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Ermittlungen gegen Bundeswehrdolmetscher: So lockte der Geheimdienst den Spion in die
DPA

Über mehr als ein Jahr beobachtete der Militärgeheimdienst MAD einen Bundeswehrübersetzer, der für Iran spioniert haben soll. Am Ende überführten die Fahnder den mutmaßlichen Verräter mit einem Täuschungsmanöver.

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Gaztelupe 16.01.2019, 20:28
10. Der Teufel steckt im Detail

Ich mag keine Erbsenzählerei. Aus (vom SPIEGEL) gegebenen Anlass sei jedoch erwähnt, dass »Eloka« mir doch als seltsame Abkürzung für »Elektronische Kriegsführung« erschien. Was hat das »a« da zu suchen?

Und richtig, es muss »Elektronische Kampfführung«heißen. Also nicht gleich Krieg und so, eher auf taktischer, weniger auf politischer Ebene. Nun ja, gehen wir vom besten, mildesten aller Fälle aus: Ein simpler Tippfehler, den auch die tausend Augen der Dokumentation nicht gesehen haben, und Online-Journalismus ist ja ein so hektisches Geschäft. Da kommt so etwas gelegentlich vor.

Jedenfalls undenkbar, die gut geschulten Journalisten eines Leitmediums würden nicht zwischen Kampf und Krieg unterscheiden können, nicht zwischen ziviler Perspektive und dem Jargon der Militärs, nicht zwischen Begriffen und ihrer Bedeutung.

Und so ein bisschen Urteil in der Faktenwiedergabe kann ohnehin nicht schaden. Dient dem Pazifismus, allemal, und an solch edlen Motiven auch nur leise zu zweifeln - undenkbar.

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markus_wienken 16.01.2019, 20:31
11.

Zitat von mhuz
So schlecht scheint der Geheimdienst doch nicht zu sein.
Ja, der befreundete Geheimdienst der den Tipp gegeben hat, ansonsten wäre der Spion immer noch unbehelligt aktiv.

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Farhad 16.01.2019, 20:46
12. Fragwürdige Vorgänge

Die erste Frage dürfte sein, warum der mutmaßliche Spion für die angebliche Übergabe der Informationen 19 Mal reisen musste? Warum so viel Aufwand, Risiko und Auffälligkeit bei persönlichen Treffen, obwohl er per Netz vermutliche Informationsübermittlungen erledigen konnte? Wenn man vom Zusammenhang der vermutlichen Treffen überzeugt war, warum wurde der mutmaßliche Spion nicht am geeigneten Ort bei/vor Treffpunkt verhaftet, wo er in irgendeiner From Daten bei sich trug? Wurde er angeworben oder hatte er selbst intial den Kontakt ausgesucht? Die Dinge sind noch genauer zu prüfen. Wenn alles sich tatsächlich bestätigt, sollte man Schwachstellen bei sich prüfen und verbessern.

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eunegin 16.01.2019, 20:57
13. Couchprofis

Zitat von mweldag
Ich hätte dem Spion die Optionen auf den Tisch gelegt und Iran die ganze Zeit mit Falschinformationen versorgt.
Ich schlage vor: bewerben.

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maohan 16.01.2019, 20:58
14. Ermittlungen gegen Bundeswehrdolmetscher: So lockte der Geheimdienst d

iran und Deutschland sind Freunde. USA und Deutschland sind auch Freunde. Spionage ist Ganz normal. USA wussten sogar, was Merkel mit den Neben!!!!!!! chatte. Also keine Aufregung. Oder ist momentan opportun, Iran mit unterschiedlichen Anschuldigungen zu diskreditieren, um Trump zu gefallen,

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J.Corey 16.01.2019, 21:26
15.

Ich wundere mich immer, warum die Ermittlungstaktik auch die Presse getragen wird. Mal wird munter erläutert, das man jemanden Dank seines Handys und den Bewegungsprofil identifiziert hat, jetzt Zeit man mit, wie umfassend für Überwachung Reisender schon fortgeschritten ist... Auch die Gegenseite wird nach dem PDCA-Zyklus vorgehen und derartige Informationen dabei berücksichtigen.

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PeaceNow 16.01.2019, 21:37
16. @7

Unsinn und Unwahrheiten werden auch durch Wiederholung weder wahrer, richtiger noch sinniger.
Und Ihr Kommentar ist trotz seiner Kürze leider randvoll davon.
Aber der Reihe nach.
1. Bisher gibt's weder Beweise noch ein rechtskräftiges Urteil gegen den IRN Diplomaten der angeblich einen Anschlag in Auftrag gegeben haben soll.
Somit gilt in einem Rechtsstaat die Unschuldsvermutung.
2. Die Bundestagshacks sind bis heute nicht geklärt, Beweise Null, Verdächtigungen gingen gegen Russland, China bis Iran.
3. Die Sanktionen gegen Iran sind illegal und völkerrechtswiedrig, unterliegen keinerlei plausibler Begründung geschweige denn UN Legitimation.
Vor allem da der Iran laut aller bisheriger IAEO Berichte den Atomdeal seit Beginn Bus heute zu 100% einhält.
Es gibt daher keinerlei Grund und Legitimation diese mitzutragen.
4. Bitte nicht diesen längst und zigfach wiederlegte Vernichtungsunsinn gegen Israel wiederkäuen, denn dieser ist nicht existent und zugleich auch unmöglich, da der Iran keine Waffe und kein Trägersysthem besitzt das Israel zerstören könnte, nicht ansatzweise.
Ohnehin völlig absurd und abwegig, da die größte jüdische Diaspora in der Region im IRAN lebt, der Iran das einzige Land in ganz Mittelost ist in dem Synagogen stehen und Juden im Parlament sitzen.
5. Es gibt keine einzige Terrororganisation die der Iran unterstützt, ganz im Gegenteil, denn die Iraner opfern jährlich hunderte Grenzsoldaten, Gardisten und Ausbilder incl. Milliarden bei der Bekämpfung der Drogenmafia und Taliban in Afghanistan, des IS und div. Terrorgruppen im Irak und Syrien, sowie Militärhilfe an Irak und Syrien.
6. Falls Sie auf die Hisbollah anspielen, diese wird von rd. 80% aller UN Staaten der Erde NICHT als Terrororganisation eingestuft, sondern als libanesische Miliz und Wiederstandsorganisation.
Und selbst die Minderheit der Staaten wie USA, Israel und EU stuft diese NICHT als gesamte, sondern NUR den militärischen Arm der Hisbollah als Terrororganisation ein.

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eule_neu 16.01.2019, 21:41
17. Militär - Objekt für Spionage ausländischer Dienste

Militärausspähungen waren schon immer ein Problem, schwierig, dieses in Griff zu bekommen. Gerade im Dunst von Spezialabteilungen liegt ein Ansatzfeld für Spionage wie hier im Dolmetscherbereich. Hinzu kommt, dass diese Angestellten die Doppelstaatszugehörigkeit haben und somit dem Druck des Geheimdienstes des Heimatlandes ausgesetzt sind, hier gilt auch die "Sippenhaft", um jemanden gefügig zu machen.
Deswegen ist man oftmals auf Hinweise befreundeter Dienste angewiesen.
Daher ist es zu begrüßen, dass die Bundeswehrhochschule in München einen Studiengang zur Geheimdienstarbeit geöffnet hat, der von ca. 85 Studienteilnehmern besetzt worden ist. Es können so Leute des MAD sowie der anderen deutschen Geheimdienste teilnehmen, so dass wahrscheinlich Spitzenerkenntisse aus der Arbeit in Theorie und Praxis an die Teilnehmer vermittelt werden. Man kann nur hoffen, dass dann mehr Spione ins Überwachungsnetz gelangen ...

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leo-k 16.01.2019, 21:48
18. Wenn man darf

so wie man will, kann der MAD auch.
Lieber lasse ich mich überwachen als bei einnem Anschlag zu sterben.

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ted211 16.01.2019, 22:15
19. Google

Der Telegraph veröffentlichte im November 2018 einen interessanten Bericht über einen anderen Spionagefall, den man hier lesen kann: https://www.telegraph.co.uk/technology/2018/11/03/dozens-us-spies-killed-iran-china-uncovered-cia-messaging-service/

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