Forum: Politik
Erdogan zu Besuch bei Putin: Sie brauchen einander
AFP

Vor einem Jahr standen die Türkei und Russland noch fast vor einem Krieg. Heute zelebrieren die Präsidenten Erdogan und Putin eine Freundschaft, von der beide profitieren. Dabei sehr hilfreich: ein gemeinsames Feindbild.

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vantast64 10.03.2017, 08:42
1. Fehlt nur noch Blutsbruder Assad:

Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte.
Ob sie wohl zusammen Blut trinken?

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joke61 10.03.2017, 08:55
2. ...da kann man Putin nur warnen

Schon einmal hat sich ein Despot Russlands Partnerschaft bzw. Loyalität versichert, um dann gnadenlos über Russland herzufallen! Das Osmanische Reich soll groß werden und soviel Gewicht in der Welt haben wie China, USA, etc..

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roflem 10.03.2017, 08:57
3. Ringelpietz

Zitat von vantast64
Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte. Ob sie wohl zusammen Blut trinken?
Zu dem Ringelpietz mit Anfassen gehören noch ein paar mehr: Der Donald, der Nigel, Geert, Ramsan, die Marie, ach so viele....viel zu viele um sie alle aufzuzählen.

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westerwäller 10.03.2017, 08:58
4. Ah ja, das Feindbild Russlands (Putins) ...

Man kann sich noch daran erinnern, wie gut nachbarschaftlich die Beziehungen zu Russland und Putin gewesen sind.

Es gab keine Probleme, reiche Russen ließen zu Scharen ihr Geld in Baden-Baden und St. Moritz, der Export stieg von Jahr zu Jahr.

Dann haben wir das Tischtuch zerrissen, wegen eines Konflikts, der uns gar nichts anging.

Was folgte waren Sanktionen (zur Erinnerung: Das sind feindliche Akte!) von unserer Seite gegenüber dem Land als solches und es genügte, ein Putin-Vertrauter zu sein, um dessen Gelder hier einzufrieren.

Mal so gefragt: Wenn ich Zoff mit jemandem habe, muss ich dann deswegen seine Freunde bestrafen?

Wo die Schuldigen sitzen, braucht gar nicht diskutiert zu werden. Die Feindlichkeit ging von uns aus ...

Die Meisten schieben das darauf, dass der große Bruder mit dem damaligen Friedensfürst unsere Regierungen gezwungen habe, diese Feindseligkeiten zu begehen. Die setzten ihre ÖR-Sprachrohre ein und alle anderen Medien sprangen auf den Zug auf ...

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smokey55 10.03.2017, 09:00
5. viele Worte über Pragmatismus

Abgesehen von viel Text, der wenig Neues bietet, regt er doch zum Denken an.
Ich kann mich erinnern, dass des der NATO schon immer und zu allen Zeiten völlig gelichgültig war, wer in bestimmten Staaten regiert hat. Demokratie oder Diktatur? Hauptsache auf Linie. Wenn jetzt die Türkei mit dem "Erzfeind" Russland bandelt und immer noch als strategischer Partner gesehen wird, da kommt mir ein Grinsen ins Gesicht. Das Gerede der NATO entlarvt sich wieder mal selbst. Auf der anderen Seite ist Politik immer pragmatisch. Was soll also das Gefasel von der Wertegeminschaft?
Nichts Neues eigentlich, aber villeicht öffnet es dem letzten Träumer die Augen.

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zeisig 10.03.2017, 09:04
6. Ein bischen mehr Pragmatismus

Ein bischen mehr Pragmatismus würde auch dem deutsch-russischen Verhältnis guttun. Auch und vor allem im Hinblichk auf die russischen Bodenschätze. Aber um wieder zu guten Beziehungen zurückzufinden müssten zuerst einmal die Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden. Solange es so ist wie es im Moment ist, sucht sich Russland halt andere Freunde, wie z.B. die Türkei.

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Tom H. 10.03.2017, 09:06
7. Wer spielt hier wirklich mit manipulativen Feindbildern?

Putin und Trump, Putin und Trump. Ständig hat man beide miteinander verbunden und sogar von einem "Schmusekurs" gesprochen. Damit sollte die Abneigung gegen beide verstärkt werden. Die linken "Putin-Versteher", die eher Trump furchtbar finden, sollten denken: Na, wenn Trump gute Worte über Putin äußert, dann muss der ja wirklich grauenhaft sein. Und die Trump-Anhänger, denen alles Sozialistische verhasst ist, sollten denken: Na, wenn Trump mit Putin kann, ist der vielleicht doch nicht so auf "unserer" Seite. Das Cover der letzten "Spiegel"-Ausgabe war ganz klar darauf ausgelegt, beim Leser zwischen den beiden eine Assoziation zu erzeugen. Diese Masche hat offenbar nicht wie erhofft funktioniert. Also kommt jetzt Plan B: Man verquickt Putin mit Erdogan. Denn anders als Putin finden deutsche Bürger nahezu ausnahmslos Erdogan ganz schrecklich. Viel schrecklicher offenbar als Trump. Vielleicht gelingt es ja mit Erdogan, die offenbar viel zu schwach ausgeprägte Anti-Putin-Stimmung im Land zu entfachen. Ich frage mich nur, was damit bezweckt werden soll?

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jws1 10.03.2017, 09:06
8. Unzuverlässige Bündnisse

Die Türkei muss die NATO nicht verlassen. Es genügt, dass die NATO-Mitglieder unzuverlässig werden im Verteidigungsfall. Wie würde sich die Türkei in der NATO verhalten, wenn es zum Konflikt mit Russland käme? Das ist die entscheidende Frage. Das gilt übrigens auch für weitere NATO-Mitgliedsstaaten. Was ein Bündnis wert ist, sehen wir gerade an der EU. Übrigens: Schon damals im Kosovo sagte der kühle Kopf Sir Mike Jackson zum amerikanischen General Wesley Clark bei seiner Angriffsverweigerung: "Ihretwegen fange ich doch nicht den 3. Weltkrieg an".

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nestor01 10.03.2017, 09:07
9. Nato ohne Türkei

würde die Nato eher stärken, denn sie hätte dann keine Beistandsverpflichtung gegenüber der Türkei. Für Erdogan wäre der Austritt aus der Nato ein Hochseilakt ohne Netz und doppelten Boden. Die künftigen Kriege der Erdogan-Putin-Koalition könnte die Nato entspannt aus der Entfernung beobachten.

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