Wohnungsbaupolitiger gewesen. Er musste gehen, weil er von der Bau-Lobby nicht gemocht wird.

Beitrag melden
monopinion 14.01.2017, 20:55
53. Mal Vorzeichen ändern

Nehmen wir dich nur mal an dass einer für 6 Monate bei der NPD war, das könnte wohl einen Shitstorm auslösen.

Beitrag melden
im_ernst_56 14.01.2017, 20:57
54. Es ist unwahrscheinlich

dass Herr Holm angemessene politische Antworten auf die Probleme auf dem Wohnungsmarkt gefunden hätte, die im Rahmen des geltendes Rechts umsetzbar sind. Herr Holm ist ein ausgewiesener Linker mit großen Sympathien für sozialistische Experimente in Südamerika und einer Nähe zur Berliner Hausbesetzerszene. Herr Müller hat wahrscheinlich erkannt, dass Herr Holm der fragilen Koalition nicht nur wegen seiner Stasi-Vergangenheit größere Probleme bereiten konnte. Vermutlich hat er deshalb jetzt die Reißleine gezogen.

Beitrag melden
Corry Fehe 14.01.2017, 21:02
55. Würde ich mitmachen

Zitat von monopinion
Nehmen wir dich nur mal an dass einer für 6 Monate bei der NPD war, das könnte wohl einen Shitstorm auslösen.
Zu Recht!

Beitrag melden
th.diebels 14.01.2017, 21:10
56. Richtig !

Zitat von Lebonk
Der Stasi - Mann Holm hat gelogen und getrickst .
Er hätte erst garnicht ernannt werden dürfen !
Eine Frage bleibt: wie lange und wie viele Bezüge erhält er jetzt für dieses kurze Gastspiel ?

Beitrag melden
monopinion 14.01.2017, 21:12
57. @Corry Fehe

Danke, dann ist es wohl bei Holm auch nicht verkehrt. Gut zu wissen dass es noch Leute gibt die nicht mit zweierlei Maß messen. ;-)

Beitrag melden
Keine Zensur 14.01.2017, 21:12
58.

Zitat von mps58
Man darf sich fragen, was einen "Gentrifizierungsforscher" (ach, was man doch nicht alles auf Staatskosten erforschen darf) dazu befähigt, ein städtisches Bauamt zu leiten.
Wüßten Sie, was Gentrifizierung heißt, müßten sie nicht solche "Fragen" stellen....

Davon ab: Was qualifiziert eine Physikerin zur Bundeskanzlerin? Was eine Hausfrau und Mutti mit Medizinstudium als Verteidigungsministerin? Was einen Juristen als Finanzminister oder einen Augenarzt zum Wirtschaftsminister?

Beitrag melden
loncaros 14.01.2017, 21:15
59.

Die Entlassung war wirtschaftlich gewollt, und damit nicht zu verhindern.

An der Wohnungsknappheit verdienen sich die Reichen wirklich dumm und dämlich. Für eine Wohnung, für die man mal 200 tsd Euro gezahlt hat jetzt 1500 kaltmiete verlangen zu können hat nichts mehr mit angemessener Wirtschaftlichkeit zu tun.

Fällt aber nicht auf, weil der Wohnmarkt relativ anonym ist und die Reichtümer sich aus vielen kleinen Quellen zusammensetzen. Als Mieter weißt du nicht, ob die Wohnung für die du 1000+ hinlatzt jetzt die einzige Wohnung des Vermieters ist, und damit ein Zuverdienst für den Vermieter darstellt, oder ob der 50 Objekte vermietet und eigentlich mit dem Lamborghini zur Wohnungsbesichtigung vorbeikommen könnte.

Beitrag melden
Seite 6 von 20
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!