Forum: Politik
Erste Militärbasis im Ausland: Was China in Dschibuti vorhat
REUTERS

In Ostafrika werden chinesische Soldaten stationiert. Peking spielt die Rolle der Militärbasis herunter - Politikwissenschaftler Martin Wagener spricht hingegen von einem "schleichenden Griff nach der Weltmacht".

Seite 6 von 13
obertroll 21.07.2017, 09:40
50.

Es geht wohl eher darum, dem amerkianischen Imperialismus einhalt zu gebieten.

Wie viele Stützpunkte der Amerikaner gibt es weltweit?

Kein Wunder das Russland und China sich vor dieser Machtausweitung schützen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klugscheißer2011 21.07.2017, 09:41
51. Völlig logisch

China wird oder ist schon Weltmacht und dazu gehören heutzutage auch Militärstützpunkte an anderen Punkten der Welt. Andere haben es zumindest so vorgemacht. Warum sollte China darauf verzichten?
Das Geschrei des Westens darüber ist nichts als Heuchelei. Selbst beim deutschen Militäteinsatz in Ländern wie Afghanistan geht es nicht vordergründig um Humanität. Es geht vielmehr darum deutsche "Handelsinteressen" zu schützen, wie es Exbundespräsident Horst Köhler einst formuliert hat. Und der musste es ja wissen.
China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt und hat damit auch das Recht, seine Interessen global zu vertreten, politisch und wenn es nötig ist, auch militärstrategisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
forumgehts? 21.07.2017, 09:48
52. Um

von "schleichend" zu reden muss man schon "Experte" sein. Jedem politisch interessierten Normalbürger ist es schon lange klar, was da ganz offensichtlich und unabwendbar läuft. Was Schwarzafrika betrifft, so werden Geschäftsleute, die dort Umsatz machen wollen, in wenigen Jahren nach Peking reisen müssen. China wird der neue Kolonialherr Afrikas, und den werden sie nie wieder los.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 21.07.2017, 09:49
53. Kontrolle der Transportwege? Militaerisch nicht machbar.

Zitat von j.e.r.
und Ziel ist DIE Weltmacht zu werden. Die Werkbank der Welt, dafür braucht es Zugriff auf Rohstoffe inklusive landwirtschaftliche Produkte nicht nur im eigenen Land, Kontrolle der Transportwege - und DIE militärische Macht, um bei Bedarf die eigenen Interessen militärisch gegen jeden Gegner durchzusetzen, vorzugsweise dank offensichtlicher Überlegenheit ohne Krieg führen zu müssen. Aus Chinas eigener Erfahrung - die Besetzungen durch die Europäischen Mächte, dann die japanische Besetzung, der Rückschlag im Korea-Krieg (wo auch Mao's Sohn den Tod fand) - und die Erfolge bei der Unterstützung der Aufstände gegen die ehemaligen Kolonialmächte in Indochina. Strategisch hervorragende Planung und Umsetzung! Europa wird bestenfalls noch Lieferant für ein paar Spezialprodukte (möglichst unter chinesischer Kontrolle und Wertabschöpfung) und Destination für Ferien und Erholung (auch unter chinesischer Kontrolle).
Kontrolle der Transportwege? Militaerisch nicht machbar.

Auch noch soviele Militaerbasen genuegen nicht im Falle eines Konfliktes die Verischerungsgesellschaften davon zu uberzeugen, dass den Handelsschiffen garantiert nichts passiert. Ist erst der Versicherungsschutz weg, bewegt sich kein Frachter mehr in der Konfliktgegend. Kein Militaer der Welt kann diesen Gesellschaften befehlen die Fracht zu versichern.

Aus diesem Grund baut China seine militaerischen Positionen in Djibuti und in den beiden chinesischen Meeren gar nicht aus. Es geht der Fuehrung der alleinselgmachenden, kommunistischen Einheitspartei in Beijing um den Eingriff gegen unliebsame Regierungen, sei es in Afrika oder anderswo. China braucht Stabilitaet in den Herkunftslaendern ihrer Rohstoffe, wenn es sein muss mit lokaler Grabesruhe im Wortsinn. Demokratische Verhaeltnisse stoeren da nur.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
varesino 21.07.2017, 09:50
54. Früher war alles besser

Dschibuti war französische Kolonie, in Arden hatten sich die Briten niedergelassen und jetzt kreuzen auf einmal die Chinesen auf.
Wie unverschämt.
Es wurde auch einmal einen deutsches Kontigent von einem deutschen Kaiser auf den Weg geschickt, wir Deutschen sollten uns einfach bedeckt halten wenn es um Weltmachtspielchen geht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fxxx 21.07.2017, 09:50
55. Goodbye America!

Alle nach 1970 geborenen werden noch das Zeitalter mitkriegen, in dem China eine Weltmacht ist und die USA weit abgeschlagen auf Platz 2 oder 3 liegt.
Mit Trump haben die Amerikaner endgültig den Anfang des Endes eingeleitet.
Meldungen wie diese sind symptomatisch für die Entwicklungen, die in diesen Jahren stattfinden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ein_verbraucher 21.07.2017, 09:56
56. China investiert 900 Miliarden Dollar

in die Infrastruktur um den Handel zwischen Europa und Asien zu stärken. Und dann faseln hier einige Foristen über Weltmachtsansprüche der Chinesen? Unglaublich. Wir sind, btw., jetzt schon Bittsteller bei den Chinesen, und das nicht seit gestern. Globaler Handel erhält den Frieden, aber das verstehen hier wohl einige nicht. Hätte China ein interesse daran für 900 Mrd eine neue "Handelsstraße" aufzubauen um diese dann im Konfliktfall abzuschreiben? Wieviele Weltweite Kriege hat China angefangen? Wie oft hat China in Nordkorea deeskalierend gewirkt? Und kommt mir nicht mit den Inseln vor China, das ist vor der Haustüre Chinas, das geht uns nichts an, nur die die direkt tangiert werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andraax 21.07.2017, 09:57
57.

Zitat von alsterherr
China ist seit Jahren in Afrika groß dabei und baut Straßen, Städte und Stadien im Austausch gegen Bodenschätze ... Von der Welt vernachlässigt erkennt China, wie es Afrika ausbeuten kann.
Ich finde "Straßen, Städte und Stadien im Austausch gegen Bodenschätze bauen" weniger ausbeutend als irgendwelchen Despoten ein paar Millionen für die Bodenschätze rüberzuschieben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 21.07.2017, 09:58
58.

Zitat von PeaceNow
China wird aktuellen Prognosen nach ab ca. 2025 die USA überholen und dann die größte Wirtschaftsmacht der Erde sein. Was aber "Weltmacht" angeht, so bleibt China mit nur einer einzigen Auslandsbasis (USA 850) sowie mit nur 1/3 Wehretat im Vergleich zu den USA sehr weit hinter diesen angeblichen Ambitionen und seinen Möglichkeiten.
Das ist ja eine schöne Milchmädchenrechnung. China gibt 2% seines BIPs für das Militär aus, die USA 3,2%. Wenn China die USA hinsichtlich der Wirtschaftskraft 2025 (oder eher später) überholen wird, wird China dann auch in absoluten Beträgen ähnlich viel für das Militär ausgeben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rieberger 21.07.2017, 10:00
59.

Zitat von der_nachtarbeiter
Warum soll China nicht auch Militärbasen haben-alle anderen haben die doch auch. Und selbst wenn China nach der Weltmacht greift, ist mir das auch herzlich egal. Die jetzige Weltmacht unter dem glorreichen Präsidenten ist auch nicht besser.
Widerspruch - Trump ist Präsident auf Zeit und ob er seine erste Legislaturperiode überstehen wird, steht in den Sternen. Immerhin kann man auf die amerikanische Demokratie, die Mängel wie jede andere Demokratie hat, zählen und hoffen.
Nicht jedoch auf die Denke und Mentalität der chinesischen KP. Tibet, Sichuan und Tianmen zeigen, wie Opposition in diesem Reich ausgelöscht wird.
Ich würde gerne von niemandem dominiert werden. Das ist aber reines Wunschdenken, denn das reale Leben spricht eine andere Sprache. Und da sind mir die Amis allemal lieber als die Ostasiaten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 13