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EU-Außenministertreffen in Brüssel: USA attackieren EU-Pläne für Verteidigungsfonds
Thomas Peter/ REUTERS

Zwischen der EU und den USA gärt neuer Zoff. Nach SPIEGEL-Informationen wollen die USA die Regeln für den EU-Verteidigungsfonds ändern. Washington droht mit Strafen, sollte dies nicht geschehen.

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lspring 14.05.2019, 10:12
80. Unser täglich Merkel-Bashing

Zitat von Die linke Kobra
entweder man ist in der Nato und arbeitet vertrauensvoll zusammen oder man geht raus aus der Nato und geht seinen eigenen weg. Es ist das heutige charakterlose Spiel dass man lügt und sich zur Nato bekennt und gleichzeitig was entgegengesetztes tut. Überrascht bei Frau Merkel aber schon lange nicht mehr.
Ohne Merkel-Bashing läuft bei Ihnen scheinbar gar nix. Als ob Merkel sich nicht seit jeher zur NATO bekennt hätte...

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harald441 14.05.2019, 10:13
81. Tja,

das dämliche nichtdeutsche Europa hatte 1917 und noch einmal 1944 die USA nach Europa hineingeholt, und nun weiß es nicht, wie es die Sklavenhalter wieder loswerden kann.
Die Geschichte ist manchmal hart, aber nicht ungerecht.

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udo46 14.05.2019, 10:15
82.

Es wird langsam Zeit, dass Europa den USA auf Augenhöhe begegnet und sich nicht in ihrer Entwicklung zu einem ernst zu nehmenden politischen Gebilde, das sich seine Partner selbst aussucht, behindern lässt.

Wer immer noch das unsägliche "America first" als Zeichen für einen Rückzug der USA aus der Weltpolizistenrolle interpretiert, glaubt auch, das Zitronenfalter Zitronen falten.

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lspring 14.05.2019, 10:15
83. Linux-pc

Zitat von HeisseLuft
Sie schreiben diesen Post auf einem Linux-PC?
Seit wann gibt es einen LINUX-PC? Ich kenne nur ein Betriebssystem von LINUX.

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matthias.ma 14.05.2019, 10:16
84. Was für Gegenmaßnahmen?

Die USA kaufen praktisch überhaupt keine Waffen aus Europa. Wenn die USA eine Beteiligung aus Europa zulassen, muss der Lead immer in den USA liegen und die USA bestimmen alles. Ich mochte die USA immer, aber langsam übertreiben sie es. Wird eigentlich Zeit für Sanktionen, da die USA die Auflagen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht erfüllen. Der gibt den Atommächten nämlich vor, dass sie am Ausstieg aus der nuklearen Bewaffnung arbeiten müssen. Konnte ich seit mehreren Jahrzehnten jetzt nicht mehr sehen. Daher gibt es nur zwei Optionen: die USA kommen ihrer Verpflichtung nach oder der Rest der Welt kündigt den Atomwaffensperrvertrag.

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danieldurchschnitt 14.05.2019, 10:16
85. viel Feind viel Ehr

Jedes kleine Bisschen mehr Souverainität Europas bedroht natürich den Anspruch des Hegemon auf die Weltherrschaft. Auch wenn es mit unserer gemeinsamen Währung nicht die Erfogsgeschichte war, so liegt inzwischen doch auch einiges an Euros in den Devisenreserven der verschiedensten Länder dieser Welt. Ich kann mich noch gut an das Gezetere von jenseits des Atlantiks erinnern, als da pötzlich eine Währung auftauchte, die mehr und mehr an Bedeutung gewann. Wenn wir Europäer zusammenarbeiten, und da sind auch die Nicht-EU Nachbarn mit eingeschlossen, dann sind wir verdammt stark.

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HolmWolln 14.05.2019, 10:21
86. USA international isolieren

Es scheint, das Trump nun an jeder Ecke aussenpolitisch zündelt, um sein Impeachment abzuwehren und seine geschäftliche Verstrickungen in seine politischen Entscheidungen zu kaschieren. Beteiligungen an Energie, Rüstungskonzernen und Infrastruktur Entwicklern, z.B.
Da scheint der beste Weg, auch um dem amerikanischen Bürger die Tragweite der Entscheidungen ihres Präsidenten zu vermitteln, die USA bisweilen international zu isolieren.
Deren - auf inländischen Konsum und Handel mit Energie und Waffen ausgelegte - Wirtschaft bräche komplett zusammen, wenn die EU Staaten plus X Staaten ein Embargo gegen die USA verhängen, solange ihr Präsident nicht von seinen imperialen Feuchtträumen ablässt.
Diese offenen Bedrohungen unserer politischen Unabhängigkeit und Souveränität unbeantwortet bzw devot beantwortet zu belassen, führt sicher zu keiner Umkehr US - amerikanischer Aussenpolitik.

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haarer.15 14.05.2019, 10:21
87.

Zitat von Siebengestirn
hier einhellig, klar und zutreffend reagiert wird! Das Schreiben der beide Damen verdeutlicht immerhin, dass die Antwort der EU zu diesem Fragenkomplex bei Herrn Trump angekommen ist. Diese Linie sollte ganz klar weiterverfolgt werden. Natürlich wird Herr Trump wohl auch noch mit dem Austritt der USA aus der NATO drohen. Soll er ruhig. Das bekommt er nicht so einfach durch den Kongress.
Wir brauchen längst eine Neubesinnung - gerade bei der NATO. Dass dieses Bündnis obsolet ist, da hat Mr. Trumpel ausnahmsweise recht. Der Mann dreht irgendwann doch völlig durch. Deshalb - Europa braucht eine eigene Verteidigungsgemeinschaft und da sollte Russland einbezogen werden. Sicherheitspartnerschaft war einst ein großes Thema - und dummerweise versemmelt haben es damals die Europäer.

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mwroer 14.05.2019, 10:22
88.

Zitat von Die linke Kobra
entweder man ist in der Nato und arbeitet vertrauensvoll zusammen oder man geht raus aus der Nato und geht seinen eigenen weg. Es ist das heutige charakterlose Spiel dass man lügt und sich zur Nato bekennt und gleichzeitig was entgegengesetztes tut. Überrascht bei Frau Merkel aber schon lange nicht mehr.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit bedeutet nicht das man sich in Abhängigkeit von einem Partner begibt bzw. alle andere tun müssen was ein Partner sagt.

Die EU steigert, wie verlangt (und zwar zu Recht), ihre Beteiligung an der NATO. Dabei berücksichtigt man das man geographisch nun mal zusammen lebt - die USA und Kanada sind weit weg - und daher macht es Sinn Systeme zu entwickeln wo man Ersatzteile, überspitzt formuliert, mit dem Fahrrad im nächsten Dorf abholen kann.

Offenbar haben Sie die Webseite der NATO noch nie besucht? Da stehen die Ziele der Organisation klar definiert. Ich habe vorsichtshalber noch mal nachgeguckt - nirgends steht 'Die US Rüstungswirtschaft zu versorgen und alleine im geopolitischen Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika zu handeln'

Der vorliegende Brief zeigt relativ deutlich als was die USA die NATO begreifen: Teil der US Streitkräfte, zu versorgen mit amerikanischen Systemen (und europäischem Geld), und sonst: Befehlsempfänger.

Das funktioniert so nicht mehr. Die EU *muss* sich emanzipieren und dazu gehört ein Mindestmaß an militärischer Unabhängigkeit.

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schnabelnase 14.05.2019, 10:23
89. Wirres Gerede aus wirtschaftlichen Gründen

Die USA verlangen von der EU, sich (finanziell) mehr einzubringen und mehr Selbstverantwortung zu übernehmen. Ansonsten würden sich die USA ausklinken und die EU sich selbst überlassen. Also startet die EU Projekte, die dazu dienen sollen, unabhängiger und eigenständiger zu werden. Das passt den USA dann aber doch nicht und sie drohen, sich aus den Bündnissen zurückzuziehen und die EU allein zu lassen. Ja, das ja der Grund für die EU-Projekte. Da steigt doch keiner mehr durch. Natürlich ist der Wirrwarr nur das Ergebnis der Ziele der US-Regierung, auf irgendeine Weise irgendwie möglichst viel Geld zu machen. Logik ist da erst einmal zweitrangig. Die US-"Lösung" lautet: Die EU deckt sich für 100 Mrd. Dollar mit unseren schönen US-Waffen ein, zahlt 200 Mrd. mehr in den Nato-Topf ein und lässt alle tollen US-Waren ungeprüft und Zollfrei in die EU einführen. Wenn nicht, werden wir euch dämlichen Europäern (wo immer dieses Europa auch sein mag) für 500 Mrd. Dollar Schaden zufügen. Irgendwie.

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