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Eskalation in Chemnitz: Immer wieder Sachsen
DPA

Ein Toter, tausend Gerüchte: In Chemnitz eskaliert ein Stadtfest. Schon wieder Sachsen, das deutsche Problemland. Der Freistaat ist wie das Internet. Nur in echt.

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hasselblad 27.08.2018, 15:18
10.

Ich bin gespannt, wann die ersten "aber die Linken sind viel schlimmer und die AfD ist total demokratisch, menno" Reaktionen unserer hut- und wutbürgerlichen Besorgtenkinder erfolgen. 3,2,1... Ich hole schonmal das Popcorn. Ansonsten, wie an anderer Stelle bereits erwähnt: Sachsen aka Pegidistan, der Failed State der Bundesrepublik. Diese Sache mit der Mauer damals war schon nicht nur schlecht, als "Antifaschistischer Schutzwall" würde sie heute wieder gute Dienste tun, wenn auch genau andersrum als seinerzeit gedacht.

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muellerthomas 27.08.2018, 15:21
11.

Zitat von urbanism
Dabei hat man aber komplett übersehen dass den Menschen ihre Identität gestohlen worden ist.
ich fürchte eher, die Leute haben ihre braune Identität behalten...

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klaasohm24 27.08.2018, 15:23
12. Danke für die klaren Worte

Da ein großer Teil der Sachsen gern unter sich bleiben möchte, kann man nur andere Bundesländer als Investitionsziele oder Urlaubsdestinationen empfehlen. Allein Leipzig scheint die Rolle des kleinen gallischen Dorfes einzunehmen, denen möchte man allen Mut zusprechen.

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jojack 27.08.2018, 15:26
13.

Klar ist: für pöbelnde Neonazis sollte man keine Sympathien haben. Aber die Frage nach Ursache und Wirkung muss doch erlaubt sein. Der Demonstration gingen ein Mord und mehrfache schwere Körperverletzung voraus. Verübt von vermeintlichen Flüchtlingen an Deutschen. Mich befremdet schon, wie einige Medien, die Bundesregierung die Entgleisungen eines harten Kerns radikaler Demonstranten thematisieren, aber den dafür ursächlichen Mord nur in einem Nebensatz erwähnen.

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sschuste 27.08.2018, 15:33
14.

Zitat von urbanism
die Frage ist doch, warum tut die Bundesregierung nichts in Sachsen. Seelenruhig schaut man in Berlin zu wie sich Sachsen und andere Ostdeutsche Bundesländer zur braunen Leitkultur entwickeln. Das Problem ist doch, das im Rahmen der Wiedervereinigung der Osten komplett auf der Strecke geblieben ist.
Na klar, schuld sind natürlich immer die anderen. In diesem Fall die Bundesregierung. Geht's noch? Die Sachsen sollen sich mal selber an der Nase fassen, so simpel ist das. Und dass der Osten total auf der Strecke geblieben sei, soll doch wohl ein Witz sein? Mal vor 1990 dort gewesen?

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lazyfox 27.08.2018, 15:33
15. Wer hätte gedacht, dass in Sachsen so viele Schisser sind

Mal echt. Die machen sich langsam lächerlich. Sicher, keine Frage der Umgang mit Migranten muss sich ändern. Die guten müssen integriert werden und brachen eine Chance. Vor denen muss nun wirklich keiner - auch kein Sachse - Angst haben. Die, die unsere Gesellschaft ablehnen, sich nicht integrieren wollen oder von denen gar Gefahr ausgeht, die müssen konsequent abgeschoben werden. Das kriegen wir schon hin denke ich. Das muss man den Angstsachsen doch noch nachhaltig erklären. Ist schon komisch, dass die martialisch auftretenden rechten Gruppen wohl überwiegend angstgesteuert sind. Verstandgesteuert wäre besser.

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Lankoron 27.08.2018, 15:33
16. Da werden in Leipzig

tausende Menschen rechtswidrig abgehört, darunter Ärzte, Anwälte, Journalisten...bereits zum zweiten mal. Das geht polizeilicherseits anscheinend in Ordnung, weil es sich um "organisierte Kriminalität" und "Linksradikale" handelt. Wenn sich in Chemnitz hunderte polizeibekannte Ultras und rechte Anhänger versammeln, ist die Polizei völlig überrascht....Und wo ist denn die bedingungslose Unterstützung der Polizei da durch den MP?

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dieter-ploetze 27.08.2018, 15:36
17. das braune sachsen ?

damit macht man es sich zu leicht. was in sachsen sich abspielt, geschieht aehnlich in den anderen bundeslaendern auch. was war in kandel mit rechten demonstrationen? war da nichts? da war das aehnliche
nach einem mord durch einen migranten. in chemnitz, kurz nachdem augstein die kolumne schrieb hat sich der vedacht bewahrheitet, die taeter ebenfalls migranten. diese sachlage schien wohl den menschen vor ort schon klarer als es ueber nachrichten ersichtlich war. fuer manche menschen scheint es dann schwierig dem rechtsstaat zu vertrauen. das hat auch damit zu tun, dass erfahrungen zeigten, wie manche nachrichten dieser art zurueckgehalten worden, die politik das gern unter einer decke gehalten haette. sachsen steht also nicht allein, kandel laesst gruessen.
und kandel liegt bekanntlich in den alten bundeslaendern. es scheint, dass das vorhandensein von pegida in
dresden die sicht vernebelt. jede wette, der naechste fall in den alten bundeslaendern wird wieder zeigen,
dass da kaum ein unterschied ist.

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randall_77 27.08.2018, 15:39
18. Sachsen

Natürlich ist der hier beschriebene Rassismus kein rein sächsisches Phänomen. Rassismus trifft man auch in den anderen Bundesländern. Genauso wie es auch in Sachsen viele Menschen gibt, die nicht mit der AFD oder Pegida konform gehen.

Aber wer häufiger in Sachsen ist (auch ich), den überraschen solche Vorkommnisse wie in Dresden, Plauen oder Chemnitz nicht. Die Beispiele sind endlos und werden gefühlt jede Woche mehr.

Ich frage mich, wo das noch hinführen soll?

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Blank 27.08.2018, 15:41
19. Der Täter war noch nicht genau bekannt als der Mob bereits los zog

Zitat von johannes.ruppert
Lieber Herr Augstein, Ich stimme Ihnen in allen Punkten uneingeschränkt zu, finde es aber doch irritierend, dass über die mutmaßlichen Täter noch nichts bekannt sein soll. Ihre Kolumne wurde laut Zeitstempel um 14:49 Uhr veröffentlicht. Eine gute halbe Stunde früher, um 14:21 Uhr findet sich bereits auf der Startseite von Spiegel Online eine Nachricht, in der die Staatsanwaltschaft wegen Tatverdacht in dieser Sache Haftbefehle gegen einen 23jährigen Syrer und einen 22jährigen Iraker beantragt hat. Wie kann es da sein, dass Ihnen über die mutmaßlichen Täter nichts bekannt ist, ihre eigene Redaktion allerdings Nachrichten über selbige veröffentlicht? Vielleicht können Sie diese Information ja als Update in Ihren Beitrag einbauen, damit er nicht durch mediale Schnelllebigkeit bereits jetzt als veraltet gilt.
Es geht um den Zeitpunkt als der Mob sich in Bewegung setzte. Wenn gleich ich glaub der Mob kannte die Täter schon vor der Polizei. Ich würde das Opfer der Ultra-Szene zuordnen und irgendwer war vielleicht sogar Zeuge.

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