Forum: Politik
Essen als Prestigesache: Wo die Möhre Montessori lernt

Eine teure Uhr kann sich jeder kaufen - vom Pöbel unterscheidet sich nur noch, wer alles über die Herkunft seines Gemüses weiß. Gentechnik gehört abgeschafft, auch wenn hungernde Menschen dringend darauf angewiesen wären.

Seite 2 von 39
Strichnid 16.06.2015, 16:45
10. ...

Zitat von SNA
Erneut ein typischer Fleischi: erst werden anderen ("den Linken") Worte und Ansichten in den Mund gelegt, die diese nie von sich gegeben haben und dann wird darüber völlig faktenfrei hergezogen. Anfängerkurs Polemik.
Sehr gut zusammengefasst. Eigentlich könnte man diesen Kommentar jede Woche unter diese unsäglichen Kolumnen schreiben.

Dabei hält sich der Autor nur an die alte Weisheit: "Keine Behauptung ist leichter zu widerlegen, als die, die niemand aufgestellt hat."

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dachauerthomas 16.06.2015, 16:55
11. grüne Gentechnik

Dass Herr Fleischhauer immer noch auf die Märchen der Saatgutkonzerne reinfällt. Keine einzige genmanipulierte Nutzpflanze hat den Bauern oder den Verbrauchern genutzt, im Gegenteil, er soll sich nur mal die Situation der Baumwollbauern in Indien ansehen. Einziger Nutznieser sind die Agro-Großkonzerne. Auch ene dumme Mär, dass ein wenig Karotin im Reis das Heil der Menschheit wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
irobot 16.06.2015, 17:03
12.

Zitat von Ponce
Zitat: "Für den Goldenen Reis ist die Sache trotzdem gelaufen. Da können Ernährungswissenschaftler noch so oft darauf hinweisen, dass man den Hunger in der Dritten Welt nur wirksam bekämpfen kann, wenn man Grundnahrungsmittel so anreichert, dass sie für Menschen unter der Armutsgrenze genug Vitamine und Nährstoffe enthalten." Das Problem ist doch wohl eher, dass man die Armut bekämpfen sollte statt neue Geschäftsfelder für Agrarkonzerne zu erschließen.
Wenn Sie den entsprechenden Artikel gelesen hätten, wüssten Sie, dass hinter dem goldenen Reis kein Konzern steckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gandhiforever 16.06.2015, 17:03
13. Herr Fleischhauer singt das Hohe Lied

der Genmanipulatoren.

Sicher waere es schoen, wenn es gelaenge, Getreide zu zuechten, dass auf Felsen wachsen kann. Um Genmanupulation zu verteidigen, muss Herr Fleischhauer auf hungernde Kinder in Indien zurueckgreifen.

Monsanto et al greifen allerdings lieber den Farmer an, dessen Getreide (und damit sein Saatgut) sie mit ihrem manipulierten Saatgut verunreinigt haben. Sie werfen ihm illegale Verwendung ihrer Trademark vor.

Er verliert auch kein Wort ueber die Lebewesen (ich vermeide das Wort 'Schaedlinge'), die auch Getreide essen wollen, natuerlich ohne Einladung. Diese werden sich schnell anpassen, und dann? Dann muss noch widerstndsfaehigeres Saatgut manipuliert werden, und dann ....

Herr Fleischhauer gibt sich dem Irrglauben hin, dass der Einsatz von GMO groessere Ernten - ohne negative Begleiterscheinungen - ermoeglicht.

Das Einzige, was fest steht, ist dass GMO die Profite von Monsanto, BAYER, Syngenta,... steigern sollen. Die hungernden Kinder sind denen egal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
opaschowski 16.06.2015, 17:15
14. nein

hungernde kinder sind nicht auf genfood angewiesen, sondern auf ein gerechteres wirtschaftssystem, in dem die länder des globalen südens nicht als reine rohstofflieferanten und waffenkäufer missbraucht werden. ihre argumentationsfigur ist diesselbe wie die aller atomkraft- und frackingbefürworter, geoingineure und technikgläubigen, die durch forschung und innovation die probleme der welt gelöst sehen. das ist einfach nur alt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleinhev 16.06.2015, 17:15
15. Gratulation zu diesem Artikel

Ich spüre eine Kehrtwende von der Art und Weise wie der Spiegel in der Vergangenheit mit Biotechnology umgegangen ist. Zu den ewigen mittelalterlichen Hexenjägern sei vermerkt, das es gerade der "collateral damage" dieser Gruppierungen ist, der die derzeitige recht unbefriedigende Situation mit den neueren Züchtungstechnologien zuzuschreiben ist. Wäre diese Biotechnologie an Lehr- und Forschungsinstituten nicht verdammt, wäre diese Welt schon lange über herbizidresistente Maissorten und den 'alaskischen Apfel' hinausgekommen. Nur leider werden die sehr wohl bedenklichen Geschäftspraktiken eines Unternehmens zum Anlass genommen, Forschung und Entwicklung in diesem Bereich seit nunmehr über 10 Jahren zu boykottieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bert1966 16.06.2015, 17:18
16. Vom Wert der Nahrungsmittel

Sicher: kaum ein Völkchen auf der Erde bietet wohl mehr humoristische Projektionsfläche als die für ihre Leichtgläubigkeit, Oberflächlichkeit und Suggestibilität bekannten US-Amerikaner. Andererseits enthält Fleischhauers Geschichte allerdings einen wichtigen und wahren Kern, der nicht übersehen werden darf: Nahrungsmittel haben einen Eigenwert, der mittlerweile längst nicht mehr dem Marktwert entspricht. Natürlich muss eine Tüte Spinat nicht 5 Dollar kosten, aber andererseits muss eine Hähnchenbrust die im aufgeblähten und patentierten "big-rooster"-Format nur noch gentechnisch hergestellt werden kann auch nicht verpflichtend für jedermann für 9 Cent und immer und überall erschwinglich sein. Lebensmittel verdienen Wertschätzung und die Produktion genauso, wenigstens das begreifen einige Menschen mittlerweile, denn wie sagte ein italienischer slot-food-Fanatiker dereinst sinngemäß: "Wenn ich ein Lebensmittel zu mir nehme, dann wird es innerhalb kurzer Zeit ein Teil von mir, auf was sollte ich also genauer achten, als auf meine Nahrung?".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rroggenbrot 16.06.2015, 17:19
17.

Im neoliberalen Endstadium gefällts Ihnen sicher hervorragend, was Fleischi?
Am besten dort bleiben. Für immer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
billhall 16.06.2015, 17:20
18.

40% der weltweit produzierten Nahrung landet heute auf dem Müll oder verrotet in Lagern. Von Genfood profitieren nur Agrar- und Giftkonzerne, aber sicher nicht der Verbraucher oder Landwirte. Genfood als die "Lösung" für den Hunger in der Welt darzustellen ist schlicht und einfach empörend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 16.06.2015, 17:22
19.

" Ich habe am Wochenende 5 Dollar für einen Beutel von der Größe einer Spucktüte bezahlt. Ich war echt schockiert,"

Was glauben Sie, was frischer Spinat in Deutschland kostet? Ok, etwas billiger, aber der Vergleich mit dem gefrorenen Spinat hinkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 39