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Erdogans Bildungspolitik: Zurück ins Osmanische Reich
DPA

Der türkische Staatschef Erdogan sieht sich als Verteidiger des Islam und alter Werte: Schüler sollen Osmanisch lernen, die Vorgängersprache des modernen Türkisch - ohne lateinische Buchstaben.

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kraus.roland 08.12.2014, 19:33
1. Die grössten Feinde des Islam..

..sind reaktionäre Islamisten wie Erdogan und der IS. Der Mann ist schlicht übergeschnappt, wie an seinem Selbstbildnis, dem neuen Präsidentenpalast deutlich abzulesen ist.

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muffelkopp 08.12.2014, 19:39
2.

Wenn man bedenkt, wie viele Zehntausende seiner "Mitbürger" dieser Mann in Deutschland aktivieren kann, quasi per Knopfdruck, bekommt dieser viel belächelte Satz einen anderen Geschmack:

Zitat von
„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
Wer sich interessiert, hätte die Vorboten erkennen können, siehe Huntington. Aber nun bläst der Recep ins Horn und zum großen Halali.

Dass die Wiederherstellung des Osmanischen Reiches sein Ziel ist, ist derart offenbar, dass es selbst dem verblendetsten Menschen klar sein sollte.

Hier wäre die Hölle los, wenn Gauck das Kaiserreich wieder erstehen lassen wollte. In der Türkei passiert was genau dagegen (zumindest laut unseren Medien)? Nada!
Und der Erdogan kommt tatsächlich mit seinem Kram durch und grinst sich einen. Das finde ich sehr schlimm.

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002614 08.12.2014, 19:43
3. Eine große Gefahr

ist nicht sich zu weigern, Osmanisch in den Lehrplan aufzunehmen, die Gefahr ist der Größenwahnsinn, der sich bei Erdogan herausgebildet hat.
Allein wenn es ihm gelänge, die Streitigkeiten innerhalb des Islam zu beenden, dann könnte man das gutheißen. Allerdings wurde das Osmanische Reich nur unter Druck und militärischer Herrschaft aufrecht erhalten.
Das wird wohl heutzutage schwierig werden.

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klareduchblick007 08.12.2014, 20:15
4. Er ist einfach nur ein Islamische Terrorist... deswegen wird er irgenwann mal fallen, wie alle Verbrecher...

Auszug Wikipedia - sofern es stimmt...
Im April 1998 wurde Erdoğan vom Staatssicherheitsgericht Diyarbakır wegen Missbrauchs der Grundrechte und -freiheiten gemäß Artikel 14 der türkischen Verfassung nach Artikel 312/2 des damaligen türkischen Strafgesetzbuches (Aufstachelung zur Feindschaft auf Grund von Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder regionalen Unterschieden) zu zehn Monaten Gefängnis und lebenslangem Politikverbot verurteilt. Anlass war eine Rede bei einer Konferenz in der ostanatolischen Stadt Siirt, in der er aus einem religiösen Gedicht, das Ziya Gökalp zugeschrieben wurde, zitiert hatte:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

– Recep Tayyip Erdoğan[8][9]

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gogo-mani 08.12.2014, 20:19
5. Was würde Ata-Türk

dazu sagen? Dies sind genau die Menschen, die dem Islam schaden. Er meint natürlich nur die Sunniten.Zurück in das 19. Jahrhundert. Da hat einer nicht mitbekommen das sich die Zeit geändert hat. So wird die Türkei auch eine Gefahr für das Zusammenleben der Menschen. Nicht nur in der Türkei.

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AndreasWolf 08.12.2014, 20:31
6. EU-Beitrittskandidat?

Seit Oktober 2005 ist die EU-Kommission in offiziellen Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Lang, lang ist es her ;-) Wenn man sich so erinnert, wer damals (und heute) für den Beitritt dieses Landes agitiert hat, da offenbaren sich Abgründe geopolitischer Dummheit. Dieses Land in Kleinasien (97% seiner Fläche) mit seinen 77 Mio Menschen passt nicht in die EU, die AKP beweist dies täglich. Mir tut es leid um die modernen, laizistischen Türken!

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verbal_akrobat 08.12.2014, 21:24
7. Naja, teile des amerikanischen Establishment sind doch genau so drauf

wenn die zu Manipulierenden schon lesen und schreiben können, dann muss man ihnen zumindest das falsche geben um sie weiter an der Knute halten zu können.
So kommt es einem zumindest vor.

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maxuli 08.12.2014, 21:30
8. Die Spaltung der Türkei

Ich denke, ich kenne die Türken ein wenig, da ich oft aus beruflichen Gründen dort war. Ich hatte bis vor kurzem noch gedacht, dass Erdogan das kemalistische nationalistische Bürgertum mit den eher bildungsfernen Moslems sowie mit den traditionellen Sozialisten/Kommunisten versöhnen könne. Nun aber ist er dabei, das türkische Volk zu spalten. In mindestens fünf Teile: die Kemalisten, die traditionellen sunnitischen Moslems, die jungen Islamisten, die Altsozialisten und die jungen Liberalen.

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rosenrot367 08.12.2014, 21:42
9. Konsequent

Millionen Anatolier haben Erdogan gewählt - der Tayyip muss jetzt liefern! War eigentlich zu erwarten....Aber dass er so dolle über die Stränge schlägt ist doch erstaunlich! Hat denn der gute Mann denn nur noch osmanische Berater? Die Bildungspolitik in der Türkei ist tatsächlich reformbedürftig - aber doch nicht sooooo..... Mit dieser rückwärts orientierten Sicht wird die Türkei auch in den nächsten Jahrzehnten keinen Nobel-Preis in Naturwissenschaften erhalten....

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