Forum: Politik
Erinnerung an Berliner Mauerbau: Gedenkwahlkampf
Michael Kappeler/ DPA

Mitten hinein in den Ost-Wahlkampf fällt das Gedenken an den Mauerbau vor 58 Jahren. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sucht dafür den Auftritt an einem symbolischen Ort.

scissor 14.08.2019, 07:37
1. Wahlkampf

Ich finde es fast schon pervers, wie sich die CDU-Spitze hier darstellt. Wir haben 89 und auch davor NICHT für die Wiedervereinigung gekämpft sondern für die Demokratisierung der DDR mit dem Fernziel der Wiedervereinigung. Daraus geworden ist ein Roll Back, Enteignung und der größte Diebstahl in der Geschichte. Ich weiß, dass die meisten mir da nicht folgen, weil sie es nicht besser wissen oder wissen wollen, vielleicht auch eingelullt sind von der ständigen Propaganda. Ich habe als Briefwähler (bin zum Wahltermin im Urlaub) bereits gewählt: CDU und auch AFD sind nicht darunter.

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schamot 14.08.2019, 08:14
2. Bekenntniss der DDR Bürger

Der Mauerfall ist ein damaliges Bekenntnis der DDR Bürger zur Demokratie. Die Feierlichkeit nutzt nun AKK zur Selbstdarstellung. Dabei ist gerade sie jene, die sich mit demokratiefeindlichen Aussagen und Intolleranz einen Namen gemacht hat. Typisch!

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hilfe2018 14.08.2019, 12:24
3. Berliner Mauerbau

Wer hat den die innerdeutsche Grenze geöffnet? Doch nicht Frau AKK und deren Mitläufer bzw. Vorgänger. Die disziplinierten und mutigen DDR Bürger haben die Mauer geöffnet. 45 Jahre hat es der Westen versucht und ist kläglich gescheidert. Heute feiert man sich auf Kosten der Mutigen. Beschämend wie man das darstellt.

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fortelkas 14.08.2019, 21:19
4. Ja, der denkende Teil

...der Bürgerrechtsbewegung hat zunächst einmal für eine reformierte DDR gekämpft und nicht für eine überstürzte Wiedervereinigung mit der politischen Lüge von den "blühenden Landschaften." Die "D-Mark Besoffenen" sind dann ja auch bitter enttäuscht worden. Nicht von ungefähr hat damals Oskar Lafontaine vor politischen Schnellschüssen, auch bei der Währungspolitik, gewarnt. Er hat Recht behalten, die DDR wurde einfach nach westdeutschen Vorstellungen politisch "abgewickelt", ohne Rücksicht auf die einfachen Menschen und deren Lebensleistung. Die Treuhand war die Gesellschaft, die rücksichtslos und brutal abgewickelt hat. Eine Wiedervereinigung in politisch gemäßigten Schritten wäre möglich gewesen, aber es sollte nicht sein. Im übrigen war die DDR kein Unrechtsstaat, und sie ist auch nicht entstanden, weil die Sowjetunion so böse war. Im unmittelbar nach dem II. Weltkrieg einsetzenden "Kalten Krieg" wurde das Potsdamer Abkommen weitgehend außer Kraft gesetzt, und das war nicht allein die politische Schuld der Sowjetunion. So weit eine letzte kleine Bemerkung zur Geschichte. Eine erschöpfende Aufarbeitung würde Bände füllen.
Erwin Fortelka

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k70-ingo 14.08.2019, 21:35
5.

Zitat von scissor
Ich finde es fast schon pervers, wie sich die CDU-Spitze hier darstellt. Wir haben 89 und auch davor NICHT für die Wiedervereinigung gekämpft sondern für die Demokratisierung der DDR mit dem Fernziel der Wiedervereinigung. Daraus geworden ist ein Roll Back, Enteignung und der größte Diebstahl in der Geschichte. Ich weiß, dass die meisten mir da nicht folgen, weil sie es nicht besser wissen oder wissen wollen, vielleicht auch eingelullt sind von der ständigen Propaganda. Ich habe als Briefwähler (bin zum Wahltermin im Urlaub) bereits gewählt: CDU und auch AFD sind nicht darunter.
Wenn Sie mit "größte Diebstahl in der Geschichte" auf die Treuhand anspielen wollen, wiederholen Sie nur eine der vielen Lebenslügen der DDR.

Der Diebstahl fand Jahrzehnte vor der Treuhand statt und wurde von jemand anderem verübt:
ab 1945 von der SMAD und ab 1949 von der SED, im Rahmen der diversen Verstaatlichungen plus anderer Staatsterrormaßnahmen wie der "Aktion Ungeziefer" und dem Mauerbau.

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mirage122 15.08.2019, 11:26
6. Fettnäpfchen lässt grüßen!

Was sich diese Frau anmasst, ist ungeheuerlich. Kein Tag vergeht, an dem sie nicht irgend welche platten Aussagen von sich geben muss. AKK im Dauer-Wahlkampf: Nutzen tut sie ihrer Partei dabei nicht - sie erreicht damit eher das Gegenteil. Und Frau Merkel lässt sie "machen"!

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yvowald@freenet.de 15.08.2019, 11:33
7. Mauer gegen das gesellschaftliche Ausbluten der DDR

Zitat von fortelkas
...der Bürgerrechtsbewegung hat zunächst einmal für eine reformierte DDR gekämpft und nicht für eine überstürzte Wiedervereinigung mit der politischen Lüge von den "blühenden Landschaften." Die "D-Mark Besoffenen" sind dann ja auch bitter enttäuscht worden. Nicht von ungefähr hat damals Oskar Lafontaine vor politischen Schnellschüssen, auch bei der Währungspolitik, gewarnt. Er hat Recht behalten, die DDR wurde einfach nach westdeutschen Vorstellungen politisch "abgewickelt", ohne Rücksicht auf die einfachen Menschen und deren Lebensleistung. Die Treuhand war die Gesellschaft, die rücksichtslos und brutal abgewickelt hat. Eine Wiedervereinigung in politisch gemäßigten Schritten wäre möglich gewesen, aber es sollte nicht sein. Im übrigen war die DDR kein Unrechtsstaat, und sie ist auch nicht entstanden, weil die Sowjetunion so böse war. Im unmittelbar nach dem II. Weltkrieg einsetzenden "Kalten Krieg" wurde das Potsdamer Abkommen weitgehend außer Kraft gesetzt, und das war nicht allein die politische Schuld der Sowjetunion. So weit eine letzte kleine Bemerkung zur Geschichte. Eine erschöpfende Aufarbeitung würde Bände füllen. Erwin Fortelka
Ohne den Bau einer Mauer in Berlin wäre die damalige DDR wirtschaftlich ausgeblutet.
Natürlich war die wirtschafliche Misere in der DDR von den Machhabern verursacht, weil diese alten Männer unfähig und unwillig waren, einen wirklichen Sozialismus aufzubauen.
Sozialismus bedeutet die Teilnahme, die Beteiligung aller an politischen, wirtschaftlichen und Gesellschaften Entscheidungen und nicht die Vorherrschaft eines Polit-Büros.
Es wäre also durchaus möglich gewesen, mit der damaligen BRD gleichzuziehen, um die Facharbeiterflucht zu stoppen.
Dazu hätte jedoch nicht das Volk eingesperrt und überwacht werden müssen, sondern alle jene, die für dieses "Regime der Gefangenen" in der DDR verantwortlich waren.
Alles lief falsch. Kein Wunder also, daß alle, die nichts zu verlieren hatten und durch eine Flucht in die BRD vieles zu gewinnen hofften, gen Westen ziehen wollten.
Als die Grenzen dann schließlich geöffnet wurden, und zwar von den dortigen Machthabern, machten sich kapitalistische Kreuzritter auf den Weg gen Osten, um des Profits willen.
Verkehrte Welt...

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