Forum: Politik
Essener Tafel: Arme und Ausländer
DPA

Die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition versagt. Wer die Menschen ins Land holt, muss sich auch um sie kümmern. Stattdessen streiten sich in Essen die Ärmsten der Armen um ein Stück Brot. Da freut sich die AfD.

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thobie2 26.02.2018, 17:32
200.

Zitat von grabenkaempfer
"Der Verantwortliche der Essener Tafel hat eine falsche Entscheidung getroffen." Nein hat er nicht! Die Essener Tafel ist ein Verein und hat nach Vereinsrecht die Möglichkeit jedem die Mitgliedschaft zu verweigern, genaugenommen auch ohne Angabe von Gründen.
Nicht ganz. Die Essener Tafel ist als gemeinnützig anerkannt. Nur dann, wenn in der Satzung steht, dass der Vereinszweck die Unterstützung von ausschließlich deutschen Bürgern ist, war die Entscheidung richtig im Sinne von rechtmäßig. Allerdings dürfte solch eine Klausel dazu führen, dass erst überhaupt keine Gemeinnützigkeit zuerkannt werden darf. Die Entscheidung des Vorstands kann für die Tafel bedeuten, dass sie ihre Gemeinnützigkeit verliert. Damit können dann die Partner die Aufwändungen nicht mehr bei der Steuer gelten machen.

Nur zur Klarstellung: Ich halte die Entscheidung des Vorstands der essener Tafel für falsch und habe bereits die zuständige Finanzverwaltung mit der Bitte, die Gemeinnützigkeit des Vereins zu überprüfen, angeschrieben.

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niroclean 26.02.2018, 17:33
201. ..es sollte mal daran gedacht werden....

...das der Staat und seine Systeme zuerst für seine Bürger da ist! Aber so etwas darf man ja nicht sagen - da wird man ja gleich in die rechte Ecke geschoben. Die Bürger machen das aber nicht mehr mit und es gärt gewaltig unter der Bürgerschaft - wenn die Politik das jetzt nicht wahr nimmt und entsprechend reagiert kann das ein böses Ende nehmen.

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cvdheyden 26.02.2018, 17:34
202. Grundgesetz

Zitat von erlachma
Achso, Kritik darf man nur noch üben, wenn man selber dann einspringt? Was ist das denn bitte für eine verquere Logik? ALLE anderen Tafeln haben bessere Lösungen gefunden. Es ist also nicht so, dass es diese nicht gäbe. Hätte Herr Sartors Lösung daraus bestanden, einfach die von ihm gehassten Leute zu erschießen, wäre das auch eine Lösung in Ihrem Sinne gewesen? Er verstößt gegen das Grundgesetz, und sollte dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Ich hoffe, mit Gefängnisstrafe - und am besten in der von ihm bevorzugten Sippenhaft, also seine Frau und Kinder gleich mit (ist natürlich Quatsch, aber so wird die Absurdität der "Lösung" deutlich). Leute wie Sie fordern doch immer, dass sich die Flüchtlinge an unsere Regeln und Gesetze halten sollen. Wie wäre es, wenn wir uns auch mal an unsere Gesetze halten?
Hatte noch was vegessen: Das Grundgesetz regelt das Verhätnis Bürger zu Staat!! Lesen se mal nach, das kommt hier nicht zum Einsatz. Der Verin hat das Hausrecht und kann sogar entscheiden nur an rothaarige Menschen zu verteilen.

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thobie2 26.02.2018, 17:35
203.

Zitat von bielefelder73
Diese Sozialhilfe wird aber (von vielen) wohl lieber in Handys, Klamotten oder Konsumgüter investiert oder gleich ins Ausland überwiesen. Dies sind Milliardenbeträge!
Na, dann legen Sie doch mal Beiweise für Ihre kecke Behauptung auf den Tisch: Welche Migranten, wann und wie viele. Ach ja, und natürlich bitte nur valides Zahlenmaterial.

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vestago 26.02.2018, 17:35
204. "Die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition versagt"

Mit diesem Satz startet Herr Augstein. Hat er wirklich jemals angenommen, dass diese Flüchtlingspolitik nicht versagen würde? Ernsthaft? Ja hat er.
Stattdessen hat er alle Warnungen und Kommentare mit Weitsicht in den Wind geblasen und diese Menschen pauschal als Wut- und Angstbürger bezeichnet. Fast drei Jahre später folgen die ersten Einsichten.
Aber von Demut und dem Erkennen eigene Fehler ist nach wie vor keine Spur!

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Kanalysiert 26.02.2018, 17:35
205. Armselig!

Wer sich national nicht um das eigene Volk kümmert, braucht sich nicht wundern, wenn die Auswahl begrenzt wird. Wenn in unserem Land Rentner im Müll nach Pfandflaschen wühlen müssen, interessiert es nicht, ob und wieviele Jahre sie eingezahlt haben, solange es Zuzügler gibt, die ohne jeden vorherigen Beitrag mehr bekommen! Eine Riesensauerei in einem so reichen Land, dass man lieber Sozialneid gegen Flüchtlinge in Kauf nimmt, statt sich hier vernünftig um arme Menschen zu kümmern. Die haben nichts von 10 Euro mehr, diese Witz“erhöhungen“ sind wie Hohn.

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ardbeg17 26.02.2018, 17:37
206. Dummheit

In den Kommentaren spiegelt sich die Verwirrung wieder, die unsere Gesellschaft bezüglich Flüchtlinge, Frieden, sozialem Wohlstand, Umwelt- und Gesundheitsschutz und überhaupt befallen hat. Eigentümlich ist, wie wenig selbstverständlich es ist, und noch mehr, wie wenig thematisiert wird, dass wir Regeln haben, an die sich alle, und zwar gefälligst wirklich ALLE! zu halten haben. Volle Gleichberechtigung! Wenn einer Mist baut, wird er sanktioniert, egal ob Nazi, Linksradikaler, Moslem, Christ, Jude, Flüchtling, Ossi, Wessi, Schwarzer, Weisser, Mitglied einer albanischen Gang oder junger Türke mit oder ohne zweiten Pass. Wer hier leben möchte, hat sich an die entsprechenden Regln zu halten, tut er das nicht, MUSS entsprechend sanktioniert werden. Wer das aufgrund sozaler Träumerei oder gar aufgrund pseudolinkem und selbherrlichem Egoismus nicht einsieht, sollte an den entsprechenden Brennpunkten zur Mitarbeit angehalten werden. Notfalls mit Hilfe einer Motivationssteigerung durch Entzug aller staatlichen Leistungen. Das so gesparte Geld könnte man besser für alleinerziehende Müter einsetzen, die sonst mitsamt der kinder leicht im sozialen Abseits landen.

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fördeanwohner 26.02.2018, 17:38
207. -

Zitat von erlachma
Achso, und wenn man 40h/Woche ehrenamtlich arbeitet, befreit einen das vom Grundgesetz? Die Entscheidung der Essener ist definitiv nicht zu respektieren, denn offener Rassismus darf in unserem Land keinen Platz haben. Ich hoffe auch sehr, dass der Leiter angezeigt wird und sich vor Gericht verantworten muss. Ehrenamt darf kein Freibrief für Hass sein.
Wieso Hass?
Sie unterstellen dem Leiter der Einrichtung einfach mal, dass er Nichtdeutsche hasst.
Ich verteidige die Aufnahme von Flüchtlingen ausdrücklich!
Jedoch sollte man tatsächlich mal sehen, weshalb sich Menschen häufig aus Tafeln versorgen. Wenn jemand dieses tut, um Geld zu sparen oder durch Verkauf zu verdienen, damit er/sie es an im Ausland lebende Verwandte schicken kann, hat er/sie kein Anrecht darauf.
Meine Mutter arbeitet in einer Kleiderkammer, wo seit einiger Zeit Menschen auftauchen, die in Massen Kleidung abzugreifen versuchen, obwohl die Abgabe beschränkt ist. Und das tun sie auf ähnliche rabiate Weise. Menschen mit echtem eigenen Bedarf, egal ob deutsch oder nicht, gucken in die Röhre.
Ganz ehrlich, wie würden Sie denn vorgehen, wenn eine Gruppe von Menschen sich auf Kosten anderer bereichert?
Soll man wegen rüchsichtsloser Leute die Tafeln lieber ganz schließen? Das wäre nämlich die Konsequenz, wenn man bestimmte Gruppen nicht ausschließen darf. Ich finde nicht, dass das eine Lösung ist. Und, das ist das Wichtigste, diese Menschen werden doch auch versorgt, die müssen nicht Hunger leiden.

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joernthein 26.02.2018, 17:38
208. Unabhängig von der Diskussion..

über Notwendigkeit und Sinn der Tafeln, geht es hier um die Organisation des Anstellens. "Früher" hat man im Supermarkt Nummern an der Fleischthecke ziehen müssen. So etwas muss auch bei den Tafeln organisiert werden können. Das sage ich, als ehemaliger Mitarbeiter einer Tafel. Ansonsten bin ich erschrocken über die vielen rassistischen Kommentare in diesem Forum. Es ist erschreckend wie das Hauen und Stechen um die würdige Existenz des Menschen auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen wird.

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cerberus99 26.02.2018, 17:39
209. ... und immer schön an der Hauptsache vorbei

Augstein nimmt einen langen Anlauf (um die Armentafeln), um dann im letzten Drittel des Textes zum Kern zu kommen - zu dem,. was er neu in die Debatte einführt.
Er weist auf einen Beitrag hin, der auf "ZEIT Online" zu lesen ist und den viel zu wenige wirklich lesen. Augstein:
"Dazu passt eine neue Zeitgeistanalyse, nach der die Teilung der politischen Lager in Links und Rechts ein Phänomen der Vergangenheit sei. Die neuen Trennungslinien verliefen zwischen "global" und "national" oder "liberal" und "autoritär". In einem gloriosen Welterklärungstext beschrieb die "Zeit" neulich diese "neue, mächtige Bruchlinie", die sich ins politische System schiebe: "Der Konflikt zwischen dem Globalen, lebensweltlich Pluralen, Kosmopolitischen auf der einen Seite und dem Nationalen, Begrenzten, Gemeinschaftsorientierten verläuft quer durch die Parteien."

...und auch hier im SPIEGEL Online Forum arbeitet man sich am Tafel-Thema ab, ohne das, was demnächst ansteht, auch nur zu erkennen: Schade! Doch so läuft leider die ganze Debatte: viel Lärm um Vorurteile und Befindlichkeiten, kein Blick für das, worauf es wirklich ankommt und wo der Gegner steht.

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