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Entscheidung über Große Koalition: Scholz will SPD-Mitglieder beteiligen
Fabrizio Bensch/ REUTERS

Hat Schwarz-Rot noch eine Zukunft? Ausgerechnet Vizekanzler Olaf Scholz, bislang entschiedener GroKo-Befürworter, will die Basis einbeziehen. Und Gesine Schwan meldet im SPIEGEL Interesse an einem SPD-Führungsposten an.

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hello_again 21.06.2019, 13:48
1. Keine Dritte?

Damit fängt es schon an:
"Für mich ist, auch wenn die Regierung noch bis 2021 weiterarbeiten sollte, klar: Nach zwei großen Koalitionen in Folge darf keine dritte folgen."
Gefühlt haben wir seit 2005 eine GroKo, kurz unterbrochen von einer Partei, die auch nicht auf Profis hört.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass seit 14 Jahren nur verwaltet wird. Große Sprünge oder Lösung von Problemen? MMn Fehlanzeige.

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pluuto 21.06.2019, 13:52
2. Kaffeekränzchen

Gesine Schwan in Führungsposition. Das passt zur Gerechtigkeits- SPD wie die Faust aufs Auge.

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soisses1 21.06.2019, 13:52
3. Basisdemokratie

ist prima, zum Schluss drüber abstimmen, ob drüber abgestimmt wird. Aber auf gar keinen Fall Verantwortung übernehmen, mal den Job machen, für den man gewählt worden ist. Dabei wäre es schon mal was, wenn aus der Ecke überhaupt etwas Verwertbares kommen würde. Z.B neues Gesetz über die Mindestdicke des Ham im Burger oder Kreisverkehr auf der Autobahn oder gendergerechte Doppelspitze beim FC Bayern München. Dazu kann man vorher die Basis fragen, am besten die SPD Ortsgruppe in Dortmund.

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Lisa_can_do 21.06.2019, 13:53
4. Hier meine Antwort Olaf

Bitte keine GroKo mit der CDU mehr, möglichst für die nächsten 50 Jahre nicht mehr; es ist furchtbar, wir geben all unsere Werte auf. Herzliche Grüße, eine durch-und-durch SPDlerin.

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oranje-web 21.06.2019, 13:54
5. nichts gegen frau schawan

aber will die SPD nun jung und modern werden. warum haben die alten vor den jungen soviel angst. können sie( die jungen) es noch schlechter machen , NEIN! also lasst sie machen. sie werden uns alten auch nicht vergessen . soll die esp einngespann zu suchen z.b. Künert und die frau aus Flensburg.

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peterpeterweise 21.06.2019, 13:57
6. Begeistern mit Gesine Schwan?

Einmal vollkommen unabhängig von politischer Kompetenz und vom fachlichen Können. Wenn Gesine Schwan in die SPD Führung will, um Begeisterung bei den Wählern zu erzeugen, dann klingt dies wie Ironie. Es fällt mir kaum ein Spitzenpolitiker ein, der noch langweiliger wirkt, als Gesine Schwan. Dies soll ausdrücklich keine Abwertung ihrer anderweitigen Fähigkeiten sein, aber in Diskussionsrunden ist sie eher die Schlaftablette als der Stimmungsmacher.

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friedrich.grimm@gmx.de 21.06.2019, 13:57
7. Neuanfang

Es ist ja immer und immer wieder in der SPD von einem Neuanfang die Rede. Hier könnt er beginnen.
Gesine Schwan, die ich sehr schätze, war bei den Bundespräsidentenwahlen 2004 und 2009 an Köhler gescheitert.
Dass Köhler dann schließlich von der Fahne ging (31.05.2010) lässt jede Menge an Fragen offen über Köhlers Wirken als Bundespräsident. Für meine Begriffe war er eher farblos und bisweilen diffus. Eines dürfte unbestritten sein, seine Ausrichtung war neoliberal. Er war also alles andere als ein Präsident für das Volk. Eigentlich erstaunlich für einen Mann der als Vertriebener von ganz unten kam.
(Im Jahr 2000 wurde Köhler auf Vorschlag des Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) zum Geschäftsführenden Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestellt. Schröder schlug zuerst Caio Koch-Weser vor, den die US-Regierung aber ablehnte.)
Dass Merkel Köhler aus dieser Position wieder herauskegelte, zeugt vom "Weitblick" einer Frau, die noch heute Bundeskanzlerin ist. Doch das nur am Rande. Interessant auch die Einflussnahme der USA auf die Besetzung bestimmter Posten.
Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland mit einer Bundespräsidentin, Gesine Schwan, wesentlich besser gefahren wäre.

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motoko_kusanagi 21.06.2019, 13:57
8. Vorwärts in die Vergangenheit

Schau ich mal wer denn die verehrte Frau Schwan ist, dann informiert mich Wiki mit "Schwan war an der Gründung des Seeheimer Kreises beteiligt, der in den 1970er Jahren unter anderem neomarxistischen Positionen in der SPD entgegentrat. Zu Beginn der 1980er Jahre trat die bekennende Katholikin und streitbare Antikommunistin für den NATO-Doppelbeschluss ein. Da sie die Art und Weise, wie die SPD mit kommunistischen Regimes umging, als "lax" kritisierte, wurde sie öffentlichkeitswirksam 1984 aus der SPD-Grundwertekommission ausgeschlossen. Sie vertrat damals die Position, dass Willy Brandt nicht dem damaligen Trend entgegengetreten sei, den Gegensatz zwischen Demokratie und Diktatur als reine Theorie zu bagatellisieren."
Ok, inzwischen ist eine Menge Wasser den Rhein hinab und manches ist nicht mehr so wie es einmal war. Man will ja auch nicht nachtragend erscheinen...
Dennoch, kann die SPD mal hochkaratiges Personal, sofern diese überhaupt noch vorhanden sind, an die Spitze befördern, die nicht von Seeheimer Kreis sind? Denn offenkundig ist es ja so, dass es genau dieser Kreis ist, der in der Führungszirkel das Sagen hat und den Karren seit Jahr und Tag in den Dreck gefahren hat.

Ohne groß befürchten zu müssen, als zu arg daneben zu liegen, vertrete ich die These, dass man komplett den Parteivorstand samt Generalsekretär und stellvertretenden Vorsitzende sowie Beisitzende - also gemeinhin die Parteispitze - absetzen sollte (kollektiver Rücktritt) und eine komplette Neuwahl ansetzen.
Dann könnten sich ja - auf Bewährung - Katarina Barley, Christine Lambrecht, Karl Lauterbach und Rolf Mützenich neu aufstellen; samt Jungspund Kevin.
Da dieses jedoch nicht geschehen wird, ist zumindest ein Doppelspitze schon mal ein minimaler Schritt nach vorn.
Lambrecht / Künert-Tamdem wäre schon mal ein fernes Licht im langen dunklem Tunnel ... aber das wird nichts werden.

Als Nicht-SPD´ler kann es mir egal sein, es wäre bloß schön für eine zukünftige Anschlußfähigkeit bei Koalitionsverhandlungen -
sofern man davon überhaupt noch träumen vermag.

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haresu 21.06.2019, 13:57
9. Die SPD hat es gut

Nicht nur die immer stärker abnehmende Fallhöhe macht die Schmerzen von Wahl zu Wahl erträglicher, demnächst hat man dann auch wirklich die Ruhe sich selber neu zu erfinden. Das schöne ist ja, dass es eine soziale, vielleicht sozialistische Partei einfach immer wieder brauchen wird, es gibt diese natürliche Funktion auf die man sich nur wieder konzentrieren muss. Zwischenzeitlich wird man sich mit dem Schicksal der CDU trösten können, der wird es wahrscheinlich noch schlimmer ergehen. Alles gut also.

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