Forum: Politik
Erste Sitzung des Bundestags: Die neue Härte
AFP

Der große Eklat bleibt aus bei der Bundestagspremiere, aber schon jetzt ist klar: Es wird mehr gestritten werden als früher. Und die AfD muss sich einen anderen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten suchen.

Seite 1 von 6
holmgerlach 24.10.2017, 19:46
1. Nach dem Feiern kommt die Arbeit..

Nachdem sich die Altparteien heute wieder zuerst selbst gefeiert haben kommt jetzt
hoffentlich die Arbeit für die Lösung der großen Probleme der Bürger -zuallererst:
Bildung,Integration,Arbeit, Wohnungsbau, Lebens-und Altersarmut, Sicherheit,
fehlende Fachkräfte uvm. So wie bisher geht es nicht mehr weiter- das muß jetzt
auch dem letzten im Lande -und in der Politik klar geworden sein..Dafür sind sie gewählt!

Beitrag melden
gluecklich_woanders 24.10.2017, 19:55
2. Sowas wie Diskussion?

Eigentlich eine gute Sache, denn mal ehrlich: ernsthafte Dissonanz gab es im deutschen Bundestag schon lange nicht mehr. Dabei lebt Demokratie v.a. auch von der Äußerung und dem Nebeneinander unterschiedlicher Meinungen, die dann im Idealfall zu einer Kompromisslösung führen. Leider befürchte ich, dass die AfD nicht wirklich zur demokratischen Diskussionskultur beitragen wird, sondern weiterhin mit fragwürdigen Äußerungen und einer gezielt kultivierten Opferrolle auf sich aufmerksam machen und dabei das Augenmerk weg von wichtigeren Dingen lenken wird. Nichtsdestoweniger sitzt mit der SPD nun eine Partei in der Opposition, die alles zu gewinnen hat, wenn es ihr nur gelingt, sich als demokratischer Gegenentwurf zur ewigen Merkelei zu präsentieren.

Beitrag melden
prologo 24.10.2017, 20:12
3. Die neue Härte

Die neue Härte tut dem Bundestag sehr gut. Denn jetzt kommen auch Themen in den Bundestag, die bisher von den etablierten alt Parteien in Abstimmung ignoriert wurden. Im Prinzip haben sich die Abgeordneten der GroKo samt nicht vorhandener Opposition 12 Jahre einen Lenz gemacht.

Das ist nun vorbei. Allein deshalb ist es gut, dass die AfD drin sitzt, und auch die SPD wieder auf der Oppositions Bank sitzt. Den Verlust der Abgeordneten Sitzplätze durch den Wahlverlust der Etablierten Parteien und der neuen Sitzplätze der AfD hat man schnell mit der Aufrüstung auf 709 Sitze ausgeglichen. Wie auch die Grünen gleich einen zweiten Kanzler Stellvertreter wollen.

Der Drang an die Fleischtöpfe, wie Herr Scheuer sagte, ist doch offensichtlicher, als man ständig tut. Ich finde die neue Härte im Bundestag sehr gut, besser als der Einheitsbrei der letzten 12 Jahre.

Beitrag melden
alt-nassauer 24.10.2017, 20:13
4. Einige ihrer Themen kenne ...

Zitat von holmgerlach
Nachdem sich die Altparteien heute wieder zuerst selbst gefeiert haben kommt jetzt hoffentlich die Arbeit für die Lösung der großen Probleme der Bürger -zuallererst: Bildung,Integration,Arbeit, Wohnungsbau, Lebens-und Altersarmut, Sicherheit, fehlende Fachkräfte uvm. So wie bisher geht es nicht mehr weiter- das muß jetzt auch dem letzten im Lande -und in der Politik klar geworden sein..Dafür sind sie gewählt!
Einige ihrer Themen kenne ich schon seit drei Jahrzehnten...

Ich mache mir da gar keine Hoffnung mehr, das ich in den nächsten 20 oder 30 Jahren (da bin ich wohl nicht mehr...), sich etwas daran ändert.

Die einzige Änderung war Tatsächlich im Bereich der Bildung/Arbeit (Weiterbildung/Fachkräfte) das es mehr und bessere Angebote gibt. Hatte ich 2000 gar keine Möglichkeit. War das schon 2007 ganz anders und zu 2007 würde ich heute noch bessere Möglichkeiten haben.

Der Rest so mein Eindruck, konnte man schon nach der Wiedervereinigung und in den Jahren zuvor zusehen und der Prozess war schleichend. Wollte oder konnte es keiner sehen?

Weshalb jetzt das erstaunen... Gab es nicht schon 2005 eine Partei, die gegen Soziale Ungerechtigkeit antrat?

Beitrag melden
hans.lotz 24.10.2017, 20:16
5. Neues Denken oder Strohfeuer

Traurig, dass es für die Bewusstseinsschärfung der Altparteien den Einzug der AfD in den Bundestag bedurfte. Bliebe es bei der plötzlichen Erleuchtung der sogenannten etablierten Parteien und würden diese nun auch Taten folgen lassen, wäre dies zu einem Großteil den so oft gescholtenen und in die rechte Ecke bugsierten Wählern der AfD zu verdanken. Gleichwohl die Nickligkeiten gegenüber der neuen Fraktion im hohen Haus auch heute nicht vermieden wurden, bleibt zu hoffen, dass in absehbarer Zeit die sachliche Auseinandersetzung mit der AfD zur parlamentarischen
Routine gehören wird.

Beitrag melden
Lankoron 24.10.2017, 20:25
6. Der Antrag der AfD

lautete doch, einen Versammlungsleiter zu wählen, oder wurde da etwas falsch von Solms vorgetragen? Und sorry...Solms wirkte aufgeregt, unvorbereitet und unaufmerksam...

Beitrag melden
general_0815 24.10.2017, 20:28
7. Erinnern wir uns mal.

Es gab Zeiten, Anfang der 80 iger Jahre, da wurden die Zusammenarbeit mit den "Grünen" wehement ausgeschlossen.
Dann folgten erste Koalitionen und Regierungsbeteiligung.
Nach der Wende war eine Zusammenarbeit mit den "Linken" tabu.
Es folgten Koalitionen auf Landesebene, sogar mit einem linken Ministerpräsidenten.
Also ist es nur eine Frage der Zeit, wann die erste Zusammenarbeit mit der AfD erfolgt.
Nichts ist so wertlos wie Versprechungen von Politikern, die Macht heiligt die Mittel.

Beitrag melden
surfaxel 24.10.2017, 21:01
8. Warum sollte die AFD einen genehmen Kandidaten aufstellen?

Warum sollte sie dieses alberne Spiel mitspielen? Diese Wahl ist eine Farce, ebenso wie der Posten. Ich denke, das Parlament sollte mit 4 Vertretern mehr als gut besetzt sein. Zumal die Äußerungen, die bestraft werden sollen, nicht im Parlament gefallen sind. Albern, Kindergarten, genau wie die vorauseilende Änderung der Geschäftsordnung, um einen nicht genehmen Alterspräsidenten zu verhindern. Ein Armutszeugnis, das hoffentlich bald durch sinnvolle Arbeit des Parlaments in Vergessenheit geraten wird. Das war kein Meisterstück, lieber Bundestag....

Beitrag melden
neue_mitte 24.10.2017, 21:07
9.

Zitat von general_0815
Es gab Zeiten, Anfang der 80 iger Jahre, da wurden die Zusammenarbeit mit den "Grünen" wehement ausgeschlossen. Dann folgten erste Koalitionen und Regierungsbeteiligung. Nach der Wende war eine Zusammenarbeit mit den "Linken" tabu. Es folgten Koalitionen auf Landesebene, sogar mit einem linken Ministerpräsidenten. Also ist es nur eine Frage der Zeit, wann die erste Zusammenarbeit mit der AfD erfolgt. Nichts ist so wertlos wie Versprechungen von Politikern, die Macht heiligt die Mittel.
Die Grünen waren am Anfang bloß "komisch". Die Linken waren am Anfang als PDS bloß "igitt". Die AfD ist aber die Steigerung dessen in hoher Potenz. Und Koalitionen mit den Linken gab und gibt es bloß im Osten. In den Westen haben sie es soweit noch nicht gebracht.
Die AfD ist auch keine FPÖ.

Die AfD mit den Grünen und den Linken zu vergleichen, ist mit Äpfel & Birnen noch als weit untertrieben beschrieben. So wird das nichts, werte AfD-Fans, die hier am laufenden Band auffällig von Altparteien sprechen.

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!