Forum: Politik
EU-Außenministertreffen in Brüssel: USA attackieren EU-Pläne für Verteidigungsfonds
Thomas Peter/ REUTERS

Zwischen der EU und den USA gärt neuer Zoff. Nach SPIEGEL-Informationen wollen die USA die Regeln für den EU-Verteidigungsfonds ändern. Washington droht mit Strafen, sollte dies nicht geschehen.

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HeisseLuft 14.05.2019, 16:28
260. .

Zitat von From7000islands
schmunzel schmunzel......... hat Merkel selber nicht Abstand genommen von Poroschenko, für den sie sich 2014 so stark eingesetzt hatte. als ob es in der Ukraine nie eine demokratische Wahl gegeben hätte? Er hat sie enttäuscht. Merkel ist immer noch ein Gesicht der EU, weil die EU wenige Gesichter hat, die man sicher lokalisieren kann. Die innenpolitische Lage in der Ukraine ist nach Einschätzung von Fachleuten nicht besser als in Rumänien und Serbien. Un die wollen viele in der EU nicht haben, bzw. ein Fehler, es aufgenommen zu haben, wenn man schon den Versuch started etwas ähnliches wie eine europäische Demokratie hinzukriegen. Die 7000 Inseln sind viel komplizierter und manchmal lebensgefährlich - nicht mit europäischen Ländern zu vergleichen obwohl offiziell eine Demokratie.
Also fein, belassen wir es dabei: wofür sich die Ukraine entscheidet, ist ihre Sache. Und nicht die Russlands. Sollte sich das von Ihnen erwähnte Serbien für die transeurasische Union entscheiden, ist das auch deren Sache.
Irgendein Problem soweit?

Ansonsten: es wäre imho sinnvoll, innerhalb der EU mehrere klar getrennte Angebote zu machen. Also z.B. einen Bereich, der weitgehend ein rein wirtschaftlicher Freihandelsclub wäre, etwa so wie die EFTA. Eine weiterer, höher integrierter Bereich mit vollausgebildetem Binnenmarkt, vielleicht in etwa so wie in den 90ern. Und schließlich ein Kernbereich mit gemeinsamer Währung, Parlament und etwas, das einer gewählten Regierung zumindest nahekommt. Und der freien Wechselmöglichkeiten für die Teilnehmer. Dann hätten wir vermutlich keinen Brexit und die Neuaufnahme von Staaten wäre deutlich leichter.
Anderer Meinung?

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Neandiausdemtal 14.05.2019, 16:37
261. Exakt

Zitat von HeisseLuft
PPS: Komisch, hieß es sonst nicht immer im Forum, wir sollten aber besser mit Staat X zusammenarbeiten, statt so viel Rücksicht auf Staat Y zu nehmen, der sei wirtschaftlich viel weniger wichtig für Deutschland und die EU? Jedenfalls so lange X = Russland und Y = Ukraine. Bei X = USA und Y = Russland gilt das Argument auf einmal nicht mehr?
Das haben Sie schön erkannt, denn es gibt wichtigeres als Geld und allemal wichtigeres als den US-$.
Großmäulige Besatzer brauchen wir in Europa wirklich nicht und nichts anderes sind Typen wie Grenell.

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gruenerfg 14.05.2019, 16:41
262. Schon

Zitat von artep
Gleichzeitig muss man sagen, dass kein Besatzer seine besetzten Gebiete gern aufgibt und sich gegen deren Emanzipation wehrt. Und das ist auch eine gute Seite des Brexit. Die Briten als die Statthalter der USA werden die EU verlassen und deswegen wird Kontinentaleuropa eigenständig handeln können, ohne ständig ein britisches Veto zu haben.
Schon, aber wissen die USA auch, deswegen pumpen sie schon seit Jahren in die Ost-EU, um ihre Macht in Europa zu behalten. Und wenn man sich umsieht, was Rumänien, Ungarn, Bulgarien, alle gestopft mit Dollars, so machen....

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schorri 14.05.2019, 16:43
263. Uns doch egal

Die alte, in vielen schwierigen Situationen erprobte Partnerschaft mit den USA ist dahin.
Dahin, seit der Polit-Dilettant Trump im Weißen Haus sitzt; und mit ihm eine Clique von arrogant-ignoranten Militaristen.
Die USA waren immer Koch - und wir immer Kellner.
Das war so seit dem Ende des 2. Weltkrieges - und das hat funktioniert.
Weil die Präsidenten und die Administration klug genug waren, ihre faktisch Untergebenen nicht permanent auch noch demütigen zu wollen.
Das hat sich unter Trump gewandelt.
Und so kommt es, dass sich auch die EU wandeln muss.
Sie muss Leuten wie Trump, Pimpeo, Bolton und Konsorten deutlich sagen: Unsere Angelegenheiten entscheiden wir. Nicht ihr.
Also: Bleibt, wo ihr seid und behelligt uns nicht mit euren Unverschämtheiten.
In eineinhalb Jahren ist Trump Geschichte - und mit ihm hoffentlich seine pöbeligen Suburb-Rowdies, die jetzt die politische Klasse darstellen.

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HeisseLuft 14.05.2019, 16:47
264. Na, das ist doch fein

Zitat von Neandiausdemtal
Das haben Sie schön erkannt, denn es gibt wichtigeres als Geld und allemal wichtigeres als den US-$. Großmäulige Besatzer brauchen wir in Europa wirklich nicht und nichts anderes sind Typen wie Grenell.
Na, das ist doch schön, dass wir da gleicher Meinung sind. Und sich die Politik nicht immer kursichtig davon leiten lassen sollte, wer gerade der wirtschaftlich wichtigere Partner ist.

Komisch nur: haben sie damals den Putintrunkenen das auch entgegengehalten? Als die ein ums andere Mal erklärten, wir sollten doch unsere Interessen wahren, Russland wäre wirtschaftlich viel wichtiger als die Ukraine?

Richtig, großmäulige Besatzer brauchen wir nicht. Braucht kein Staat in Europa.

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steingärtner 14.05.2019, 16:57
265. Doch, ich sehe ein Problem

Zitat von HeisseLuft
Wieso wird das schwierig? Sie müssen einfach die "Linkspartei" wählen, die will austreten. Oder sonst irgendeine Splitterpartei, wenn "Die Linke" aus anderen Gründen nicht goutiert. Oder eben die AfD.
Egal wer in Deutschland einen Austritt aus der NATO wirksam beschliesst oder beschließen würde, das heisst noch lange nicht, dass damit auch die USA ihre Truppen abziehen würden.
Sie wissen das aber natürlich wieder besser. Also ist es müßig auch nur darüber nachzudenken.
Ich behaupte, die USA werden unter keinen Umständen freiwillig und friedlich Deutschland oder Europa verlassen. Niemals.

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artep 14.05.2019, 16:57
266. Rumänien...

Zitat von gruenerfg
Schon, aber wissen die USA auch, deswegen pumpen sie schon seit Jahren in die Ost-EU, um ihre Macht in Europa zu behalten. Und wenn man sich umsieht, was Rumänien, Ungarn, Bulgarien, alle gestopft mit Dollars, so machen....
Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder auch die Ukraine und Georgien nehmen das Geld gern, werden sich aber in keiner Weise dem Geldgeber verpflichtet fühlen. Sobald der Wind sich dreht, hängen sie ihr Fähnlein in selbigen. Das lehrt uns die Geschichte und das hat sich bis heute nicht geändert.

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gruenerfg 14.05.2019, 17:20
267. Wäre schön

Zitat von artep
Rumänien, Bulgarien, Ungarn oder auch die Ukraine und Georgien nehmen das Geld gern, werden sich aber in keiner Weise dem Geldgeber verpflichtet fühlen. Sobald der Wind sich dreht, hängen sie ihr Fähnlein in selbigen. Das lehrt uns die Geschichte und das hat sich bis heute nicht geändert.
Das wäre schön, aber schon bei heutigen Abstimmungen ist doch klar erkennbar, welche/wessen Meinung diese Staaten vertreten. Bedauerlich, aber wahr.

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artep 14.05.2019, 17:52
268. Diese Staaten

Zitat von gruenerfg
Das wäre schön, aber schon bei heutigen Abstimmungen ist doch klar erkennbar, welche/wessen Meinung diese Staaten vertreten. Bedauerlich, aber wahr.
Diese Staaten haben keine Meinung. Sie vertreten die Meinung des oder der Unterstützerstaaten, so lange es ihrem Vorteil dient. Sobald der Brexit vollzogen ist und die USA sich von Europa entfernt hat, werden diese Staaten eine Volte schlagen und sich anpassen. Anpassen an jeden, der Geld gibt.

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demokrat2 14.05.2019, 17:54
269. Es wird Zeit, dass sich Europa .......

..... von dem "Kriegstreiber Amerika" abwendet. Den Amerikanern schwimmen in Europa die "Felle" und der Einfluss weg. Sie glauben mit Druck die Wünsche Europas unterlaufen zu können. Bei diesen Freunden braucht man keine Feinde mehr.

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