Forum: Politik
Erdogan umschmeichelt Putin: "Mein teurer Wladimir!"
REUTERS

Der türkische Präsident fühlt sich verraten: vom Westen, US-Generälen und der CIA. Die erste Auslandsreise nach dem Putschversuch in der Heimat führt Erdogan deshalb nach Russland. Kann der Kreml die Nato schwächen?

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step75 09.08.2016, 09:30
20. Wie damals...

Mussolini & Hitler haben's vorgemacht. Um mal wieder in die olle Kiste mit den Nazi-Vergleichen zu greifen.

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CastroSempre 09.08.2016, 09:30
21.

Deutschland scheint inzwischen umgeben zu sein von renitenten "Verliererautokratiedritteweltstaaten", auf die es verzichten kann.
Wenigstens ist das Bündnis mit dem Schariarechtsstaat Saudi Arabien innig und stabil.

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Hank Hill 09.08.2016, 09:30
22. Uns

kann es egal sein was die beiden machen. Es wird bestimmt wieder "der Westen" schuld an allem Übel sein. Interessant ist nur dabei, daß der Lebensstandard und die sozialen Gegebenheiten "im Westen" der Türkei und Russland weit voraus sind. Und das ist ja nicht über Nacht entstanden. Die Strukturen, die dafür nötig sind gibt es weder in Russland noch in der Türkei.

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muellerthomas 09.08.2016, 09:33
23.

Zitat von breguet
Wäre richtig wenn die NATO mal einen Dämpfer für ihre aggressive Erweiterungspolitik bekommt. Auch Merkel sollte für ihre dummen, und Russlandphoben Sanktionen bestraft werden. Wenn Erdogan ihr eine Million, von den drei Millionen Flüchtlingen nach Deutschland schickt, ist sie weg vom Fenster.
Es ist also aggressiv, wenn souveräne Staaten einem Bündnis beitreten?

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dieter_flieger 09.08.2016, 09:34
24. ....diese Reaktion von Erdogan ist doch verständlich!!

Frau Merkel hat einen Teil unserer Wirtschaft mit den Russland Sanktionen schwer geschädigt - zudem schädigt sie unsere Sozialsysteme massenhaft mit den zugereisten Asylanten und Terroristen.....

Andere sind schlauer und füllen die Strände wieder auf indem sie politisch auf einander zugehen. Erdogan holt sich die Russen und schickt uns weitere Asylanten!
Die Frage ist? Was ist für unsere Zukunft besser?

Massenhafte Zuwanderung,steigende Kriminalität, kaputte Sozialsysteme, frustierte, rechtsorientierte Bevölkerung - oder eine vernünftige Politik mit Russland!

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smith_o_nean 09.08.2016, 09:34
25.

Zitat von erntehelfer53
...... oder auch nicht macht, sollte uns egal sein. Nicht egal sollte uns die Reaktion unserer Regierung auf sein Handeln sein. Einem Drittweltland kriechen wir hinten rein, entschuldigen uns ständig und sagen keine klaren Worte. Wir haben eine Kanzlerin, mit der man sich nur schämen kann.
das ist alles wahr...aber wie lautet ihre Antwort oder ihr Vorschlag auf Änderung? Kanzlersturz? Mißtrauensantrag?
Volksaufstand? Montagsdemos? AfD wählen oder gar NPD?
Man liest hier viele Beiträge die das Verhalten unserer Regierung kritisieren aber kaum jemanden der Vorschläge macht wie man all das ändern kann! wohlgemerkt kann! keine Phantasien! Und noch weniger Beiträge wo sich jemand bereit erklärt die Dinge selbst in die Hand zu nehmen...gut das ist ein bisschen Wunschdenken...und dennoch!

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kenterziege 09.08.2016, 09:35
26. Eine Wertegemeinschaft schließt den Islam

Zitat von Ruhri1972
Wer von einem missglückten Putsch mit all seinen Opfern von einem "Geschenk Gottes" spricht, kann nicht die Aufwartung und Anteilnahme der westlichen Staatschef erwarten. Herr Erdogan sollte einfach mal reflektieren, was eine Wertegemeinschaft bedeutet.
...als Staatsreligion aus. Kemal Atatürk würde sich im Grabe umdrehen, wenn es mitbekäme, welchen rückwärtsgewandten Weg die Türkei geht. Atatürk hat das Land aus den Klauen der Immane herausgeführt und die lateinischen Schriftzeichen eingeführt. Bei aller Affinität zu Deutschland, war die Türkei im WWII neutral.
Die Türkei war auf einem guten Weg. Das ist sie im Moment nicht! Die plötzliche Nähe zu Russland ist der Psychologie der beiden Despoten geschuldet. Das kann sich wieder ändern.
Viel wichtiger wäre es, die DITIP hier öfter und intensiever unter die Lupe zu nehmen. Da bildet sich Staat im Staat heraus!
Schade - die Türkei war mal Deutschland sehr zugetan!

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Hirndummy 09.08.2016, 09:35
27. Vielleicht hat Herr E. ja einen Plan?

Gehen wir doch mal davon aus, dass er nicht irre ist:
Erdogan hat sich das Präsidentenamt zurecht gebastelt, hin in Richtung einer Präsidialherrschaft. Ähnlich wie Frankreich, nur glaube ich, dass E. noch nicht am Ende ist. Vielleicht lässt er sich von Volk und Parlament auch noch bitten, das Amt auf Lebenszeit zu besetzen, also keine Wahlen mehr. Er hat den westlich-orientierten Machtblock in der Türkei - das Militär - über die Jahre systematisch geschwächt, so dass er jetzt sogar die NATO-Mitgliedschaft lockern oder sogar lösen könnte. Damit hätte er die Option, sich mit ALLEN Mitteln als regionale Groß- und Führungsmacht zu etablieren und auch freie Hand, die "Kurdenfrage" außerhalb des eigenen Territoriums zu lösen, da wo sich derzeit ein kurdischer Staat zu etablieren droht. Mit der zweiten Macht vor Ort - Russland - sich über die jeweiligen regionalen Interessen verständigen, wäre auch Raum, sich in Konkurrenz zum Iran, der dritten Macht, zu begeben. Dann macht das alles Sinn. Also E. will gar keine EU, auch keine NATO, er will die Türkei als eigenständige regionale Führungsmacht, ohne den europäischen Teil. Ist Putin Stück von der Torte. Vielleicht sollten wir die alten Karten mit dem Osmanischen Reich schon mal vorkramen. Erdogan der Prächtige sitzt da wahrscheinlich jeden Abend davor und träumt sich als Kalif aller Gläubigen und Zurückschrauben des Diktats der Kolonialmächte von 1922 ...

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n.nixdorff 09.08.2016, 09:35
28. Ja,

so sind sie, unsere lupenreinen Autokraten. Grundsätzlich die Schuld bei anderen suchen, blind für eigene Fehler und fleißig im Erfinden immer neuer Verschwörungstheorien. Putin möchte sicher die strategisch wichtige Türkei an sich binden und träumt weiter von einer mächtigen Eurasischen Union als Gegengewicht zu der wirtschaftlich starken EU. Aus der NATO wird er das Land nicht herausbrechen können. Erdogan ist an billiger Energie und Touristen interessiert. Und natürlich will er den Obst- und Gemüseexport nach Russland wieder in Gang bringen. Wie sich sein strammer Islamkurs mit den saufenden russischen Touristen vereinbaren lässt, bleibt abzuwarten. Interessant auch, wie Foristen, die Erdogan noch vor einem Jahr liebten und ein paar Monaten später hier kräftig auf ihn eingedroschen haben, ihn plötzlich wieder ganz toll finden. Gibt es da direkte Anweisungen oder folgen diese 180°-Schwenks blind Putins jeweiliger Vorliebe? Vorgestern Freund, gestern Feind, heute Freund. Und morgen?

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Kanalysiert 09.08.2016, 09:36
29.

"Teuer" ist er auf jeden Fall, und zwar für Menschenrechte und/oder eine Demokratie. Wo sonst kann ein gefährlicher Despot Anerkennung finden, als bei einem anderen Despoten? Zum Glück nicht mehr bei uns.
Diese ewiggestrigen alten Kriegstreiber sind das schlimmste Übel der Menschheit - immer diese hirnbefreite "wir gegen die", genauso dümmlich wie das religiöse Getöse, das immer wieder für Unfrieden sorgt.

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