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Erweiterung der Union: EU-Kommission für Beitrittsgespräche mit Albanien und Nordmaze
picture alliance / Thierry Monas

"Beide Länder haben bei Reformen geliefert": Die EU-Kommission empfiehlt die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Nordmazedonien.

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drui 29.05.2019, 20:54
30. @vliege

Kritik und Zweifel sind immer angebracht und dafür gibt es auch den oft sehr langen Beitrittsprozess der EU, der demokratische, politische, rechtsstaatliche und ökonomische (!) Bedingungen enthält, die erfüllt werden müssen, weshalb die Türkei auch nach bald 40 Jahren Beitrittsprozess noch kein EU-Mitglied ist und wohl auch die nächsten 100 Jahre nicht wird. Albanien hat da sicher noch einen weiteren Weg vor als Mazedonien, aber auch viele Fortschritte zu verzeichnen. Auch Länder wie Portugal und Irland (oder die baltischen Länder) wurden als "zu arm" für die EU angesehen und haben inzwischen die größten Wachstumsraten in Europa, in Griechenland hat das leider nicht so funktioniert, auch weil hier die Aufnahmekriterien zu lasch waren und die EU ein Problem hat, durchgeknallte Führungen von Nationalstaaten zu kontrollieren bzw. disziplinieren, was man derzeit gut an Ungarn, Polen und Rumänien sehen kann. Aber warum sollte man den kleinen demokratischen und in jedem Fall europäischen Staaten Albanien und Mazedonien schon die Aussicht auf eine Mitgliedschaft verwehren? Sie sollen sich anstrengen und brauchen dafür eine Perspektive.

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mike.mendez 29.05.2019, 21:57
31. Albanien

das ist doch ein Witz oder? Das Land hat der EU doch nichts, nix, null, nada zu bieten. Nur nehmen. Sind die Entscheider denn alle besoffen in der EU? Haut mich echt um. Rumänien war schon der Bringer.

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hugahuga 29.05.2019, 22:23
32.

Damit würde nur das "Chaos der 28" durch das "Chaos der 30"
ersetzt.
Aber wahrscheinlich ist auch hier der Druck von Seiten der US Administation (wie bei Rumänien und Bulgarien) wieder einmal ausschlaggebend.

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hugahuga 29.05.2019, 22:26
33.

Zitat von G. Seiters
Besser wäre es für alle EU-Bürger, wenn sich die EU so reformieren würde, dass die Bürger von Ländern wie Norwegen, Schweiz und wieder GB gerne der EU beitreten würden. Aktuell ist der Kurs der EU Richtung Ausbluten und Abstieg.
Darum geht es den wirklichen Lenkern der Brüsseler EU aber nicht. Denen geht es darum, dass sich möglichst alle Länder in Europa gegen Russland vereinnahmen lassen. Brzesinski und Friedman sind aktueller denn je. Man diskutiert das bei uns leider nicht, weil es nicht in die Agenda einiger einflussreicher Leute passt.

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ulrich-lr. 29.05.2019, 23:32
34. Schreck

Zitat von drui
[...] Aber warum sollte man den kleinen demokratischen und in jedem Fall europäischen Staaten Albanien und Mazedonien schon die Aussicht auf eine Mitgliedschaft verwehren? Sie sollen sich anstrengen und brauchen dafür eine Perspektive.
Das ist doch kein Grund, uns hier zu Tode zu erschrecken. In erster Linie ist die EU für das Wohlergehen ihrer Mitglieder verantwortlich. Es ist bereits schwer genug, die Wertestandards innerhalb der jetzigen EU aufrechtzuerhalten bzw. zäh wiederherzustellen. Da muss man sich schon genug für einige Mitglieder schämen.

Aus Bulgarien und Rumänien nichts gelernt? Mit einem (korrupten) Mühlstein am Hals wird man zwar zum Schwergewicht, kann aber nicht mehr schwimmen, ohne zu ertrinken.

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ulrich-lr. 29.05.2019, 23:37
35. Größenwahn

Die EU will wohl mit Gewalt allen Klischees gerecht werden und schreckt im Größenwahn vor nichts zurück?

Imperialismus ist das Bestreben nach Ausdehnung des eigenen Herrschaftsgebiets. Er endet meistens übel, sowohl für die Imperialisten als auch für die Eroberten. Mal dauert's Jahrzehnte, mal geht's schneller, doch die Stunde der Abrechnung kommt.

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hansriedl 30.05.2019, 00:38
36. "Beide Länder haben bei Reformen geliefert":

Durch Größenwahn in den Untergang.
Was für Reformen haben diese Länder geliefert? Die Briten raus, Streithähne die sich nie vertragen werden,
wo Korruption Waffen u. Rauschgift Schmuggel der Alltag ist rein.
Dazu noch die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Mensch, wir müssen schneller bauen, die Leute wollen günstige
Wohnungen.
Wenn das so weiter geht, brauchen die NETTOZAHLER den Rettungsschirm.

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nikaja 30.05.2019, 08:59
37. Drei Machtbloecke

Die USA haben kein Interesse daran, das Europa stabil und wirtschaftlich ausgeglichen ist. Von daher wird das Nato-Ziel, einen Guertel um Russland zu schnueren von den Transatlantikern in der EU und der BR verfolgt.
Die Amis reiben sich die Haende EU zerlegt sich und ist gleichzeitig Ihr williger Helfer.

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pavel1100 30.05.2019, 10:32
38. Zustimmung

Zitat von fördeanwohner
Da bin ich zwischen Baum und Borke, wenn ich ehrlich bin. Solange man keine Sanktionsmaßnahmen durchsetzen kann, weil immer alles einstimmig entschieden werden muss, sollte die EU keine neuen Staaten aufnehmen. Allein der Blick nach Rumänien, wo ein krimineller Spitzenpolitiker jahrelang machen konnte, was er wollte, ohne dass man seiner habhaft werden konnte, stimmt ein doch pessimistisch. Offensichtlich gehört mehr dazu als Perspektiven zu bieten, um Demokratie und Rechtstaatlichkeit durchzusetzen. Perspektiven sollten außerdem nicht so aussehen, dass eine Migrationswelle entsteht, sondern das Gegenteil, dass Menschen in ihren Heimatländern Perspektiven haben. Wenn allerdings viele Rumänen, Bulgaren und demnächst noch Nordmazedonier und Albaner ihre einzige Perspektive darin sehen, sich in die reichen EU-Länder aufzumachen, ist eine Erweiterung ziemlich sinnfrei. Nicht, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, gut ist es aber nicht.
Ich stimme ihnen zu. Das ist ein Punkt der unbedingt reformiert werden sollte. Mitglieder, welche die von ihnen unterzeichneten Verpflichtungen nicht mehr einhalten wollen, sollten einem gestuften Sanktionskatalog ausgesetzt und notfalls vor die Tür gesetzt werden. Grundsätzlich müssen ja alle 28 Mitgliedstaaten einer Erweiterung zustimmen. Das ist schon eine hohe Hürde. Wenn also 28 Regierungen und das Europäische Parlament zustimmen, werde ich nichts dagegen haben. Bis dahin wird noch einige Zeit vergehen und wir werden sehen, wie sich die beiden Staaten bei den Beitrittsverhandlungen verhalten. Hier handelt es sich um etwas weniger als 5 Mill Menschen, das entspräche ungefähr der Eingemeindung von Berlin und Hamburg. Bei knapp 500 Millionen (noch mit UK gerechnet) EU-Bürgern werden wir das verkraften, selbst wenn einige ihr Glück dann im Norden versuchen. Die Freizügigkeit kann man, wie das z. B. bei Polen war, noch um etliche Jahre verschieben.

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pavel1100 30.05.2019, 10:36
39. Gute Frage

Zitat von mike.mendez
das ist doch ein Witz oder? Das Land hat der EU doch nichts, nix, null, nada zu bieten. Nur nehmen. Sind die Entscheider denn alle besoffen in der EU? Haut mich echt um. Rumänien war schon der Bringer.
Man könnte natürlich auch fragen, was hat die Lausitz der EU zu bieten?

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