Forum: Politik
Erfolg der AfD: Die verwundete Demokratie

Die Rechten sind auf dem Vormarsch. Ihr Erfolg ist auch eine Antwort der Gesellschaft auf eine Krankheit des Kapitalismus, die von den etablierten Parteien ignoriert wird. Und die hat mit den Flüchtlingen nichts zu tun.

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Kamillo 07.03.2016, 12:24
1. Bad Karlshafen

Bad Karlshafen ist eine Hugenottengründung. Also von Flüchtlingen gegründet, aus religiösen Gründen um 1750 herum aus Frankreich geflohen. Die Bad Karlshafener sollten sich was schämen!

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tomxxx 07.03.2016, 12:26
2. Vor allem leidet unsere Demokratie daran...

dass jeder immer nur noch seine Ideologie vorbetet, egal ob die Fakten stimmen oder nicht! Schlechte Politiker ohne Qualifikation richten Schaden an und werden von unqualifizierten Journalisten kommentiert. Herr Maas merkt dann z.B. an, dass die AFD keine Konzepte hat. Damit hat er Recht! Aber wer ein wenig Ahnung von Konzeption hat, dem fällt auch auf, dass das nicht der Punkt ist wo die Etablierten sich unterscheiden....

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yugorette 07.03.2016, 12:28
3. Leute wie Trump und Petry sind widerlich?

und diese Statements sollen das demokratisch feine und reine Niveau sein auf dem wir Diskussionen führen? Wow ...

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RioTokio 07.03.2016, 12:28
4.

Große Worte, Kapitalismuskritik, Gesellschaftskritik, darunter tut es Augstein nicht.
Dabei ist es so einfach.
Die Menschen wollen keine ungegrenzte Zuwanderung.
Nur die deutschen Parteien ignorieren das schlicht und einfach. Wie die meisten Medienschaffenden.

Wer sich so verhält macht die AFD stark.

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Knuffelbeest 07.03.2016, 12:28
5. Ach ja der Kapitalismus

Im Amerikanischen gibt es den schönen Ausdruck "crony capitalism". Kann man in etwa auch mit Nepotismus übersetzen. Es ist nicht der "unbeschränkte" Kapitalismus der uns zerstört, denn den haben wir gar nicht.

Außerdem: Mehr Staat = weniger Freiheit. Nur mal ganz kurz nachdenken: Ohne das Konstrukt des Staates hätten wir weder diese Kriege noch die Flüchtlinge, denn normale Menschen bringen sich gewöhnlich nicht grundlos gegenseitig um, schon mal gar nicht in diesem Ausmaße.

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Binideppert? 07.03.2016, 12:28
6. Ich bewundere...

...Herrn Augsteins Fantasie! Wie man den Protest gegen die Flüchtlingspolitik der etablierten Parteien in eine Kapitalismuskritik umdeuten kann, ist schon grandios! Ach übrigens, Herr Augstein: Warum schießt dann eigentlich nicht die Linkspartei durch die Decke?

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stinkfisch1000 07.03.2016, 12:28
7. Grundsätzlich

kann man der Analyse zustimmen. An einer Stelle steht Herrn Augstein aber sein Weltbild im Weg. Es gibt nicht "die Rechten und die Politik" als Gegensatz. Die Rechten sind Teil der Politik. Eine Ursache der Krise hat sich seiner Analyse nämlich entzogen. Die Verengung der Politik auf einen sozialdemokratischen Mainstream, der der Rechten keine Repräsentation mehr lässt. So hat der Mainstream den Gegner erst erschaffen, vor dem er heute Angst hat. Ein erstes Zeichen von Souveränität wäre, eine paralamentarische Rechte als normalen Bestandteil einer parlamentarischen Demokratie zu betrachten, und nicht als bedrohliche Entität von außen.

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Hilfskraft 07.03.2016, 12:28
8. kann man sehen ...

... wie man will, Herr Augstein.
Die einen sehen eine Verwundung, die anderen ein endlich Funktionieren.
Nur, was nicht mehr existiert kann eigentlich auch nicht verwundet werden.
Oder, bin ich da auf dem Holzweg?

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Spax73 07.03.2016, 12:29
9. Danke

Danke für diesen Artikel, Herr Augstein. Von Zeit zu Zeit - so auch mit diesem Text - bringen Sie es perfekt auf den Punkt. Aber natürlich wird Ihnen auch dieses Mal niemand Gehör schenken, jedenfalls niemand, auf den es ankommen würde.

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