Forum: Politik
Erdogans Zittersieg: Der Tod der türkischen Republik
REUTERS

Das knappe "Ja" der türkischen Wähler markiert einen Wendepunkt: Die parlamentarische Demokratie wird durch einen Ein-Mann-Staat ersetzt. Europa muss darauf reagieren - mit zwei konkreten Schritten.

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Kamillo 17.04.2017, 08:59
110.

63% der Deutschtürken haben mit "Ja" gestimmt...? Jeder Türke, der in Deutschland für Erdogans Präsidial-System abgestimmt hat, sollte überlegen, ob Deutschland noch das richtige Land ist, in dem er lebt.

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remax 17.04.2017, 08:59
111. warum verdienen 49÷ Solidarität?

Es wurde nach demokratischen Prinzipien gewählt und in einer Demokratie entscheidet die Mehrheit. Ganz einfach. So läuft es sogar in Deutschland, und Deutschland tut es gut daran, auch mal die Entscheidung des Volkes auch in anderen Ländern zu respektieren und nicht den Zeigefinger hochhebt

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Kurt2.1 17.04.2017, 09:00
112. .

Hört endlich mit diesem unwürdigen Gejammer auf. Es sind die Entscheidungen eines souveränen Staates und seiner Bevölkerung.
Fangt lieber endlich an,. die Konsequenzen zu ziehen. WAS soll noch passieren, damit die EU / D endlich die erforderlichen Konsequenzen ziehen und die Türkei von allen Vorteilen entbinden. Das Land hat sich nachhaltig als Freund verabschiedet.
Daran ändert auch diese jammervolle und völlig überzogene Berichterstattung nichts.

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belustigter 17.04.2017, 09:00
113. Die EU hat wenig bis keine Macht

Erdogan kontrolliert die Medien. Jede Maßnahme lässt sich zu Gunsten des Präsidenten verkaufen. Die EU, ihre Mitgliedsländer und deren Repräsentanten wurden schon im Wahlkampf verunglimpft. Sanktionen können als anhaltend unfaire Behandlung der Türkei dargestellt werden und damit erneut als Begründung für sein starkes Amt herhalten. Und Zugeständnisse können als direkte, positive Resonanz auf diese neue Machtfülle interpretiert werden. Erdogan hat alleinigen Zugriff auf die jetzt zu bewegenden Hebel, um das Land hinter sich zu einen oder es weiter zu spalten. Letztendlich ist der EU der innere Frieden der Türkei aber sicherlich lieber.

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YourSoul Yoga 17.04.2017, 09:01
114. Ein neuer Saddam....

Saddam Hussein hat auch einmal so angefangen.
Erst hat er sich wählen lassen, dann das Land in eine Diktatur verwandelt mit allem, was Despoten an Peinlichkeiten und Grausamkeiten zu bieten haben, von Personenkult über Gleichschaltung der Medien bis Staatsterror gegen vermeintliche Gegner nebst Massenverhaftungen und Urteile durch folgsame Karriererichter.
Die ersten Schritte hat er ja schon hinter sich, die Abwärtsspirale dreht sich. Die Türkei kann einem leid tun....

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mikelinden 17.04.2017, 09:01
115.

Sorry, aber dem kann ich nicht zustimmen. Das Kind IST in den Brunnen gefallen, Erdogan wird sich nicht davon abbringen lassen, sein totalitäres Regime weiter auszubauen, egal was Europa dazu denkt. Als nächstes steht die Todesstrafe auf der Agenda, danach wird die "Säuberung" im Land final abgeschlossen. Die Zivilgesellschaft ist tot! Entsprechend entschlossen sollte die europäische Antwort sein, keine EU-Mitgliedschaft, keine Fördergelder mehr, keine Waffenlieferungen Nato hin oder her, Abzug der Bundeswehrsoldaten und wirtschaftlich das Land isolieren und in die Knie zwingen. Nur so werden die Menschen in der Türkei vielleicht begreifen, was sie getan haben und ihren Heilsbringer hinwegfegen. Ein Kuschelkurs bringt rein nichts.

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herbert 17.04.2017, 09:01
116. welches Europa soll reagieren?

Die zerstrittene EU, die gespickt ist mit Geschichten und Maerchenerzaehler?
Eine EU die kaputte Aussengrenzen hat und die Kontrolle über die Länder verloren hat?
Von einem Herrn Juncker hört man nichts.

Nun hat man neben den Flüchtlingen ein neues Thema die Türkei.
Hier kann man wunderbar ablenken und sich um Kopf und Kragen reden. Im Ergebnis kommt nichts dabei raus.

Wenn Erdogan nun noch die Todesstrafe einführt, dann sind die EU Figuren Schachmatt!

Man sollte der Türkei wirtschaftlich den Hahn zu drehen.
Die Touristen bleiben schon jetzt massiv aus und die Unternehmen
werden sich hüten in solch ein Land zu investieren.

Erst dann werden die Türken begreifen, dass sie ins Mittelalter gefallen sind.

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Claus Hansen, Kiel 17.04.2017, 09:02
117. Bloß nicht

den Visumzwang aufheben. Alles gut und schön aber Sie wollen den ?geknechteten 49% ? helfen indem Sie den Visumzwang aufheben? Wollen Sie die bei der Einreise befragen wie die abgestimmt haben? Damit hat Eerdoan doch argumentiert, daß er es Deutschland und Europa zeigen wird. Und Sie zeigen den Türken damit daß er recht hat. Umgekehrt ist angesagt. Den Türken die Konsequenzen ihrer ?Wahl? aufzeigen auch und gerade den Türken in Deutschland und zur Not muß man die Beziehung eben kappen.

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schaeferreiner 17.04.2017, 09:02
118. Erdogan und die Europa-Türken haben gewonnen

Die Türken, die in Deutschland, Benelux, Dänemark leben, haben anscheinend den knappen Wahlsieg Erdogans zu verantworten. Ob sie ihren Landsleuten damit etwas Gutes getan haben, indem sie ihre Verachtung der hiesigen Demokratien, von denen sie doch gerne profitieren, zum Ausdruck brachten? Wir haben bestätigt bekommen, was immer wieder in den Medien und öffentlich und oft emotional gesagt und dann auch ebenso heftig abgestritten wurde: Ein großer Teil der Türken ist in unserer Gesellschaftsform nicht angekommen und lebt nach traditionellen und demokratiefernen Vorstellungen. Den modernen Türken haben diese Traditionalisten beschert, hundert Schritte in der politisch-gesellschaftlichen Entwicklung zurück zu marschieren - und das aus der Ferne. Denn ohne diese Fernwähler wäre das ohnehin knappe Votum wahrscheinlich in die andere Richtung umgeschlagen. Ausbaden müssen es die Menschen in der Türkei, die nach Moderne und Demokratie streben und schon in den vergangenen Jahren immer mehr davon verloren haben, schließlich leben die Verursacher hier - sicher vor Verfolgung und Staatsterror, Todesstrafe und Rechtsbeugung. Ob die von den Ursachen betroffenen Menschen in ihrer Heimat es ihnen danken, wenn sie die Türkei als "Helden der Geschichte" besuchen werden?

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gehirngebrauch 17.04.2017, 09:03
119. natürlich

weiss ein klugscheißer aus deutschland viel besser was die türken brauchen und wie sie gefälligst zu leben haben. völlig unverständlich ist auch warum die eu sich gerade bei der türkei in innere angelegenheiten mischen soll ? hat wohl bei russland nicht so geklappt wie erwartet ? wie wär's den mal mit katar, oman, saudi-arabien ? dort rollen bis heute die köpfe und werden hände abgehackt, von "kleineren unannehmlichkeiten" mal ganz abgesehen. oder gibt die waffenlobby kein grün ? aber ich habe schon lange begriffen: nichts ist gut, was den klugscheißern nicht ins konzept passt.

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