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"Es war kaum auszuhalten": Wie Grünen-Minister Habeck die Jamaika-Gespräche erlebte
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Was haben die Grünen bei den Jamaika-Gesprächen gelernt? Welche Fehler wurden gemacht? Unterhändler Robert Habeck spricht über das Verhältnis zur Union, die FDP - und seine eigene Zukunft.

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flussmensch 22.11.2017, 17:16
50. Eine Frage, Herr Habeck

Herr Habeck macht auf mich den Eindruck eines sowohl innerlich als auch äußerlich nicht-ideologischen Grünen, also eines Politikers, mit dem man gut reden und vielleicht auch regieren kann. Aber eine Frage habe ich, Herr Habeck: Wieso brauchen subsidiäre Flüchtlinge, also Flüchtlinge , die hier "auf Zeit" sind, ihre Familien, um sich besser integrieren zu können? Einerseits sind diese Familien mit ihren Wertevorstellungen vielfach kontraproduktiv für eine Integration in unserer Gesellschaft und andererseits stabiliert sich die Lage in Syrien immer mehr (was nicht allen gefällt), so dass nicht Integration hier sondern Stabilisierung und Wiederaufbau dort im Vordergrund stehen.

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afranz41 22.11.2017, 17:16
51. Was für ein Schmierentheater

Da lässt sich ein 80 Millionenvolk von diesem arroganten Schnösel von der FDP auf der Nase herumtanzen. Der hat m.E. zu keiner Zeit den Willen gehabt, die Verhandlungen zum Erfolg zu bringen. Ist vielleicht auch besser so. Treffen kann man diesen üblen Selbstdarsteller nur dadurch, ihn völlig zu ignorieren. Oder noch besser ohne Rückflug in eine Maschine nach Kabul und auf dem Marktplatz aussetzen. Vielleicht merken die anderen Beteiligten nun endlich wo es hinführt, wenn sich die sogenannten Politiker und -innen nur noch mit sich selbst und der Gier nach irgendwelchen Pöstchen beschäftigen. Meine Abneigung gegenüber diesen Typen ist in den letzten Tagen in einem schier unerträglichen Maß angestiegen. Können die nicht mal über ihren Schatten springen und ALLE GEMEINSAM nach einem guten Weg für Deutschland und seine Bürger suchen?

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karstenauswerder 22.11.2017, 17:18
52. Schade, dass es nur so wenige gibt

Robert Habeck ist einer der wenigen Politiker, bei denen man den Eindruck hat, er hat über das was er sagt nachgedacht - und er meint auch das was er sagt. Hoffentlich bleibt er bei der Stange und hält den Politikbetrieb lange aus. Seine Statements heben sich von den sonstigen grün, gelb, schwarzen und roten Geblubber wohltuend ab.

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Oskaraus der Tonne 22.11.2017, 17:25
53. Kaum fällt das Wort "Flüchtkinge" oder hier "Familiennachzug"...

... kommen die ganzen Braunen wieder um die Ecke und sondern ihre Propaganda ab.
Wahrscheinlich würde die Hälfte von denen heute gar nicht existieren, wenn Nachkriegsdeutschland nach dem zweiten Weltkrieg nicht Unmengen von Flüchtlingen inkl Familien ausgenommen hätte.

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spon_12 22.11.2017, 17:27
54.

Zitat von Bondurant
finden Sie daran verwerflich? Die Frage ist ernst gemeint. Wenn Sie im Gegensatz zu Ihrem Nachbarn mit aller Welt wirklich teilen wollen, sollten Sie das ruhig bekennen, es ist ja eine noble Einstellung.
Vielleicht legt der Forist das Augenmerk gar nicht auf den legitimen Besitz, sondern die Irrationalität der Angst.
Versuchens Sie's Mal, da liest sich der Beitrag gleich ganz anders.

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warkeinnickmehrfrei 22.11.2017, 17:27
55. Wir sind eben geblieben und....

Klar. Wär ich auch wenn ich im Schulterschluß mit Merkel grüne Positionen in Reihe gegen CSU und FDP hätte durchsetzen können. Die Konsequenzen davon hätte die FDP dann bei der nächsten Wahl tragen müssen. Lindner hat absolut richtig gehandelt und nur den Fehler gemacht, den Stecker nicht schon viel früher zu ziehen. Übrigens, Herr H: Eine Pflicht zur Regierungsbildung sieht der Grsetztgeber für Parteien nicht vor.

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sanchopansa 22.11.2017, 17:28
56.

Zitat von Realist111
... kenne ich nicht, aber mir ist allemal klar, dass wir weder in Deutschland noch in Europa die 20 bis 50 Mio werden aufnehmen können, die lt. diversen Untersuchungen in Afrika "auf gepackten Koffern sitzen". Es war noch nie in der Geschichte der Menschheit jemandes Verdienst, hier oder da geboren worden zu sein; in einem - relativ - demokratischen oder in einem von Despoten beherrschten Staat zu leben. Zu jeder Zeit erging es Menschen in unterschiedlichen Gebieten der Erde unterschiedlich gut oder schlecht. Ich fürchte, das wird sich durch reinen Moralismus nicht ändern lassen - es sei denn, Sie legten einen Plan vor, mit dem wir hier in Deutschland jährliche weitere Hunderttausende oder Millionen Menschen unterbringen können, ohne dass der von Ihnen genannte "Unmut" bei uns über kurz oder lang zum Bürgerkrieg führt!
Ihr Kommentar ist polemisch.
Selbstverständlich werden wir diese Zahl an Flüchtlingen nicht aufnehmen können, das war aber nie die Frage. Und es ist nun mal kein Moralismus, wenn ich von einer Regierung erwarte, dass sie à la longue ein Einwanderungsgesetz formuliert, das der Problematik Rechnung trägt. Nicht Ich bin da im Obligo, sondern die Politik ist es, die handeln muss.
Im übrigen ist der von mir angesprochene "Unmut" dort am stärksten, wo die wenigsten Migranten angekommen sind. Es reicht schon das Feindbild vom schwarzen Mann, der der Omma die Wäsche von der Leine klaut. Das wissen sowohl die AfD als auch die CSU geschickt für sich zu nutzen.

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hans.lotz 22.11.2017, 17:28
57. Vor lauter Details die Überschriften vergessen

Ein durchaus sachlicher, jedoch Gleichmaßen lückenhafter Bericht den Herr Habeck über seine Eindrücke von sich gibt. Er verrät damit u. a., dass die Grünen für die große Mehrheit der Bürger wegen ihrer dogmatischen Haltung in der Flüchtlingspolitik auf Dauer nicht wählbar sein werden. Er widerlegt nicht den Eindruck zahlreicher Beobachter des Szenarios, dass Dilettantismus bei Organisation, Vorgehensweise und Moderation zu Stagnation und Frust geführt und einen Erfolg maßgeblich verhindert haben.

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MasterofVice 22.11.2017, 17:29
58. Gerade noch rechtzeitig

Das Problem der Grünen ist, dass sie lediglich fordern, ohne Lösungen anzubieten bzw. zu kennen.

Kohleausstieg und dann? Strom muss erzeugt werden und mit Windmühlen und Solar geht es nicht allein.

E-Autos fördern und Verbrennungsmotoren verbieten? Planwirtschaft mit etwas, was es so gar nicht gibt. Die entscheidenden Speicherzellen fehlen. So blöd war man nicht einmal im planwirtschaftlichen Sozialismus, Dinge zu fordern, die Physik nicht hergibt.

Immer mehr muslimische Flüchtlinge nebst Familien und dann? Integration wo? Nicht in Einzelfällen, in der Breite?! Fehlanzeige schon immer.

Die EU fördern und ihre Autokratie und Bürgerferne akzeptieren? Sicher, den Grünen mag das aufgrund ihrer eigene Denke gefallen, die Bürger hassen es.

Last but not least was wollen die 9% Grünen? Die restlichen 90% mit ihren Vorstellungen terrorisieren?

Ich denke, die FDP hat dieses Spiel gerade noch rechtzeig erkannt und unterbunden. Merkel hätte es nicht gekonnt, denn die will ja ewig regieren, egal wie.

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spmc-12355639674612 22.11.2017, 17:32
59. Zum Einen

Zitat von paulvernica
ist für mich hier : Zitat : SPIEGEL ONLINE: Wenn auch subsidiär Schutzberechtigte ihre Familien wieder nachholen dürfen bedeutet das trotzdem faktisch: Es kämen in jedem Fall wieder mehr Menschen nach Deutschland. Dem ist aus CSU-Logik nur schwer zuzustimmen. Habeck: Mag sein, aber eine Abschottungspolitik können wir Grünen einfach nicht mitmachen. Hier verläuft eine klare Linie. Zitat Ende : Hier gibt Habeck zu, dass die Grünen keinerlei Plan haben wie mit der Migrationspolitik umzugehen ist. Aber auf keinen Fall Abschottung ! Das ist unverantwortlich.
Zum Einen stehen Familien in Deutschland unter besonderem gesetzlichen Schutz. Zum Anderen hat Herr Habeck sehr deutlich gesagt, worum es geht: um bessere Integration. Dazu gehört auch, dass man Ehepartnern und Kindern den Umzug nach Deutschland erlaubt.
Deutschland hat bisher in Relation zur Bevölkerung noch nicht besonders viele Flüchtlinge aufgenommen. Man muss also beim Standpunkt der Grünen nicht gleich in Panik geraten. Erfahrungsgemäß ist es so, dass nicht alle Flüchtlinge wieder zurückkehren. Das ist so, ist aber auch nicht besonders schlimm. Der Staat sollte aber dafür sorgen, dass sich die Flüchtlinge möglichst bald selbst versorgen können. Dann muss man ihnen aber möglichst schnell erlauben, hier zu arbeiten - motiviert sind die meisten. In dieser Beziehung arbeiten die deutschen Behörden viel zu langsam und behäbig. Und selbst die, die wieder in ihre Heimat zurückgehen, sollten wir gut behandeln, denn sie werden ihre Erinnerung an Deutschland in ihre Heimat mitnehmen und dann z. B. deutsche Autos und Maschinen kaufen - oder eben nicht, wenn sie nur mit Schaudern zurückdenken.

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