Forum: Politik
Entscheidende Euro-Abstimmung: Slowakische Regierungschefin stellt Vertrauensfrage

Es ist das entscheidende Votum über die Euro-Rettung: Als letzter von 17 Staaten stimmt die Slowakei über die Ausweitung des Rettungsfonds EFSF ab. Doch die Koalition ist darüber zerstritten. Premierministerin Radicova verknüpft das Schicksal ihrer Regierung mit dem Votum.

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mountbatten 11.10.2011, 10:56
1. ...

Mit der Vertrauensfrage hat sich wohl die Möglichkeit erledigt das die Opposition zustimmt.

Weiß jemand ob die SaS (als Eurorettungsgegner) von Neuwahlen profitiern würde?

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Rodri 11.10.2011, 10:58
2. ...

Zitat von mountbatten
Mit der Vertrauensfrage hat sich wohl die Möglichkeit erledigt das die Opposition zustimmt. Weiß jemand ob die SaS (als Eurorettungsgegner) von Neuwahlen profitiern würde?
Die große Mehrheit der Slowaken ist gegen die Eurorettung. Die Slowaken mussten sehr lange richtig hart sparen, während die Griechen seit Jahren kaum noch arbeiten bei all den Demonstrationen und Streiks. Man kann nur hoffen, dass die slowaken die Griechenland-Rettung platzen lassen !

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majoschi 11.10.2011, 11:01
3. Sinneswandel leicht gemacht?

Erst einmal, noch nicht vor allzu langer Zeit, war Premierministerin Iveta Radicova gegen die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms.

Es muss ja irgendetwas Interessantes in der Zwischenzeit passiert sein, dass sie sogar so weit geht die Vertrauensfrage zu stellen und ihre gesamte Regierung zu gefährden, obwohl ihr doch durch aus bewusst sein müsste, dass die Verträge zur Aufstockung des Euro-Rettungsschirms so gehalten sind, diese auch ohne die Zustimmung einiger kleiner Euroländer umzusetzen.
Früher hieß es immer, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
In diesem Fall müsste es wohl heißen, Vertrauen ist gut, Druck von außen ist besser.
Dann mal viel Erfolg und toi, toi, toi.

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BraumeisterBob 11.10.2011, 11:04
4. SAS (Sulik)

Zitat von mountbatten
Mit der Vertrauensfrage hat sich wohl die Möglichkeit erledigt das die Opposition zustimmt. Weiß jemand ob die SaS (als Eurorettungsgegner) von Neuwahlen profitiern würde?
Ich denke, die Sache mit der Vertrauensfrage ist ein Eigentor. Sollte es zur Neuwahl kommen, würden die gewählt werden, die gegen den Euro sind. Ich denke mal, dass SAS (Sulik) ordentlich Stimmenzuwachs hätte. Ob es für die SAS dann dafür reicht, wieder in eine Regierung reinzukommen, weiß ich nicht.

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Pandora0611 11.10.2011, 11:07
5. Vertrauensfrage = Erpressung

Zitat von sysop
Es ist das entscheidende Votum über die Euro-Rettung: Als letzter von 17 Staaten stimmt die Slowakei über die Ausweitung des Rettungsfonds EFSF ab. Doch die Koalition ist darüber zerstritten. Premierministerin Radicova verknüpft das Schicksal ihrer Regierung mit dem Votum.
Erpressungsversuch!

Zitat von
Die Erweiterung des aufgestockten EFSF-Fonds hängt nach der Zustimmung Maltas nur noch vom Ja der Slowakei ab. 16 von 17 Euro-Staaten haben bereits für die Aufstockung des umstrittenen Rettungsfonds EFSF gestimmt. Der Rettungsschirm kann nur in Kraft treten, wenn er von allen 17 Euro-Staaten angenommen wird.
Richard Sulik, bleib standhaft!
Wir brauchen diesen Wahnsinn nicht!
Ihr habt hart gespart und seit gut duch die Finanzkrise gekommen, warum sollt ihr jetzt euer Steuergeld dem Club Med hinterherwerfen.

Zitat von
Nach einem ersten Nein könnte im slowakischen Parlament hinterher ein zweites Mal über den Rettungsschirm abgestimmt werden.
Das ist das Irische Modell: Es wird so lange abgestimmt, bis das erwünschte Ergebnis erreicht wird.
Zitat von
Barroso fordert die deutschen Steuerzahler zur Solidarität mit hochverschuldeten Euro-Staaten auf. Mögliche Belastungen seien am Ende gut für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. "Das ist verkraftbar im Vergleich zu dem, was uns blühen würde, wenn der Euro auseinanderbricht", sagte er.
Barroso ist Portugiese, also Mitglied des Club Med.
Natürlich hat er ein Interesse daran, das der deutsche Steuerzahler unbegrenzt und alternativlos für die PIIGS zahlt.

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andresa 11.10.2011, 11:08
6. die hoffnung stirbt zuletzt

bleibt die Hoffnung dass die Slowaken getan haben was die Deutschen Parlamentarier verpasst haben: http://bit.ly/pUOd5d ...Wissen aneignen zu der Sache!

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reinhard_m 11.10.2011, 11:11
7. Bei all dem Druck und all der Korruption

bei all den Vertragsbrüchen und Lügen, die mit dieser Brüsseler EU und dieser erzwungenen und ermauschelten "Einheits"Währung assoziert werden muß man mit dem Schlimmsten rechnen.

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pudel_ohne_mütze 11.10.2011, 11:11
8. ja würde sie.

Zitat von mountbatten
Mit der Vertrauensfrage hat sich wohl die Möglichkeit erledigt das die Opposition zustimmt. Weiß jemand ob die SaS (als Eurorettungsgegner) von Neuwahlen profitiern würde?
Durch die Diskussion auch dort in der Öffentlichkeit
ist die immer noch bettelarme Masse der Bevölkerung sensibilisiert.
Durchschnittliches Monatseinkommen unter 700 €

Die SAS ist zwar ein neoliberaler Haufen, hat aber nicht dem eigenen Volk das
Messer in den Rücken gestossen wie der Rest europäischer Politiker.
Der komplette Bankensektor befindet sich in ausländischer Hand.
Die Staatsverschuldung liegt bei ca. 40 % vom BIP.
Die Handelsbilanz ist stark defizitär.
Bevökerungsdurchschnitt unter 40 Jahren.
Es bestehen recht enge Bindungen an Russland und östliche Staaten.

Das könnte sich bei Neuwahlen bezahlt machen.

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g.bruno 11.10.2011, 11:17
9. Wirklich toll!

"Zitat:"
Barroso will andere Länder für Euro-Hilfen gewinnen

Unter dem Eindruck der sich zuspitzenden Krise hat sich der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso dafür ausgesprochen, dass alle EU-Staaten sich nach Möglichkeit an der Rettung Griechenlands beteiligen sollten, auch wenn sie nicht Mitglieder der Euro-Zone seien. "Ich würde mir wünschen, dass alle Länder Unterstützung leisten, wenn sie die finanziellen Möglichkeiten dazu haben", sagte Barroso der "Bild"-Zeitung.
"Zitat Ende."

Dieser Barroso ist doch ein toller Kerl, ein echter Europäer! Und die frischen geistreichen Ideen, die er so im wöchentlichen Rhythmus von sich gibt... Ich würde auf seine Stelle vorschlagen, die Saudis, Vereingten arab. Emirate oder China sollten sich dringend beteiligen, da "sie die finanziellen Möglichkeiten dazu haben".

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