Forum: Politik
Erstmals seit der Wende: Abwanderung von Ost nach West ist gestoppt
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Die Lage ist so gut wie noch nie seit der Wende. Im aktuellen Bericht zum Stand der deutschen Einheit sieht die Bundesregierung fast durchweg positive Tendenzen. Die Abwanderung ist gestoppt, der ostdeutsche Arbeitsmarkt wächst. Allein: Von gleichen Lebensverhältnissen kann keine Rede sein.

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oldtimerfan 17.11.2013, 19:49
80. Gravierende Unterschiede bei....

Zitat von Nachtheinigte
Man kann davon ausgehen, bei Umfragen, Statistiken und Gutachten , gibt der Auftraggeber (Bundesregierung) die Richtung des Ergebnisses vor. Die vielen offenen fragen werden unter den Teppich gekehrt oder bewußt nicht genannt. Gravierende Unterschiede bei Löhnen, bei Renten, beim Mindestlohn, etc. zwischen Ost und West. Die gescheiterte Politik in der Deindustriealisierung in den letzten 20 Jahren wird schön geredet, d.h. doch, man braucht nichts mehr zu machen es ist alles in Ordnung. Wie sagte doch Sir Winston, ich traue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.
RENTEN: OSTRENTE FRAUEN: 48 % höher als Westrente.

OSTRENTE MÄNNER 10 % höher als Westrente. Das nennt man SOLDARITÄT !!!!

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Michi2010 17.11.2013, 19:54
81. Ich bin begeistert ...

nach nun über 20 Jahren können wir mit den blühenden Landschaften von Herrn Kohl anfangen.
Da in den alten Bundesländer Jobs im Übermaß zur Verfügung stehen hat keiner mehr einen Anlass umzusiedeln ... ist ironisch gemeint.
Wie schön wenn wir Statistiken haben, die die Welt rosarot einfärben ... wir tolle Erfolge erziehlt.
Ich bin beruflich oft in Brandenburg und McPomm unterwegs .... tote Dörfer, keine Industrie, Kreisstädte wie Sanierungsgebiete ...
Aber wir haben ja unsere Statistik ... alles schön

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goldt 17.11.2013, 19:56
82. Blühende Landschaften

Zitat von sysop
Die Lage ist so gut wie noch nie seit der Wende. Im aktuellen Bericht zum Stand der deutschen Einheit sieht die Bundesregierung fast durchweg positive Tendenzen. Die Abwanderung ist gestoppt, der ostdeutsche Arbeitsmarkt wächst. Allein: Von gleichen Lebensverhältnissen kann keine Rede sein.
Ich kann ebenfalls bezeugen, dass die blühenden Landschaften endlich da sind. Wenn das so weiter geht, fliegen uns bald die Braten direkt in den Mund. Dieses Wunder der Neuzeit haben wir unserer besten Regierung und kritischsten Presse seit Menschengedenken zu verdanken...

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minio 17.11.2013, 19:56
83. hm...

Zitat von spaghettismonster
Glitzernde Tankstellenpaläste, blitzblanke Marktplätze nebst nagelneuen Bundesstraßen, die die Marktplätze umgehen, frisch verputzte Altenheime, sanierte Rathäuser, partiell richtige Sahnestückchen, das ist der Osten. Aber war da nicht was? Die Hälfte der Geschäfte hat seit den 90ern in der Stadt sukzessive dichtgemacht, vom Kino, den Diskotheken und dem Freibad gibts nur noch die Schwarzweißfotos aus der DDR, das Kinderlachen ist viel leiser geworden, wenn nicht fast verschunden. Der 1€-Discounter, der vor 20 Monaten öffnete, ist jetzt auch dicht. Das sollte sogar intellektuell einfach gestrickten Menschen über die ostdeutsche Einkommensstruktur (verdient den Namen schon allein nicht) viel erklären. Baufällige Gebäude, Strukturen und Straßen - einst mit vollem Leben, wurden gegen ästhetisch schöne Friedhöfe getauscht. Wasserkopfwachstum gibt es partiell in Leipzig, Dresden, Jena, Erfurt, Rostock, das wars schon. Wenn in den neuen Bundesländern ja alles so tippitoppi ist und die Lebenskosten minimalst, warum kommen dann die Wessis nicht in Scharen? Weil es im Osten nach wie vor absolute Scheiße ist, aber aussprechen tut es keiner.

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oldtimerfan 17.11.2013, 20:01
84. Spiegel bitte die Wahrheit berichten...

Zitat von sysop
Die Lage ist so gut wie noch nie seit der Wende. Im aktuellen Bericht zum Stand der deutschen Einheit sieht die Bundesregierung fast durchweg positive Tendenzen. Die Abwanderung ist gestoppt, der ostdeutsche Arbeitsmarkt wächst. Allein: Von gleichen Lebensverhältnissen kann keine Rede sein.
Renten sind im Osten höher als im Westen !!!! Es geht nicht um den Rentenwert, sondern nur um die Nettorente, die im Osten bis zu 48 % höher ist als Westrente. Können Sie überall nachlesen. Wenn die Rentenwerte angeglichen worden wären, hätte das den Bankrott bedeutet. Die Rentenkiller des Westens, wie Arbeitslosigkeit und unbezahlte Hausfrauentätigkeit gab es gab im Osten nicht. Im Westen waren keine Kitaplätze vorhanden und die Frauen konnten nicht arbeiten und werden dafür jetzt von der Kanzlerin abgestraft !!
RENTE FRAUEN OST IST 48 % höher als Rente West
MÄNNER OST IST 10 % höher als Rente West

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reever_de 17.11.2013, 20:07
85. Verbesserungsvorschlag!

500.000 Chinesen anwerben, eine kleine Starthilfe, kurzfristige Steuerfreiheit und einen freien Landstrich an der Grenze zu Polen zum besiedeln anbieten ... nach 10 Jahren haben wir dort echte (!) blühende Landschaften, die nicht am Soli-Topf kleben und in 20 Jahren einen chinesisch-stämmigen Bundeskanzler! ;)

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David67 17.11.2013, 20:09
86. Unsinn wenn auch oft widerholt!

Zitat von oldtimerfan
Renten sind im Osten höher als im Westen !!!! Es geht nicht um den Rentenwert, sondern nur um die Nettorente, die im Osten bis zu 48 % höher ist als Westrente. Können Sie überall nachlesen. Wenn die Rentenwerte angeglichen worden wären, hätte das den Bankrott bedeutet. Die Rentenkiller des Westens, wie Arbeitslosigkeit und unbezahlte Hausfrauentätigkeit gab es gab im Osten nicht. Im Westen waren keine Kitaplätze vorhanden und die Frauen konnten nicht arbeiten und werden dafür jetzt von der Kanzlerin abgestraft !! RENTE FRAUEN OST IST 48 % höher als Rente West MÄNNER OST IST 10 % höher als Rente West Berichten Sie Ihren Fehler !
Im Osten fallen gut verdienende Ex-DDRler (Professoren, ÖD, Ärzte etc) unter Renten, im Westen aber unter Pensionen oder Selbständige. Wenn sie Personen mit vergleichbaren Berufen und gleicher rwerbstätgiekti gegenüberstellen, dann liegen die Renten im Westen deutlich hörer, ein Viertel bis ein Drittel oder bei manchen Gruppen noch mehr.

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boblinger 17.11.2013, 20:15
87. Faust - Auge!

Zitat von spaghettismonster
Glitzernde Tankstellenpaläste, blitzblanke Marktplätze nebst nagelneuen Bundesstraßen, die die Marktplätze umgehen, frisch verputzte Altenheime, sanierte Rathäuser, partiell richtige Sahnestückchen, das ist der Osten. Aber war da nicht was? Die Hälfte der Geschäfte hat seit den 90ern in der Stadt sukzessive dichtgemacht, vom Kino, den Diskotheken und dem Freibad gibts nur noch die Schwarzweißfotos aus der DDR, das Kinderlachen ist viel leiser geworden, wenn nicht fast verschunden. Der 1€-Discounter, der vor 20 Monaten öffnete, ist jetzt auch dicht. Das sollte sogar intellektuell einfach gestrickten Menschen über die ostdeutsche Einkommensstruktur (verdient den Namen schon allein nicht) viel erklären. Baufällige Gebäude, Strukturen und Straßen - einst mit vollem Leben, wurden gegen ästhetisch schöne Friedhöfe getauscht.

Eine absolut treffende Zustandsbeschreibung. Zur Veranschaulichung empfehle ich sehr eine Städtereise nach Görlitz. Und wem das immer noch zu hoffnungsvoll ist, der fährt ein paar Kilometer weiter nach Süden und besucht Zittau.

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dipl.inge82 17.11.2013, 20:20
88. Ostdeutschland

Ich komme aus Thüringen, habe in Niedersachsen studiert und im Anschluss wieder in der Heimat nach Arbeit gesucht, mit Produktions- und Verfahrenstechnik relativ breit aufgestellt, wäre auch im Umkreis bis 100km (einfache Strecke) täglich gefahren. Damals (vor 6 Jahren), absolut nix. Nur dumme Sprüche von wegen Absolvent und blabla. Also auf in den Westen, erstmal die Sporen verdienen. Bin nach 5 Jahren entnervendem Wochenpendeln, und weil meine Lebensgefährtin mittlerweile verbeamtet wurde, im letzten Herbst volles Risiko gegangen und mit vagen Jobzusagen zurückgekommen. Ergebnis nach einem Jahr und über 200 Bewerbungen (als Dipl.Ing., Anfang 30, mehrsprachig, mit Auslands- und Führungserfahrung, etc pp): übernächste Woche fange ich meinen neuen Job in Niedersachsen an, eine Woche vor H4. Und diesmal ist der Abschied für immer, definitv! Mir würde keiner glauben was ich im letzten Jahr erlebt habe. Gehaltszusagen zwischen 24 und 30k€ waren noch das Beste. Und dabei hätte ich wirklich fast alles gemacht, auch unterhalb meiner Qualifikation, sogar in Schichten. Aber ausser bei Staplerfahrern, Produktionshelfern, Kommisionierern oder Altenpflegern für 6€/h geht nach wie vor nix. Das ich keine Ausnahme bin zeigt mein näherer und weiterer Bekanntenkreis. Das Schlimme daran ist, dass man noch in jeder Tageszeitung über den akuten Fachkräftemangel aufgeklärt wird und jeder, der sich in Reichweite der Pensionierung befindet und an seinen Job klammert, darüber schwadroniert, weshalb die Böse Jugend das Weite sucht und die Region zusehens vor die Hunde geht.
Wenn ich nochmal Bewerbungen schreibe, dann nur ins Ausland! Von D bin ich geheilt, vom Osten sowieso.

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minio 17.11.2013, 20:27
89. hm...

Zitat von spaghettismonster
Glitzernde Tankstellenpaläste, blitzblanke Marktplätze nebst nagelneuen Bundesstraßen, die die Marktplätze umgehen, frisch verputzte Altenheime, sanierte Rathäuser, partiell richtige Sahnestückchen, das ist der Osten. Aber war da nicht was? Die Hälfte der Geschäfte hat seit den 90ern in der Stadt sukzessive dichtgemacht, vom Kino, den Diskotheken und dem Freibad gibts nur noch die Schwarzweißfotos aus der DDR, das Kinderlachen ist viel leiser geworden, wenn nicht fast verschunden. Der 1€-Discounter, der vor 20 Monaten öffnete, ist jetzt auch dicht. Das sollte sogar intellektuell einfach gestrickten Menschen über die ostdeutsche Einkommensstruktur (verdient den Namen schon allein nicht) viel erklären. Baufällige Gebäude, Strukturen und Straßen - einst mit vollem Leben, wurden gegen ästhetisch schöne Friedhöfe getauscht. Wasserkopfwachstum gibt es partiell in Leipzig, Dresden, Jena, Erfurt, Rostock, das wars schon. Wenn in den neuen Bundesländern ja alles so tippitoppi ist und die Lebenskosten minimalst, warum kommen dann die Wessis nicht in Scharen? Weil es im Osten nach wie vor absolute Scheiße ist, aber aussprechen tut es keiner.
ich weiß ja nicht. Wie sie ja selbst schreiben, gibt es ein paar "Leuchttürme" im Osten. Nehmen sie noch die Regionen Südsachsen ( Automobilbau und Arbeitlosigkeit unter 7%) und alles rund um Berlin einschl. Potsdam hinzu.

Und Psssssss die Stadt Berlin liegt irgendwie auch im Osten, also die einzige Weltstadt in Deutschland. Aber bitte nicht weitersagen !

Es gibt in den Neuen Bundesländern weniger Asche und weniger Menschen mit privatem Wohneigentum. Dafür mehr techn. Interessierte Menschen mit gutem Bildungsgrad.

Der Osten war die 90er hindurch, wie sie sagen, Scheiße. Schauen sie sich mal die neugegründete Unternehmen in diesen Städten an. Viel IT und gute Forschung. Das sehe ich im Ruhrgebiet eher nicht.

Also Füße stillhalten und sich erstmal um seine eigenen Belange kümmern. Sie wissen zu wenig um sich äußern zu können.

Und in den maroden und runtergekommen Dörfern in Sachsen-Anhalt oder Meck-Pomm. könnte es so sein: Am Ende der Milchstraße | Trailer (deutsch / german) [HD] Ab 24. Oktober 2013 im Kino! - YouTube

Beste Grüße,
ein Exil-Bremer

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