Forum: Politik
Entlassungen bei Siemens: Masse und Ohnmacht
REUTERS

Der Fall Siemens zeigt: Die Wirtschaft kann blühen und die Leute leiden trotzdem. Politiker, die nur ohnmächtig zusehen, machen sich überflüssig. Eine Chance für die SPD.

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spon_4_me 04.12.2017, 19:56
160. @ christine.sendele (nr. 155)

Ihr Kommentar hat mir sehr zu denken gegeben. Was hätte SPON & Co geschrieben, wenn Siemens dieses Argument genutzt hätte (mir fallen ein: von „selber schuld, Görlitzer Braunbürger“ bis zu „Siemens setzt bitteres, aber notwendiges Zeichen für die freiheitliche Grundordnung“)? Kommt nicht oft vor, dass man im eigenen Denken plötzlich innehält und denkt: Hoppla. Dank dafür.

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warkeinnickmehrfrei 04.12.2017, 20:00
161. Die Politik sieht ohnmächtig zu ?

So ein Unfug. Das Handeln von Siemens ist die Konsequenz politischen Wollens namens Energiewende und der deswegen notwendigen Abwicklung der Kraftwerkssparte. Siemens ist doch kein karitatives Unternehmen, welches sich leisten kann obsolet gewordene Arbeitsplätze auf eigene Kosten zu erhalten. Die direkten Verantwortlichen für den Verlust abertausender Arbeitsplätze sitzen in der Politik bei Grünen, SPD und CDU !

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dieter-ploetze 04.12.2017, 20:00
162. der SPD fehlen die koepfe

darum hat die SPD keine chance. wenn ich solche kolumnen wie diese lese, denke ich automatisch an die
verheissungen aus den 60er, 70er jahren fuer die zukunft der arbeit. da klang alles paradiesisch, es wurde
ein neues zeitalter beschrieben. der computer, die automatisierung wuerden den menschen schwere arbeit ersparen, die menschen haetten mehr zeit fuer persoenliche belange, sich zu verwirklichen. arbeitszeit wuerde sich halbieren, natuerlich bei vollem lohnausgleich, es wuerde dann eine maschinensteuer geben die dem
staat die finanzielle ausruestung geben wuerde alle menschen gut zu alimentieren.
leider: pustekuchen! computer und automatisierung ersetzen arbeitsplaetze, die freigestellten menschen
werden als nutzlos angesehen und geringstmoeglich am leben erhalten. der staat hat versaeumt die aenderungen aufzunehmen, zu reagieren und die arbeitswelt umzustellen. denn das ist allein eine politische
aufgabe, es ist sicher nicht die aufgabe von siemens. siemens denkt an gewinnmaximierung, so ist das nun
mal.dagegen ist nichts zu sagen. allein der staat hat die PFLICHT und die moeglichkeit eine sozial vertraegliche
situation zu schaffen. er tut nichts dergleichen, dem staat fehlen an massgeblichen stellen die richtigen leute,
er verwaltet lediglich und hofiert dazu die wirtschaft in dem mittlerweile ueberholten irrglauben, geht es der
wirtschaft gut, geht es den menschen gut.

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markus_wienken 04.12.2017, 20:06
163.

Zitat von Grummelchen321
hat er nicht.Das der Dampfturbinenbau mit dem Atom und geplante Kohleausstieg kommt weiß der gute Herr Kaeser doch nicht erst seit September 2017.Ein guter Manager hätte die Angestellten weiter gebildet, den Zweig Turbinenbau langsam herunter gefahren und die Mitarbeiter in andre Zweige bei Siemens gebracht. Es herrscht doch überall Facharbeitermangel wird uns seit Jahren von Politik und Wirtschaft erzählt. Dann sollte ich doch als Manager ein Interesse haben Mitarbeiter durch Weiterbildung oder Umschulungen im Unternehmen zu halten um diese als Facharbeiter im Portfolio zu haben.Da aber Siemens immer mehr Arbeitsplätze von Festangestellten durch Leih und Werkverträge ersetzt,hat der Konzern sich längst dieser Möglichkeit beraubt. Ich war mal als Leiher bei Siemens TS in Braunschweig.Dort sind Leih und Werksverträgler Arbeiter 2 Klasse.Sie bekommen noch nicht mal einen Sprint in der Umkleide und in der Kantine müssen sie den vollen Preis zahlen.Im Werksverkauf durfte ich auch nur durch einen Festangestellten einkaufen um die Vergünstigungen zu bekommen. Ich habe das selbst erlebt wie Leih und Werkverträgler behandelt werden durch Siemens. so kommen die Gewinne zustande.Durch die Ausbeutung der Arbeiter. Die Rohstoffpreise für die Produkte sind für Siemens und seine Mitbewerber fast gleich. Im Post von intschutschuna ist das nämlich nicht ersichtlich. Wer sind danach Festangestellte,Leih oder Werkverträgler.Darüber gibt es keine Aufschlüsselung..
Aus einem Vorgängerforum habe ich mitgenommen, dass den Arbeitern die Möglichkeit gegeben wurde in anderen Werken unterzukommen.
Damit wird der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers ggü. seinen Angestellten genüge getan und die Aufregung hier im Forum eigentich unnötig.

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Grummelchen321 04.12.2017, 20:06
164.

Zitat von suchenwi
Ich hatte 1985/86 einen Werkvertrag mit der Siemens AG. "Home Office", Erstellung einer detaillierten Studie, Dienstreisen Berlin München bezahlt. Ich habe mich damals nicht ausgebeutet gefühlt, war froh über den Auftrag. Aber klar, als inzwischen Siemens-Angestellter (seit 1994) habe ich natürlich bessere Bedingungen. Die ich auch jedem Kollegen gönne. Nur: ein Werkvertrag ist auch besser als nichts. Spannend war damals die finanzamtliche Abwicklung: ich musste nachträglich eine Mehrwertsteuererklärung machen. Mit 30 min Zeitaufwand habe ich noch an die 3000 DM erstattet bekommen - best hourly wage ever...
Ein Werkvertag besser als nichts?
zu einem Lohn der viele Kollegen die heute bei Siemens tätig sind,zwingt nach den Abzügen noch aufstockend ALG 2 beantragen zu müssen.
Sie können sich glücklich schätzen zu den wenigen zu gehören.Wahrscheinlich haben Sie einen Hochschulabschluss.Gehen Sie doch mal in die Produktion und sprechen Sie mit den Leih und Werkvertäglern.Am besten noch jemandem vom Betriebsrat und Gewerkschaftsmitglied ist mitnehmen.Achten Sie mal darauf ob Festangestellte von Siemens Werkvertragsarbeitern Weisungen geben.Ist illegal.
Ich garantiere Ihnen sie werden staunen.Vor allem werden Sie auch von den Siemensleuten hören das die Stimmung mies ist.
Angst,Neid und Unzufriedenheit geht in der Belegschaft um.
Wenn die Leih und Werkverträgler nicht so viel Angst hätten,von den Gewerkschaften besser unterstützt werden würden ,käme so einiges ans illegales Licht .Aber auch die Betriebsräte schweigen.Alles aus Angst den Job zu verlieren oder nicht wieder gewählt zu werden.Auch die Einstellung das nur die Festangestellten zählen ist stark bei den Betriebsräten verbreitet.Und alle DGB Gewerkschaft machen mit um den Status Quo nicht zu gefährden.

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Grummelchen321 04.12.2017, 20:08
165. Gleiche Arbeit gleicher Lohn

Ein Werkvertag besser als nichts?
zu einem Lohn der viele Kollegen die heute bei Siemens tätig sind,zwingt nach den Abzügen noch aufstockend ALG 2 beantragen zu müssen.
Sie können sich glücklich schätzen zu den wenigen zu gehören.Wahrscheinlich haben Sie einen Hochschulabschluss.Gehen Sie doch mal in die Produktion und sprechen Sie mit den Leih und Werkvertäglern.Am besten noch jemandem vom Betriebsrat und Gewerkschaftsmitglied ist mitnehmen.Achten Sie mal darauf ob Festangestellte von Siemens Werkvertragsarbeitern Weisungen geben.Ist illegal.
Ich garantiere Ihnen sie werden staunen.Vor allem werden Sie auch von den Siemensleuten hören das die Stimmung mies ist.
Angst,Neid und Unzufriedenheit geht in der Belegschaft um.
Wenn die Leih und Werkverträgler nicht so viel Angst hätten,von den Gewerkschaften besser unterstützt werden würden ,käme so einiges ans illegales Licht .Aber auch die Betriebsräte schweigen.Alles aus Angst den Job zu verlieren oder nicht wieder gewählt zu werden.Auch die Einstellung das nur die Festangestellten zählen ist stark bei den Betriebsräten verbreitet.Und alle DGB Gewerkschaft machen mit um den Status Quo nicht zu gefährden.

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mens 04.12.2017, 20:08
166. Ausreden. Bis zum Ende.

Die Unternehmen können ihrer sozialen Verantwortung nicht gerecht werden, weil sie (angeblich) Zwängen ausgeliefert sind? Dann sollte man sie auch so behandeln: als UNMÜNDIGE Nutznießer des jeweiligen Standortes, der ihnen neben Rechtssicherheit, ausgebildeten Mitarbeitern, Infrastrukturen wie Strassen, Flughäfen und fliessend Wasser zur verfügung stellt. Die Menschen müssen das Messer wieder am Griff halten. Oder muß Siemens fürchten, dass ein bewaffneter, plündernder Mob durch ihre Geschäftsräume zieht? Analphabeten ihre Technik herstellen? Leute mit Rechenschwäche ihre Finanzabteilung bevölkern? Das ganze System stinkt. DIE SKANDALÖSE STEUERFLUCHT DIESER ASOZIALEN UNTERNEHMEN BEWEIST ES. Es funktioniert nur, weil die Lage noch nicht zugespitzt genug ist. Und die Menschen GLOBAL gegeneinander ausgespielt werden. Wenn kaum ein Mensch mehr im Unternehmen gebraucht wird, knallt es. Versprochen.

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poppei 04.12.2017, 20:09
167. Flexibilität

Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen...Nachdem die SPD mit Harz4 die Ungleichheit der Waffen eingeleitet hat, zeigt "Weiter so" was es noch alles im Köcher hat. Vielleicht könnte die SPD mit einem ehrlichen Einstieg in das bedingungslose Grundeinkommen bzw. negativer Eingangssteuer auf Arbeit das Boot noch herumreißen und wieder ein Kräftegleichgewicht herstellen.
Unter Industrie 4.0 wird das Gelddrucken nicht mehr reichen um Konsumenten und Produzenten zusammenzubringen. Aber immer "Weiter So" mit der Fexibiltität: Keine Kinder, keine Frau und eine Eigentumswohnung sind schließlich nur eine Belastung, erst recht, wenn H4 zuschlägt. Dafür Winken Bonis und SUVs für Gewinnmaximierung mit allen Mitteln, damit man auf diversen Parties ordentlich die Sau raus lassen kann.

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Intention 04.12.2017, 20:13
168.

Zitat von dieter-ploetze
siemens denkt an gewinnmaximierung, so ist das nun mal.dagegen ist nichts zu sagen.
So ist das nun einmal? Was für eine dumme Argumentation von Ihnen. Das Aktienrecht kommt, soweit ich das erinnere, aus den USA. Es ist nicht gottgegeben. Wieso steht Gewinnmaximierung über Menschlichkeit? Haben Sie sich ernsthaft noch nie Gedanken darüber gemacht?

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spiegelleser987 04.12.2017, 20:14
169.

Vorhin habe ich es wieder in einer Zeitung lesen müssen. Da wird gefordert, alle Kohlekraftwerkwerke abzuschaffen. Damit hat nicht nur Siemens ein Problem.

Was ist eigentlich mit den Arbeitnehmern aus dem Land Brandenburg, die auch demnächst arbeitslos werden? Der Braunkohletagebau soll dort in Kürze abgeschafft werden. So wollen es die Politiker. Aber die denken dann: habt keine Angst, ihr kriegt dann Hartz-IV.

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