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Erweiterung der Union: EU-Kommission für Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmaze
picture alliance / Thierry Monas

"Beide Länder haben bei Reformen geliefert": Die EU-Kommission empfiehlt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Nordmazedonien.

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fördeanwohner 29.05.2019, 17:53
20. -

Zitat von pavel1100
Gemessen am BIP ist die EU eine der reichsten Regionen der Welt. Und die EU ist keine Nobeldisco, wo der Türsteher den armen Schluckern vor der Tür mit einer Handbewegung bedeutet weiterzugehen. Das erinnert mich an einen Aufkleber auf einem Porsche: "Eure Armut kotzt mich an". Es ist richtig, dass wir diesen Staaten eine Perspektive bieten.
Da bin ich zwischen Baum und Borke, wenn ich ehrlich bin. Solange man keine Sanktionsmaßnahmen durchsetzen kann, weil immer alles einstimmig entschieden werden muss, sollte die EU keine neuen Staaten aufnehmen. Allein der Blick nach Rumänien, wo ein krimineller Spitzenpolitiker jahrelang machen konnte, was er wollte, ohne dass man seiner habhaft werden konnte, stimmt ein doch pessimistisch. Offensichtlich gehört mehr dazu als Perspektiven zu bieten, um Demokratie und Rechtstaatlichkeit durchzusetzen.
Perspektiven sollten außerdem nicht so aussehen, dass eine Migrationswelle entsteht, sondern das Gegenteil, dass Menschen in ihren Heimatländern Perspektiven haben. Wenn allerdings viele Rumänen, Bulgaren und demnächst noch Nordmazedonier und Albaner ihre einzige Perspektive darin sehen, sich in die reichen EU-Länder aufzumachen, ist eine Erweiterung ziemlich sinnfrei. Nicht, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, gut ist es aber nicht.

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docker 29.05.2019, 18:06
21. Langsam

Zitat von Watschn
...und egal ob der Befindlichkeit der EU-Bürger; allein die stoische Aufgabe, die EU um Himmel u. Hölle, auf Teufel komm raus...., dauernd u. fortlaufend zu erweitern, - egal ob des Zustands der EU, ihrer Finanzkraft oder ihrer Verdaulichkeit. Albanien u. Nordmazedonien sind nicht die letzten Länder. Es könnte auch über das geographische Europa hinausgehen. Nach dem Westbalkan (es fehlen noch Bosnien-H., Kosovo, Serbien u. Montenegro), sind Moldavien u. Transnistrien an der Reihe. Danach die Ukraine, Armenien, Georgien. Danach geht es über Europa hinaus; Kandidaten sind Israel, Libanon, und der ganze Maghreb bis Suez...Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien, und die Seidenstrasse mit Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan...und vielleicht zu guter letzt...Afghanistan. Das ist nicht Satire, sondern ernsthaft verfolgte EU-Erweiterungspolitik, u. die wird unerschütterlich in den EU-Büros verfolgt, auch wenn die Welt untergehen sollte...
"Erst gehört uns Deutschland und dann die ganze Welt" ?
Sie übertreiben allzusehr. Oder meinen sie etwa den ESC ?

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docker 29.05.2019, 18:09
22. Albanien

Zitat von bbrueggemann
Oh nein, noch mehr Empfängerländer in der EU - das war mein erster Gedanke. Wie unglaublich weit entfernt von den Menschen ist der EU-Apparat, dass er Beitrittsverhandlungen mit solchen Ländern empfiehlt? Jede Menge Bewegung in Richtung Sozialsysteme der reichen Länder ist vorprogrammiert, als hätten wir nicht schon reichlich Rumänen und Bulgaren als Hartz IV-Empfänger. Es ist noch gar nicht solange her, dass Albanien als sicheres Herkunftsland eingestuft wurde. An genau solchen Dingen wird die EU scheitern, weil es den Bürgern der Mitgliedsländer nicht mehr zu vermitteln ist. Wenn die EU-Erweiterung Richtung der wirklich armen Länder Europas fortgeführt wird, war der Brexit nur der Anfang.
Prima - In Hamburg kennen sich die Jungs bereits sehr gut aus.
Zumindest entlang der Reeperbahn.

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MichaelundNilma 29.05.2019, 18:23
23. Ein Weiter so - keine gute Idee

Die Entscheidung der EU-Kommission Beitrittsgespräche mit Mazedonien und Albanien zu führen wird, unabhängig von deren wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Zustand zur Zerstörung der EU führen. Immer mehr wirtschaftlich schwache Beitrittskandidaten anderer Länder mit Steuermitteln aufzupäppeln stößt den Bürgern einzahlender Länder jetzt schon sauer auf. Es wäre viel wichtiger, darüber nachzudenken, wie man die EU demokratisiert. Dazu gehört das nicht jedes Land eine Stimme (EU-Kommissar)hat, sondern Stimmen nach Bevölkerungsanteil und die Abschaffung des Einstimmigkeitsprinzips, welches z.B. eine Bestrafung von Ländern wie Polen oder Ungarn unmöglich macht. Die Stimmengewichtung und Sitzverteilung in den Ländern ist nicht proportional zu seiner Bevölkerungsgröße, bei der kleinere Länder im Verhältnis überrepräsentiert werden. In der Praxis bedeutet dies, daß jeder maltesische Abgeordnete mit je ungefähr 67.000 Wahlberechtigten eine kleinere Anzahl von wahlberechtigten Bürgern vertritt als die deutschen Abgeordneten. Letztere repräsentieren mit fast 855.000 Wahlberechtigten mehr als zwölf Mal so viele wahlberechtigte Bürger. Nach den im Jahr 2000 ausgehandelten Nizza-Regeln hat Polen fast ebenso viele Stimmen wie Deutschland: 27 im Vergleich zu 29. Würde das Nizza-System verlängert, hätte Polen deutlich mehr Gewicht. Ein solches System ist höchst undemokratisch und je mehr Länder dazugehören, um so unbeweglicher wird die EU bei Abstimmungen. Abgesehen davon richtet sich der finanzielle Beitrag der einzelnen Mitgliedsländer an deren Wirtschaftskraft. Würde man hier dasselbe Prinzip wie bei der Stimmenanzahl vertreten, müßte Deutschland nur genau so viel in den EU-Haushalt einzahlen, wie z.B. Luxemburg oder Malta. Das wäre dann gerecht.

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HISXX 29.05.2019, 18:26
24.

Anscheinend hat die EU noch nicht Probleme genug. Jetzt noch zwei Balkanstaaten dazu, die noch nicht annähernd soweit sind, aufgenommen zu werden. Aus dem Desaster mit Rumänien und Bulgarien hat man anscheinend nichts gelernt.
Und die Hauptlast der Migration trägt wieder einmal Deutschland.

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drui 29.05.2019, 19:03
25. Richtige Entscheidung

Europa ist ein Projekt des Friedens, der Demokratie und der Rechtsstattlichkeit. Sofern sich die ev. zukünftigen Beitrittsländer in diese Richtung entwickeln und ökonomisch stabilisieren, ist das für alle Länder Europas vorteilhaft und der beste Schutz vor einem erneuten Krieg auf dem Balkan. Ich hoffe, dass sich auch Serbien irgendwann richtung Europa bewegt.

Manche Kommentatoren hier sollten sich aber mal fragen, ob hintergründiger Rassimus und Menschenfeindlichkeit noch gut für ihre physische und psychische Gesundheit ist.

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lathea 29.05.2019, 19:33
26. Zuerst sollten die EU-Verträge geändert ...

....werden und das Mehrheitsprinzip eingeführt werden. Albanien und Nord-Mazedonien sind kleine Länder. Es sollte ausserdem die Aufnahme weiterer Länder in die EU ins Auge gefasst werden, z.B. Armenien, Ukraine.... Mittelfristig sollte auch demokratischen Staaten in Afrika oder Südamerika eine EU-Mitgliedschaft ermöglicht werden. Ausserdem sollte die EU ihr Verhältnis zu Russland im Hinblick auf eine mögliche Zollunion überprüfen - wenn Trump so weiter machen sollte.

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lilioceris 29.05.2019, 19:36
27. Genau so

Zitat von Watschn
...und egal ob der Befindlichkeit der EU-Bürger; allein die stoische Aufgabe, die EU um Himmel u. Hölle, auf Teufel komm raus...., dauernd u. fortlaufend zu erweitern, - egal ob des Zustands der EU, ihrer Finanzkraft oder ihrer Verdaulichkeit. Albanien u. Nordmazedonien sind nicht die letzten Länder. Es könnte auch über das geographische Europa hinausgehen. Nach dem Westbalkan (es fehlen noch Bosnien-H., Kosovo, Serbien u. Montenegro), sind Moldavien u. Transnistrien an der Reihe. Danach die Ukraine, Armenien, Georgien. Danach geht es über Europa hinaus; Kandidaten sind Israel, Libanon, und der ganze Maghreb bis Suez...Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Jordanien, und die Seidenstrasse mit Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgistan...und vielleicht zu guter letzt...Afghanistan. Das ist nicht Satire, sondern ernsthaft verfolgte EU-Erweiterungspolitik, u. die wird unerschütterlich in den EU-Büros verfolgt, auch wenn die Welt untergehen sollte...
sieht es aus. Kommentar überflüssig.

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vliege 29.05.2019, 19:42
28. drui

Ja genau, berechtigte Kritik und Zweifel aus Erfahrung mit ähnlichen Kandidaten bzw. inzwischen beigetretenen Staaten mit der Rassismus Keule nieder knüppeln. Haben Sie sich die politische/gesellschaftliche/ wirtschaftliche Lage in den Ländern einmal näher angeschaut, ich schon. Hurra Europa und willkommen im Club Jubel reicht da für eine Analyse nicht aus.

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lilioceris 29.05.2019, 19:44
29. Mr kommen fast die Tränen.

Zitat von drui
Europa ist ein Projekt des Friedens, der Demokratie und der Rechtsstattlichkeit. Sofern sich die ev. zukünftigen Beitrittsländer in diese Richtung entwickeln und ökonomisch stabilisieren, ist das für alle Länder Europas vorteilhaft und der beste Schutz vor einem erneuten Krieg auf dem Balkan. Ich hoffe, dass sich auch Serbien irgendwann richtung Europa bewegt. Manche Kommentatoren hier sollten sich aber mal fragen, ob hintergründiger Rassimus und Menschenfeindlichkeit noch gut für ihre physische und psychische Gesundheit ist.
Gerade erstmal Greece stabilisiert, Italien ist am Wackeln, Spanien und andere haben eine riesige Jugendarbeitslosigkeit, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien - Problemländer ohne Ende.
Sie wollen die EU wirklich ins Chaos stürzen, geben Sie es ruhig zu !

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