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Erfolgreicher Grünen-Politiker aus dem Norden: Haha-beck
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Die Urwahl zum Spitzenkandidaten der Grünen verlor Robert Habeck extrem knapp - jetzt bekommt er Genugtuung: Sein Erfolg in Schleswig-Holstein macht ihn für die Partei unverzichtbar.

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2623 09.05.2017, 08:11
1. Fehler der Grünen

Das Ergebnis der Urwahl der Grünen empfand ich als großen Fehler. Herr Ozdemir kommt mir schon immer vor als spiele er Politik, nichts, in keiner Frage oder politischen Feld habe ich den Eindruck, dass er einer eigenen politischen Agenda folgt - alles Kalkül. Natürlich braucht es Strategie, Bedachtheit usw. aber wenn der einzige Referenzstandard die eigene Karriere ist, dann überzeugt das halt nur eine kleinere Gruppe an Menschen. Meine Vorbehalte beruhen zwar auch auf seiner damaligen persönlichen Bereicherung in der Flugmeilengeschichte, jedoch ist dies nicht ausschlaggebend, weil der Meileneinsatz in vielen Institutionen zu dieser Zeit nicht hinreichend geklärt war. Jedoch vor dem Hintergrund, dass er auf mich den Eindruck macht, egal mit welcher Partei oder Agenda Hauptsache Karriere, interpretiere ich diese Verhaltensweise anders.
Zugegeben, diese Argumentation ist eher oberflächlich und auch eher auf der Ebene Vertrauen, Art und Weise, Sympathie geführt und daher angreifbar und zu vernachlässigen. Andererseits beobachte ich Herrn Habeck schon geraume Zeit und komme zu dem Schluss, dass er auf der Ebene dieser Bertrachtung weit vorne liegt und darüber hinaus in seinem politischen Koordinatennetz klar, überzeugend und für die Grünen exakt der Politiker wäre, der ihr eigentliches Anliegen glaubwürdig und nachhaltig vermitteln wurde - wahrscheinlich mit Erfolg. Ein Gedanke noch zur Spitzenkanidatin im Norden, Frau Hainold, welch eine erfrischend, klare und glaubwürdige und leistungsstarke Politikerin, diese Frau macht mir wirklich Eindruck - Glückwunsch Schleswig-Holstein.

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Mittelalter 09.05.2017, 08:11
2. Welches Aufatmen!

Endlich kann auch SPON wieder über Erfolge der Grünen berichten. Die Erleichterung darüber ist dem Artikel deutlich anzumerken.

Dabei konnten die Grünen ihr Ergebnis nicht halten. Von der Auflösung der Piraten konnten sie laut den veröffentlichen Grafiken zu Wählerwanderungen genau Null profitieren. Die Abwanderung zu anderen Parteien wurde durch die Aktivierung von Nichtwählern kompensiert. Das ist so untypisch, dass man hier von einem SH-Phänomen sprechen kann, dass so nicht auf den Bund zu übertragen ist. Den Habeck hat als Person sicher gezogen, was aber nur in SH gelingen kann. Bundesweit kennt den keiner und die grüne Parteispitze alles, dass das so bleibt. Ich kann mich jedenfalls an die Kommentare nach dem parteiinternen Votum zu den Spitzenkandidaten erinnern. Die Linken, die auch bei den Grünen den Ton angeben haben sich diebisch gefreut, den verhindert zu haben. Das macht auf ein allgemeines Problem aufmerksam. Der linke Flügel hat die Partei thematisch geentert. Und die sind, nach Selbstreflektion, gerade nicht der "heiße Scheiss".
Ohne thematische Umsteuerumg in Richtung Habeck wird das für die Grünen nix. NRW wird dafür sicher den Beleg liefern, wo die Grünen Linken auch personel den Ton angeben.
Und selbst wenn Habeck bundespolitische stärker in Erscheinung tritt - dann steht dem Wähler mit der CDU thematisch noch immer ein "Original" zur Verfügung. Warum Habeck wählen, wenn ich Merkel haben kann?
Der Weg der Grünen in die thematische Bedeutungslosigkeit hat in SH nur eine Atempause. Das lag sicher an den zur Wahl stehenden Personen. Aber die politischen Mitbewerber ber haben den Grünen alle Themen abgenommen.

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viwaldi 09.05.2017, 08:22
3. Warum ist man bei minus 0,3% ein Gewinner?

Eine Partei verliert leicht zur Vorwahl, die Bundespartei ist ziemlich auf dem Niveau der Vorwahl angekommen, und dann wird über die Presse jemand als Heilsbringer und großer Gewinner dargestellt??? Diese Logik ist schon eine sehr eigene - und beruht dann wohl vorwiegend auf zuvor selbst-veröffentlichten Umfragen (!), - aber nicht auf Wahlergebnissen. Nun könnte man Herrn Habeck dafür loben, dass Ergebnis gehalten zu haben, ein Gewinner ist er noch lange nicht. Es ist genau diese unsaubere, zuneigungsgefärbte Berichterstattung, die einen an der deutschen Presse verzweifeln lässt. "Sagen was ist", - das war mal Augsteins Motto, nicht: "schreiben, wie ich es gerne hätte".

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Central Park 09.05.2017, 08:27
4. Verzerrte Wahrnehmung

Wir sehen das Bild, lesen die Überschrift und die ersten Zeilen - und denken: muss wohl 'ne tolle Leistung hingelegt haben, der Gute. Dann sehen wir die nüchternen Zahlen (gegenüber der vorherigen Wahl hat seine Partei Prozente verloren), wissen, dass die Regierung, der er angehört, abgewählt wurde, und fragen uns: Wie grundlegend ist die Wahrnehmung von Journalisten eigentlich verzerrt, wenn es um "ihre" Partei, also die Grünen geht.
Der "Erfolg" von Habeck besteht darin, weniger stark verloren zu haben, als man vorab vermutet hatte. Erfolg ist aber etwas anderes.

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alice 09.05.2017, 08:35
5. Habeck

wäre der richtige Spitzenkandidat für die Grünen gewesen. Özdemir ist durch die Hunzinger Affäre und durch die Bonusmeilen Affäre nicht mehr glaubwürdig und auch politisch abgenutzt. Das bittere Erwachen der Grünen kommt dann zur Bundestagswahl.

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dr.könig 09.05.2017, 09:00
6. Robert Habeck statt Cem Özdemir.

Ich kann mich noch gut erinnern wie das Cem Ö. Lager über Robert herzog. Jetzt ist er plötzlich unverzichtbar ?

Herr Özdemir ist ein arroganter Blender. Man sollte ihn austauschen !
Habeck als neuer Frontmann wäre die Blutzufuhr, welche die Grünen dringend benötigen. KGE kann mann auch noch zumindestens mal hinterfragen.

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sonntag500 09.05.2017, 09:04
7. Herren Habeck jetzt als Heilsbringer der Grünen zu sehen, ...

... ist genau so schmalbrüstig, wie in Schulz den für die SPD zu sehen.
Bei den Grünen kommt noch hinzu, dass der Fisch vom Kopf her stinkt.
Glaubte die Doppelspitze wirklich, dass man die Vorteilsnahme von Özdemir vergessen habe, oder das Vorschreiben von Lebensgefühlen durch das pastorale Göring-Eckardt?
Oder ein Beck, der, statt sich in Demut zu zeigen, fast täglich sein Gesicht in irgendeine Kamera hält?
Veggitag, Tempo30, verschreibungsfähiger Sex für Rentner - an lächerlichen Vorschlägen ist diese Gruppierung nicht arm.

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mettwurstlolli 09.05.2017, 09:08
8. Parteien

Das ist das Problem mit Parteiabstimmungen über Kandidaten:
Während in der Werbung gilt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken - nicht dem Angeler, gilt bei Parteien : Hauptsache der Wurm gefällt dem Angler, der Fisch wird sich schon finden!

Parteimitglieder entscheiden entlang ihrer Parteipräferenzen und wählen die Kandidaten ihres jeweiligen Flügels. die Frage, welcher Kandidat bei den Nichtmitgliedern ankommt, spielt eine eher nachgeordnete Rolle. In diesem Sinne haben sowohl die Grünen als auch die SPD sich schlecht entschieden. Wobei bei der SPD noch erschwerend hinzukommt, dass der Kandidat im Hinterzimmer vom "Kandidatenvorgänger" ausgekungelt wurde. Dass die Presse dieses postfeudale Politikverständnis bei einer sozialdemokratischen Partei nicht interessiert hat, gehört zu den Absonderlichkeiten der journalistischen Öffentlichkeit.

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Marc87 09.05.2017, 09:10
9.

Lustig wie die die Grünen-Haßer hier nun alle tief beleidigt aus ihren Löchern kommen. 13 Prozent sind für die Grünen schon IMMER ein Erfolg gewesen. Insbesondere dann, wenn man Regierungsveranwortung zuvor hat und die Bundespartei sich knapp über der 5 Prozent Grenze hält. Ich bezweifel ehrlich gesagt sehr stark, dass die AFD es jemals irgendwo schaffen wird in zwei aufeinanderfolgenden Legislaturperioden zweistellige Ergebnisse einzufahren.

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