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Erklärung der Kanzlerin: Wann Merkel die Entscheidung für ihren Rückzug traf
DPA

Zäsur für die CDU und für Deutschland: Angela Merkel hat ihren Abschied von der politischen Bühne angekündigt. Nach dem Hessen-Debakel habe sie die Bekanntgabe des Verzichts auf den CDU-Vorsitz vorgezogen.

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merkel123 29.10.2018, 15:18
1. Zu spaet

fuer die CDU dieser Schritt. Wahrscheinlich war es so, dass mehrere Landesfuersten ihr die Pistole auf die Brust gesetzt hatten, auf die Kandidatur zu verzichten. Von selbst waere sie nie gegangen - und geplant war das schon lange nicht...
Die Frage bleibt, ob man sie im Kanzleramt noch 3 Jahre weitermerkeln laesst.
Solche Erosionsprozesse haben gewoehnlich eine hohe Eigendynamik, sowohl zeitlich als auch vom Umfang her.

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tyfooniii 29.10.2018, 15:18
2. Wer's glaubt?

Wenn ihr Entschluss schon so lange fest gestanden haben soll, warum lässt sie dann ihre Partei so in den Abgrund rauschen. und Sorry...anscheinend hat Frau Merkel immer noch nicht verstanden. Auch als Kanzlerin will sie das Wahlvolk nicht mehr! Es hat sich seit Sonntag "Ausgemerkelt".

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Holledauer 29.10.2018, 15:19
3. Geht es nicht etwas früher mit der Kanzlerschaft?

Merkel ist weder fähig für die CDU prägende, vorwärtsgerichtete Ziele zu definieren noch ist sie dazu als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland fähig.
Sie wiederholt x-mal ihren Slogan, Deutschland müsse sich für die Zukunft rüsten, ohne jemals eine Zielsetzung zu definieren.
Man kann es wirklich nicht anders ausdrücken: Seit 2010 quatscht sie von Digitalisierung, Ausbau des Datennetzes und weiteren zukunftsgewandten Themen, ohne jemals ein Ziel zu definieren und es wirklich mit aller Macht anzugehen.
Merkel versteht eines sehr gut: Sich durch Augenblicksentscheidungen an der Macht zu halten, siehe Atomausstieg oder die völlig vergeigte Energiewende. Wirkliche Impulse sind von der Dame nie ausgegangen.

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hasselblad 29.10.2018, 15:19
4.

Man kann nicht durch die Bank behaupten, Merkel und ihre diversen Kabinette hätten schlechte Arbeit geleistet und sie gehöre "weg", wie es das Proletariat von rechts unten gerne fordert. Die Regierungsübernahme nach Schröders Abgang mit der erst halb implementierten Agenda 2010, die Banken- und die Eurokrise, Flüchtlinge, Griechenland, Brexit, Trump - es ist sicher nicht einfach, Politik unter diesen Umständen so zu gestalten, dass auch der Kleingeistigste und Abgehängteste sie objektiv als "gut" bewerten könnte, auch wenn diese Leute erwarten, dass Politik zu allererst und auch eigentlich nur für sie gemacht werden soll. Dass der Kanzlerin und ihrer Regierung nach 13 die Ideen ausgehen und keine neuen Impulse gesetzt werden, sondern, im Gegenteil, dass das "Weiter so" die primäre Arbeitsrichtlinie ist, ist der langen Regierungszeit geschuldet, das war exakt so schon bei Kohl festzustellen, dessen spätestens vierte Legislatur auch nur noch darin bestand, Kisten von rechts nach links zu schieben und neu zu stapeln, die Inhalte aber weitestgehend zu belassen wie sie sind. Für das, was Merkel leisten musste, und den feindseligen Blödsinn, dem sie regelmäßig ausgesetzt ist und erträgt, hat sie meinen Respekt. Und dennoch muss ein Mechanismus in das Grundgesetz, der eine Kanzlerschaft auf maximal zwei Legislaturen begrenzt.

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nadennmallos 29.10.2018, 15:23
5. Es wurde Zeit, allerhöchste Zeit, ...

... zwei Legislaturperioden sind m.E. genug und fordern die ganze Frau / den ganzen Mann. Frau Merkel war keine schlechte Kanzlerin, nur den richtigen Absprung, den hat sie verpasst. Und, ja, auch das sei gesagt: Nur eine Ja-Sager-Truppe hinter sich zu dulden, zeugt von einem übersteigerten Machtbewusstsein.

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Alfred 29.10.2018, 15:24
6. 18 Jahre

In dieser Zeit ist Deutschland deutlich gegen Asien zurueck gefallen. Ein Gang ueber die Berliner Funkausstellung loest bei mirTraenen aus.

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abudhabicfo 29.10.2018, 15:26
7. Starke, richtige und überfallige Entscheidung

Ich weiss nicht, ob man wie Bouffier die Entscheidung als nobel bezeichnen kann.
Sie war aber sicher überfällig. Dass das Bild der Regierung inakzeptabel ist, nun diese Erkenntnis ist ja wahrscheinlich auch einer der Gründe, weshalb die Wähler in Hessen so gewählt haben. Am Erscheinungsbild trägt sie aber als Kanzlerin die wesentliche Schuld, weshalb sie ja eigentlich dieses Amt zur Verfügung stellen sollte.

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0Kugelfang0 29.10.2018, 15:26
8. Gut so!

Nur, was dann? Wer wird Nachfolger, vor allem, wer kann das? AKK, VdL oder Spahn? das ist mehr ein schlechter Witz und bedeutet : Weiter so! Wer will das? Die Union hat das selbe Nachwuchs Problem wie die SPD, alles Berufspolitiker die keiner wirklich in solchen Positionen möchte, da immer beliebig und keinen Roten Faden, dazu warten die richtig auf den nächsten Lobbyisten mit dem ganz großen Koffer, ich traue da keinem mehr über den Weg!

Schröder, Dobrindt und Konsorten können einem die Politik abgewöhnen, da gekauft!

System Change JETZT!

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mailconnect 29.10.2018, 15:26
9. Noch 3 Merkel-Jahre? Das kann ich nicht glauben!

Schwer vorstellbar, daß diese Frau noch 3 Jahre lang ihr Amt als Bundeskanzlerin bekleidet. Was soll das? Bis dahin hat sie die CDU endgültig zugrunde gerichtet. Und die SPD gleich mit, sofern sie weiterhin am Rockzipfel der Macht hängt und in der GroKo mitmischt.
Ein netter, freundlicher Abgang im kommenden Jahr ist das Mindeste! Daß sie noch ein letztes Mal die Neujahrsansprache hält - geschenkt! Aber bis Ostern sollte sie endlich verschwinden. Und Platz machen, aber nicht für Merkel 2.0 in Form einer Frau Kramp-Karrenbauer!

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