Forum: Politik
Erdogan gegen Gauck: Rache vor laufenden Kameras
DPA

Die Wutrede von Premier Erdogan gegen den Bundespräsidenten ist ein Affront. Das Verhältnis zu Deutschland wird sich abkühlen. Gauck hat die Wirkung seiner Türkei-Kritik offenbar unterschätzt.

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Steeevyo 29.04.2014, 19:09
90. Wieso ...

Zitat von sysop
Die Wutrede von Premier Erdogan gegen den Bundespräsidenten ist ein Affront. Das Verhältnis zu Deutschland wird sich abkühlen. Gauck hat die Wirkung seiner Türkei-Kritik offenbar unterschätzt.
Wieso sollte sich Erdogan um diplomatische Gepflogenheiten scheren wenn Gauck diese als erster vermissen liess?

Abkuehlen? Mit wem kuehlen wir denn noch alles ab Spiegel Online?

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SchienenErsatzVerkehr 29.04.2014, 19:09
91. Der Herr Gauck, wann lernt er es endlich?

Zitat von sysop
Die Wutrede von Premier Erdogan gegen den Bundespräsidenten ist ein Affront. Das Verhältnis zu Deutschland wird sich abkühlen. Gauck hat die Wirkung seiner Türkei-Kritik offenbar unterschätzt.
Was der Herr Gauck ganz offensichtlich immer noch kann, ist von der Kanzel zu stummen Kirchgängern zu predigen.

Dass der Herr Gauck inzwischen erstens es nicht mehr mit jenseitiger Überwesenskunde zu tun hat, und zweitens keine stummen Kirchgänger vor ihm sitzen, sondern dass er drittens in der realen Welt der Politik angelangt ist, das schein völlig jenseits des Fassungsvermögens des Herrn Gauck.

Und der Herr Gauck scheint auch nicht zu verstehen, dass man im Diesseits mit Worten echten Schaden grossfächig anrichten kann.

Schade für Deutschland und für die Türkei.

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Hagen_von_Tronege 29.04.2014, 19:09
92. Zweck und Mittel

Zitat von ariovist1966
{Falls} das der Erfolg von Gaucks Kritik sein sollte, nämlich die Abkühlung des deutsch-türkischen Verhältnisses, dann hat er wenigstens ein gutes Ergebnis als BP eingefahren.
Ich sehe diese Frage auch als absolut wichtig an. Was ist der Zweck von Auslandsbesuchen des Präsidenten von Deutschland?

Nur ein paar schöne Tage mit seiner Lebensabschnittsgefährtin auf Staatskosten zu verbringen kann es nicht sein.

Ich dachte immer, das Ziel, der Zweck ist: die zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen zwei Ländern zu verbessern. Dazu stehen dem Präsidenten verschiedene Mittel zur Verfügung. Das wichtigste ist "die Kraft der schönen Worte" - wie es der Comedian Rainald Grebe besingt. Hierzu ist der Pastor Gauck von seiner Ausbildung her natürlich prädestiniert.

Aber das muss auch in einen diplomatischen Rahmen eingebettet sein. Und Diplomatie hat Herr Gauck nicht gelernt.

Aber vielleicht war das Ziel der Reise ja auch, die Beziehungen zur Türkei abzukühlen, wie Forist ariovist1966 vermutet.
Bei der derzeitigen desolaten Außenpolitik Deutschlands ist dieses erratische Verhalten durchaus möglich.

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dome_berlin 29.04.2014, 19:09
93. Wahrheit

Die Heftigkeit mit der E. reagiert, zeigt nur, wie berechtigt die Kritik ist. Aus diplomatischen Grund Wahrheiten verschweigen? Nein. Egal ob als Bundespräsident oder Pastor.

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freespeech1 29.04.2014, 19:10
94.

Gaucks Hinweise auf türkischen Defizite bei Demokratie, Meinungsfreiheit und Strafverfolgung sind natürlich sachlich völlig richtig, die Türkei hat eine Entwicklung genommen, die vor Jahren noch niemand für möglich gehalten hätte.

Allerdings ist es die Angelegenheit der Türken, und wenn sie mehrheitlich Erdogan wählen, setzen sie ein klares Zeichen gegen Europa. Eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei sollten wir uns ersparen, wie umgekehrt auch keine Einmischung der Türkei in unsere innere Angelegenheiten dulden.

Erdogan sollte nicht die beleidigte Leberwurst machen, wer austeilt, muss auch einstecken können. Ich erinnere nur an seine unsäglichen Reden in Deutschland. Erdogan ist in Deutschland unerwünscht, das muss man mal klar sagen und inzwischen hat es wohl jeder auch verstanden.

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Speedbird 29.04.2014, 19:11
95. Nicht in der Form

Zitat von sysop
Die Wutrede von Premier Erdogan gegen den Bundespräsidenten ist ein Affront. Das Verhältnis zu Deutschland wird sich abkühlen. Gauck hat die Wirkung seiner Türkei-Kritik offenbar unterschätzt.
Es gibt gewisse Grundsätze der Höflichkeit, wenn ich zum Essen eingeladen werde, kritisiere ich auch den Gastgeber nicht in dessen Haus vor allen Gästen persönlich. Und was für den Privatbereich gilt, gilt sicher auch für Staaten, die ja aus Menschen bestehen.
.
Mich würde auch mal interessieren, ob Gauck, z.B. bei einem Staatsbesuch in China, auch keine Musterdemokratie, aber ein wichtiger Handelspartner, ähnliche Worte gewählt hätte. ich bin ziemlich sicher, er wäre vor der Reise vom Kanzleramt schon entsprechend eingenordet worden.

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torstenschäfer 29.04.2014, 19:12
96. Die Form war nicht "differenziert"

Zitat von Jannek
Es ist erstaunlich, wie viel Kritik Herrn Gauck hier im Forum widerfährt. Ist es denn wirklich so undiplomatisch und überheblich, in differenzierter Form auf ein paar Missstände hinzuweisen? Ist das nicht im Gegenteil sogar die Pflicht des Bundespräsidenten?
Höreen Sie sich doch mal an, wie "differenziert" Gauck da vortrug. Nein, das war alles andere, das war tölpelhaft, total unprofessionell. Man mag Unprofessionalität als Nonkonformität loben, aber im Staatsgeschäft hätte ich lieber Profis am Werk.

Und nein, es ist nicht die Pflicht des deutschen Bundespräsidenten, anderen Staaten Nachhilfe zu geben.

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svizzero 29.04.2014, 19:13
97. Beim Schweizbesuch nicht besser

«Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen». Mit dieser Äusserung hat Gauck sich auch in der Schweiz keine Freunde geschaffen. Der einfache Bürger ist wohl näher am Leben, als all diese politischen Oberlaberer.

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Heumar 29.04.2014, 19:13
98. Schlechte Erziehung

Es ist ein Unding, einen Gastgeber in seinem Haus zu kritisieren. Man redet am Tische auch nicht über seine Krankheiten und über seinen "Stuhl". Oder rückt die Möbel um.

Offenbar hat er das in seiner Sozialisation nicht mitbekommen. Das sind so die Feinheiten des Benehmens. Die Frau Merkel beherrscht diese Regel ebenfalls nicht.

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badpritt 29.04.2014, 19:13
99. Zu Erwarten

Zitat von sysop
Die Wutrede von Premier Erdogan gegen den Bundespräsidenten ist ein Affront. Das Verhältnis zu Deutschland wird sich abkühlen. Gauck hat die Wirkung seiner Türkei-Kritik offenbar unterschätzt.
"Wer das Denken nicht kritisieren kann, kritisiert den Denkenden"

Erdogan ist erschreckend.

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