Forum: Politik
Essener Tafel: Arme und Ausländer
DPA

Die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition versagt. Wer die Menschen ins Land holt, muss sich auch um sie kümmern. Stattdessen streiten sich in Essen die Ärmsten der Armen um ein Stück Brot. Da freut sich die AfD.

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asnide 26.02.2018, 15:08
60. @drunem

Wenn Sie in einer vergleichbaren Einrichtung gearbeitet haben, sollten Sie wissen, wie schwierig es ist, Hausverbote durchzusetzen. Sollen es die ehrenamtlich tätigen MittfünfzigerInnen tun? Es gelingt in Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen teilweise auch nicht, da sich viele Menschen nicht mehr an Regeln halten. Leider gehören junge Männer oft dazu. Und glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche, ich habe beruflich seit Jahren mit diesen Problemen zu tun.

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GoaSkin 26.02.2018, 15:09
61. Tafeln existieren auch nur, weil es Spender gibt

Zitat von Jasro
Das ist wie bei der eigenen Familie: Dem fremden Bettler auf der Strasse gebe ich ein oder zwei Euro, aber der eigenen Oma gebe ich mehr, wenn's Mal knapp wird mit der Rente, der bezahle ich vielleicht sogar das Pflegeheim. Eben, weil's die eigene Oma ist. So ist das auch bei deutschen Tafeln, die in Deutschland in erster Linie für bedürftige Deutsche da sein wollen: Die eigenen Leute, in dem Fall die Deutschen, haben Priorität vor den aus dem Ausland dazugekommenen. Das ist doch wohl in jedem Land der Welt so.
Den Tafeln sollte klar sein, dass sie nur Lebensmittel verteilen können, die andere Leute gespendet haben. Deutsche zu bevorzugen dürften die Leute gewiss nicht dazu animieren, den Tafeln jetzt noch mehr zu spenden - eher im Gegenteil. Abgesehen davon sollten sie mal eine sinnvolle Sozialarbeit machen, wozu es auch dazu gehört, das schlechte Benehmen des Klientels auszuhalten - egal welcher Nationalität. Die Menschen, die dort hingehen, sind gewiss nicht alle hilfebedürftig geworden, weil sie wohlerzogene Engel sind.

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ilja.albrecht 26.02.2018, 15:09
62. Und wieder die Moralkeule der Reichen

Selbst als erklärtem Kosmopoliten, Weltbürger und absolutem Nichtrassisten bzw. Xenophobenverächter kommt einem inzwischen die Galle hoch ob all des eitlen und arroganten Selbtsbeweihräucherungsgeschwafels der Augsteins, Roths und wie sie alle heißen.

Keiner, absolut niemand kümmert sich um die, die diesen ungesteuerten Zuzug auffangen müssen. Niemand schert es, was in den Innernstädten passiert. Das fängt bei den Ordnungshütern an, geht von Stadtangestellten über Ehrenamtliche und ist jetzt bei den Bedürftigen angelangt.

Realität? Egal. Wer diesbezüglich den Mund aufmacht und sich kritisch äußert, ist Rechts. Wer sich fragt, wo das denn hinführen soll ein Schwarzseher und wer die Schuldigen dieses Gutmenschendebakels benennt, ein Stammtischprediger.

Eines kan man immerhin sagen - dieser gesamte Artikel mitsamt der öffentlichen Brandmarkung des Essener Tafelorganisators zeigt die gesamte maßlose Arroganz und komplette Welt- bzw. Strassenfremdheit der Ultragutmenschen Marke Augstein.

Hauptsache, dem Moralmythos ist Genüge getan. Wen scheren da diejenigen, die das auszubaden haben? Wen interessiert es, dass nun die Bedürftigen politisch und vor allem ethnisch gegeneinander ausgespielt werden und an den Tafeln der Kampf ums Essen ausgebrochen ist? Richtig, niemanden. Sind alles Arme, die sind alle gleich und der Tafelmensch hat gefälligst den Samariter zu spielen und ansonsten die Klappe zu halten, Genauso wie diejenigen, für die diese Tafel gedacht war - die sollen mal sowieso ganz still sein. Auch als Obdachloser hat man gefälligst weltoffen und hypertolerant zu sein. Auch und gerade, wenn man beiseite gestoßen wird.

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tobyr 26.02.2018, 15:10
63. Die Entscheidung der Essener Tafel war nicht falsch

Die Essener Tafel hat, genau wie ihre Schwesterorganisationen, nicht genug Lebensmittel und Verteilkapazitäten für alle Bedürftigen. Der Konkurrenzkampf der Bedürftigen ist also längst da. Was die Tafel nun getan hat, ist einfach folgendes: Sie hat eine Maßnahme durchgeführt, um denjenigen Gruppen, die sich in diesem Kampf als die Schwächeren erwiesen haben (wie sich an dem gewaltig überproportionalen Anteil von Migranten an den Empfängern, wie eer sich in den letzten zwei Jahren entwickelt hat, eindeutig zeigt) ein Stück Chancengleichheit zu gewähren.

Keineswegs werden Ausländer von der Lebensmittelausgabe ausgeschlossen. Keineswegs wurde kategorisch gesagt, dass nie wieder Ausländer Mitgliedschaften erhalten werden. Sondern es werden lediglich bei den Neuanmeldungen Deutsche bevorzugt, bis der Proporz wieder einigermaßen hergestellt ist. Deutsche Bedürftige, oder vielmehr nicht präziser abzugrenzende Untergruppen dieser Gruppe, sind nun mal die Schwächsten der Schwachen.

Praktisch alle von mir gelesene Kritik an der Maßnahme ist dumm, verlogen, bigott oder alles zusammen. Dumm, wenn sie die von mir gerade dargelegten Zusammenhänge nicht versteht oder von den Zuständen bei den Tafeln keine Ahnung hat. Verlogen, wenn sich keiner der Kritiker über eine positive Migrantenquote, eine Frauenquote oder sonst etwas in der Art echauffieren würde. Bigott, wenn die Annahme mitschwingt, dass die blöden "Kartoffeln" mit ihrem "white privilege" ja ohnehin niemals wirklich bedürftig sein können.

Und wenn solche Kritik dann noch von Politikern kommt (Karl Lauterbach u.a.), die mit ihrer brutalen Sozialpolitik die zugrundeliegenden Zustände maßgeblich mit herbeigeführt haben, dann ist die einzige Reaktion, die zumindest mir noch bleibt, Ekel. Und der Gedanke an die nächste Wahl.

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alexreil 26.02.2018, 15:10
64.

Zitat von Pecaven
"Die Armen prügeln sich um die Krümel, die von den Tischen der Reichen fallen." Was sind sie doch fuer ein "linker" Schreiberling, ohne einen Funken von Anstand. Linke wie sie haben erst die AFD gross gemacht. Ausser linken Parolen kennen sie nichts. Zum Glueck faellt niemand auf ihren billigen Populismus rein.
Besser und prägnanter kann man es nicht mehr beschreiben, als es Hr. Augstein tat. Da hilft es auch nichts, wenn man ihm billigen Populismus vorwirft. Die AFD ist das Produkt der seit 1990 praktizierten Politik, der EU, Millionären, Aktionäre, Konzernen und Wirtschaftsverbänden in den Hintern zu kriechen und die Masse dafür abzuzocken. Befristete Arbeitsplätze, exorbitant ausgeweitete Leiharbeit, Ein-Euro Jobs und HartzIV sind die von Politikern für Konzerne und Wirtschaftsverbände geschaffenen Instrumente, um die Masse um die Teilhabe am Reichtum Deutschlands zu bringen. Genau diese Neoliberale Politik, deren schlimmster Auswuchs die Öffnung der Grenzen 2015 war, um der Wirtschaft die erhofften und immer geforderten "Fachkräfte" zuzuführen, hat die AFD, die Tafeln und Essen erst ermöglicht.

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Duggi 26.02.2018, 15:10
65.

Zitat von peterpeterweise
.... muss sich auch um sie kümmern. Eine richtige Aussage. Besonders auffällig dabei ist aber auch, dass nun erstmals auch von links eingestanden wird, dass die Menschen ins Land geholt wurden. Es war keine unausweichliche Naturgewalt, dass sich nach mehreren Jahren Krieg in Syrien sich ganz plötzlich zeitgleich Menschen aus Tunesien, aus Pakistan, aus Afghanistan, aus dem Libanon, aus Syrien aus Eritrea ... auf den Weg nach Deutschland begeben haben. Es waren eindeutige politische Signale der Regierung Merkel, die 2015 weltweit Menschen ermuntert haben zu kommen. Besonders gut sieht man es daran, dass obwohl die Situation in Syrien immer noch schwierig ist, jetzt deutlich weniger Menschen zu uns kommen. Es lässt sich also sehr wohl steuern.
Sage bitte keiner, es hätte niemand davon profitiert.
Aldi, Lidl, Mediamarkt und Co sind voll. Die Mieten steigen. Mobilfunkverträge werden bis zum Kollabieren der Netze geschrieben. Sanifair bekommt wieder ausreichend preiswertes Personal, ...
Finanziert wird das Ganze aus Steuermitteln und zum großen Teil aus den Sozialkassen.
Woran zweifeln Sie also noch? Haben Sie etwa nicht verstanden, wie freie Marktwirtschaft funktioniert?
>SARKASMUS aus

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Neapolitaner 26.02.2018, 15:11
66. Es ist nicht Merkels Job

sich um Flüchtlinge zu kümmern. Das hat sie auch immer gesagt: "Wir schaffen das" - wir alle, und wenn wir alle das nicht schaffen, dann ist das lt. Merkel "nicht mehr mein Land". Damit sind sowohl eine Forderung als auch eine Erwartung ausgedrückt. Insofern beschimpft Herr Augstein sich selbst, wenn er die Nichterfüllung beklagt. Letztlich trägt er dann dazu bei, dass es nicht mehr "Merkels Land ist". Immerhin gibt es die Tafeln: "Nun trägt die SPD - mit einer Unterbrechung von vier Jahren - seit bald 20 Jahren Regierungsverantwortung in Deutschland. In dieser Zeit ist die Zahl der Tafeln von 220 auf 934 gestiegen. " - Die Tafeln sind doch gut, da sieht man den sozialen Fortschritt - soziales Engagement beim Bürger und vom Bürger, genau das was die Regierung fordert und erwartet. Dass sich hie und da Engpässe einstellen ist doch nicht ungewöhnlich und sollte nicht verwundern. P.S. Wer diese Kommunikation zwischen Regierung und Bevölkerung als unglücklich empfindet, der sollte sich auch ehrlich eingestehen, dass in den letzten Jahres der DDR das Verhältnis zwischen dem Volk und den Funktionsträgern des Staates ziemlich angespannt war. Im Fall der DDR gab es dann eine überraschende Wendung.

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ardbeg17 26.02.2018, 15:11
67. völlig daneben

Der Vorfall wird mißbraucht, um linke, rassistische oder naiv Merkel-kritische Positionen zu rechtfertigen. Dabei ignorieren alle Kritiker und Jammerer und Selbstbeweihräucherer (incl. Herrn Augstein) den zentralen Punkt: Hier haben sich Menschen nicht so benommen. wie es in unserer Gesellschaft erwartet wird. Selbst wenn man, beseelt vom Mulikulti-Ideal, der individuellen Freiheit einen höheren Stellenwert einräumt als es unserem historischen Bild entspricht, ist unser Gemeinwesen insgesamt auf die Einhaltung von Spielregeln angewiesen. Diese sind manchmal anders als in anderen Ländern und Kulturen, aber sie haben sich in unserer Kultur etabliert und (bis auf sehr wenige Ausnahmen) bewährt. Die Anpassung an unsere Kultur darf insofern erwartet werden, dass die Mitmenschen nicht mehr als üblich beeinträchtigt werden. Gesetze, Regeln und Normen gelten für alle und alle sollten sich daran halten. Rücksichtsloses Ausnutzen unseres Gemeinwesens kann nicht geduldet und muss unterbunden werden - genau das ist bei der Tafel jetzt geschehen. Ich finde es zum K....., dass ständig die Rassismuskeule hervorgeholt oder über soziale Ungerechtigkeit gejammert wird. Wenn sich jemand nicht benehmen kann, muss er das gefälligst lernen, und ich sehe keinen Grund, wieso man Menschen mit Migrationshintergrund das nicht zutrauen oder zumuten sollte. Alle, die den Tafel-Vorstand kritisieren, sollen bitte dort mithelfen, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Und evtl. ein Praktikum bei der Berliner Polizei anschließen.

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buergerrechte36 26.02.2018, 15:11
68. Es geht dort warlich

nicht nur um ein Stück Brot. Tatsache ist doch das unsere deutschen älteren Bürger, vor allem
Frauen, allmählich ins Abseits gedrängt werden. Bei aller Nachsicht für Zuwanderer, die Bedürftigen unseres
Landes, die mit dazubeigetragen haben, daß es unserer Gesellschaft einigermaßen gut geht, sollte man vorrangig
bedienen.

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horstenporst 26.02.2018, 15:12
69.

"Weil die staatlichen Leistungen für viele Arbeitslose, Rentner und Flüchtlinge nicht ausreichen. Die SPD ist schuldig. Sie erfand erst die Agenda-Politik und besetzte dann jahrelang das Sozial- und Arbeitsministerium. SPD-Politiker sollten bei diesem Thema besser schweigen." Treffend analysiert, aber sollte dann nicht auch Der Spiegel zu diesem Thema schweigen? Wenn ich mich richtig erinnere wurden die Agenda 2010 und die Hartz-Reformen im Spiegel einst äußerst positiv bewertet.

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