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Entscheidung über Kauf: SPD-Experte sieht kein Szenario für Kampfdrohnen
DPA

Verteidigungsministerin von der Leyen will bald über den Kauf waffenfähiger Drohnen entscheiden. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, der SPD-Abgeordnete Hans-Peter Bartels, findet keinen Grund für eine Anschaffung.

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Joel Elli 30.06.2014, 09:12
10. Landesverteidigung

Die Bundeswehr wurde zur Landesverteidigung ins Leben gerufen. In diesem Szenario ist zu bewerten, ob Drohen sinnvoll sind. Nicht in einem Angriffskriegsszenario in fremden Ländern.
Unser Land wird nicht am Hindukusch verteidigt. Ex-Präsident Köhler war da bekanntermaßen aufrichtiger. Unsere wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen "erfordern" mitunter den Einsatz von Waffen. Doch das ist nun einmal verfassungswidrig.

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Jaerven 30.06.2014, 09:12
11. Es

wird sich aufgeregt über die kosten einer lebensrettung in einer Höhle.
Und gleichzeitig sollen zig Millionen für maschinen ausgegeben werden die nur ein Ziel haben- gezielte Tötungen. Gebt das Geld dem DLRG, Bergwacht, Seenotrettung u.s.w. Das macht mehr Sinn.

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eine-Meinung-unter-Vielen 30.06.2014, 09:13
12. Szenarien für Kampfdrohnen gäbe es schon ...

... es stellt sich aber die Frage, ob man diese Art der technischen Überlegenheit nutzen will und was sie wirklich bringt?

Einfliegen und im weit entfernten Steuerungszentrum auf den Abzug drücken ist für den ausführenden Soldaten selbstverständlich sicherer, als sich einem Gegener persönlich zu nähern.

Will man diese gezielten Kill-Aufträge, wie sie von den USA durchgeführt werden, wirklich durch die BW durchführen lassen? Die in jünster Zeit "befriedeten" Regionen deuten allerdings darauf hin, dass eine nachhaltige Wirksamkeit von Tötungsmissionen die eigentliche Probleme nicht lösen - von Moral und dem Risiko auch mal die Falschen zu töten abgesehen. Krieg sollte nie zu einem Videospiel von Soldaten mit echten Opfern werden (oder sind die Videos schon in Vergessenheit geraten?)

Aufklärung mit Drohnen sollte allerdings stärker vorangebracht werden. Sie können zum Schutz der Soldaten eingesetzt werden und benötigen keine Waffen. Eine bessere Technik zur Entdeckung von Sprengfallen könnte ebenfalls sinnvoller sein, als Killer-Drohnen.

Nebengedanke:

Drohnen-System an sich sind teuer. Wenn man der Region, in die man eingerückt ist, helfen möchte, könnte man überlegen, ob man das Geld für waffenfähige Drohnen nicht lieber in Bildung und Lebensqualität der Bevölkerung investiert, anstatt es ausländischen Waffenkonzernen zu geben - oder sind wir in D bereits technisch so weit, etwas Derartiges selber zu entwickeln? Ich glaube nicht.

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disklord 30.06.2014, 09:18
13.

Zitat von barstow
Natürlich nutzen die USA ihre Drohnen für mehr als "nur" das Ausschalten von Verdächtigen/Terroristen. Die Drohen sind fast permanent über amerikanischen Truppen in Afghanistan unterwegs, um schnelle Luftunterstützung oder Aufklärung und anschließende Bekämpfung durchzuführen. Genau dieses Szenario traff auch auf die Bundeswehr zu. Ich halte es für äußerst dummes Gequatsche von Politikern, nur um sich Zustimmung beim Wahlvieh zu sichern. Darüberhinaus stellt sich die Frage, wie Deutschland den Konflikten der Zukunft begegnen will, die immer realer und vor allem näher kommen. Augen zu und wegsingen? Und wenn es nicht mehr geht nach den USA rufen und anschließende den Zeigefinger mahnende heben? Oder eventuell die nötigen Mittel zu Hand haben um sich zur Wehr zu setzen?
1.) Für die Aufklärung sind unbewaffnete Drohnen völlig ausreichend.
2.) Für die Verteidigung völlig ungeeignet. (Siehe Auftrag der Bundeswehr)
3.) Gerade bei asymmetrischer Kriegsführung hat der Herr von der Bundeswehr unrecht. Es sei denn er steht auf Kollateralschaden. Es geht da um Kämpfer die sich vor 'überlegenen' Waffensystemen hinter weiche Ziele ducken. Wenn der Herr high-tech möchte, sollte er vielleicht auf bessere Panzerung und Koordination von kleineren Einheiten setzen. Z.b. Exoskelett mit Panzerung und einem Visier ähnlich Google glass. Dann hast einen auch nicht die Bevölkerung so sehr, wenn man mal wieder was in die Luft sprengt.

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5b- 30.06.2014, 09:25
14.

Was ist denn der Unterschied ob der Pilot im Flugzeug sitzt oder woanders? Ob im Panzer, Schiff oder Flugzeug, heutzutage wird auf Knöpfe gedrückt.
Wenn ein Pilot aber mehrere Stunden zum Einsatzort fliegen muss, total ermüdet ankommt und vorher noch schnell seine Notdurft in seinem Anzug erledigt bevor er auf den Knopf drückt, dann denke ich nicht dass es unbedingt besser ist dass er das alles gemacht hat und bessere Entscheidungen treffen kann. Wäre es nicht besser der Pilot wäre irgendwo in Sicherheit mit mehr Komfort?

Wenn dann das Flugzeug im Feindesgebiet abgeschossen wird, stirbt entweder einer dessen Ausbildung sehr teuer war und die Familie ist traurig oder er muss umständlich gerettet werden, womöglich wird er seinerseits gefangen und gegen einen gefangenen Feind oder Geld ausgetauscht.

Wenn es dann autonome Drohnen gibt, kann man nochmal darüber diskutieren aber es wird wohl wieder günstiger sein und weniger "freundliche" Leben kosten.

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mavm1888 30.06.2014, 09:44
15. Notwendig

Drohnen sind viel effektiver als Kampfflugzeuge und schützen somit Zivilisten. Und für gezielte Tötungen werden diese sowieso nicht benutzt werden. Die bundeswehr muss halt mit den internationalen technologischen standards mithalten können. Wenn in einem Land Bürgerkrieg ausbrucht und deutsche Bürger in Gefahr geraten, wird mann schon sehen wie notwendig diese Drohnen sind

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peppel3696 30.06.2014, 09:50
16. dringend benötigt

wir brauchen unbedingt kampfdrohnen! wann verstehen endlich alle das mit den drohnen nicht das selbe wie mit den amerikanischen drohnen gemacht werden soll. das muss durch Gesetze verhindert werden. die drohnen werden aber zu langen Aufklärungsmissionen und zum patroullien Schutz/ Konvoischutz benötigt. sie können Konvois lange begleitet und bei angriffen direkt aus der Luft reagieren. also sollten sie Vorallem zu lang andauernd luftnahunterstützungsmissionen eingesetzt werden. da sowas inzwischen wichtig und unverzichtbar für Deutsche Soldaten geworden ist.

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kinngrimm 30.06.2014, 09:53
17.

Wenn man sich die Statistiken und die Psychologie der Drohnenverwendung ansieht, da alleine müßten sich jedem bereits die Haare aufstellen. Die USA welches gleich im ersten Satz in diesem Artikel als Vorzeige Kandidat verwendet wurde, hat inzwischen in über 100 Ländern Black Ops Drohnen Einsätze gefahren, heist Drohnen Einsätze ohne "congressional oversight". In den USA liegt das auch an der Umstrukturierung der Hackordnung der eigenen Armee und der Wegnahme der benötigten Zustimmung des Präsidenten. Dies wiederum ist auf die exponetielle Zunahme der Targets/Ziele zurückzuführen. Wo während der Anfangsphase des 2ten Irakkrieges die US Army mit einem KartenDeck von 40 bis 60 Leuten gearbeitet hatte welche zu liquidieren wahren, sind dies inzwischen über 10000 Personen, Tendenz stark steigend . Diese Terror Listen werden sowohl von Human Intelligence gefüttert wie auch durch automatiserte Datenanalyse der NSA. In beiden Fällen ... Fehlerintensiv. Ganz zu schweigen vom timing, das halt manchmal um das Ziel herum auch noch andere zivile Kolleteralschäden stehen.

Warum sollten wir es unseren Rechtsanwälten und Steuerberatern welche selbst vielleicht nie und deren Kinder ganz gewiss nicht in der Armee sind, noch leichter machen, gegen das Grundgesetzt die Grenzen Deutschlands am Hindukusch zu verteidigen ^^. Das wiederum auf druck der NATO/USA um uns wieder zu militarisieren, damit selbige selsbt nicht soviel Schuld und vorallem Kosten tragen, so das wir Ihnen keine Vorwürfe mehr machen könnten und Mittäter werden.

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Eihan 30.06.2014, 09:58
18. Pro Drohnen

2 Aspekte kurz angesprochen, erstens: Drohnen können ja auch zur Abwehr von Drohnen benutzt werden. Wer glaubt, dass nur die USA jemals Drohnen einsetzen wird, hat noch nicht über die Bedeutung der Drohnen nachgedacht. Zweitens ist es bei dem Einsatz von Drohnen vielleicht sogar einfacher vor Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Bei einer Drohne kann ja zum Beispiel ein Jurist direkt neben dem Piloten sitzen und im Zweifelsfall sein Veto aussprechen. Auch ist durch die Distanz eine größere emotionale Distanz vorhanden, sodass Massaker aus Rache unterbleiben.

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Ratzbär 30.06.2014, 09:59
19. Überlegenheit

Zitat von sysop
"Wir brauchen natürlich Kampfdrohnen, damit wir die Einsätze, die uns aufgetragen werden, erfolgreich abschließen und unseren Soldaten ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten können", sagte der ehemalige Generalinspekteur Harald Kujat der "Mitteldeutschen Zeitung". Gerade in "asymmetrischen Konflikten" sei technologische Überlegenheit entscheidend.
Da irrt sich aber der Herr Kujat, denn in der "asymmetrischen Kriegsführung" hat jede noch so hoch gerüstete Armee verloren. Es gibt historisch vielleicht 1 oder 2 Fälle, in welchen eine reguläre Truppe die asymmetrische Kriegsführung erfolgreich durchgeführt hat. - Moralische Maßstäbe mal unbetrachtet gelassen.

Technologische Überlegenheit bedeutet aber auch, dass man seine Verwundeten Soldaten schnellstmöglich bergen und versorgen kann. Das kann die Bundeswehr nicht und ist weitestgehend auf Bündnispartner, meist die USA, angewiesen. Grund dafür ist, dass die Bundeswehr nicht über geeignete Hubschrauber verfügt und der Tiger, wie so vieles in der Beschaffung der Bw, mal wieder so ein Milliardenprojekt mit anschließender Totgeburt ist.

Anstatt also das Geld für so einen sinnlosen, unbenötigten Mist auszugeben, sollte die Bundeswehr bzw. die zivilen Kulissenschieber der Beschaffung besser zusehen, dass vorhandene Fähigkeiten verbessert und auf neuesten Stand gebracht werden.

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