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Erdogans Auftritt in Köln: Türkischer Außenminister verbittet sich Provokationen
REUTERS

Einen Tag vor dem Auftritt des türkischen Premiers in Köln wächst die Anspannung. Erdogans Außenminister Davutoglu hat jetzt die deutschen Behörden aufgefordert, Anfeindungen gegen seinen Chef zu verhindern.

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DMenakker 23.05.2014, 18:20
20.

Hat das Jungelchen Angst vor seinen Landsleuten? Nicht zu vergessen, dass es eine geradezu bodenlose Unverschämtheit ist, zu erwarten, dass für seine Hochwohlgeboren mal kurz das deutsche Demonstrationsrecht ausgehebelt wird, aber er scheint ja offensichtlich auch ein kleiner Feigling zu sein.

Oder geht ihm nur das Fracksaussen, dass seine Macht dann doch nicht ausreicht, um Berichte über Demos gegen ihn in den türkischen Medien vollständig zu zensieren?

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mairhanss 23.05.2014, 18:21
21. Das ist der Unterschied..

Deutschland ist im Gegensatz zur Türkei demokratisch und freiheitlich. Hier darf man gegen einen durchgedrehten Despoten protestieren. Das sollten diese Typen, die die Türkei in die Steinzeit zurückwerfen, mal kapieren.

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poms 23.05.2014, 18:23
22.

Was, Meinungsfreiheit für Erdogan-Gegner in Deutschland? Das ist ja unerhört. Der deutsche Botschafter in der Türkei sollte natürlich sofort einbestellt werden. /Ironie aus

Schon allein wegen dieser Reaktionen kann ich mir eine Spur Schadenfreude ob dieser Gegendemonstrationen nicht verkneifen. In diesem Sinne: liebe Gegendemonstranten, zeigt dem Erdogan, was Meinungsfreiheit bedeutet!

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hman2 23.05.2014, 18:29
23. Die Behörden sollten dem Außenminister eine Ausgabe des Grundgesetzes schenken

Und zwar mit einer Leuchtstiftmarkierung, dass in diesem Land jedermann seine Meinunng frei äußern darf und zwar in "Wort, Schrift und Bild".

Mit freundlichen Grüßen vom deutschen Volke...

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fazil57guenes 23.05.2014, 18:31
24. optional

da kann man ja nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Regierung Erdogan will der deutschen Demokratie vorschreiben, wie sie Ihre Demokratie auszulegen habe. Wenn Herr Erdogan die Demokratischen Errungenschaften einschränken oder aushöhlen will, dann bitte schön, solange es vom Volk geduldet wird. Die alte türkische Verfassung wurde hier stets als "Undemokratisch" kritisiert, weil darin festgeschrieben war, dass das Militär letztendlich eine Garantenstellung für die türkische Demokratie hatte (so paradox sich das anhören mag). Auch wurde stets bemängelt, dass im öffentlichen Dienst beschäftigte Frauen kein Kopftuch tragen durften. Früher war es unvorstellbar, dass die Frau eines Regierungsangehörigen jemals ein Kopftragen würde. Sicherlich ist das ein wesentlicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen. Aber diese Regelungen waren notwendig und begründet, weil stets eine Gefahr durch die Religion latent vorhanden war. Kein Mensch hatte sich je in seinen Freiheitsrechten eingeschränkt gefühlt und keiner hatte Furcht, dass es eine Richtungsänderung geben würde. Jetzt ist die Türkei dabei, sich der Religion auszuliefern.

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Sulo101 23.05.2014, 18:31
25. Interessant...

... dass der Minister findet, dass es normal ist, im Ausland Wahlkampf zu machen. Erdogan ist da wohl der Einzige und die Auslandstürken wohl auch einmalig. Und da Demonstrationen politischer Natur in Deutschland eben NICHT per se verboten sind, können die Menschen hier doch gerne ihre Meinung äußern, solange alles friedlich und gesittet bleibt. Und da hoffe ich auch drauf. Egal wo die her sind. Dass Davutoglu die Einschränkung verbriefter Rechte in Deutschland fordert, zeigt sein Demokratieverständnis und einen Hauch von Selbstüberschätzung - ich denke, seine Forderung ist mit dem Chef abgesprochen.

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megamekerer 23.05.2014, 18:33
26. Arroganz.....

Was fällt türkische Außenminister ein solche Forderung an die Deutschen zu stellen? Hier ist nicht Türkei, hier herrscht ein bisschen Demokratie und Proteste gehören zu Grundausstattung dieses System. Wir wollen gegen Erdogan demonstrieren und auf die Missstände in der Türkei hinweisen, wenn Erdogan das nicht gefällt kann er ja zu Hause bleiben, wir haben ihn ja nicht eingeladen.

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domihe 23.05.2014, 18:33
27. Also, wenn ich was zu sagen hätte,

dann würde ich mir den belehrenden Ton des türkischen Ministers verbieten. Wenn man in seinem Land die Rede & Denkfreiheit für vernachlässigbar hält, dann bitte schön. Aber hier in D haben wir ein anderes Verständnis von eben auch Demo-Freiheit. Da muss mir niemand sagen was ich zu Hause machen darf und was nicht. Und unsere liebe Mutti macht die Raute! Hat sie ihr Denkvermögen an der Garderobe abgegeben? Wieso lässt sie sich das gefallen? Klar, man sollte diplomatisch sein, aber es gibt Grenzen! Und die sollten auch (türkische) Regierende & Minister kennen und respektieren. Schließlich zwingt niemand Erdogan nach Köln zu kommen.

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Tiburon_Blanco 23.05.2014, 18:36
28. Na sicher .....

Herrn Davutoglu mag entgangen sein, dass in Deutschland doch ein anderes Verständnis von Demokratie herrscht als in seiner Regierung.

Es mag ihm seltsam vorkommen dass deutsche Polizisten nicht auf unsere türkischstämmigen Mitbürger einprügeln und sie umbringen, weil sie ihre freie Meinung äußern - weder auf die, die für Herrn Erdogan sind, noch auf jene die mit seiner Politik nicht einverstanden sind.

Ich würde mir wünschen, dass Herr Steinmeier den türkischen Botschafter einbestellt und ihn darauf hinweist, dass in diesem Land nicht nach den Regeln eines Herrn Erdogan gespielt wird und wir uns derartige Äußerungen seitens Herrn Davutoglu verbitten.

Was mich darüber hinaus interessieren würde ist, wer den Polizeieinsatz für Herrn Erdogan bezahlt. Es ist kein offizieller Besuch, niemand hat den Mann eingeladen und die Steuerzahler dieses Landes sollen das alles finanzieren und sich dafür auch noch von den Herrschaften aus Ankara vorschreiben lassen wie sich die Menschen hier in Deutschland zu verhalten haben?

Das ist bemerkenswert!

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ostanleger 23.05.2014, 18:36
29. Wer hat ...

Zitat von sysop
"ICH habe dort drei Millionen Staatsbürger, natürlich gehe ich nach Deutschland."
Diese aussage, so sie richtig übersetzt und zitiert wurde, zeigt ein sehr interessantes staatsverständnis, auf Französisch etwa "L'etat, c'est moi" und passt zu Erdowahns absolutistischem gebaren.
Bezeichnend ist auch, dass aus der Türkei stimmen kommen, die sich unser demonstrationsrecht kritisieren; sie zeigen, was sie von meinungsfreiheit und pluralismus halten.
Aus türkischer sicht ist dabei offenkundig jede demonstration gegen Erdowahn eine provokation.
In der Türkei selbst wird dies durch todesfälle beim einsatz gegen demonstrationen wirkungsvoll unterstrichten.
Eine nation, die ein solches politisches system mehrheitlich unterstützt und europäische, humanistische errungenschaften nicht als wert-voll erachtet, gehört nicht in die EU. Und dies auf absehbare zeit nicht.

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