Forum: Politik
Erfolg der Piratenpartei: Die Revolution frisst die Grünen

Die Grünen sind die richtige Wahl für alle Leute, die sich vor zu viel Veränderung fürchten. Weil es davon in Berlin weniger gibt als gedacht, haben die Milieuschützer der Öko-Partei ausgerechnet in ihrer Hochburg den Machtwechsel verpasst. Wer rebellisch sein wollte, wählte die Piraten.

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gallstone 19.09.2011, 15:57
150. ,.-

Zitat von Ossi Ostborn2.0
Seit 40 Jahren wird in Deutschland so Politik gemacht. Versprechungen über Versprechungen und ALLE haben das gleiche Angebot der Gegenfinanzierung ihrer Wohltaten: Neue Kredite aufnehmen und Steuern erhöhen. Da dieser dumpfe Populismus bei mind. 98,2% der Wähler alleine gestern in Berlin funktioniert, wird sich auch nie was ändern. Die Einzigen, die dies mal ändern wollten und in ihrem Programm hatten, haben sich leider selbst aus dem Rennen katapultiert...
ein FDPler :)

--> http://simpsonspedia.net/images/thum...on_Muntz_3.png

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gallstone 19.09.2011, 15:59
151. .,-

Zitat von jerzick
Woher der viele Hass? Sie irren, die Wissenschaft ist sich einig, abgesehen von ein paar Abweichlern. Und ohne die Grünen und ihren "Ökoterror" würde es heute noch ätzende Flüsse, rauchende Schlote und Autoabgase pur geben. Weiß nicht ob Sie sich an die 70er und 80er erinnern? Die umweltlichen Verbesserungen verdanken wir auf jeden Fall den Grünen und der Bewegung um sie.
das schnallen die leute ja immer nicht.
ohne die würden wir heute wohl kaum hausdämmung haben, autos die nur 5 liter verbrauchen. kurz um verschwendung wäre immer noch top aktuell.

klar isses bezin teurer mit den grünen. aber wir würedn wohl nicht weniger bezahlen. denn was bringt es wenn der liter benzin nur 50 kostet mein verbrauch aber 3x höher ist (wie in den USA).

;)

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juni0r 19.09.2011, 16:04
152. Lernantwort

Zitat von poeticjustice
Lernfrage: haben Sie für Ihre Behauptung konkrete, individuelle Anhaltspunkte oder Situationen, aus denen sich diese Behauptung spiegelt, oder entspringt Ihre Aussage nur einer diffusen Abneigung gegen "die da oben"?
Ich war zwar nicht direkt angesprochen, aber diese Standardreaktion greift nicht mehr. Wer ist mit "denen da oben" gemeint? Gemeint ist eine herrschende Klasse, also diejenigen, die über immense finazielle Mittel verfügen und damit letztlich auch überproportionalen politischen Einfluss ausüben.

Werden wir konkret: Unter Kohl verlor das Schuldenmachen seinen Ruch und politische Macht wurde erkauft mit Geld, dass zukünftige Generationen erst erwirtschaften müssen. Zudem wurde der Euro eingeführt und damit eine Verstrickung der Volkswirtschaften, die nun in der Schuldenkrise dafür sorgt, dass Spekulanten Regierungen vor sich hertreiben können.

Wenn nun ein Staat pleite geht, wie Griechenland, dann werden die Banken, bei denen die Verluste auflaufen würden, indirekt über Rettungsschirme gestützt. Finanziert werden diese Rettungsschirme von den Steuerzahlern, während eine Beteiligung der privaten Investoren vermieden wird.

Es folgen drastische soziale Einschnitte und irrwitzige Sparmaßnahmen in den Pleitestaaten, die in der Folge wirtschaftlich abstürzen. Öffentliches Gut wird wie Tafelsilber verschachert und damit in Privateigentum umgewandelt.

Verschärft hat diese Entwicklung die neoliberale Linke (Blair, Schröder, Fischer et al.), die die Finanzmärkte noch weiter deregulierte und die Sozialsysteme, die durch die massive Umverteilung nach oben schon ruiniert waren, noch weiter aushöhlten. Der Gesellschaftsvertrag wurde u.a. durch die Privatisierung der Altersvorsorge gekündigt, das "Soziale" in der Marktwirtschaft verkam zur Floskel.

Zunehmend ahnen auch diejenigen, die die komplexen politischen Zusammenhänge gar nicht begreifen, dass da irgendwas gewaltig schief läuft und sie liegen mit dieser intuitiven Beurteilung vollkommen richtig.

Wenn Sie angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die darauf folgende Schuldenkrise in Europa und den USA noch nach konkreten Anhaltspunkte verlangen, dann fürchte ich, haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht und sind nicht in der Position, anderen "Lernfragen" zu stellen.

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Maynemeinung 19.09.2011, 16:08
153. Nicht vergessen: Es geht hier um Berlin!

Zitat von geo_48
Wie kann man eine Partei wählen, deren wesentliches Programm ist, sich Musik und Filme für Lau aus dem Internet zu saugen zu dürfen? (...)
Fragen Sie sich einfach, WO die Herrschaften mit diesem Programm gewählt wurden: in Berlin eben. Das virtuelle Freibier für alle, das die Piraten propagieren, passt doch wunderbar in eine Stadt, die es sich zum Lebenszweck gemacht hat, die Transferleistungen anderer Bundesländer als Transferleistugen an die eigene Bevölkerung weiterzureichen. Was das Downloaden von Subventionen und Zahlungen aus dem Länderfinanzausgleich angeht, ist Wowi selbst der größte Freibeuter.

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jerzick 19.09.2011, 16:21
154. ...

Zitat von gallstone
das schnallen die leute ja immer nicht. ohne die würden wir heute wohl kaum hausdämmung haben, autos die nur 5 liter verbrauchen. kurz um verschwendung wäre immer noch top aktuell. klar isses bezin teurer mit den grünen. aber wir würedn wohl nicht weniger bezahlen. denn was bringt es wenn der liter benzin nur 50 kostet mein verbrauch aber 3x höher ist (wie in den USA). ;)
Ja, die USA sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir wären, wenn in den 70er und 80er nichts passiert wäre: mehr als die doppelte Energie pro Kopf, aber kein bisschen mehr Lebensqualität.

Es ist natürlich nicht schön, wenn der Sprit teuer ist und das Haus gedämmt werden usw. usw. Aber wir haben nun einmal diese Problem, die wir lösen müssen! Wobei mich, trotz aller Anstrengungen die zu bemerken sind, große Zweifel plagen.

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bicyclerepairmen 19.09.2011, 16:23
155. Atomkraft nein Danke, Schwerter zu.....

Zitat von jerzick
Woher der viele Hass? Sie irren, die Wissenschaft ist sich einig, abgesehen von ein paar Abweichlern. Und ohne die Grünen und ihren "Ökoterror" würde es heute noch ätzende Flüsse, rauchende Schlote und Autoabgase pur geben. Weiß nicht ob Sie sich an die 70er und 80er erinnern? Die umweltlichen Verbesserungen verdanken wir auf jeden Fall den Grünen und der Bewegung um sie.
Dazwischen liegen jetzt mittlwerweile satte 30 Jahre, ein paar mitgetragene Kriegseinsätze, ein Atomaustieg der von den Grünen lange propagiert aber von einer schwarzen Kanzlerin vollzogen wurde und einer Industrie die mit Ökologie verdammt viel verdient.

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Moses3d 19.09.2011, 16:29
156. die Grünen...

Die Grünen haben sich gewandelt und vielen Parteiprogrammen angenähert. Aber muss man nicht auch die Bundesgrünen von den regionalen Grünenverbänden unterscheiden? Mit ihrer Kritik haben doch leider viele der CDUler und FDPler recht, indem Sinne, dass viele Grüne auf regionaler Ebene zwar Umwelschutz fordern aber nicht bereit sind, die damit notwendigen Änderungen mit zu tragen. Wir brauchen für neue Energien, neue Stromnetze. Wir wollen angeblich keine Atomkraft mehr, aber anscheinend auch keine Windräder rund ums Eck ob im Ländle, an der Nordseeküste vor unseren "Touristen Inseln" usw.
Auch hält die Mehrheit der deutschen eine Steuersenkung a la FDP zum jetzigen Zeitpunkt für falsch oder at least nicht fördernd und den Zickzackkurs der CDU in der Europapolitik, wollen wir auch nicht länger ertragen. Die Streitereien über altbackende Themen, ob die Mauer gut oder gar Alternativlos war, wie innerhalb DER LINKEN diskustiert hat auch nicht zu einem Wahlerfolg geführt...

Somit ist es doch gut, eine neue junge Partei mit ihren frischen Ideen in unserer Demokratie willkommen zu heißen. Die Probleme von Heute lassen sich anscheinend nicht mit den Theorien von Gestern lösen. 40 Jahre Volkswirtschaftslehre haben anscheinend keine probaden Lösungen und Antworten für heutige gesellschaftliche- und wirtschaftliche Probleme gefunden.
Ich bin der festen Überzeugen wir werden in den Bereichen Politik, Finanzmärkte, Wirtschaft generell und Gesellschaft nur zu praktikablen Lösungen kommen, wenn wir weg kommen von den "eingliedrigen Lösungsansätzen".
Das heißt, wir müssen links und rechts (Chicagoer Schule) schauen was es für mögliche Antworten gibt. Nur Friedmann wird uns nicht helfen nur Hicks oder Keynes auch nicht, nur CDU und FDP werden es nicht reißen aber SPD, Grüne und Die Linke auch nicht...derzeit schauen wir aber immer nur auf eine der beiden Seiten, je nachdem was uns eher passt.

Allerdings ist keiner von uns alleine, es gilt nun mal die Interessen vieler zu beachten und mit einzubinden. Demokratie bedeutet auch, neue Wege zu gehen und andere Meinungen zu akzeptieren oder zumindest in Erwägung zu ziehen. Die Grünen haben viel erreicht. Wer hier immer noch nicht kapiert, dass es globale Umweltkatastrophen durch Menschen verursacht, gibt ignoriert einfach die heutige Realität.
Es gibt auch Wissenschaftler die von sich behaupten es zu sein und bezweifeln, dass ua. die Vernichtung des jüdischen Volkes das Ziel von Hitler war...oder es KZ's gegeben hat.
Darauf können wir uns erst gar nicht einlassen.
Und ausserdem ist es doch super, junge Verteter zu haben, die im Gegensatz zu der 50+ Generation keine Rente wie von Blüm prophezeit, keine sichere Krankenversorgung wie von Rösler behauptet und 2013 auch keinen garantierten KITA Platz in Anspruch nehmen kann.
Vielleicht haben wir dann auch mal Jemanden der sich für die Rechte der "jungen Generation" einsetzt und nicht dem Anteil von ca. 80% 40+ Generation nur nachläuft...
Neue Zeiten brauchen neue Lösungsansätze...die Grünen sind leider zu alt dafür und zu sehr in die wirtschaftlichen Interessensgruppen eingebunden.
Gebt den Piraten eine Chance und urteilt in 5 Jahren, was aus Ihnen geworden ist.

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habgenugvondenlügen 19.09.2011, 16:30
157. Wenn eigene Weltbilder zusammenbrechen, dann ist es immer dunkle Nacht für alle

Zitat von Dominik Menakker
Eine Stadt, die sich durchschmarotzt, pleite ist, trotzdem soziale Wohltaten verteilt, einen Partyhengst wiederwählt und einen Nicht-Partei mit 9 % ausstattet. Wenn das die Avantgarde der Republik ist, dann gute Nacht Deutschland.
Warum umschreiben Sie, Menakker im Gleichschritt wie ein Fleischhauer nur mit anderen Worten, so umständlich den Ausgang einer freien Wahl von Bürgern?
Sagen Sie und Fleischhauer doch gleich, dass sie eigentlich nur für freie Wahlen sind, solange deren Ausgang in ihr und Fleischhauer Menschen- und Weltbild passen.

Um das sicher zu stellen, finden sich doch bestimmt Wege und Mittel in Dt. "Schmarotzer", "Partyhengste" und sonstiges Gesocks beim Namen zu benennen, auszusontieren und für immer wegzusch(l)iessen.
Um Reinheit in der Bevölkerung und Reinheit von "Nicht-parteien" herzustellen.

Wäre ja nicht das erste Mal in Dt. - Menakker.

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Maynemeinung 19.09.2011, 16:36
158. Ist ja völlig OK

Zitat von habgenugvondenlügen
Warum umschreiben Sie, Menakker im Gleichschritt wie ein Fleischhauer nur mit anderen Worten, so umständlich den Ausgang einer freien Wahl von Bürgern? (...)
Wäre ja völlig OK, wenn der freie und mündige Berliner bereit wäre, auch die Folgen seiner Entscheidungen zu tragen. Aber ein jeder weiß, dass, einem abgebrannten Säufer gleich, die Rechnung darauf hinausläuft, dass am Ende jemand anders die Zeche zahlt.

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Ossi Ostborn2.0 19.09.2011, 16:42
159. Blablub

Zitat von Maynemeinung
Wäre ja völlig OK, wenn der freie und mündige Berliner bereit wäre, auch die Folgen seiner Entscheidungen zu tragen. Aber ein jeder weiß, dass, einem abgebrannten Säufer gleich, die Rechnung darauf hinausläuft, dass am Ende jemand anders die Zeche zahlt.
Nun der freie, mündige Bürger ist nicht bereit die Rechnung zu zahlen, er wird es aber trotzdem tun müssen. Und wenn er es nur mit seiner eingeschränkten Lebensqualität bezahlt, wenn aus der Bundeshauptstadt der Transfergeldempfänger erstmal die Welthauptstadt der Transfergeldempfänger geworden ist ;-)

Wir können uns also schon einmal genüsslich zurücklehnen und entspannt von aussen darauf schauen ;-)

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