Forum: Politik
Erste Bundeswehr-Veteranen-Studie: Was macht der Krieg mit den Soldaten?
DPA

Wie wirkt sich der Kriegseinsatz von Soldaten auf ihr weiteres Leben aus? 13 Jahre nach Beginn der ersten Afghanistan-Einsätze legt die Bundeswehr nun eine erste Veteranenstudie vor.

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pipilala 10.08.2014, 16:24
10. Link zur Sudie:

http://www.mgfa-potsdam.de/html/einsatzunterstuetzung/downloads/1_140807berichtsoldatenfamilienafghanistenrueckkeh rerpublikationsfassung.pdf?PHPSESSID=50075b9492a30 96e3e3261e908280b0e

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Wilder Eber 10.08.2014, 16:26
11. Die Bundeswehr

Zitat von sysop
Wie wirkt sich der Kriegseinsatz von Soldaten auf ihr weiteres Leben aus? 13 Jahre nach Beginn der ersten Afghanistan-Einsätze legt die Bundeswehr nun eine erste Veteranenstudie vor.
Wo andere zu diesem Thema ihre Väter und Großväter fragen, braucht die Bundeswehr eine Studie. Mein Vprschlag für die nächste BW Studie: was macht der Krieg aus den Zivilpersonen.

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nichtdoch 10.08.2014, 16:50
12. Seltsam schraeg?

Zitat von zufriedener_single
Durch WW2 wurden ganze Generationen in Deutschland geprägt. Viele Verhaltensmuster in Deutschland kommen einem seltsam schräg vor, wenn man längere Zeit woanders war.
Allerdings haben diese Verhaltungsmuster nichts mit dem WW2 zu tun!betrachtet mal die geschichte/werdegang Deutschlands seit begin WW1, hat sich da soviel geaendert? Vor langer Zeit wurde zugeschlagen,Heute sitz man alles aus und ueberlaest es den anderen ,welche man dann beschimpfen kann! Und das ist seltsam schräg!

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zerberus und co. 10.08.2014, 16:57
13. "Der Krieg" ist es jedenfalls nicht, der da was "macht"

Zitat von Wilder Eber
Wo andere zu diesem Thema ihre Väter und Großväter fragen, braucht die Bundeswehr eine Studie. Mein Vprschlag für die nächste BW Studie: .
Wäre es nicht eigentlich angebracht, den so unpersönlichen "Krieg" zu ersetzen durch die Namen derer, die den Krieg befehlen, führen eskalieren etc?
Denn betroffen sind ja nicht nur "die Soldaten" als Spezies, sondern ganz konkrete lebende Menschen.
Dann wäre der nächste Schritt auch nicht mehr wie: Was machen die Soldaten - "unsere" Soldaten mit den Zivilsten und den Soldaten auf der Gegenseite?

Also was machen die, die den Krieg befehlen mit den Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten?


Die, die Krieg wirklich "führen", berufen sich gerne auf die Verantwortungsethik gegenüber der pazifistischen, angeblich bloße Gesinnungsethik.
Man könnte dann also die Frage stellen: Wie drückt sich das konkret aus, dass diejenigen, die Krieg führen oder die wählen und stützen die Krieg führen, "Verantwortung tragen"?

Ich habe noch keinen unter der Last stöhnen hören oder sehen, wenn zigtausende Menschen, seien es Soldaten oder Zivilisten welcher Seite auch immer, elendlich krepieren, an Körper und Geist verstümmelt zurückkommen.

Also: wer macht das was mit wem?
"Der Krieg" ist es jedenfalls nicht, der da was "macht"!

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dr.dax 10.08.2014, 17:09
14.

Zitat von zerberus und co.
Das gilt vor allem auch für die Sanitätsverbände, die erst seit 2011 systematisch ins unmittelbare Gefecht eingebunden wurde (TCCC).
Erstens sind Sanitaetskraefte bei der Bundeswehr nicht "in Gefechte eingebunden";
Das wuerde naemlich bedeuten, dass diese Kraefte bei einer Operation eine aktive Rolle einnehmen wuerden, das macht ein BAT jedoch nicht!
(Sollten Sie mit ihrem militaerischen Sachverstand, welchen Sie hier suggerieren wollen, eigentlich wissen.)

Im uebrigen hat t3c erstmal nichts mit Sanitaetskraeften zu tun.
Bei der Bundeswehr machen das (ueberwiegend) die Bravos und das sind keine Sanitaeter.
"DAS" ist naemlich auch der Sinn von t3c ; gell?!
Sollten Sie eigentlich auch wissen...


Alle anderen Beitraege hier beduerfen keiner weiteren Kommentare, insbesondere die der Kriegshelden pre'45.
Lob und Anerkennung , dass man in dem Alter noch mit dem PC arbeitet und seine Lebenszeit im SPON Forum verplempert ...

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buntesmeinung 10.08.2014, 17:10
15. Ich bedaure sehr,

Zitat von veit.kessler
ich selbst habe den II weltk. erlebt in köln 43 und in dresden 45 war 3 tage verschüttet, habe 62 mit der BW sturmfut HH erlebt. kann nur sagen, die, die jetzt als"vetranen" jammern, sind milchbubis, haben eine waffe in der hand und können sich wehren, wir damals konnten uns nicht wehren, denn die bomben kamen von oben. wenn ich heute zu einem arzt gehe wegen zurückgebliebenen schäden aus dieser zeit, werde ich ausgelacht. veit kessler
dass Sie soviel Schreckliches durchmachen mussten.
Ich habe das Glück, erst nach dem Krieg geboren worden zu sein.
Und darüber bin ich sehr froh.
Bedauerlich finde ich allerdings, dass Sie die Soldaten, welche Probleme mit der Bewältigung der Folgen ihrer Kriegsteilnahme haben, als Milchbubis bezeichnen.
Das wird den Soldaten sicher nicht gerecht.
Wenn man sich die "Erfolge" in Afghanistan ansieht, kann man die Betroffenen (aber auch die vielen unnötigen Opfer auf allen Seiten) nur bedauern.
Leider ist die Politik (Regierung) weder willig noch fähig, aus diesem Desaster zu lernen.
Statt dessen werden stetig neue Fässer aufgemacht.
Es ist einfach nur verdammt traurig!

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buntesmeinung 10.08.2014, 17:17
16. Sie haben vollkommen recht, diese Fragen aufzuwerfen.

Zitat von zerberus und co.
Wäre es nicht eigentlich angebracht, den so unpersönlichen "Krieg" zu ersetzen durch die Namen derer, die den Krieg befehlen, führen eskalieren etc? Denn betroffen sind ja nicht nur "die Soldaten" als Spezies, sondern ganz konkrete lebende Menschen. Dann wäre der nächste Schritt auch nicht mehr wie: Was machen die Soldaten - "unsere" Soldaten mit den Zivilsten und den Soldaten auf der Gegenseite? Die, die Krieg wirklich "führen", berufen sich gerne auf . Man könnte dann also die Frage stellen: Wie drückt sich das konkret aus, dass diejenigen, die Krieg führen oder die wählen und stützen die Krieg führen, "Verantwortung tragen"? Ich habe noch keinen unter der Last stöhnen hören oder sehen, wenn zigtausende Menschen, seien es Soldaten oder Zivilisten welcher Seite auch immer, elendlich krepieren, an Körper und Geist verstümmelt zurückkommen.
Doch außer Sonntagsreden werden Sie von den wahren Verantwortlichen, die selbstverständlich Krokodilstränen über die Opfer vergießen, nichts zu hören bekommen.
Solange die Politiker, die so bequem im Parlament für Einsätze stimmen, nicht selbst an den Einsätzen und vor allem an Gefechten teilnehmen müssen, wird sich daran auch nichts ändern.

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VevendoVides 10.08.2014, 17:19
17.

Darf ich mal an dieser Stelle hinterfragen, was den Schreibtischtäterinnen denn an traumatischem passiert sein soll? Insofern finde ich die Studie schon im Ansatz überdenkenswert.

Frauen waren noch nie om Krieg an der Front. Und wer nun kreischt: Aber die Israelinnen doch - dem sei gesagt, dass diese Soldatinnen hinterm Joystick sitzen und Drohnen steuern.

Wahrhaft heroisch, solch ein Verhalten, so fern der Front.

Die BW wäre mit ihrer Umfrage besser beraten gewesen, rein die, welche in Kampfeinsätze verwickelt wurden, zu befragen.

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minsch 10.08.2014, 17:21
18.

Wen von den Bürgern interessieren schon die BW-Soldaten aus Afghanistan und ihre Wehwehchen?

Die brauchen so gut wie keine Hilfe, ärztliche und psychologische Hilfe hingegen braucht ein erheblicher Teil der Zivilbevölkerung in Afghanistan, deren Angehörige, darunter viele Kinder, vor allem von den US-Truppen, hier vor allem deren Todesschwadrone, und den Drohnen von Armee und CIA ermordet und verstümmelt wurden. Aber das interessiert die Bundeswehr und das CDU-geführte Verteidigungsministerium nicht, wichtig sind die BW-Soldaten, man stelle sich einmal vor, die Tragen erhebliche Schäden davon, dann kann man die Bundeswehr eines Tages gar nicht mehr vor lauter kriegsbedingten Kranken einsetzen, wie schrecklich, wie soll man dann noch weltweit Krieg führen, gelle, Frau Kriegsministerin, gelle, Frau Kriegskanzlerin, gelle, Herr Kriegsaußenminister? Wäre doch schrecklich, wenn die Welt nicht am amerikanischen und deutschen Wesen genesen könnte.

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olaf_olafson 10.08.2014, 17:32
19. Wieviele waren im Gefecht?

Laut verlinkten Bericht waren nur 21% der befragten Soldaten in Gefechtssituationen. Das hätte man im Artikel auch mal erwähnen können.

Nicht falsch verstehen. Ich möchte mich hier nicht für mehr Gefechte einsetzen. Aber diejenigen, die nicht einmal in einer Gefechtssituation waren, werden wohl selten mit schweren Traumata zurückkommen.

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