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Eskalation in der Ukraine: Steinmeier kann Kriegsangst der Deutschen verstehen
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Außenminister Steinmeier zeigt in der Ukraine-Krise Verständnis für die Kriegsangst vieler Deutscher. "Wir alle spüren, dass die Ereignisse zu einem Bruch für Europa werden können", sagt er im SPIEGEL. EU und USA setzen auf neue Sanktionen gegen Russland.

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maburayu 26.04.2014, 20:20
120.

Zitat von sichernicht
Ist Ihnen klar, was Sie damit sagen? Sie ignorieren damit vollständig den bisherigen Konsens hinsichtlich der NATO-Präsenz im Osten Europas.
Welchen Konsens? Dass jedes Land das die Voraussetzungen erfüllt aus freiem Willen in die Nato darf?
Zitat von
Ist es so schwierig zu verstehen, dass Putin vielleicht etwas nervös wird, wenn alle Welt die ach so unabhängige Ukraine hofiert? Warum passiert das wohl?
Ja, versteh ich nicht. UNd was hat Nervosität mit Okkupation und Destabiliserung zu tun. Darf man das machen, wenn man nervös ist?
Zitat von
Man wünschte sich bei so manchen Kommentaren, es würde vor dem posten nachgedacht.
Ich sage mal nichts.

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soalso 26.04.2014, 20:20
121. 1+1=3?

Zitat von hansderdampfer
... Die falschen Entscheidungen habt ihr doch schon getroffen als ihr die rechtmäßig gewählte Regierung in der Ukraine mit weggeputscht habt. Und welche Arbeit? Seit Merkel ist die deutsche Russland Politik eine einzige Katastrophe.
weggeputscht? wie kommen sie denn darauf? können sie das irgendwie belegen?

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wealthofnations 26.04.2014, 20:22
122. Nur mal als Beispiel ...

Zitat von Josef B
Im Falle von militärischen Auseinandersetzungen von NATO und russischen Truppen wird die Regierung Merkel nicht mehr zu halten sein. Selbst einfältige Zeitgenossen kommen zum Schluss, dass dieser Konflikt vom Westen den Russen aufgezwungen wurde. Deshalb würde bei militärischen Auseinandersetzungen 100.000 auf die Straße gehen und Merkel in kurzer Zeit wegfegen. Nicht umsonst kämpft Schäuble seit Jahren darum, ein Mandat zu bekommen, die Bundeswehr im Inland einzusetzen. Nachtigall ick hör dir tappsen.
... Für die haarsträubend abstruse Kommentierung der Putin-Freunde. Bei uns mag politisch einiges im Argen sein, aber so bekloppt sind wir Deutschen dann doch nicht, dass wir diesen alt-Stalinisten maßgeblichen Einfluss auf unsere außenpolitischen Entscheidungen gestatten würden ... Zum Glück !!!

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ulrich-lr. 26.04.2014, 20:24
123. Das Ziel ist alles - der Inhalt nichts?

Zitat von knowit
die komplette Ukraine ins westliche Bündnis und die NATO zu integrieren [...].
Welche Ukraine hätten Sie denn gern?
Welche Ukraine soll in die NATO?
Eine Ukraine unter der blutrünstigen Timoschenko oder eine Ukraine unter einem verschlagenen Oligarchen?
Oder lieber eine mit den rechtsextremistischen Swoboda-Schurken in der Regierung? Oder eine Kombination von allem?
Andere Perspektiven gibt es ja leider nicht in der Ukraine!
Egal! - Hauptsache, es sind Russenfresser an der Macht, gelle?

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mrotz 26.04.2014, 20:25
124.

Zitat von kumi-ori
Die schlimmste Krise Westeuropas nach dem Ende des Kalten Kriegs war der Bosnienkrieg mit ca. 100.000 Todesopfern (wenn man Zivilisten mit dazurechnet). Davon sind wir ja zum Glück noch ein ganzes Stück weit entfernt, und die aufgebrachten Demonstranten im Osten der Ukraine werden sich sicher bald wieder beruhigen, wenn sie merken, dass sie auch in ihrer eigenen Umgebung keinen substanziellen Rückhalt haben. In Deutschland hat sicher niemand Angst, denn die Ukraine ist sehr sehr weit weg. Ich denke, bei den meisten Menschen hier macht sich eher Frustration und Ärger breit. Man hatte nach dem Ende des Kalten Kriegs darauf gehofft, die "Friedensdividende" einstreichen zu können, das heißt Steuergelder und Zeit für sinnvolle und nützliche Dinge verwenden zu können, und darauf vertrauen zu können, dass alle Länder im eigenen Interesse die internationalen Spielregeln wenigstens innerhalb Europas einhalten. Leider stellt sich Putin und seine Anhänger in der Ukraine jetzt als ungezogene Rotzlöffel im Trotzalter heraus, die unbedingt ausprobieren müssen, wie weit sie gehen können, und wenn sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, sich wütend auf den Boden werfen und brüllen. Vielleicht muss jedes Volk dieses Stadium einmal durchmachen, um danach zu einer gewissen Reife zu gelangen. Den erwachsenen Nachbarländern bleibt dann nichts anderes übrig, als die Augen zu rollen, und dabei weiterhin freundliche aber konsequent zu bleiben. Wichtig ist es dabei vor allem, dem kleinen Rumpelstilzchen immer die Tür offen zu halten, dass es, wenn es sich wieder beruhigt hat, wieder zu den Großen an den Tisch setzen kann.
Wenn es einen konventionellen Krieg in der Ukraine gäbe, und es käme "nur" zu 200 000 Todesopfern, dann wär mir das egal gegenüber dem Problem der Nukelarkriegsoption, die sich eben aus dieser dämlichen Ost/Westkonfrontation ergibt, die alle Seiten vorantreiben - mindestens INSBESONDERE der Westen.

Frieden klappt nur durch Verhandlung MIT Russland und der Option auf die Spaltung der Ukraine.
Besetzung der Ukraine durch UN - Blauhelme, entwaffnung der Separatisten und der Ukrainischen Armee, Volksabstimmung in jedem "Landkreis" über die Autonomie, Wahlen.
Alle sind glücklich und können sich auf die Schultern klopfen.

Aber mit Wirtschaftssanktionen und so schrott und der Kriegsrasselei und der Blinden Unterstützung der Ukrainischen Putschregierung wird das ncihts. Frieden erreicht man nur, indem man auf seine "Gegner" zugeht. Das gilt für den Westen und Russland genauso wie für die Regierung in Kiev und die Separatisten.

mfg

mfg

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subcomandante_m 26.04.2014, 20:27
125. Da bin ich aber ...

Zitat von Barath
Das ist der Punkt! Für dessen Missetaten sind wir nicht verantwortlich, für die unserer Regierung schon! Nocheinmal kauft uns das "Wir-haben-doch-nichts-gewusst!" niemand mehr ab...
... sowas von bei Ihnen! Ich habe die SPD ganz sicher nicht dafür gewählt um eine solche Politik von Gabriel und Steinmeier serviert zu bekommen. Man könnte fast meinen die Regierung würde die nahezu absolutistische Mehrheit der GroKo dazu nutzen wirklich jeden Mist zu verbocken. Aml ganz ehrlich, woraus leitet sich das Mandat für Steinmeier ab, mit Swoboda in Kiev zu paktieren, Georgien und Moldawien EU-Assoziierung anzudienen, BW-Soldaten in die Bürgerkriegsregion in der Ukraine zu schicken, Putin permanent zu reizen und dann als Gipfel der Frechheit auch noch so zu tun als hätte man nichts damit zu tun und würde unsere Ängeste verstehen.


Disclaimer: Ich finde Putin nicht gut, er ist kein lupenreiner Demokrat, ich werde nicht vom Russischen Geheimdienst bezahlt, ich habe meine 5 Sinne beieinander, ich bin kein Linker, ich schätze unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung, ...

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attis 26.04.2014, 20:30
126. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Im Grunde genommen gebiert sich alles aus den beiden Urzuständen Angst und Liebe heraus.
Ein jedeR sollte sich überlegen, ob er/ sie seine/ ihre Meinung eher aus der Angst heraus oder eher aus der Liebe heraus entsteht.
Die meisten Urteile der Kommentatoren ordne ich so ein: Hass gegen USA, Angst vor Russland, Egalität für die Ukraine. Kein guter Start für die Erkenntnis, wer sich in welcher Position befindet.

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ichbininrente 26.04.2014, 20:30
127. Dilemma

Das ganze Dilemma begann, als der "Westen" übereilt
die "Übergangsregierung" in Kiew anerkannte.Daran hat der deutsche Außenminister Anteil. Wenn durch solche Taten --jetzt Georgien -- der Russe weitere Maßnahmen einleitet muß man sich nicht wundern. Erinnert sei an das Versprechen von 1989 durch den damaligen Generalsekretär des Militärbündnisses NATO
Manfred Wörner, daß nicht beabsichtigt sei die NATO auszudehnen. Und was ist geschehen ? Ein blick auf die Landkarte erklärt, was von dem damaligen Gerede zu halten ist.

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frobin 26.04.2014, 20:31
128.

Zitat von hubertrudnick1
Herr Steinmeier, .... Jetzt erleben sie was sie und ihre Freunde in der Ukraine angerichtet haben und strecken ihre Fühler dann noch nach Moldawien und Georgien aus, sind sie denn noch gescheid und was treibt sie an?
An alle Dauernörgler: Jetzt macht mal einen Punkt! Unsere Politiker mögen ihre Fehler haben - wer ist schon perfekt. Aber Hrn. Steinmeier andere Motive als das ehrliche Bemühen um Frieden und Stabilität zu unterstellen, ist ein starkes Stück. Ich kann nur hoffen, dass alle, die für ihr verzweifeltes Bemühen auch noch beschimpft oder lächerlich gemacht werden, nicht aufgeben - DANKE!

Es geht um die Ukraine, es geht aber eigentlich um ganz Europa, auch darum, dass wir z.B. weiterhin ohne Angst unsere Meinung hier posten können!

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abrweber 26.04.2014, 20:31
129. Nichts verstanden

Zitat von TS_Alien
Die Gewalt ging eindeutig vom Regime aus. Und weil ein paar Nationalisten bei der Revolution mitgemacht haben, wird daraus keine faschistische Veranstaltung. Die größten Nationalisten sind doch die Russen. Die freuen sich über einen kleinen internationalen "Erfolg" und vergessen dabei ihre weiterhin mehr als bescheidene Situation im eigenen Land. Eine ähnliche Revolution in Russland würde dem Land wirklich gut tun.
Woher beziehen Sie eigentlich ihre Weisheiten, dass die Gewalt von der Vorgangsregierung ausgegangen sei. Das könnten sie jetzt im Zusammenhang mit der Ostukraine so behaupten, dann wäre es wenigstens stimmig.Was die paar Nationalisten betrifft, wie sie schreiben, strotzt vor Ignoranz.Demnach sind Regierungspositionen wie z.B. Vizepräsident, Verteidigungsminister, Landwirtschaftsminister, Generalstaatsanwalt, Leiter des Präsidialamtes alles unwichtige Funktionen?Die Ukraine wäre dankbar wenn sie annähernde russische Wirtschaftsverhältnisse hätte. Aber bleiben Sie ruhig in Ihrem Traumzustand.

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