Forum: Politik
Ermittlungen: Edathy-Laptop verschwand angeblich im Zug nach Amsterdam
MARCO-URBAN.DE

Wo ist der Dienst-Laptop von Sebastian Edathy? Jetzt wird bekannt: Das Gerät kam Ende Januar angeblich während einer Zugfahrt von Hannover nach Amsterdam abhanden. Unklar ist, wo die persönlichen Unterlagen aus seinem Bundestagsbüro geblieben sind.

Seite 7 von 22
deali_ 18.02.2014, 15:54
60.

Zitat von stefanbodensee
Ja, ganz klar, dummerweise ist der Laptop, der unter Umständen belastendes Material enthalten hätte, auf einer Zugfahrt nach Amsterdam abhanden gekommen. Bei aller Liebe zu dummen Zufällen, aber langsam werden einem die dummen Zufälle etwas zu zufällig. Erinnert mich an die CSI-Serien, wo ein Fahrzeug, das für ein Verbrechen verwendet wurde - von Verdächtigen 'zufällig' am Tag vorher als 'gestohlen' gemeldet wurde. Echt zufällig glaube ich bei Edathy langsam nicht mehr an Zufälle ...
Ja, CSI - sie sollten mal anständige Sendungen sehen...

Hätte, könnte müsste...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aprz 18.02.2014, 15:56
61. optional

Die Festplatte eines Bundestags-Laptops auszutauschen wäre in seiner Situation auch zu verdächtig gewesen, Diebstahl kann zumindest niemand ausschliessen. Eine Unschuldsvermutung kann man damit aber auch nur noch von berufs wegen haben.

Für das Ansehen der Parteien ist die Selbstgerechtigkeit unserer Politiker die hier allerorten zum Vorschein kommt aber viel schlimmer als ein pädophiler Politiker, egal auf welchem Posten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Das Pferd 18.02.2014, 15:57
62. 234234

Zitat von outsider-realist
Wenn er den Laptop aus dem Fenster geworfen hätte, wäre einiges auch im Zug zu Bruch gegangen. Haben Sie schon mal versucht im ICE ein Fenster zu öffnen?
Stimmt. Das Datum der Verlustmeldung passt auch nicht zur Zugfahrt. Am 08.02. kam die Meldung, daß er sein Mandat zurückgegeben hat. Ich denke, daß die Bundestagsverwaltung in so einem Fall erst mal per Mail darauf hinweist, daß der Dienstlaptop zurückgegeben werden muß. Also nach dem Wochenende, so 11./12.02.
Am 11./12.02. auch Hausdurchsuchung.
Panik, Verlustmeldung.
Ob das Verschwindenlassen eines Dienstlaptop überhaupt hilft? Ob da nicht das Nutzerprofil eh auf einem Server liegt? Oder ein automatisches Backup, wenn er im Büro ist?
Ich frage mich nur, was wird, wenn wir alle in vier Wochen wissen, die Bilder waren nicht schön, aber eher harmlos und legal. Und darüber hinaus wurde nichts gefunden. Dann haben wir alle ein Problem. Ein Verfahren kann man einstellen, eine zerstörte Existenz nicht reparieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k.koch 18.02.2014, 15:57
63. Unschuldsvermutung

Kaum ein Begriff wird in letzter Zeit so überstrapaziert und missverständlich verwendet wie »Unschuldsvermutung«. Ich war fast 35 Jahre Staatsanwalt und Strafrichter und weiß, was das bedeutet. Und im strafrechtlichen Sinne greift das auch niemand an. Der zitierte und angegriffene Forenbeitrag war erkennbar ironisch gemeint.

Aber: Wer für das verantwortlich ist, was man in der Juristerei einen »bösen Anschein« nennt, trägt ggf. auch die Folgen. Und nein, er muss nicht seine Unschuld beweisen (im Disziplinarrecht allerdings schon), nicht im Strafprozess. Aber dass die Öffentlichkeit sowas diskutiert, liegt in seinem eigenen Verantwortungsbereich. Wenn ich mir bei einer zweifelhaften Firma zweifelhafte Bilder bestelle, gehe ich halt ein großes Risiko ein …

Beitrag melden Antworten / Zitieren
scholz@keltenblick.de 18.02.2014, 15:58
64.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es auf einem Rechner, den er auf jeden Fall irgendwann zurück geben muss, weil er ihm nicht gehört, belastendes Material speichert. Andererseits habe ich allerdings auch keine Erklärung für diesen, nennen wir es Zufall, habe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bürgerundwähler 18.02.2014, 15:58
65. Und die Erde ist eine Scheibe...

Wenn es sich hier nicht um offenkundige, wenn auch nicht nachweisbare Beweisvernichtung handeln würde, wäre diese Laptop-Geschichte fast sogar witzig. Auch wenn es passender gewesen wäre, wenn Herr Edathy den Laptop mit seinen mutmaßlichen Inhalten auf einer Fahrt nach Belgien 'verloren' hätte, aber lassen wir das…
So aber danke ich den Herren Friedrich und Gabriel dafür, dass sie es einem Politiker-Kollegen ermöglicht haben, alle Beweise einer Straftat in Ruhe vernichten zu können. Und das sogar im Rahmen einer Schmierenkomödie. So stelle ich mir einen Rechtsstaat vor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
serene 18.02.2014, 15:58
66. optional

Wenn der verschwundene Laptop ein Dienst-Gerät war, also wohl auch mit Dateien seine Arbeit betreffend- müsste er dann nicht die Daten auf Stick zur Sicherheit gespeichert haben, für Fälle dieser Art? Man riskiert doch nicht, dass einem alle Infos, noch dazu klassifizierte, einfach mal so verlorengehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mini-max12 18.02.2014, 15:59
67. Wo ist der

Möglicherweise hat der "Dieb" die Verschlüsselung des Laptops bereits geknackt. Er hat dann lauter kleine, nackte Jungs rumhüpfen gesehen, sich geekelt und das Laptop gleich wieder weggeschmissen. Es gibt eben keine Halunken mehr, mit einem Fünkchen Gaunerehre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mannheimer011 18.02.2014, 16:00
68. Niemals

Ich glaube niemals, dass er fast zwei Wochen braucht, um den Verlust zu melden und Anzeige zu erstatten. Man kann davon ausgehen, dass der Rechner absichtlich verschwunden ist und zerstört wurde, um Beweise zu vernichten. Ansonsten wäre umgehend Anzeige erstattet worden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
damalswarallesbesser 18.02.2014, 16:01
69. Wieso

will mir einfach nicht das Bild von dem sinkenden Schiff und den flüchtenden Ratten aus dem Kopf?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 22