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EU-Außenministertreffen in Brüssel: USA attackieren EU-Pläne für Verteidigungsfonds
Thomas Peter/ REUTERS

Zwischen der EU und den USA gärt neuer Zoff. Nach SPIEGEL-Informationen wollen die USA die Regeln für den EU-Verteidigungsfonds ändern. Washington droht mit Strafen, sollte dies nicht geschehen.

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MarkusHenny 14.05.2019, 12:20
190. Stimmt

Zitat von isi-dor
Ich bitte Sie, mit Verlaub, das ist grotesk. Die USA geben überhaupt gar nichts für Verteidigung aus, da niemand die USA angreift. Tatsächlich geben die USA rund eine Billion Dollar im Jahr für das Führen von Kriegen in anderen Ländern aus.
Evtl. 20% können Sie abrechnen. Aber wir wollen mal grosszügig sein und sagen 2/3 gibt die USA für imperiales Gehabe aus.

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isi-dor 14.05.2019, 12:20
191.

Zitat von De facto
Entweder man bekennt sich zu NATO oder man baut ein EU Armee - beide zu haben ist überflüssig.
Auch diese Aussage ist Unfug. Sonst bräuchten wir auch keine Bundeswehr, wenn man sich zur NATO bekennt.

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Little_Nemo 14.05.2019, 12:20
192. Wechseljahre eines Präsidentendarstellers

Einerseits posaunte Trump zu Beginn seiner Amtszeit ständig, er wolle die NATO zerschlagen und die Europäer sollten für ihre Verteidigungsfähigkeit gefälligst selbst sorgen. Nun aber, da die EU Anstalten macht sich von der angeblich so aufopferungsvollen Schutzmacht zu emanzipieren , fürchtet der Maximo Leader offenbar um die Vormachtstellung seines Great-Again-America (an dessen wachsender Bedeutungslosigkeit er mit Hochdruck arbeitet). Der "geniale Geschäftsmann" ist ein allzu durchsichtiges Pökerface.

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Beat Adler 14.05.2019, 12:21
193. Konventionelle Waffen schrecken ab. Sind unverzichtbarer Teil davon!

Zitat von misterknowitall2
es lag nicht an den vielen Waffen, dass es in Europa nicht mehr zum Krieg gekommen ist. Im Westen bildete sich mit der EU ein (relativ)festes Staatenbündnis (womit auch Kriege untereinander ausgeschlossen wurden), im Osten der Ostblock. Dass waren ziemlich ausgeglichene Machtverhältnisse. Es bestand nie die Notwendigkeit dieses Verhältnis eskalieren zu lassen. Beide waren mit Atomwaffen bestückt, und das hielt den jeweils Anderen davon ab loszuschlagen. Atomare Abschreckung eben. Konventionelle Waffen schrecken nicht ab, sondern verleiten dazu, diese auch einzusetzen, da Verschuss billiger ist als Verschrottung.
"Atomare Abschreckung eben. Konventionelle Waffen schrecken nicht ab, sondern verleiten dazu, diese auch einzusetzen, da Verschuss billiger ist als Verschrottung."

Das ist nun wirklich an den Haaren herbeigezerrter, hanebuechener Unsinn, Extra-Bloedsinn! Wie sollen Atombomben Nicht-Staats-Akteure stoppen? Den Cyberangriff verhindern? Den Islamischen Staat, die Al Qaida, Andere? Auserdem braucht es konventionelle Waffentechnologie, um Atombomben zum Einsatz zu bringen.

Wie soll OHNE konventionelle Ruestung ein Atomkrieg verhindert werden? Geht nicht! Eine konventionelle Auseindersetzung gibt den Verantwortlichen die noetige Zeit, das Ganze abzustellen, siehe die vielen Grenzkonflikte zwischen den Atommaechten Pakisten und Indien. Wie wuerde das OHNE konventionelle Waffen verlaufen? Gleich mit der Atimlbombe drauf schlagen?
mfG Beat

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steiger 14.05.2019, 12:21
194. Wir sind stark.

Ich denke, das Raubtier USA hat den Instinkt zu merken, dass eine sehr geschlossen auftretende EU zusammen mit China und Russland in der Lage wäre, den rüpelhaften Hegemon wirtschaftlich in die Schranken zu weisen.

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haraldbuderath 14.05.2019, 12:23
195. NATO ist out of order

Wir brauchen keinen Aufpasser und Vormund, Jeder Groschen in die NATO ist ein Armutszeugnis und wird keine Sicherheit bringen, Die USA fordern nur von anderen Eingeständnisse und weigern selber jegliche Einsicht, die EU ist keine Kolonie der USA und die Einwohner der EU sind keine Leibeigene des Herrn Trump, Der Spiegel ist nicht das Sprachrohr der Deutschen Nation, die USA zwingt alle Nationen in einen Rüstungskrieg und in Neue Milliarden Schulden, die Westliche Welt sollte sich lösen von den USA und Ihren Plänen und eigene Wege gehen, Die EU ist mehr dann ein Spielplatz der USA, die USA lebt von Kriegen,Unterdrückung,Plünderungen und Boykott andere Nationen,

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schoenfeldo 14.05.2019, 12:26
196. Die kriegerischste Nation in der Geschichte der Welt

ist lt. dem ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter die USA.

Offensichtlich möchten sie Entwicklungskosten einsparen und am Profit der Waffen profitieren. Million Menschen sterben aufgrund von Kriegslügen. Whistleblower, die Kriegsmorde offen legen, werden verfolgt oder kalt gestellt.

Die aktuelle politische Kaste der Amerikaner braucht kein Mensch und sie hat die europäische Freundschaft nicht verdient.

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kajoter 14.05.2019, 12:29
197.

Die demokratische Prsidentschaftskandidatin Kamala Harris erklärte vor 2 Tagen in einem Interview, dass Trump auf der ganzen Linie eine völlig falsche Außenpolitik betreibe. Auch sie teile die Bedenken gegenüber der chinesischen Handelspraxis, aber der richtige Weg, dem zu begegnen, wäre eine konzertierte Aktion zusammen mit den alten Partnerländern. Das gleiche gelte für die sicherheitspolitischen Allianzen.
Die beiden Damen aus dem Pentagon haben offensichtlich entsprechende Direktiven von oben bekommen, denn es ist offensichtlich, dass sie eine Trump-typische Taktik verfolgen. Natürlich darf sich die EU davon nicht einschüchtern lassen. Trotzdem ist es ein erneutes Warnzeichen auch gegenüber dem deutschen Verteidigungshaushalt. Wenn wir eine angemessene, in einer guten Relation zu unserer Wirtschatskraft und Bevölkerungszahl aufgestellte Bundeswehr besäßen, würde Deutschland sowohl in Wahington wie in Moskau anders wahrgenommen werden. Man müsste keine französischen Partner mit nach Minsk nehmen, um zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Und derartige Briefe würden wahrscheinlich deutlich konzilianter ausfallen, da man den Machtfaktor Deutschland nicht unnötigerweise verärgern möchte.
Aber die Regierung Merkel hat die Bundeswehr größtenteils als Spartopf betrachtet und die aberwitzigsten Verteidigungsminister gestellt und die SPD "verkleckert" die finanziellen Spielräume lieber mit diversen soziale Projekten, sprich mit Klientelpolitik, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Von Gabriels Geschwafel über die Parkplätze für die Flugzeugträger ganz zu schweigen.
Falls Deutschland Wert darauf legt, dass es außenpolitisch überhaupt noch gehört wird und seine Interessen verfolgen und verteidigen kann, wird es an einer kräftigen Erhöhung des Wehretats nicht vorbeikommen. Und all das kann man nicht bequemerweise auf die europäische Ebene verlagern.

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christerix 14.05.2019, 12:30
198. Ausverkauf der europäischen Idee

Ich gehe davon aus, dass sich die EU weiterhin von den USA (oder sollte man sagen: von Trump) Befehle erteilen lässt. Man muss nicht erst die schändliche Feigheit im Atomdeal mit dem Iran heranziehen, wo die USA als Verräter an internationalen Verträgen ebenfalls seinen Partnern mit Drohungen (Sanktionen gegen Firmen) auf ihre Seite gezogen haben. Deutschland macht Dank Merkel und Maas eine entsetzliche Figur bei der Sache.
Und da sind die Angriffe auf die Northstream2, die uns nun zwingt, um des lieben Friedens Willen teures und umweltgiftiges US-Gas zu kaufen.
Wie weit wollen sich die EU bzw. die EU-Staaten noch vorführen lassen, wenn Trump deutlich macht, dass für ihne Pratnerschaft im Befolgen von US-Anordnungen besteht und Abweichler mit Sanktionen bestraft werden? Und dieser Trump lobt Orban! Nein, eine solche EU wollte ich nie! Wenn die EU sich weiter herumführen lässt, dann bleibt dem Bürger nichts anderes übrig, als Kräfte zu wählen, die diese EU stoppt.
Schläft Merkel noch immer den Schlaf der Unbedarften? Sollte diese Frau nicht endlich aus ihrem US-Populismus aufwachen? Oder ist es am Ende ganz anders: Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass Deutschland gar nicht anders kann. Dass die ganzen "Verschwörungstheorien", die sagen, Deutschland sei kein souveräner Staat, doch einen wahren Kern haben. Nur dass Trump jetzt plump diese Macht-Karte ausspielt.
Eine andere Antwort bietet sich langsam bei soviel Gehorsam gegenüber den USA nicht mehr an.

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Beat Adler 14.05.2019, 12:31
199.

Zitat von thomas_linz
da aber andere Zahlen als Sie aus. Mindestens einer von beiden erzählt als die Unwahrheit. Laut Pentagon sind es naemlich je nach Auslegung zwischen 150-200 Mrd. Dollar. Und selbst dann ist es immernoch mehr als der Wehretat irgendeines anderen Landes auf dieser Welt. Und wieviel Basen hat die USA weltweit? Schoen das man das als Verteidigung bezeichnet. Wenn das alle machen wuerden. Aber ok, fest steht jedenfalls, die USA geben nicht nur 100 Mrd. fuer Ruestung und 600 Mrd fuer Verteidigung aus. Der Versuch, diese absurde Summe zu verharmlosen, ist dann erst mal in die Hose gegangen. Aber hier geht es ja eigentlich um was anderes und zwar, dass sich die Trumpeladministration beschwert, dass man keinen uneingeschränkten Zugang zum europäischen Militärmarkt erhält. Jeder Dealmaker haette statts Drohungen, vielleicht erst mal das Gespräch gesucht. Duerfte ich auf den Brief antworten, wie die USA als zuverlässiger Partner gedenken, den Markt zu lieberalisieren. Anderenfalls haette ich noch einen schoenen Tag gewuenscht. Soll sich doch die USA weiter isolieren. Es wuerde auf jeden Fall dem Wohle der Menschheit dienen.
Die Gesamteinkaeufe der US Streitkraefte pro Jahr sind um die 100 Milliarden $, darunter Uniformen, Toilettenpapier, "Chow", fast keine "Ammo". Waffensysteme sind nur ein Teil davon.

Warum haben die USA soviele Basen weltweit? Weil die Besitzer der Grundstuecke dieser Basen, die USA darum anbetteln! Ja nicht wegzuziehen!

Wenn die USA Japan (Suedkorea, Deutschland, etc. etc.) verlassen, werden die Verteidigungs, Militaer, Ruestungsausgaben von Japan etc. explodieren, um Nordkorea und China dazu den herzensguten allerliebsten Fuehrer des Volkes im Kreml im Schach zu halten.

Die Welt ist KEIN Ponyhof. Wenn ausserhalb der EU Kraefte entstehen, welche die Geschaefte der EU massiv beeintraechtigen, wieviele Flugeugtraegergruppen schickt dann die EU zur Abschreckung in den Einsatz?
mfG Beat

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