Forum: Politik
Ermittlungen der Bundeswehr: Wie rechts tickt das Kommando Spezialkräfte?
DPA

Lange blieb er unbehelligt, nun wurde ein KSK-Soldat wegen "extremistischer Einstellungen" suspendiert. Nach SPIEGEL-Informationen beobachtet der Militärgeheimdienst in der Eliteeinheit ein Dutzend ähnlicher Fälle.

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holgerpache77 09.02.2019, 07:23
50. Rechtsradikal oder nationalistisch

Als Mitglied der KSK haben Sie einen brandgefährlichen Job, Sie müssen sich auf Befehl der Bundesregierung in lebensbedrohliche Situationen begeben und auch anderen das Leben nehmen, die Motivation dafür muss irgendwo her kommen. Unsere Bundesregierung tut herzlich wenig um bei diesen Soldaten Motivation zu schaffen also warum tut man es? Wie in anderen Ländern auch, man tut es für sein Land. Während man in anderen Ländern der Erde durchaus stolz auf seine Soldaten und Spezialkräfte ist, die auch schon mal Urlauber während eines Putsches evakuieren und dafür ihr Leben riskieren, diffamiert man diese in Deutschland und bezichtigt sie Na++ zu sein.

Fragen Sie einmal einen britischen Soldaten oder einen US Soldaten warum er tut was er tut? Selbst einen französischen Fremdenlegionär und sie werden überall "braune" Tendenzen finden.

Warum sollte man heutzutage überhaupt zur Bundeswehr oder gar zu den KSK gehen? In keinem anderen Job wird verlangt, dass man sein Leben riskiert (bei einem Brand kann der Feuerwehrmann sagen, das ist zu gefährlich, da gehe ich nicht rein, der Polizist ebenso, der Soldat hat diesen Luxus nicht) in der Heimat wird man denunziert, diffamiert und gehasst, wofür soll man seinen Kopf hinhalten?

Wer der Bundeswehr aufgrund wehrtechnischer Tradition beitritt ist ein Na++, wer der Bundeswehr aufgrund von Vaterlandsliebe beitritt ist ein Na++, so will es die links grüne "Meinungselite". Im heutigen Deutschland der links grünen Denunzianten und Maulhelden kann man von niemandem mehr verlangen für solche Menschen sein Leben zu opfern. Deutschland hat es verdient im nächsten Konflikt ausradiert zu werden. Schafft die Bundeswehr ab, niemandem ist mehr zuzumuten sein Leben für dieses "Land" zu riskieren.

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realist85 09.02.2019, 07:36
51. Fast nachvollziehbar

Ihr Artikel ist fast vollständig nachvollziehbar, wenn auch etwas zu sehr auf Panikmache und Vorverurteilung aus. Das einzige was völlig inakzeptabel ist, ist die Passage zur Ex und der Meinungsäußerung in den eigenen 4 Wänden. Wenn solche Art der Denunziation Einzug hält Gute Nacht Demokratie.

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josef.riedler 09.02.2019, 07:37
52. Dass

Menschen, die sich für dem Polizeidienst und die Bundeswehr entscheiden eher rechts angesiedelt ist, liegt doch auf der Hand. Sie müssen oft unter Lebensgefahr ihren Dienst für die innere und äußere Sicherheit verrichten. Das heißt, sie haben einen starken Heimatbezug. Wie würde ein Land ohne Sicherheitskräfte aussehen? Ich denke. es würde eine Anarchie entstehen, es würden die Familienclans die Führung übernehmen, und es würden sich Bürgerwehren organisieren.. Schaut einmal nach Lybien. Würde ein überzeugter Linker sich ebenso für unser Land einsetzen? Wie lange würden sie links bleiben, wenn sie ihr eigenes Leben und ihr Hab und Gut verteidigen müssten.

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Pela1961 09.02.2019, 08:04
53.

Zitat von gruffelo
Soso, ene enttäuschte Ex-Freundin und eine Stripperin als Belastungszeugen? Klingt nach einem solide ermittelten Fall.... Na klar ist ein Elitesoldat, der seit 28 Jahren unser Land unter Einsatz seines Lebens und seiner Gesundheit verteidigt national konservativ eingestellt. Aber wo hier die kritische Grenze überschritten worden sein soll - und wer diese Grenze definiert - bleibt unklar. Mir scheint hier wird „im Zweifel gegen den Angeklagten“ gehandelt...
Wieso wollen Sie die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen in Frage stellen? Immerhin scheint es ja das normale Umfeld des Belasteten zu sein. Die Aussagen von Drogensüchtigen werden ja auch nicht angezweifelt, wenn sie einen Dealer belasten.

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Pela1961 09.02.2019, 08:08
54.

Zitat von cvdheyden
Genau das. Denn es wird erstmal die Unschuldsvermutung für die restlichen Soldaten umgangen. Und das ist für mich nicht tragbar. Ein Artikel basieren auf Fakten, der belegt, dass die Tuppen komplett Braun ist, ist was anderes. Nun hat Deutschland schon immer ein paar Probleme mit dem Militär. Mir ist es egal, wenn ein paar aus der Reiher tanzen. Davon aber auf die ganze KSK zu schließen ist falsch. Sie können das sehen wie Sie wollen, ich bestellen dieses Blatt jetzt ab.
Ach, Deutschland hatte schon immer ein paar Probleme mit dem Militär? Komisch - genau das dachte ich auch, als ich von den Rechten in der Bundeswehr hörte. Aber ich glaube, meine Gedanken gingen in eine andere Richtung. Ich denke, da wird noch viel mehr hochkochen. Vielleicht auch, weil die alten Nazis in den Geheimdiensten dann doch verschwunden sind und sogar die von ihnen angeworbenen Nachwuchsschlapphüte inzwischen im Ruhestand sind.

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kanadasirup 09.02.2019, 08:21
55. Geschichte

Zitat von Lykanthrop_
Vielleicht sollten Linke diesen Beruf nicht waffenaffinen halb bis viertel Nazis überlassen und dahingehen umdenken.
Denken sie mal an die Gründungszeit der Bundeswehr zurück.
Was meinen sie wer die Offiziere der neuentstandenen Bundeswehr gestellt hat und welche Gesinnung diese Männer hatten?
Hat trotzdem bis jezt funktioniert.

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stefan.martens.75 09.02.2019, 08:23
56. Hier stehen auch wir zur Debatte!

Zunächst mal stinken Einheiten jedes Militärs fast immer vom Kopf her.
Egal ob Disziplinlosigkeit oder fragwürdige Praktiken bzw. Gesinnung die geduldet wird.

Reichsbürgerdenken und Soldatentum sind in der Tat schwer kompatibel.
Nationalismus wiederum und zwar in einem Maß das signifikant über die gesellschaftliche Mitte hinaus geht, ist jedoch kein Widerspruch.
Es ist vielleicht sogar sowas wie die DNA einer Armee.

Ich bin hier zwar auch dafür, gerade Spezialeinheiten nicht mit solch fragwürdigen Gedankengut in Spitzenpositionen zu belasten.

Dennoch steht hier auch unsere Einstellung zum Militär und der Möglichkeit Gedankenplattformen aufzubauen um etwas zu verteidigen, zur Debatte.

Und Nein. Das ist nicht nur das Grundgesetz in seiner Auslegung der bürgerlichen Mitte.
Da muss auch Platz sein für Andere Standpunkte die eben nicht gegen das Grundgesetz verstoßen.
Das nennt sich Meinungsfreiheit und Freiheit der Wahl seiner ureigenen Prinzipien.

Wie national darf ein Soldat sein?
Wie konservativ darf er sein?
Wie viel Freiraum gibt ihm die Gesellschaft seinen besonderen Status und die ungewöhnliche Stellenbeschreibung mit Gedankengut zu unterfüttern?

Ich will nur sagen hier sollten auch wir uns mal in Frage stellen.

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SubjektiverRealist 09.02.2019, 08:30
57. Nur ein rechter Soldat ist ein guter Soldat?

Zitat von Woolor
Was sollen das eigentlich für Leute sein, die bereit sind Ihr Leben fürs Vaterland aufs Spiel zu setzen. Leute mit Grüner Gesinnung, "Piep, Piep, Piep, wir haben Euch alle lieb"?
Man muss sicher kein überzeugter Nationalist mit rechtpolitischen Ansichten sein, um ein guter Soldat sein zu können. Sie scheinen da der nationalsozialistischen Propaganda des zweiten Weltkrieges aufzusitzen.

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rambazambah 09.02.2019, 09:40
58. Dampf ablassen

Anscheinend hat keiner der Foristen selbst gedient oder kennt irgendwelche SoldatInnen persönlich. Ich hatte als Soldatenfrau lange Jahre Einsicht in den Beruf Soldat und auch, wie man als Soldat wahrgenommen und vorverurteilt wird. Mein Mann ging seltenst nach Dienstschluss nicht mehr in Uniform raus z.B noch kurz einkaufen, weil er im Supermarkt schon als "Mörder" beschimpft wurde. Dass er als sehr junger Mann bei der KFOR im Kosovo geholfen hat, Waffen bei der noch sehr schießwütigen Bevölkerung einzusammeln, interessiert dabei niemanden. Dass Soldaten beim Oder-Hochwasser, beim Hochwasser in Ulm, bei diversen Winterwetter-Schnee-Chaos-Geschichten Sandsäcke geschleppt, Leute aus den Häusern geholt und einfach nur geholfen haben, interessiert auch niemanden. Für die meisten Leute gilt: Uniform = geistiger Tiefflieger, der gerne ballert = Mörder = Nazi. Die übrigen Jungs und Mädels, die ich in Uniform kennenlernte, waren ganz normale Menschen, zum Teil mit Familien und - man höhre und staune: Familienmitglieder aus anderen Kulturkreisen, mit anderen Hautfarben, anderen Religionszugehörigkeiten.
Ich kenne sehr viele hässliche Geschichten, darüber, was diese Menschen zum Teil sehen und erleben mussten: Himmelschreiende Ungerechtigkeiten in den Einsatzländern, Mord, Verstümmelungen, Kindersoldaten. Und ihre Aufgabe war, Ordnung in dieses Chaos zu bringen, meistens der Bevölkerung zu helfen etc. Und dann wird man als "Mörder" beschimpft, wenn man im Supermarkt sein Gemüse kauft.
KSK ist noch einmal eine ganz andere Belastungsqualität und es ist nur normal und menschlich, dass man gelegentlich auch mal Dampf ablassen muss und die Orgie, die da gefeiert wurde, steht den meisten Feiern bei der Bundeswehr in nichts nach. Da wurde hemmungslos gesoffen und bis zum Exzess gefeiert. Und was die Dame Soldatin/Stripperin angeht: Ein Bekannter hatte das Problem, dass ihn eine Kameradin süß fand. Als er ihr jedoch klarmachte, dass er sie nicht so toll findet, hatte er sofort eine Anklage wegen sexueller Belästigung am Hals. Sein Glück, dass sie nicht die Hellste war und die Widersprüche in ihren Anschuldigungen sofort auffielen, dennoch brauchte er sehr lange, um seinen Namen wieder rein zu waschen.
Vielleicht sollte man nicht jede Geste, nicht jeden Kommentar, nicht jede Äußerung bei solchen Feiern/Anlässen auf die Goldwage legen.

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tuedelich 09.02.2019, 10:11
59.

Zitat von rambazambah
.......... Dass er als sehr junger Mann bei der KFOR im Kosovo geholfen hat, Waffen bei der noch sehr schießwütigen Bevölkerung einzusammeln, interessiert dabei niemanden. ......Die übrigen Jungs und Mädels, die ich in Uniform kennenlernte, waren ganz normale Menschen, zum Teil mit Familien und - man höhre und staune: Familienmitglieder aus anderen Kulturkreisen, mit anderen Hautfarben, anderen Religionszugehörigkeiten. .........KSK ist noch einmal eine ganz andere Belastungsqualität und es ist nur normal und menschlich, dass man gelegentlich auch mal Dampf ablassen muss und die Orgie, die da gefeiert wurde, steht den meisten Feiern bei der Bundeswehr in nichts nach. Da wurde hemmungslos gesoffen und bis zum Exzess gefeiert. .....Vielleicht sollte man nicht jede Geste, nicht jeden Kommentar, nicht jede Äußerung bei solchen Feiern/Anlässen auf die Goldwage legen.
Natürlich gibt es auch bei Soldaten "solche" und "so'ne" -
Wobei natürlich bei der Aufzählung von persönlicher Betroffenheit trotzdem nicht vergessen werden sollte, dass Auslandseinsätze (wie von Ihnen aufgeführt) selbstverständlich - und das nicht schlecht - geldlich zusätzlich abgegolten werden. Ob zu Recht oder nicht, darüber möchte ich gar nicht diskutieren.
Na ja, wenn es denn so stimmen würde, wäre es (genau wie eigentlich bei Parlamenten) prima, wenn die Beteiligten einen repräsentativen Durchschnitt der Bevölkerung darstellten. Was aber für mich gar nicht geht, ist, Soldaten oder - wie hier - Spezialkräften Äußerungen durchgehen zu lassen, die unser demokratisches System infrage stellen. ... gerade hier sollte man die "Goldwaage" benutzen.
Mehr möchte ich jetzt hierzu nicht äußern .... damit nicht jetzt auch noch irgendwelche rechte "Kameradschaften" sich gemüßigt fühlen müssen, in Diskussionen einzutreten.

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