Forum: Politik
Erdogan und die Türkei: Armutszeugnis für Europa
REUTERS

Erdogan ist nach seinem Wahlsieg in der Türkei so mächtig wie noch nie. In Europa wird er zwar kritisiert, gerade Länder wie Deutschland werden ihn trotzdem stärken - weil sie auf ihn angewiesen sind.

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mariekampf99 25.06.2018, 19:30
1. Erdogan und Europa sollten zusammenarbeiten

Wo soll das ganze denn hinführen? Statt soviel Energie dafür aufzubringen, Erdogan Schaden zuzufügen, sollte sich Europa mal an die eigene Nase fassen und sich endlich besinnen. Türkei ist eben kein kranker Mann mehr. So ist das Leben. Alle ändert sich. Ich möchte auch die Deutsche Mark zurück haben. Aber stattdessen haben wir nun den Euro.

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kpkuenkele 25.06.2018, 19:36
2. Abhängigkeit von der Türkei ist nicht gottgegeben

Es war Angela Merkels Flüchtlingsdeal, der uns vom Wohlwollen der Türkischen Regierung abhängig macht und der die EU jährlich 3 Milliarden Euro kostet. Das Geld ist ihrer Meinung nach gut angelegt, hilft er der Bundeskanzlerin doch, ihr Image der Flüchtlingskanzlerin zu wahren und negative Bilder an den innereuropäischen Grenzen zu vermeiden. Sollte Europa zum Schluß kommen, die Pull-Faktoren abzuschaffen, also etwa Migranten ohne Papiere bis zur Feststellung der Identität in Haft zu nehmen wie in Kanada üblich, statt Geld nur noch Sachleistungen zu bezahlen, und Flüchtlingslager nach UNHCR Standard für Bürgerkriegsflüchtlinge einzurichten, würde der Zustrom deutlich abnehmen und die Abhängigkeit von Nicht-EU Staaten entfallen. Man ist immer so abhängig, wie man sich selber macht.

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manicmecanic 25.06.2018, 20:07
3. falsche Adresse

Vom Autor,statt wie üblich Europäer zu bashen sollte er mal an die appellieren die die wahre Ursache sind.Wer hat diesen neuen Führer denn gewählt und findet es immer besser was der so alles tut?Daß die Türken ja wohl leider solche Despoten wollen,wie man sehen kann sogar wenn sie in xter Generation hier leben ist ja wohl die Ursache allen Übels und nicht die sicher falschen Reaktionen hier.Wir können den türkischen Wählern keine andere Meinung vorschreiben und wer es mal versucht hat das wie unter normalen Demokraten auf dem Diskussionsweg zu erreichen,weiß daß es sinnlos ist.Die sind in der Mehrheit nicht kritik-bzw. diskussionsfähig.Jedweder Versuch einer solchen Diskussion mit Erdoganboys artet in totale Beleidigungen u.o. Schlimmeres aus.Gehirnwäsche erfolgreich angewendet fällt mir dazu nur ein.Mir wird langsam unwohl bei dem Gedanken daß wir hier eine große türkische Gemeinde haben von der fast 70% so denken.Da kanns auf Dauer kein friedliches zusammen leben mehr geben so wie die sich hier aufführen.

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hansriedl 25.06.2018, 20:09
4. Erdogans 5. Kolonne

"Erhebliche Teile der türkischen Bevölkerung in Europa sind nie in der Demokratie angekommen. Sie orientieren sich an der Politik des Herkunftslandes, konsumieren türkische Medien. Deren Sozialisation ist leider keine demokratische.» Integration bedeutet mehr als Pass und Sprache, sie erfordert eine Citoyen-Identität. ." DieAuslandstürken definieren ihre Identität ethnisch und religiös."
Interessanter Artikel dazu:
https://bazonline.ch/ausland/naher-…y/10732051

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paula_f 25.06.2018, 20:09
5. seit Jahren wird Erdogan hier gewählt

nicht nur die Stimmen der hier lebenden deutsch Türken mit doppeltem Wahlrecht geben seit Jahren den Ausschlag, es sind auch die Panzer und Munition mit Hermes Bürgschaften und noch dazu das Geld aus der EU welches direkt in die Hände von Erdogan gespült wird. Nur wer es selbst erlebt hat wie sich stolze türkische Kurden für Erdogan einsetzen kann es glauben. Es bleibt festzustellen das die europäische Politik mit Afrika noch schlimmer ist und unsägliche Handelsabkommen dort die Landwirtschaft und das Gewerbe zertören. Unsere Politik wird von Lobbyisten gesteuert zum Vorteil weniger Konzerne - deren wenige Anteilseigner haben keine Selbstachtung.

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mhuz 25.06.2018, 20:11
6.

Warum denn schon wieder Europa - gewählt haben die Türken Erdogan. Wir geben den Türken nur ein Land, in dem sie Leben können. Der Flüchtlingsdeal ist nur zustande gekommen, weil die Flüchtlinge nicht bei ihren Glaubensbrüder in die Türkei bleiben wollen. Bevor man die Schuld immer gleich bei den anderen sucht (Europa)
sollte man vielleicht bei sich selber(Türkei) suchen.

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charlybird 25.06.2018, 20:17
7. Was erwartet man noch von einem Europa,

dass man im Prinzip auf einem Wirtschaftskonkordat aufgebaut hat.
Ethische Richtlinien und verpflichtende demokratische Strukturen sind vielfach nur schmuckes Beiwerk.
Darauf konnte man noch ein bisschen Frieden bauen, aber dann war auch schon fast Schluss.
Die nationalen Töne einzelner Mitglieder sind laut geworden und beschämend, der finanzielle Verteilungsschlüssel eine Milchglasscheibe und der Zusammenhalt macht den Eindruck, es herrsche ein Konglomerat aus Verzweiflung und Not.
Niemand hat je gedacht, dass es einfach werden würde, aber der ''Markt'' haut einem doch immer wieder dazwischen, wenn man gerade soziale und ökologische Standards verabredet hat.
Die so unmenschliche Situation mit den Flüchtlingen ist offenbar mit 27 Staaten und einem Europaparlament genauso wenig zu lösen, wie der Umgang mit einem ausgewiesen Schurken á la Erdogan, wenn man eigene (zB. Orban) in den Reihen hat, sowie eben andere Probleme, die in ihrer bestehenden Ungerechtigkeit einfach wütend machen.
Auch wenn einige Arbeits-und Sicherheitsstandards geschaffen wurden- sollte das nicht selbstverständlich sein ? - Europa macht mir keine Hoffnung mehr, es ist ein Monstrum mit einem aus den Fugen geratenen Kapitalismus und kleinkarierter, nationalistischer Patchwork geworden.

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maxi_stulz 25.06.2018, 20:17
8. Das ist ein Armutszeugnis für die EU

Wieso ist das so schwer zu verstehen? EU ist nicht Europa. Das möchte ich als erstes betonen. Ziel des Abkommens mit der Türkei war, daß Mutti an der Macht bleibt. Dafür hat sie uns und alle (angeblich nicht verhandelbaren) Werte verkauft. Soll Erdogan die Grenzen doch öffnen. Wieso sollen wir uns erpressen lassen? Es ist nicht nötig. Wir sind nicht auf die Türkei angewiesen. Im Gegenteil. Europa und die Türkei (in diesem Zustand) gehören nicht zusammen. Die Flüchtlingsfrage kann man anders klären. Und es geschieht schon
in einer häßlichen Art. Die EU mit ihrer hilflosen Chaospolitik hat das verursacht.
Für alle großen Fragen unserer Zeit hat diese Organisation keine Antworten und keinen gemeinsamen Weg. Den Politikern und Beamten dort geht es wahrscheinlich hauptsächlich um die eigene Versorgung. Ein paar kleine Harmonisierungen rechtfertigen diesen Apparat nicht. Aber wer die EU kritisiert ist ja gleich ein Europafeind. Auch hier sage ich: Im Gegenteil. Diejenigen, die das zulassen, führen Europa an den Abgrund. Andere Argumente haben diese Leute nicht, wenn man auf Probleme hinweist.

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knew8it8told8u8so 25.06.2018, 20:24
9. Es wird sicherlich

einen Preis geben wenn man sich nicht an Abmachungen hält. Die Visafreiheit wird kommen müssen u.A. Aber der Artikel zeichnet zu Beginn wirklich ein Bild von der Türkei ab das mit der Realität nichts zutun hat und vielmehr eine emotionale Darstellung durch den Author vermuten lässt. Immer zuerst mal die Waage genau eichen bevor man anfängt zu wiegen. Es kann ja echt nicht sein das Meinungsfreiheit in der Türkei kritisiert wird aber hier den Türken vorschreiben wen sie zu wählen haben oder wen nicht. Wenn das unser Verständnis von Meinungsfreiheit ist sollten wir uns ganz weit hinten anstellen.

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