Forum: Politik
ESC-Ausrichter Tel Aviv: Israels liberale Insel
Diego Cupolo/ NurPhoto/ Getty Images

Ganz Europa blickt beim Eurovision Song Contest auf Tel Aviv. Bürgermeister Ron Huldai hat einen großen Anteil daran. Er hat die Stadt in eine tolerante Hightech-Metropole verwandelt - trotz konservativer Gegenwehr.

at.engel 18.05.2019, 13:46
1.

"...aber die Großstädte ticken links."
Links??? Liberal! Sie ticken liberal!! Eine linke(!) Großstadt fällt mir spontan überhaupt nicht ein - aber es gibt ja auch kaum noch linke Parteien, die den Namen verdienen.
Und auch Tel Aviv schein ja nicht gerade eine Hochburg sozialer Gerechtigkeit zu sein. Israel war zwar wirklich mal links - das ist aber schon ganz, ganz lange her.

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dragondeal 18.05.2019, 13:57
2. Tel Aviv

... war schon vor Huldai und trotz konservativer Bürgermeister die liberalste Stadt Israels.

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_sobieski 18.05.2019, 14:31
3. Noch vor dem Abitur war ich in einem Kibbutz (es war Mazuba, an der

Grenze zum Libanon), als Student dann einige Monate im Kibbutz Sdot Yam, angrenzend an das Amphitheater von Cesarea), Natürlich gehörten regelmäßige Besuche in Tel Aviv, seit dem (und es sind über 30 Jahre vergangen) bin ich regelmäßig in Israel, hauptsächlich in Tel Aviv. Wann war Tel Aviv konservativ? In "meiner Zeit" war es immer eine sehr liberale Stadt, was auch für die anderen israelischen Städte gilt, vielleicht ausser Jerusalem.

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andreasbln 18.05.2019, 15:18
4. herrje man kann auch alles missverstehen wollen

ja ja die Interpretationshoheit der Begriff "Links" und "Rechts"... aus dem Artikel war klar ersichtlich, dass hier Links das schon bei Liberal und Sozialdemokratisch nach unserem Verständnis beginnt in Abgrenzung zu religiös konservativen Parteien, klassisch recht genannt, gemeint war. Wie kann man das missverstehen. Nur weil die Linke sich die Linke nennt ist jetzt niemand anderes mehr links bzw. Links ist nur wer die Linke wählt oder wie.... och nö... Kindergarten

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Frietjoff 18.05.2019, 16:09
5. Ja, Tel Aviv ist liberal und tolerant

... das kann man schon so sagen -- aber nur, wenn man die Situation der Palästinenser komplett ausblendet.

Wie die der Einwohner Jaffas, die seit 70 Jahren immer mehr verdrängt werden. Erst durch Krieg und die anschließenden Vertreibungen, bis heute dann durch die immer weiter fortschreitende Gentrifizierung.

Die natürlich nie eigene Kommunalverwaltung haben durften (selbst als sie noch die Bevölkerungsmehrheit stellten) und also als Stadtteil des jüdischen Tel Aviv zugeschlagen wurden.

Die in die toleranten und liberalen Stadt so toxisch sind, dass Stav Shaffir, das Gesicht der Tel Aviver Massenproteste für soziale Gerechtgkeit 2011 (und heutige Knessetabgeordnete der »linken« Arbeiterpartei) erfolgreich dafür sorgte, die noch viel dramatischere Situation der palästinensischen Israelis komplett auszublenden.

Aber schön, dass der linke, tolerante, Multikultibürgermeister poliglotte Jüdinnen und Juden (Ausgewogenheit muss sein!) aus aller Welt in seinem Stab hat. Solange sie Jüdinnen und Juden sind. Von Vertretern der autochthonen Bevölkerung seines Jahrtausende alten Stadtteils muss er sich natürlich nicht beraten lassen.

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hansriedl 19.05.2019, 02:36
6. Israel

Glücklich u. zufrieden, den Song Contest gut über die Bühne gebracht.
Nun darf weiter gebombt und neue Siedlungen gebaut werden, auf geraubten Land.

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_sobieski 20.05.2019, 17:43
7. Ich glaube, dass die Palästinenser Sie nicht sehr interessieren.

Sonst wüssten Sie, dass es ihnen in keinem anderen Land der Region so gut geht, wie in Israel. Man täuscht Interese für Palästinenser vor, um gegen Israel sein zu können.

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