Forum: Politik
Erzieher-Mangel: Kommunen wollen Hilfskräfte in Kitas einsetzen
DPA

Eltern haben ab 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz - doch vielerorts fehlen Erzieher. Die Städte und Gemeinden wollen nun ungelernte Hilfskräfte einstellen. Der Kinderschutzbund spricht von einem "katastrophalen Vorschlag".

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cheguevara73 26.05.2012, 09:26
10. ich glaube kaum

Zitat von MütterchenMüh
Der Kinderschutzbund hat nicht alle T.............im Schrank, respektive übertreibt mal wieder maßlos. Kita. Bedeutet x bis max 3 Jahre. In den ersten beiden Jahren geht in erster Linie füttern, sauber halten, anziehen, ausziehen, bespassen, beschäftigen usw. Wenn man das jeder Mutter zutraut, warum dann nicht auch Leuten, die sich dafür freiwillig melden, und aufgrund des sozialen Backgrounds auch geeignet erscheinen. Die Probezeit wird sicher reichen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
das sie verstehen, warum es nötig ist, qualifizierte kräfte für die kinder zu haben.

".....erster Linie füttern...". tiere werden gefüttert...
auch geht es darum, mit den jeweiligen stressmomenten klar zu kommen. kinder liegen nicht nur rum und tun nichts.

empathie, einfühlvermögen, sozialer umgang. sie formulieren hier einen betrieblichen ablauf am fließband.

der staat kommt seiner aufgabe nicht nach, den gesetzlichen bestimmungen für 2013 nachzukommen. jetzt wollen sie es mit einem billigen notfallprogramm beheben.

kein wunder das die geburtenrate in D zurückgeht. wer will in so einer gesellschaft noch für nachwuchs sorgen?

deutschland ist in europa das erbärmlichste beweis wie eine gesellschaft nicht funktionieren sollte. ob in der wirtschaft (billig-/dumpinglohn, kündigungsschutz) oder im bereich soziales(hartz4/rentner) , familie und bildung (pisa/studieren) hinkt deutschland europa hinterher.

für banken sind rettungspakete sofort bereit und werden ständig aufgepumpt. für die zukunft unserer gesellschaft wird nur vom "sparen" geredet. wo kommt das geld her? wohl nicht von den banken. die verbrennen steuergelder mit hilfe unserer politiker um ihre ausfälle abzusichern / refinanzieren zu können und erzählen uns dann, wir müssen sparen.

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papayu 26.05.2012, 09:30
11. Was sind ausgebildete

Einfach irre, die deutsche Buerokratie!!!!!!
Fuer jeden Beruf ein Diplom, reine THEORIE.
Mein Grossvater war Baeckermeister mit eigener Baeckerei. Er bildete, wie auch in allen anderen verschwundenen Handwerksbetrieben Lehrlinge zu Gesellen aus, die dann einige Jahre im Betrieb blieben.
Heute gibt es kaum noch Meister, es wird alles maschinell hergestellt. Aber immer noch wird das Diplom verlangt fuer Hilfsarbeiten.
Warum gibt man jungen Muettern nicht die Chance, entweder mit eigenem Kind zuhause, andere Kinder zu erziehen? Aus 1 mach 2. Dafuer bekommen sie dann die doppelte Herd- , also Herd und Kinderpraemie?
Warum geht das nicht?
Und wer wird denn da zur Kindergartenmutter ausgebildet??
Meine kleine Enkelin wird jetzt 4 und besucht die Dorfeigene Vorschule, taeglich 2 Stunden. Vorher hatte eine Nachbarin sie darauf vorbereitet gegen geringes Entgelt.Nein, das ist in Asien.

Jetzt verstehe ich es! Es gibt ja auch von den Kirchen usw.
Da lernen die Kleinen, wie man richtig betet und waehlt!!

PS. Warum koennen es Vaeter nicht??? Ach so, die koennen nicht stillen. Kein Wunder, dass die Deutschen aussterben.

Und vor Allem,die Vaeter muessen so viel verdienen, dass sie wieder wie frueher ALLEINVERDIENER sind.
Ich habe drei Kinder grossgezogen und war Alleinverdiener!

salamat po!

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PeterShaw 26.05.2012, 09:33
12. Faktor 5

Zitat von prontissimo
Für die Herdprämie von Kindchen Schröder sind Milliarden da. Für die Erziehung und Betreuung unserer Zukunft gibt es Hiwis ? Ich fass es einfach nicht.
Ein KiTa-Platz kostet fünfmal so viel wie die "Herdprämie", bei der es also nicht um Ideologie sondern um Euronen geht.

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PeterShaw 26.05.2012, 09:39
13. Solidarität ist gefragt!

[QUOTE=sikasuu;10251034
"Kinder sind unsere Zukunft und für frühkindliche Bildung ist uns nicht zu teuer" (O-Ton Bundesregierung!)
Leider nur in Sonntagsreden und so lange es nicht kostet ![/QUOTE]

Die sogenannten Ganztagsschulen "retten" sich auch über "ungelernte Hilfskräfte", die nachmittags die Löcher stopfen. Dieses System kann man gar nicht früh genug kennenlernen.

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kaiserhadrian 26.05.2012, 09:40
14. Erbärmlich

Man hätte ja rechtzeitig ausbilden können. Aber wer hat denn von den Politikern im Kabinett noch Kinder, quer durch alle Parteien? Das Problem stellt sich für die doch gar nicht. Die von der Leyen kann man abziehen, die hat von Haus aus genug Geld um ihre Kinder von ausgebildeten Erziehern betreuen zu lassen.

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discipulus_neu 26.05.2012, 09:45
15. Warum nicht pragmatisch vorgehen?

Zitat von MütterchenMüh
... Wenn man das jeder Mutter zutraut, warum dann nicht auch Leuten, die sich dafür freiwillig melden, und aufgrund des sozialen Backgrounds auch geeignet erscheinen.
Ihrer Einschätzung kann ich nur zustimmen: Eine Luxusdebatte, eine Folge des deutschen Perfektionszwanges.

Warum sollte für ErzieherInnen nicht der gleiche pragmatische Anastz wie bei Lehrerbedarf bestehen? Dort scheut man sich doch auch nicht, den fachlich vielleicht nicht ganz so perfekten Quereinsteiger einzustellen, wenn diese Defizite durch Motivation und Engagement kompensiert werden können. Die meisten dieser Quereinsteiger leisten jedenfalls bessere Arbeit als die Beamten (in der Hängematte) mit dem Staatsexamen, sind aber wirtschaftlicher.

Lernamateure in die Schulen, Erziehungsamateure in die Kinderkrippen!

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Plasmabruzzler 26.05.2012, 09:47
16. Politisches Kalkül

Zitat von MütterchenMüh
Der Kinderschutzbund hat nicht alle T.............im Schrank, respektive übertreibt mal wieder maßlos. Kita. Bedeutet x bis max 3 Jahre.
Nein, aber das haben schon andere Kommentatoren richtig gestellt.

Zitat von MütterchenMüh
In den ersten beiden Jahren geht in erster Linie füttern, sauber halten, anziehen, ausziehen, bespassen, beschäftigen usw.
aus o.g. Gründen ist das auch nicht richtig. Nicht jede ungelernte Kraft kommt beispielsweise mit Kindern mit Behinderung zurecht. Unter anderem dafür gibt es ja die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher.

Zitat von MütterchenMüh
Wenn man das jeder Mutter zutraut, warum dann nicht auch Leuten, die sich dafür freiwillig melden, und aufgrund des sozialen Backgrounds auch geeignet erscheinen. Die Probezeit wird sicher reichen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.
Überlegen Sie mal: eine ungelernte Hilfskraft erhält max. die Entgeltgruppe E4 des TVÖD-S mit max. 1780 Euro brutto. Gelernte Kräfte erhalten max. die E8 mit 2130 Euro. Ungelernte Kräfte werden mit Sicherheit nach kürzerster Zeit (roundabout 2 Jahre) wieder vor die Tür gesetzt, während gelernte Erzieher in der Regel eine unbefristete Stelle erhalten (was nicht immer vorkommt, s. Kommentar Nr. 3 von http://forum.spiegel.de/f22/erzieher...l#post10250988) und in den Stufen recht weit nach oben steigen und am Ende sogar bis 2740 Euro erhalten.
Was kommt den Staat, das Land, die Gemeinde nun billiger? Statt selber Erzieher auszubilden, nimmt man lieber Hilfskräfte, die billiger sind. Im Übrigen müssen angehende Erzieher ihre Ausbildung selber zahlen.

Unabhängig davon ist es ein Armutszeugnis für Deutschland, planerisch so daneben zu hauen. Es werden immer weniger Kinder geboren und dann sind noch nicht einmal genügend Kita-Plätze vorhanden. Das ist ebenso schlimm, wie momentan die Hochschulen und Studentenwerke nicht auf die Vielzahl von Studierenden vorbereitet sind - aber das ist ein anderes Thema.

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kafka01 26.05.2012, 09:48
17. Erziehermangel - so ein Unsinn!

Es gibt genügend Erzieher/innen die fachfremd arbeiten oder umschulen da sie keine Perspektive in ihrem Beruf finden oder zu Hungerlöhnen und mit befristeten Verträgen arbeiten müssen.

Aber das zeigt eben auch, was uns unsere Kinder wert sind. Zahlen man diesen Leuten einen gerechten Lohn und gibt man ihnen eine Perspektive ist das Problem ganz schnell gelöst.

Im übrigen dauert eine Ausbildung zum Erzieher bis zu 4 Jahren und hier auf die Idee zu kommen auf schnell ausgebildete Hilfskräfte zurückzugreifen - da muss man sich doch fragen, was die Erwartungshaltung hinter dieser Idee ist. Schließlich soll bei dieser Tätigkeit ja Pädagogik angewandt werden, da man ansonsten die Kinder ja gleich in "Verweilanstalten" stecken kann - aber darauf wird es wohl hinaus laufen...

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acitapple 26.05.2012, 09:49
18.

ich finde den vorschlag reichlich dämlich. einerseits bilden wir uns massiv was ein auf unser ach so tolles bildungssystem, aber dann sollen die kleinsten von hilfskräften betreut werden. für bankenrettung waren mrd. ganz unbürokratisch einfach so da. hier wird wieder diskutiert und todgespart. später meckern wieder alle rum wie doof unsere teenager sind und daß sie keine manieren mehr haben.

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meinmein 26.05.2012, 09:49
19.

Ein Grund mehr, sein Kind nicht in die Krippe zugeben. Kleinkinder bis 3 gehören zur Mutter, nur die bringt die nötige Empathie auf.
In der Krippe werden die Babys traumatisiert. Hiwis sitzen rauchend vor der Tür und drinnen schreien sich die Kleinen die Seele aus dem Leib.

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