Forum: Politik
Erdogan-Referendum: Türkische Politiker planen weitere Auftritte in Deutschland
AFP

Berlin, Stuttgart, Hamburg, München: Die türkische Regierung plant laut einem Zeitungsbericht bis zu 15 Wahlkampfauftritte in Deutschland. Präsident Erdogan attackiert Kanzlerin Merkel persönlich.

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stoffi 14.03.2017, 10:29
1. Frau Merkel hat bisher

besonnen gehandelt. Nun ist es aber an der Zeit, klare Worte zu finden mit denen sie NEIN sagt, sonst entsteht der Eindruck, Erdogan bestimmt, was Deutschland hinnehmen muss. Er beleidigt in frechster Weise uns und unser Land, stellt die Türken in Deutschland als Opfer da und will nun auch noch bestimmen. Was muss er noch tun, damit unseren Politikern mal der Kragen platzt und sie handelt wie Holland?

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jm1973 14.03.2017, 10:29
2. Soso...

Die Erklärung der EU hat also keinen Wert für die Türkei?

Vielleicht erkennt Herr E. langsam mal, dass die Türkei unter diesen Umständen keinen Wert für die EU hat.

Ich halte Zurückhaltung bei Provokationen für durchaus lobenswert und respektabel, mir persönlich fällt so etwas schwer. Allerdings ist der Punkt erreicht, an dem Frau M. ihre Zurückhaltung zumindest ein stückweit aufgeben und Herrn E. in seine Schranken weisen sollte.

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Sternwald 14.03.2017, 10:32
3. Gerne Wahlkampf in D - mit organisierten Gegendemos!

Von mir aus dürfen die türkischen Politiker hier gerne Wahlkampf machen. Aber sie müssen damit rechnen, entsprechend unserer Versammlungs- und Rederechte mit Gegendemos rechnen, die sich sehen lassen. Außerdem würden sicher sämtliche Kirchen alle Glocken klingeln lassen, Autos machen Hupkonzerte, spontane Rockkonzerte... Da fällt mir einiges ein, womit wir ganz einfach zeigen können, daß wir diese Spinner vom Bosporus gerne mit demokratischen Mitteln besiegen. Es tut mir wirklich leid um unsere Freunde in der Türkei und in D, daß sie eine derartige Regierung ertragen müssen!

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outsider-realist 14.03.2017, 10:36
4. Das Ziel Erdogans

Das Ziel von Erdogan ist Europa, dem er nie angehören wird, zu spalten. Das scheint ihm zu gelingen.
Ferner zeigt es sich, wie er die Türken in Europa sieht. Als Teil des osmanischen Reiches und nicht als Teil Europas. Im Sinne Erdogans sollen alle Türken im Ausland die Interessen der Türkei wahren und vertreten. Zum Glück sehen das nicht alle Türken so. Ich arbeite mit einigen "Deutsch-Türken" zusammen, die ich sehr schätze. Ich hätte jedoch nie gedacht, wie sich diese Kollegen sich plötzlich ändern, wenn Erdogan zur Sprache kommt. Er wird verehrt wie ein Gott und Türkei steht wohl immer auf Platz 1.

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andsolo 14.03.2017, 10:38
5. Lasst sie doch

Ich bin eigentlich dafür, alle Auftritte zu erlauben und den Dingen ihren Lauf zu lassen.
Wenn die Türken dann wirklich mehrheitlich mit JA stimmen, dann haben Sie sich das Ergebnis dann redlich verdient und können sich auch danach an ihrer eigenen Nase ziehen. Man kann Leute nicht immer zu ihrem Glück zwingen. Das funktioniert nicht. Manche Menschen wollen erst durch Schaden klug werden.

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bschmid66 14.03.2017, 10:38
6. Nichts tun, das Erdogan helfen könnte!

Und wenn das deeskalieren ist oder stillhalten, dann ist das eben so! Au keinen Fall auf seine dummen Spielereien hereinfallen!

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Sonia 14.03.2017, 10:38
7. Seit 2011 dürfen Auslandstürken wählen

in ihrem Herkunftsland. Es ist seit Jahren türkische Politik, dass Auslandstürken Söhne und Töchter ihres Heimatlandes bleiben, auch, wenn sie eine zweite Staatsbürgerschaft angenommen haben. Da es in den letzten Jahren kein Einschreiten gegen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in unserem Land gab, ist es schon eigenartig, warum derzeit so agiert wird. Es wäre sehr einfach gewesen, beim Verleihen der deutschen Staatsbürgerschaft jeden, nicht nur türkischen Bürgern, unterzeichnen zu lassen, dass es ihnen untersagt ist, in ihrem Herkunftsland zu wählen und eine Zuwiderhandlung mit dem Verlust der deutschen Staatsbürgerschaft und Ausweisung verbunden ist. Derzeit wird das in Österreich diskutiert. Dort kam heraus, dass türkische Bürger "sich heimlich" neben der Staatsbürgerschaft von Österreich wieder die türkische holen, was wohl in Österreich nicht gestattet ist. Die Anfrage der Regierung aus Österreich in der Türkei, wie viele türkisch-österreichische Staatsbürger das betrifft, wurde verweigert (diepresse.com). Nunmehr hat dort diese Diskussion begonnen, der sich die Politiker stellen müssen. Es dürfte zu vermuten sein, dass türkische Bürger nicht nur in Österreich so vorgehen. Mir ist unklar, warum nicht schnell und durchsetzbar gesetzliche Regelungen auch zu Wahlkampfauftritten in unserem Land getroffen werden - entweder es ist gestattet oder es ist nicht gestattet.

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arcostobu 14.03.2017, 10:40
8. Drohungen?

Spielt Erdogan mit dem Gedanken einer "5.Kolonne" in Europa bzw. Deutschland? Die hier lebenden Deutsch-Türken müssen sich wohl irgendwann entscheiden, für welches Land sie Verantwortung übernehmen wollen.

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wanenheim 14.03.2017, 10:40
9. Verbrannte Erde

Erdogan hat mit Tunnelblick nur ein Ziel vor Augen: Die Alleinherrschaft. Dafür ist er bereit, alles zu opfern. Es geht ihm nicht um das Wohl der Türken, sondern um seine Macht und die der AKP. Wir haben mit unsrer liberalen Sicht Erdogan den kleinen Finger gereicht und er nimmt sich wie selbstverständlich die ganze Hand. Jetzt müssen wir ihm wie die Niederländer Grenzen aufzeigen.

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