Forum: Politik
Erfolg der AfD: Die verwundete Demokratie

Die Rechten sind auf dem Vormarsch. Ihr Erfolg ist auch eine Antwort der Gesellschaft auf eine Krankheit des Kapitalismus, die von den etablierten Parteien ignoriert wird. Und die hat mit den Flüchtlingen nichts zu tun.

Seite 8 von 55
gerd.lt 07.03.2016, 13:02
70. Wir haben...

Richtig analysiert! Wir haben eine Gerechtigkeitslücke! Wir haben keine Steuergerechtigkeit! Wir haben eine marode Infrastruktur! Wir haben Reformbedarf im Gesundheitswesen und bei den Renten! Wir haben eine neoliberale Politik! Wir haben keine starke Opposition! Wir haben ein Problem mit Rechtsparteien! Die Schuld an diesen Rückständen und Versäumnissen können sich Union und SPD unter einander aufteilen. Wer das bestreitet sollte zur Einordnung seines politischen Standortes seine Einkommensteuererklärung beifügen.

Beitrag melden
GSYBE 07.03.2016, 13:02
71. Bauchschmerzen

Zitat von oma_paloma
...würde er wegen permanenter Fehldiagnosen die Konzession verlieren. Wenn ich Bauschmerzen habe hat das schwerlich mit Fusspilz zu tun. Und den Erfolg der AfD mit einem Kapitalismusproblem zu begünden, ist bar jeder Realität - passt aber in seine Ideologie, und wird deshalb so gedeutet.
Wenn ich Bauchschmerzen habe, hat das meistens mit Hunger, falscher oder schlechter Nahrung oder auch übermässigem Stress zu tun; alles Ursachen, die ich in Augstein´s Artikel (metaphorisch) wiederfinde.

Und verstehen sollten Sie das Gelesene schon:
Augstein - so wie ich ihn verstanden habe - hat nicht pauschal DEN Kapitalismus kritisiert, sonder diesen NeoTurboKapitalismus, der unsere europäischen Gesellschaften in Merkel´s Namen zerstört.

Beitrag melden
spon_2316845 07.03.2016, 13:03
72. Was juckt es mich, was ich gestern schrieb.

Hat nicht der Autor dieser Kolumne letztes Jahr befürwortet, Griechenland alle Schulden zu erlassen und war sehr für jedes Hilfsprogramm für diesen korrupten Staat?

Das ist auch Geld das in Deutschland fehlt. Das ist auch Verteilungsungerechtigkeit.

Beitrag melden
holy10 07.03.2016, 13:03
73. Das war in Deutschland schon immer so

" Er tönt, nicht die Linken, sondern die Rechten seien heute der "Champion der Arbeiterklasse"."

Nicht nur heute schon die Nazis nannten sich sozialistisch und bekamen ihre macht von den arbeitern. Das ist nichts neues. Genausowenig wie der Erkenntnis, das die Linken eben keine Arbeiterbewegung sind.

Beitrag melden
santoku03 07.03.2016, 13:03
74.

Ok, die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Falls ja, dann gute Nacht. Allerdings wird die Rechte so lange nicht an die Macht kommen, wie sie die Eliten und die Wirtschaft nicht auf ihrer Seite hat, so wie die NSdAP es geschafft hat.

Beitrag melden
RRR79 07.03.2016, 13:03
75. ..die

Ist kein Wunder. Guckt man die Haushaltsvermögen in Europa an, liegt bekanntlich Deutschland weit hinter Italien, Spanien und Griechenland zurück. Wie vermittelt man dann uns Steuerzahlern, warum man denn jetzt in dieses Länder noch mehr Steuer-Euros pumpen soll und warum dieses Länder sich mit Reformen so arg schwer tun. Wie erklärt man den Wählern das? Gar nicht... eher wird einem erzählt, wie unsagbar schlecht es dort den Leuten geht (trotz der hohen Vermögen? Wie kann das sein?).

Es verfestigt sich auch der Eindruck, dass Industrielobbyisten in der Gesetzgebung ein- und ausgehen und der tatsächliche Gesetzgeber sind. Das Wahlvolk bleibt aussen vor. Diese Tatsache ist schon lange bekannt, mehr Transparenz gibt es trotzdem nicht.

Für mich ist diese Verdrossenheit kein Wunder. Man hat das Gefühl, ständig für persönliche Karrieren von Jungpolitikern zur Kasse gebeten zu werden, da diese karrierefördernde Projekte durchführen möchten und da ist ein Haufen Geld notwendig. (Siehe Maut, die mehr kostet als sie einnimmt). Man hat nicht das Gefühl, dass das Geld sinnvoll und nachhaltig verwendet wird. Es ist dann nur weg.
Steueroasen werden erst nach unzähligen Enthüllungen angegangen. Man fragt sich warum?
Es hinterlässt ein schales Gefühl. Wer ist hier in Deutschland eigentlich der Souverän? Volk, Parteiapparate, die Industrielobby?

Beitrag melden
Schlaumeier_1 07.03.2016, 13:04
76. .

Die NSDAP wurde auch von der vergessenen Arbeiterklasse aus Wut auf das Establishment gewählt. Und das ist die Stärke dieser Parteien. Halbwahrheiten mit Hass und Angst vermischen und somit Stimmen fangen. Ich denke es ist viel wichtiger die Menschen mehr über die Folgen dieses rechten Gedankenguts aufzuklären. Damit ist auch die Presse gefordert.

Beitrag melden
Deddie 07.03.2016, 13:04
77. Alles richtig Hr. Augstein

Europäische Geldverschwendung, Rentenabbau, Krankenversicherungszuschläge, fehlende Fürsorge gegenüber sozialschwachen Kindern, kaputte Infrastruktur, Gettoisierung von finanziell Schwachen, Nach 45 Jahren fleißiger Arbeit weniger als Harz-Rente. Hier liegt fast alles im Argen. Diese Lobbykratie hat dazu geführt das sich die 10% Oberen 90% von Allem aneignen durften. Ich hätte nie gedacht einmal die AFD wählen zu müssen.

Beitrag melden
gavram 07.03.2016, 13:05
78. Lesenswerte Artikel

Zitat von dieter.weller
Ich kann Augstein nicht folgen. Wären die Stimmengewine der AfD eine Folge sozialer Ungerechtigkeiten, müsste "Die Linke" eigentlich der große Wahlsieger sein. Vielleicht wären sie das auch, wenn sie in der Flüchtlings und Migrationsfrage oder der.....
"Diese" Gesellschaft und "diese" Sozialsysteme würden die derzeitige Migrationsbewegung ganz locker aushalten, würden sie nicht schon seit Jahrzenten durch eine neoliberale Politik ständig unterminiert.
Hätte man bspw. im Sinne eine ausgleichenden Steuergerechtigkeit, die so gewonnenen Gelder in die Bildungspolitik und eine vernünftige Integrationspolitik gesteckt hätten wir weitaus weniger sozial Abgehängte (die sich nun mal leichter radikalisieren lassen) und wir hätten ebenfalls weitaus weniger Beispiele einer gescheiterten Integration (siehe Berlin Neukölln oder als positives Gegenbeispiel Münchens Wohnungspolitik) die Ressentiments ja schüren müssen.
Das die Linke nicht profitiert liegt ja vor allem an der breiten parteiübergreifenden Diffamierung "linker" Ideen, die wenn sie opportun erscheinen, dann doch gerne aufgegriffen, kontradiktorisch verwendet, mit einem anderen Label versehen und in die Politik integriert werden (z.B. "Sozialisierung der Schulden"). Und ja die "europäische Idee" ist zu einer Rechtfertigung neoliberaler Finanzpolitik mißbraucht worden und hat derzeitig deshalb so wenig Ansehen.

Beitrag melden
familylawyer 07.03.2016, 13:05
79. Widerlich?

Jakob Augstein schreibt: "Leute wie Donald Trump und Frauke Petry sind widerlich. Aber sollten wir ihnen nicht sogar dankbar sein, wenn sie uns zeigen, wo unser System Symptome einer ernsten Erkrankung aufweist?"

Ich finde Merkel und Maas widerlich. Sie zeigen uns noch deutlicher, wo unser System Symptome einer ernsten Erkrankung aufweist! Ich werde sie daher abwählen.

Beitrag melden
Seite 8 von 55
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!