Forum: Politik
Erste Ergebnisse: Wahlen in Ägypten machen Islamisten stark

Muslimbrüder und radikalislamischen Salafiten liegen vorn - das ist der Trend bei den*Parlamentswahlen in Ägypten.*Nach jahrzehntlanger Herrschaft von Despoten suchen viele Araber ihr Heil in der Religion. Der Westen wird sich*an islamistische Regierungen als Partner gewöhnen müssen.

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adama. 02.12.2011, 23:33
60. Verfassung

Zitat von TheLastBohemian
Ich hab Mutti auch nicht gewählt und muss mit ihr leben. Aber ich bin zuversichtlich, glaube an das Gute im Menschen und kann mir nicht vorstellen, dass die neuen Regierungen allzu unpopuläre Gesetze festsetzen werden. Und wenn die homogene Mehrheit das trotzdem will, dann wäre das immer noch demokratisch, oder?. Oder greift das Demokratieprinzip nicht mehr, wenn die Mehrheit "undemokratische" Prinzipien verlangt (Schleier, etc...)?
Das Wort Demokratisch ist hier überbewertet. Die Demokratie ist nur ein Teil unserer Gesellschaftlichen Kultur.
Viel wichtiger ist der Schutz der Freiheit bzw. der Minderheiten, auch dann, wenn sie in einer Demokratie niemals zu Wort kommen. Diese Rechte müssen zuvor in einer Verfassung festgelegt und von einer unabhängigen Stelle vertreten und verteidigt werden.

Freiheit sollte nur dann per Gesetz eingeschränkt werden können, wenn eine tatsächliche Überschneidung mit den Freiheiten der Anderen, der Mehrheit, stattfindet. Keine eingebildete Angst oder Beschränkung!

Rauchen/Glauben ist Privatsache, solange sie Privat stattfindet. Niemand darf gezwungen werden mitzurauchen/mitzubeten.
Aber eine Gruppe, Ansammlung ist nicht darum automatisch nicht privat, weil mehrere daran teilnehmen.
So wäre ein Raucherfestival genauso legal wie ein Gottesdienst oder ein Fußballspiel. Auch wenn Atheisten, Nichtraucher und Handballer den Strom für die Veranstaltung bereitstellen "müssen."

Jede Förderung oder Bevorzugung des eigenen Glauben ist erlaubt, aber jede Benachteiligung, Strafe der Anderen muss verhindert werden.
Prämie für die Ehe. Erlaubt
Strafe für Junggesellen. Verboten!
Prämie für umweltfreundliche Autos. Erlaubt!
Strafe für normale Autos. Verboten!
Prämie für Heteroehe. Erlaubt!
Stafe für Homoehe. Verboten!

Eien Nichtförderung bedeutet nicht Strafe!

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mjj23 02.12.2011, 23:36
61. Nicht wahr ..

Zitat von 1948-2008
Die Islamisten werden alles sein, nur eines nie: Partner.
Was Sie so unter eine Partnerschaft verstehn würde ich lebend gern wissen.

Der Westen will keine Islamischen Partner sondern Islamische Knechte ! Sogar Ihnen sollte einleuchten das Partnerschaften so nicht funktionieren können.
Oder können Sie mir erklären wieso die Nato einen Pakistanischen Grenzposten angreift??? Verhalten sich so etwa Partner?
Was ist das auch für ein schwachsinnige Artikel?
Sollen etwa 90 % Moslemische Ägypter nicht ein Islamische Regierung wählen dürfen?? Ist doch echt lächerlich mit anzusehen wie sich hier in Europa die Medien ins Hemd machen & angst schüren wollen weil irgendwo in einem Islamischen Land,eventuell eine Islamische Regierung gewählt wurde.

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bex 02.12.2011, 23:39
62. Iran 2.0

Das die zahllosen arbeitslosen Analphabeten und Ungebildeten die Radikalen wählen war ja abzusehen, so ist halt die Demokratie. Wenn die Leute da im Mittelalter leben wollen sollen sie das doch tun.
Die 70% der Ägypter welche im Ausland leben und islamistisch gewählt haben sind wohl eher unser Problem denn im Gegensatz zu den den Ägyptern in Ägypten profitieren diese jeden Tag von einem freien und weitgehend säkularisierten Staatssystem, sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf die persönlichen Freiheiten, wollen dieses zugleich aber in ihrem Heimatland verhindern.
Könnte natürlich auch sein das der Militärrat so ein wirres Wahlsystem eingeführt hat um die Islamisten stark aussehen zu lassen um sich der Unterstützung des Westens und der liberalen Jugend sicher zu sein wenn es gegen die Fundis geht.

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rurei 02.12.2011, 23:39
63. aber auch:

Zitat von sysop
Muslimbrüder und radikalislamischen Salafiten liegen vorn - das ist der Trend bei den*Parlamentswahlen in Ägypten.*Nach jahrzehntlanger Herrschaft von Despoten suchen viele Araber ihr Heil in der Religion. Der Westen wird sich*an islamistische Regierungen als Partner gewöhnen müssen.
@ Der Westen wird sich an islamistische Regierungen als Partner gewöhnen müssen.

Die Jugend Ägyptens, die den Aufstand angeführt hat, wird sich an islamistischen Regierungen gewöhnen müssen.

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Steffmann40 02.12.2011, 23:47
64. Aha

Zitat von handstreich
Seit langem verfolge ich die Foren auf SPON, habe eine eigene Meinung und sah diese bislang auch immer adäquat repräsentiert. Nun gestaltet sich das allerdings etwas anders, denn bereits der Titel des Themas treibt mich zur Weißglut. Ich habe mich spontan anmelden müssen, um mich ausdrücken zu können, obwohl ich mich eigentlich gar nicht ausdrücken will.
Warum nicht ? Genau dafür sind doch Foren da, trauen Sie sich und sagen Sie Ihre Meinung. Machen Sie sich aber nicht die Illusion, dadurch etwas zu bewirken. Dafür müssten Sie dann doch in die Politik.
Zitat von handstreich
Doch in diesem Fall ist das wirklich anders. Ich bin nicht einmal praktizierender Christ und kann mit religiösem Fanatismus einfach nichts anfangen, doch den Begriff des "Islamismus" für potentiell komende Regierungen von demokratisch gewählte Staaten zu wählen, bevor es diese überhaupt gibt, ist einfach nur Schrott. 2001 waren Islamisten noch Terroristen, und heute stellen sie eine gewählte Regierung?
Wenn Sie damit meinen, dass es eigentlich nicht die Religion an sich, sondern vielmehr die Lebensumstände und gewachsenen Strukturen sind, die die Entscheidungen dieser Leute bestimmen, gebe ich Ihnen Recht. Wenn Sie aber dem Irrglauben unterliegen, dass der Grossteil der Bevölkerung eine Ahnung hat, was sie da gewählt haben, irren Sie sich.
Zitat von handstreich
Mit Ägypten habe ich überhaupt nichts am Hut, bin nicht befangen, kein Urlaubsland oder sowas. Doch nach meinem Befinden und Dafürhalten handelt es sich bei dieser "Bevölkerungsgruppe" der Wähler, wie auch immer sie geartet sein mag, primär schlicht um Muslime, deren potentieller Terrorismus ihnen in Form von Islamismus quasi als Judenstern aufs Auge gedrückt werden soll. Und dagegen wehre ich mich, und zwar mit aller Kraft, die ich habe.
Niemand in diesem Forum hat bislang von Terrorismus gesprochen, soweit ich das gelesen habe. Sie erkennen das aber schon richtig, es sind Muslime die gewählt haben. Wie jedoch schon andere vor mir erwähnt haben, waren die Möglichkeiten sich zu informieren aufgrund der Zensur schon äußerst beschränkt. Und wenn man die Wahl hat zwischen 2 Speisen und kennnt aber nur eine von beiden, für welche meinen Sie entscheidet man sich ?

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doc.burton 02.12.2011, 23:49
65. .....

Zitat von SPON
Der Westen wird sich an islamistische Regierungen als Partner gewöhnen müssen.
Alternativ könnte der Westen auch einfach auf solche Partner verzichten. Andererseits wird wohl kaum einer der Berufslobbyisten, wie sie zuhauf auch im Bundestag sitzen, sich ins eigene Fleisch schneiden, egal wie angebracht es wäre.

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boarder35 02.12.2011, 00:12
66. An Taten messen

Ich erinnere mich an einen Fernsehbericht in dem eine Gruppe von Menschen sich beschwerte dass sich die Moslembrüder während der Revolution zu sehr um die Not der Opfer kümmern würde. Während einer Demontsration wurde vom Militär geschossen und die Angeschossenen wurden dann im Krankenhaus der Moslembrüder behandelt. Ich habe mich gefragt, ob andere Parteien, Gruppierungen etc. denn nicht auch die Möglichkeiten gehabt hätten eine ähnliche Infrastruktur, die eben an den Nöten der Menschen ansetzt, aufzubauen.

Generell kann ich allerdings die massive Kritik an den Ergebnissen, oft mit der Intention "besser ein Diktator als die Islamisten" nicht nachvollziehen.
Wenn ein Volk in den Untergang gehen will, dann eben lieber auf eigenen Wunsch.
Mir gefallen auch die Ergebnisse der Wahlen in Russland, Ungarn oder (über Jahre) in Italien nicht aber ich bin fest davo überzeugt, dass jedes Volk die Regierung bekommt die es verdient. Wenn man sich nicht unabhängig informieren will dann wählt Otto Normalwähler eben das Bekannte und hofft auf schnelle Umsetzung von Versprechungen. Es wäre schön wenn die Menschen weniger naiv wären, aber die Menschen sind nunmal so wie sie sind.

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nethopper01 02.12.2011, 00:49
67. Vertrauen zurückgewinnen

Nun wäre es für unsere Politiker endlich an der Zeit, den warmen Worten auch vertrauensbildende Massnahmen folgen zu lassen. Es reicht nicht, wenn unser Bundespräsident sagt, der Islam gehört zu Deutschland, nein, die Scharia gehört bald auch dazu. Um das zu untermauern, sollte er mit einer Delegation geachteter Demokraten nach Ägypten reisen und den neuen islamistischen Partnern aktiv und glaubhaft zur Hand gehen. Was hätte es für eine Symbolkraft, wenn Hr. Wulff z.B. nach einem bewegenden islamischen Freitagsgebet gemeinsam mit Muslimbrüdern eine koptische Kirche anzünden würde. Frau Roth könnte sich aktiv an der Steinigung einer Ehebrecherin beteiligen und Westerwelle könnte einem Homosexuellen die Hand halten, während der aufgeknüpft wird. Was gäbe das für bewegende Bilder der Solidarität und gelebten Toleranz!

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Skeptiker1964 02.12.2011, 00:55
68. Freiheit für die Titel

Zitat von drizzt81
die Partei heißt doch "Freiheit und Gerechtigkeit". Da kann sich doch nichts schlechtes hinter verbergen, oder? Also, abwarten und cola-trinken. Wenn es ganz schlimm kommt, gibt es ja immer noch die militärische Alternative (sollte unsere BW bis dato nicht komplett aufgelöst worden sein).
Ganz sicher. Die sowietische Zeitung PRAWDA, auf Deutsch WAHRHEIT, hat auch stets immer genau diese geschrieben ;-) .
Viele der Bessermenschen haben immer noch nicht begriffen, was die Umwälzungen in Nordafrika und der arabischen Halbinsel, die ja noch längst nicht beendet sind, für die freie Welt bedeuten werden.
Aber sie werden es auch irgendwann erkennen, und es dürfte ein schmerzlicher Lernprozess werden.

Der Islam hatte in seiner Geschichte durchaus auch gemäßigte Zeiten, aber seit etwa 40 Jahren ist weltweit eine zunehmende Radikalisierung erfolgt.

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schlabbedibapp 02.12.2011, 00:56
69. Jawoll!

Zitat von grana
Wer hat eigentlich erwartet, das Menschen, die sehr religös sind, nicht eine religöse Regierung wählen würden? So wie sich die Gläubigen zu Allah verhalten sollten sich doch bitte die Staatschefs zu den neuen Führern in der arabischen Welt verhalten.
Genau, wie im Iran zum Beispiel!

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