Forum: Politik
Entscheidung per Referendum: Ist das der nächste Ex-Premier Griechenlands?
REUTERS/ Greek Prime Ministers Office

Griechenland steht vor einer historischen Entscheidung. Die Bürger bestimmen nicht nur über ihre künftige Währung, sondern auch über das Schicksal von Premier Tsipras. Der wird sich wohl geschlagen geben.

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alfistone 03.07.2015, 17:53
1. Der will doch gar nicht regieren

Wie die meisten extremen Parteien wollen die doch gar nicht wirklich regieren. In der Opposition ist es einfach bequemer, schön dagegen sein und die Verantwortung bei den anderen.
Das gleiche passiert bei der Linkspartei in Deutschland oder zuletzt den Rechtspopulisten in Dänemark. Tolerieren vielleicht schon, aber wirklich Regierungsverantwortung übernehmen wollen die meistens nicht. Der Radikalismus gedeiht einfach besser, wenn man nicht der Realpolitik unterworfen ist.

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Eppelein von Gailingen 03.07.2015, 17:55
2. Egal wie sich die Griechen entscheiden

Seit dieses Referendum angekündigt ist, herrscht zumindest in meinem weiten Bekanntenkreis so etwas von einer Anti-Griechen-Stimmung, das habe ich früher nie gehört.
Es werden Stimmen gegen die Merkel laut, was in dieser Form auch noch nicht da war.
Wenn es noch einmal zu einer Griechen-Hilfe kommen sollte, dann werden denen die Kneifzangen angezogen. Wenn diese Regierungs-Kasperl nicht spuren, gibt es mehr als nur Ärger. Generell haben sich die Griechen die ganze Misere von vorn bis hinten selbst zuzuschreiben. Eigenverantwortung, aber 320 Mrd. €-%. Die blöden Sprüche von unseren Linken kann man nicht mehr hören. Die dämlichen Sendungen von Illner, Will, Maischberger und Konsorten sollte man mit 0-Einschaltequote boykottieren.
Sollen die Griechen am Sonntag hoffentlich mit NEIN stimmen, dann soll bei denen Weltuntergang herrschen, das juckt wenig.

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Bertold 03.07.2015, 17:55
3. Hierbei entscheidet sich nichts

anderes als die Zukunft von Europa. Es ist die Frage, wollen wir ein zukunftsfähiges soziales Europa oder wollen wir täglich die Währung retten und damit zu einer Entwicklungszone degradieren. Die Griechen haben es in der Hand. Mal sehen, ob sie die Demokraten Europas sind ...

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Bio4Life 03.07.2015, 17:59
4. Zu dumm für Demokratie ?

Wenn ich mit Chinesen diskutiere, die selbst aus China in die USA ausgewandert sind, dann sind die manchmal auch kritisch gegenüber der Demokratie und halten eine Demokratie für China nicht wirklich praktikabel, wohl weil weite Teile der Bevölkerung eines so großen Landes weder entscheiden wollen noch können. Griechenland wäre wohl nun ein Beispiel, wo viele verschiedene, gewählte Regierungen versagt haben bzw. letztlich das Volk tatsächlich unfähig erscheint, eine fähige Regierung allen zu wünschen und zu wählen. Ohne großen Knall kann es wohl in Griechenland kaum je ein steuerehrliches Verhalten geben.

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whitemouse 03.07.2015, 17:59
5. Drachme

Griechenland hat nur mit der Drachme eine Chance. Zudem müssen staatliche Strukturen aufgebaut werden.

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Cluedo 03.07.2015, 18:00
6. Selbstgestellte Falle

Tsipras ist ein Opfer seiner eigenen Inkonsequenz geworden. Konsequent wäre es gewesen, seine - durchaus verständliche - Haltung, die bisherige Austeritätspolitik der EU sei eine Katastrophe für Griechenland, mit der Weigerung, überhaupt über weitere Sparmaßnahmen zu verhandeln, zu unterstreichen, und stolz und ungebeugt den Weg aus dem Euro anzutreten. Er hat aber im Gegenteil unentwegt behauptet, er wolle im Euro bleiben, und hat entsprechend über die "Rettung" verhandelt. Daher ist sein erneuter Schwenk - plötzlich abgebrochene Verhandlungen und Empfehlung eines "Nein" - nicht mehr nachzuvollziehen. Nun ist der Ausgang der Referendums egal - irgendwie hat er immer verloren.

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pecaracas 03.07.2015, 18:01
7.

Falls es ein "Ja" gibt, gibt es noch lange keinen Gewinner, aber es gibt einen Verlierer, das griechische Volk, selbst bei einem Gewinn von "Nein". Das hat das Volk dem Populismus und der unserioesen Verhandlungsstrategie der Linken zu verdanken.

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taglöhner 03.07.2015, 18:01
8. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!

Vielleicht kommen bei einem "Nein" am Sonntag die anderen Euroländer auf die Idee, Herrn Tsipras auch
Volksabstimmungen unter die Nase zu halten.

Die Idee, Demokratie als Kampfsport zu missbrauchen ist keine Bereicherung aus Griechenland.

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KingTut 03.07.2015, 18:01
9. Was spricht dagegen ...

Ich hoffe, dass Tsipras bald Geschichte ist, was seine Funktion als griechischer Ministerpräsident betrifft. Er hat nur für Unruhe gesorgt, indem er seine Bürger gegen die EU und insbesondere Deutschland aufgewiegelt hat. Er hat taktiert und getrickst, dass sich die Balken bogen. Mehrfach wurde von EU-Vertretern anderer Länder beklagt, dass sie von Tsipras und seinem Finanzminister belogen wurden.
Ich suche einen Grund, damit Tsipras in meiner Beurteilung nicht so schlecht weg kommt. Nur ich finde keinen.

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