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Erdogans Zögern: Die Angst der Türken vor dem "Islamischen Staat"
AP/dpa

Die Türkei zögert, gegen die Terrormiliz IS vorzugehen, auch aus Angst vor Rache-Akten im eigenen Land. Geheimdienste warnen: Es drohen Anschläge auf U-Bahnen, Hotels und Märkte.

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wynkendewild 14.10.2014, 01:34
90. Risikobereitschaft

Zitat von mini-max12
auch wir Deutschen sollten hier zurückhaltend reagieren. Jede Stadt in Deutschland hat "weiche Ziele". Keine Sicherheitsbehörde ist in der Lage, Bahnhöfe, Züge, öffentliche Plätze etc. so zu schützen, dass nicht Selbstmordattentäter ungehindert Bombenanschläge ausführen könnten. Dschihadisten sind außerdem bekanntlich längst unter uns. Und insbesondere die "Einmarschwünsche" der Grünen bezüglich unserer Bundeswehr ins Krisengebiet halte ich für besonders brisant. Gerade eine Partei der Wehrdienstverweigerer und "Soldaten sind Mörder"-Rufer sollte hier mehr Zurückhaltung üben. Es kann auch hier schneller losgehen als man denkt.
Im Klartext würde dies bedeuten, vor der Gewalt zu kapitulieren. Der Staat verzichtet auf sein Gewaltmonopol und setzt Artikel 1 des GG außer Kraft aus Angst vor Bombenanschlägen oder andere Formen des Terrors...

Als Gesellschaft wird man diesen Kampf einfach aufnehmen und dessen Auswirkungen akzeptieren müssen. Wer sich zurückzieht gibt das Heft aus der Hand und überlässt denen das Feld, die keinerlei moralische Bedenken hegen.

Eine Gemeinschaft, die das Risiko scheut ist schließlich weder lebensfähig noch schützenswert.

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kroganer 14.10.2014, 01:49
91. Egal was Erdogan macht...

...er ist der Verlierer! Bleibt er stur wie bisher, verliert er das Vertrauen und Verbindungen in den Westen zu dem beschwört er den alten Dämon PKK wieder herrauf. Wenn er einlenkt und sich dem Anti IS Bündnis anschließt holt er sich den Terror ins Land und das Volk wird erkennen was er wirklich getan hat. Egal wie es kommt Erdogan ist am Ende!

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NauMax 14.10.2014, 02:53
92.

Zitat von mini-max12
auch wir Deutschen sollten hier zurückhaltend reagieren. Jede Stadt in Deutschland hat "weiche Ziele". Keine Sicherheitsbehörde ist in der Lage, Bahnhöfe, Züge, öffentliche Plätze etc. so zu schützen, dass nicht Selbstmordattentäter ungehindert Bombenanschläge ausführen könnten. Dschihadisten sind außerdem bekanntlich längst unter uns. Und insbesondere die "Einmarschwünsche" der Grünen bezüglich unserer Bundeswehr ins Krisengebiet halte ich für besonders brisant. Gerade eine Partei der Wehrdienstverweigerer und "Soldaten sind Mörder"-Rufer sollte hier mehr Zurückhaltung üben. Es kann auch hier schneller losgehen als man denkt.
Und die Alternative ist dann, seelenruhig abzuwarten, bis man selbst an der Reihe ist, erobert und entführt/vergewaltigt/enthauptet zu werden? Gilt für die Türken, wie auch für uns. Die IS ruft ihre Sympathisanten bereits offen zu Anschlägen in Deutschland als "Kreuzfahrernation" auf. Das Verhalten, welches Sie vorschlagen, würde nur bei einem rational und human agierenden Gegner Sinn ergeben, nicht aber bei rücksichtslosen Barbaren... Es werden Turbulente Jahre auf die Welt zukommen, wenn diese Unmenschen es geschafft haben, an die Pakistanischen Atomwaffen zu kommen. Bin mal gespannt, was die Berufsbeschwichtiger sagen, wenn ein paar dutzend westlicher Städte im nuklearen Feuer verdampfen. Lieber jetzt mit allem zur Verfügung stehenden Waffen zuschlagen, als später auf verlorenem Posten und heimischen Boden gegen eine nuklear bewaffnete Barbarenhorde kämpfen zu müssen.

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NauMax 14.10.2014, 02:56
93.

Zitat von Paul Hermann
könnte im Fall einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den Kurden - und die ist zu befürchten - den militärischen Beistand Hilfe der NATO anfordern. Und dann wären auch die Deutschen aktiv in die nahöstlichen Konflikte verwickelt. Das befürchte ich sehr.
Die Kurden werden in ihrer gegenwärtigen Situation wohl alles tun, um nicht auch noch die Türken gegen sich aufzubringen. Worauf ich eher spekuliere, ist, dass diese Schwarzvermummten Horden so dumm sind, auf Türkisches Gebiet vorzudringen. Dann haben nämlich die beiden de facto verfeindeten Völker der Türken und Kurden auf einmal einen gemeinsamen Feind - und das schweißt zumindest vorübergehend zusammen und wäre eine mögliche Basis für nachhaltigen Frieden, sobald der IS zurückgeschlagen wurde

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lauro_77 14.10.2014, 07:50
94. Glaubt irgendjemand

Das die IS sich zufrieden gibt mit ein Stück Syrien und irak. Die werden weiter gehen und dann haben wir alle das Problem.ketzt muss man sie aufhalten sonst wirds noch schwerer.

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hubertrudnick1 14.10.2014, 07:51
95. Wähler

Zitat von SK3112
Vielleicht erinnern Sie sich noch an das letzte Wahlergebnis? >51% für Herrn Erdogan. Mithin haftet die Türkei genauso für das Handeln ihrer Regierung wie wir für das der unseren.
Ja, sie weisen mit vrecht auf das Wahlergebnis hin, aber mal ehrlich, der Wähler fällt doch leider zu oft auf gut ausgeformte Sprüche herein und das ständig wieder.
Verantwortlich sind die politischen Sprücheklopfer und was sie wirklich mit allem bezwecken, der Wähler ist nur das Rindvieh, dass jeder Glocke nachläuft.
Überall kann man den Wähler was vormachen und ihm seine Stimme abnehmen, trotzdem ist der Wähler nicht für die Politik der Herrschenden verantwortlich und in der Türkei ist es nun mal der Herr Erdogan, wobei viele schon lange Zeit bevor er politisch aufstieg vor ihm gewarnt hatten.

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ahsh 14.10.2014, 08:13
96. Der Schuss geht nach hinten los

Wer sich mit gottlosen Terror Bände einlässt, der bekommt auch Terror serviert.

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s342 14.10.2014, 08:35
97. Beitrag Nr.1

Genau der falsche Schritt. Die Türkei (und auch wir) gewähren durch Zurückhaltung diesen Terroristen noch mehr Zeit und freie Bewegung. Wer weiß, wieviele es dann von denen in ein paar Jahren sind? Nein, man muss offen die Standpunkte vertreten und darf auf keinen Fall davor zurückschrecken. Nur so bekommt man diese Leute aus den eigenen Reihen heraus. Denn in der Zukunft wird es nicht besser werden, im Gegenteil, eher noch schlimmer.

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Immanuel_Goldstein 14.10.2014, 08:46
98.

Zitat von butzibart13
Die Türkei droht, ein unsicheres Touristenland zu werden. Bekämpft sie IS, drohen ihr Bomben von diesem Haufen. Bekämpft sie sie nicht, könnte sich die PKK oder irgendwelche sonstigen Kurden bemüßigt fühlen, Anschläge auszuführen. Bei schleichender Unterwanderung durch IS ist sogar das ganze Land und damit ein hochgerüsteter Natopartner bedroht.
Machen wir uns nichts vor: Erdogan WILL einen islamischen Staat in der Türkei errichten, aber auf keinen Fall, dass die Kurden unabhängig werden.

Am Ende wird er seinen islamischen Türkenstaat bekommen und ein unabhängiges Kurdistan. Die Kurden werden hofiert, den IS zu bekämpfen und zwar ziemlich alleine, weil der Westen zu feige ist und die irakische Armee vor dem Feind davon rennt. Die Konsequenz wird ein unabhängiger Staat Kurdistan sein - das steht für mich felsenfest. Vermutlich ist es auch längst vereinbart, denn sonst würden die Kurden keinen Finger mehr krumm machen für die Belange des Westens und der Türkei.

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Chiefli1 14.10.2014, 09:08
99. Spiegelreporter

Zitat von buntesmeinung
... Nach allem, was ich bisher gelesen und gehört habe, erwartet man lediglich von der Türkei, dass sie die Unterstützung der IS unterlässt und den Zustrom kampfeswilliger Islamisten nach Syrien unterbindet. ...
gab letzten Sonntag zum besten, dass er in Hatay gesehen hat, wie die IHA und undefinierte Männer die Grenze überschritten. Daraus schliesst er, dass die TR die IS fördert.
Kleines Problem, die Region um Hatay bis Aleppo ist mehr oder weniger unter der Kontrolle der FSA, einem erbitterten Feind der IS. Demnach würde also die TR, welche die FSA unterstützt, die Feinde der FSA hinterrücks ins Land lassen?
Geht für mich irgendwie nicht ganz auf....

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