Forum: Politik
Erdogan zu Besuch bei Putin: Sie brauchen einander
AFP

Vor einem Jahr standen die Türkei und Russland noch fast vor einem Krieg. Heute zelebrieren die Präsidenten Erdogan und Putin eine Freundschaft, von der beide profitieren. Dabei sehr hilfreich: ein gemeinsames Feindbild.

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kleinbürger 10.03.2017, 10:20
50. beste welt

Zitat von werder11
hieß das ganze fast 80 jahre sowjetunion und da hat sich kein mensch drüber aufgeregt und da gehörte die krim dazu und dann sollten sie erst mal eine liste anfertigen über die vergehen gegen das völkerrecht seitens der usa seit 1945! die atombomben auf japan und die kriege in korea, vietnam, irak, die ermordung allendes in chile - alles ok oder? alles "leistungen", die sonst kein land ohne erlaubnis der usa hätte vollbringen können! ach ja - vergessen wir nicht die taliban, al quaida und den IS - die haben wir auch unserem großen "befreier" zu verdanken! dazu kommen dann noch die vielen schweinereien vom cia, die auch vor uns, dem ergebensten freund, nicht halt gemacht haben!! dagegen sind doch putin und erdogan zahme hündchen!
sein sie doch nicht so verbittert.

es ist nicht schuld der usa wenn sie ihre jugend im stasi-staat ddr verbringen mußten während der westen unter dem schutz der amerikaner rock`n roll spielen und hemmungslos dem konsum und der freiheit frönen konnte.

ja, die amerikaner haben auch dreck am stecken, aber für uns im westen waren sie das beste was uns passieren konnte.

....und ja, ich glaube auch, das ist bald alles vergangenheit ....und nein, ich glaube nicht das irgendetwas besser wird.

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gunpot 10.03.2017, 10:21
51. Ist ja schön, dass sich

die beiden gefunden haben. Man kann eben nicht genug Freunde haben. Kann mir aber jemand erklären, warum wir die Türkei immer noch in der NATO benötigen.

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Klotzscher 10.03.2017, 10:22
52. An dem Artikel stimmt nun wirklich fast nichts.

Putin macht business as usual für sein Land und wusste -früher als die westlichen Staaten in ihrer ideologischen Verbohrtheit der Globalisierung- mit was für eine Knallkopp er es mit Erdoğan zu tun hat.

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havel23 10.03.2017, 10:22
53. nostra culpa

Zitat von westerwäller
Wo die Schuldigen sitzen, braucht gar nicht diskutiert zu werden. Die Feindlichkeit ging von uns aus ...
Also sollten wie schleunigst unsere kleinen grünen Männchen von der Krim und aus der Ostukraine zurückholen, die haben da nichts zu suchen.

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Nichtraucher 10.03.2017, 10:24
54.

Zitat von Namal
Namal Heute, 09:56 39. Zitat von Beat Adler Falsch: Erst Muss Russlaznd die voelkerrechtswidrig annektierte Halbinsel Krim an die Ukraine zurueckgeben. Erst dann werden die Sanktionen aufgehoben. mfG Beat Dieses Mantra hört sich mittlerweile noch dümmer an als so manches Gottesbekenntnis.
Ihre Antwort auf einen berechtigten Hinweis und ständiges mantrahaftes Leugnen von Tatsachen, lässt Ihren Beitrag nicht nur dumm sondern noch mehr (weniger?) als das erscheinen.

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Hirndummy 10.03.2017, 10:25
55. Es riecht schon leicht nach Pulverdampf

Beide Seiten haben territoriale und regionale Interessen und werden diese in geheimen Gesprächen abstimmen. Russland hätte gern einen Ring von "neutralen" Staaten zwischen sich und der NATO. Dazu dürfte es Scharmützel von Freischärlern und Hilfeleistungen der Schutzmacht Russland für die Landsleute geben. Modell Ukraine und Krim. Bei Erdogan erwarte ich, dass er zunächst in einen blutigen Krieg mit den halbstaatlichen Gebilden zieht, die im Irak und Syrien von den Kurden gebildet werden. (Natürlich unter dem Schlachtruf des Kampfes gegen den kurdischen Terrorismus). Außerdem habe ich den Verdacht, dass er die Nachkriegsordnung nach dem 1. Weltkrieg revidieren und zumindest in dieser Region zurück zum Osmanischen Reich will. Was natürlich den Konflikt mit dem Iran bedeutet; ähnlich dem Dauerkrieg zwischen Iran und Irak (als Saddam noch Good Guy war). Ob das die NATO alles mitträgt, ist die Frage. Von daher braucht es auch einen Waffendealer außerhalb der NATO. Das kann Russland auch locker und vor allem gern bedienen. Was also sollte diese Männerfreundschaft trüben?

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Nur ein Blog 10.03.2017, 10:25
56.

Zitat: ""Erdogan kann der Nato den Rücken kehren, aber austreten wird er nicht.""

Hat der mindestens zeitweilig doch bereits. Klar tritt er nicht aus, wieso auch?

Entscheidend ist vielmehr, dass er nicht "ausgetreten wird" aus dem hehren Bündnis NATO, das ja viel mehr ist als ein reines Zweckbündnis, wie auf der Konfernez in München betont wurde. An die Adresse von Donald Trump richtete Ursula von der Leyen die Botschaft: die Nato sei eine "Famile der Demokratien", jedes Mitglied müsse sich zu jedem Zeitpunkt innen- und aussenpolitisch an den höchsten moralischen Masstäben westlicher Demokratien messen lassen. Im Hintergrund mit im Bild: Recep Tayyip Erdogan.

Das demokratisch Europa braucht Erdogan als Kampfmittel gegen Trump, Erdogan braucht Putin gegen die Nato, die Nato braucht Erdogan wegen ihrer Südflanke, Putin braucht Erdogan, um Assad gegen den Iran zu halten. Usw.

Alles logisch und konsequent - nur tönen eben solche Phrasen von den "höchsten moralischen-demokratischen-freiheitsverteidigenden-und Einstehen für alle Werte der Aufklärung, des Westens und allem Guten überhaupt" eines jeden Nato-Mitglieds zu jedem Zeitpunkt nicht nur als hohle Phrasen. Sie konterkarieren die evidente Realität. Und das aus dem Munde der Chefin der künftigen EU-Armee! Gute Nacht Europa und viel Glück beim Schlafwandeln im Gebiet des längst überwunden geglaubten Militarismus.

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Iserkarl 10.03.2017, 10:30
57. Tja.....

zu einer Abneigung gehoeren immer mindestens Zwei! Und der "Westen" muss sich eben fragen, Warum und Wieso es diese Abneigung von Russland und der Tuerkei gegenueber den "Westen" gibt?! Die faellt ja nicht so einfach vom Himmel und kommt auch nicht aus dem Nichts! Und da waere es schon einmal sehr Vorteihaft wenn der "Westen" das Einsehen und Akzeptieren wuerde, was oben im Beitrag steht! Das die "Alte" Weltordnung, oder besser gesagt die UNIPOLARE WELT die vom "Westen" vor allem von den USA, dominiert wurde Ein-Fuer-Allemal Vorbei ist! Es hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren eine MULTIPOLARE WELT herausgebildet und in dieser gibt es eben jetzt nicht mehr nur die USA als Selbsternannten "Weltfuehrer" sondern mit Russland und mit China haben sich zwei weitere, vor allem wegen ihrer Militaerischen Staerke, "Weltfuehrer" Herausgebildet! Das ist natuerlich Absolut nicht im Interesse des "Westens" und es gibt noch zuviele Politiker/innen im "Westen" die damit Grosse Probleme haben, das sie Nicht mehr so Einfach auf der Weltbuehne Schalten und Walten koennen wie sie es wollen, Aber es ist nun Einmal so! Und Ganz Ehrlich und Frei nach Wowi...............Und das ist auch Gut so!

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Emil Wild, der 5. 10.03.2017, 10:31
58. Unsere Aussenminister und ihre Chefin

es ist Aufgabe der EU und der deutschen Aussenpolitik, solche Entwicklungen zu erkennen und im Interesse der EU und von Deutschland entgegen zu steuern. Nur, schauen Sie sich unsere Aussenminister Steinmeier und Gabriel an, inklusive deren Chefin ! Nun, vielleicht ist Herr Trump wirklich verrückt, wie mit täglich eingeflüstert wird, aber was ich so bei der Bundesregierung sehe, ... !

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pavel1100 10.03.2017, 10:33
59. Immerhin

Zitat von smokey55
Abgesehen von viel Text, der wenig Neues bietet, regt er doch zum Denken an. Ich kann mich erinnern, dass des der NATO schon immer und zu allen Zeiten völlig gelichgültig war, wer in bestimmten Staaten regiert hat. Demokratie oder Diktatur? Hauptsache auf Linie. Wenn jetzt die Türkei mit dem "Erzfeind" Russland bandelt und immer noch als strategischer Partner gesehen wird, da kommt mir ein Grinsen ins Gesicht. Das Gerede der NATO entlarvt sich wieder mal selbst. Auf der anderen Seite ist Politik immer pragmatisch. Was soll also das Gefasel von der Wertegeminschaft? Nichts Neues eigentlich, aber villeicht öffnet es dem letzten Träumer die Augen.
Die westliche Wertegemeinschaft kritisiert immerhin den Weg Erdogans in die Diktatur. In Russland herrschen ja ähnliche Zustände: kritische Journalisten landen im Gefängnis, Oppositionelle leben gefährlich in der Nähe von Brücken. Diktatoren verstehen sich untereinander eben besser. Dass Erdogan dem Putin vertraut glaube ich nicht, deshalb wird er schön in der Nato bleiben. Und aus Sicht des Westens ist Erdogan ausßerhalb noch viel gefählicher als innerhalb der Nato.

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