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Erdogans Sieg: Türkei entscheidet sich für den starken Mann
AP/dpa

Mit absoluter Mehrheit haben die Türken Premierminister Erdogan zum neuen Präsidenten gewählt. Auch künftig will er das Land nach seinen islamisch-konservativen Vorstellungen formen. Ein neues Präsidialsystem dürfte ihn noch autoritärer regieren lassen.

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Leser1000 10.08.2014, 22:16
40. Sache der Türken

Die Türkei wird sehen, ob sie auf Dauer mit Erdogan glücklich wird. Deren ureigenste Angelegenheit. Hauptsache Erdogan versucht nicht auch nach Deutschland hineinzuregieren. Das wäre sicher nicht hilfreich. Ich denke ansonsten wie andere Foristen: Über einen EU-Beitritt braucht man nun nicht mehr ernstahft nachzudenken. Erdogan passt nicht zu einem aufgeklärten Europa. So hat sich erst einmal ein "Problem" erledigt. Wahrscheinlich setzt Erdogan ohnehin andere Schwerpunkte.

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B.Buchholz 10.08.2014, 22:21
41.

Zitat von rosenrot367
Wenn jeder zweite Wähler Erdogan wählt, dann ist an diesem Sieg nicht zu rütteln. Wenn 52% der Türken seinen Stil mögen - ist doch voll in Ordnung, dass sie einen Präsidenten Erdogan bekommen! Wir sollten nicht immer von unserem hohen demokratischen Ross im Westen auf andere herunterblicken - rd. die Hälfte der türkischen Wähler hat klar gezeigt, dass sie keinen Bock auf westliche Demokratiestandards haben und ihren religiös-konservativen Weg gehen möchten. Und da auch rd. die Hälfte der Türken nicht in die EU möchten, wo liegt das Problem??? In Deutschland wäre so ein Erdogan-Stil unmöglich, ja und? Andere Länder, andere Sitten!
Na ja, also 1.) sind das ja nicht Entwicklungen der letzten Jahre, sondern war schon zu Zeiten so, als man in die EU drängte und sich bitterlich über angeblich ungerechtfertigte Kritik beschwerte. Nun zeigt sich, dass die Kritik trotz der ganzen linken Jammerei absolut zutreffend und es eine gute Entscheidung war, der Türkei maximal eine Partnerschaft anzubieten. Was sie in der Türkei machen, ist in der Tat ihr Ding, aber dann sollten sie auch respektieren, dass dieser Weg nicht unser Ding ist und wir nicht zurück in die 50er wollen. Und 2.) betrifft es auch uns, wenn viele der hier lebenden Türken hinter sowas stehen. Und es erklärt so manche Probleme hier mit diesen Gruppen, für die natürlich stets wir verantwortlich sein sollen.

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fabcccc 10.08.2014, 22:22
42. Eine Wahl für Europa..

Zitat von tksuper
Gut für sein Land, und auch sehr gut für Europa. Erdogan zeigt wie niemand sonst, die kulturellen Unterschiede von Oxident und Orient. Niemals wird da etwas, ohne maximale Brüche zusammen kommen. Deshalb, .....
Eine Wahl für Europa..
aber eben in der Türkei gegen Europa

deshalb :
Glückwunsch Europa für diese Wahl!

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B.Buchholz 10.08.2014, 22:25
43.

Zitat von steve0078
Die Eu und die ganze westliche Welt sollte froh sein, dass ein srarker Mann wie Erdogan nun das höchste Amt der Türkei inne hat. Mit einem schwachen Anführer wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ISIS und andere Terroristen das Land überfallen und es auseinander brechen. Dank Erdogan kann die ISIS & Co. von den Toren Europas ferngehalten werden. Abgesehen von dem Führungsstil kann man nicht bestreiten, das es den Türken so gut geht wie noch nie seit der Gründing.
Ihnen ist aber schon bekannt, dass in der Türkei öffentlich ISIS-Sympathisanten ihre Fahnen schwenken, dass Erdogans Sohn mit Leuten von ihnen gesichtet wurde, und dass die "syrische Opposition" und "ISIS" teilweise dieselben sind, und wie man zu denen stand? Mal ganz davon abgesehen, dass ausgerechnet Erdogan ganz sicher der falsche Mann zur Bekämpfung von Islamismus ist. So eine Behauptung grenzt ja schon an Comedy, da kann ich auch sagen, dass Le Pen die richtige Person zur Bekämpfung von Nationalismus ist.

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denkanstoß 10.08.2014, 22:31
44.

Für viele Türken steht Erdogan für eine deutliche Verbesserung ihres Lebenstils

Wer vorher in Armut lebte und plötzlich seine Familie ernähren kann und eine Unterkunft hat sieht in einem solchen "starken Mann" direkt seinen Helden

Demokratie ist ein Luxus der erst am Ende der Entwicklung eines Staates kommt
Leider sind anscheinend viele Leute diesen Luxus in Deutschland überdrüssig

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ratxi 10.08.2014, 22:34
45. Ermächtigungsgesetze

Zitat von sysop
Mit absoluter Mehrheit haben die Türken Premierminister Erdogan zum neuen Präsidenten gewählt. Auch künftig will er das Land nach seinen islamisch-konservativen Vorstellungen formen. Ein neues Präsidialsystem dürfte ihn noch autoritärer regieren lassen.
Er machte nie einen Hehl aus seinen Gedanken.
Und wurde dafür mehrheitlich gewählt.
Die Türken haben ihn also verdient.
Sollen sie ihn also auch ausbaden.
Die nächste Stufe seines Plans werden wohl diverse Ermächtigungsgesetze sein.

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xaver1967 10.08.2014, 22:35
46.

Zitat von alohas
Sorry, das war mir so nicht klar. Deshalb danke ich für die Richtigstellung. Trotzdem, umso kurioser, dass Erdogan um des Machterhalts Willen sogar die guten Vorsätze seiner eigenen Partei ad absurdum führt. Ich schätze mal, es gab diese parteiinterne Regelung, um korruptionsfördernde Allmacht zu begrenzen?
Naja, er führt sie doch gar nicht ad absurdum. Aufgrund dieser Regel kann er nicht noch einmal zur Wahl als Ministerpräsident antreten. Daher der Wechsel ins Präsidentenamt.

Nicht auszudenken was hier los wäre hätte er diese Parteiregel ändern lassen.

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hirlix 10.08.2014, 22:38
47.

Hier haben wohl ein paar Leut das Konzept der Demokratie nicht verstanden. Es wird zwar gewählt und man hat das Wahlergebnis zu respektieren, jedoch darf die gewählte Partei bzw die gewählte Person nach der Wahl nicht die Freiheit von Minderheiten im Volk einschränken. Wenn sich 52% einen Autokraten wünschen, heisst das noch lange nicht, dass der Autokrat dann auch demokratisch legitimiert ist.

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Pixopax 10.08.2014, 22:38
48. Von Wegen

Erdogan soll die radikalen Islamisten aufhalten?? Er unterstuetzt die Hamas, lässt die Islamisten aus Syrien über die Türkei einreisen, ist selbst eingefleischter Religiöser, er wird sie wohl eher zu uns reinlassen!

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whitemouse 10.08.2014, 22:59
49. Kein Wert

Zitat von sorrento48
Demokratie ist manchmal ziemlicher Mist aber immer noch das Beste, was bisher erfunden wurde. Das Wahlergebnis ist so zu akzeptieren.
Demokratie ist kein Wert, sondern eine Regierungsform. In guten Zeiten ist sie die beste, für Krisen taugt sie wenig, das wussten schon die alten Römer. Das, was mit einigen Demokratien verbunden ist, der Rechtsstaat, der Sozialstaat, das ist von Wert. Und wenn das, was es in der Hinsicht gibt, mit einem Militärputsch zu retten ist, wie es ihn in der Türkei gegeben hat, dann ist der Militärputsch der Wahl überlegen. Unter Erdogan gibt es aber keinen Putsch mehr, weil er die Kemalisten im Militär in den Knast hat stecken lassen. Die Türkei entwickelt sich also nicht gut. Ihr EU-Beitritt ist nun vom Tisch.

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