Forum: Politik
EU-Austritt: Britische Regierung bereitet sich auf harten Brexit vor
Simon Dawson/ Bloomberg/ Getty Images

Großbritanniens neuer Premier Boris Johnson will den Brexit bis Ende Oktober vollziehen - auch ohne Abkommen mit der EU. Seine Regierung arbeitet jetzt "unter Hochdruck" Pläne für die Zeit nach dem No-Deal aus.

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undlos 28.07.2019, 13:34
1. Säbelrasseln

Johnson versteht sein Geschäft: Vor den Verhandlungen, die er will, die EU aber nicht, werden erstmal ordentlich die Säbel gerasselt. So möchte er Eindruck schinden, um dann die,Rosinen aus dem Kuchen zu fummeln. Das Ganze ist aber nicht unriskant: 1. Das britische Parlament hat einen Austritt ohne Vertrag ausgeschlossen. 2. Könnte die EU sein Angebot annehmen und anbieten, den Brexit auf den 01.09. vorzuverlegen.

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Watschn 28.07.2019, 13:45
2. Eine ängstliche u. reichl. dumme EU-Abschottungspolitik gegenüber UK..

..macht alles noch viel schlimmer u. unerträglicher. Diese dumme EU-Brexit-Politik der ...Dogmatik, Unflexibilität, Unvernunft (insb. auch in Bezug auf ein folgendes Verhältnis mit einem EU-freien UK), aus infantilen Intentionen einer verlassenen, beleidigten EU-Leberwurst..., wird schlussendlich vor wichtigen Problemlagen nicht gerecht.
Es verlangt niemand ein Rosinenpicken UK's, nicht mal UK selber. (Man hat sich ja mit May bereits geeinigt, von den sog. 4 EU-Freiheiten (Kapital, Güter, Menschen u. Dienstleistungen), UK nur an 2 (Kapital u. Güter) mit der EU teilhaben zu lassen.

Was sich der EU verbietet sind undemokratische Festlegungen, welche UK in ihren zukünftigen Entwicklungen behindern (un-terminierte Übergangsregelungen), oder gar ihre nationale Integrität verletzen (Backstop).
Man kann dies problemlos anders lösen. (Automatische Übergangsvereinbarungs-Deadlines mit gegenseitigen Verlängerungsmöglichkeiten, und problemlose techn. Lösungen an der zukünftig nordir.-ir. Warengrenze, die schon heute existieren (Tollcollect, LKW-Mauterfassung an den schweiz. Grenzübergängen mit Metallbalkensensorik u. Chiplösungen).
So wäre problemlos eine elektron. Absender-Warenabfertigung (Einlesung) mit Chipettiketten, u. autom. Erfassung an den künftigen EU/IRL-UK Grenzübergängen (See-, Flughäfen, Landwege Nordirl.-Irl.) u. Auslesung beim Warenempfänger möglich. Vereinzelte Waren-Stichprobenkontrollen von den jeweiligen Zollbehörden beim Empfänger könnten dies abrunden.

Es geht einfach nicht an, dass die EU dermassen ihren bornierten Brexit-Kopf in den Sand steckt. Sie muss sich bei offensichtlich klar zu lösenden Problemen welche die Existenz der EU ja nicht unterminiert, demokratischer bewegen. Das ist mehr als angebracht, sonst manöveriert sie sich immer mehr in eine Sackgasse, welche nur in eine Verhärtung u. zukünftig zu befremdlichem bis aversem polit. Verhältnis zwischen UK u. der EU führt. Anzeichen u. Folgen dieser dummen, sich verweigernden EU-Politik (Juncker, Bornier, Tusk, Timmermans) gegenüber einem Brexit-UK sind leider bereits da. (Grosszügiges Freihandelsangebot der USA an UK, Rückbehalt von UK-Zahlungen an die EU, evtl. harte Abwendung UK von der EU - durch Aufkündigungen von gem. Projekten wie Sicherheitsvereinbarungen, gemeinsame Militärstrukturen u. militärpolit. Allianzen wie Cybersicherheit, Terrorsicherheit, Sicherheitsüberwachung). Hoffentlich wird dies mit einer intelligenteren Politik durch Frau v.d. Leyen besser.

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haarer.15 28.07.2019, 13:47
3. Eines muss man Johnson lassen

Der redet beim Brexit nicht mehr um den heißen Brei herum - sondern macht ernst. Da gilt es jetzt keine Zeit mehr zu verlieren - und das Gesicht noch weniger. Je früher der Brexit über die Bühne geht, desto besser für alle Akteure. Also am besten vor dem 31.10., um den Schwebezustand für die Wirtschaft endlich zu beenden. Die EU ist längst auf dieses Szenario vorbereitet und mittlerweile gut gewappnet. Die Tories, die Johnson auf den Schild gehoben haben, haben gewusst, dass der Brexit mit ihm auf die harte Tour hinausläuft. Hinterher braucht sich keiner beschweren.

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jjcamera 28.07.2019, 13:56
4. Unausweichlich

Johnson droht der EU? Ein harter Brexit ist wohl die einzig verbleibende Lösung, wenn sich die EU nicht als "Bettler" blamieren will.
Es wird in der EU eine "Delle" geben, die spätestens in 3 Jahren vergessen ist und danach sogar zu mehr Aufwind führt. Für die Briten kommt es schlimmer, vor allem das Vertrauen in die USA als Retter wird schwer enttäuscht werden. Wer, der noch bei Trost ist, verlässt sich schon auf einen Fake-President, der Verträge bricht und Zölle als Druckmittel mißbraucht? Englische Firmen, die den Austausch von Waren mit der EU dringend benötigen, verlegen ihren Hauptsitz nach Irland oder gleich aufs Festland. Schottland tritt aus dem United Kingdom aus. Und der Rest backt kleinere Brötchen und hält sich an sonderbare Gebräuche und kuriose Traditionen.

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bushmills 28.07.2019, 13:56
5.

"sehr umsichtiges Wirtschaftsmanagement, durch das wir im nächsten Jahr 26,6 Milliarden Pfund Spielraum haben." Das entspricht rund 29,5 Milliarden Euro. Außerdem könne Großbritannien es sich leisten, mehr Geld zu leihen.

Anders gesagt, Mittel, die für andere Zwecke vorgesehen waren, müssen zweckentfremdet werden, und zusätzlich nimmt die Staatsneuverschuldung zu - um lediglich die direkten Auswirkungen abzufedern.

"werden erhebliche zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt" ist dann wohl Synonym für "Außerdem wird die Belastung der Bürger steigen".

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Beat Adler 28.07.2019, 14:01
6. Alles ganz problemlos zu loesen: Danke fuer die Aufklaerung!

Zitat von Watschn
..macht alles noch viel schlimmer u. unerträglicher. Diese dumme EU-Brexit-Politik der ...Dogmatik, Unflexibilität, Unvernunft (insb. auch in Bezug auf ein folgendes Verhältnis mit einem EU-freien UK), aus infantilen Intentionen einer verlassenen, beleidigten EU-Leberwurst..., wird schlussendlich vor wichtigen Problemlagen nicht gerecht. Es verlangt niemand ein Rosinenpicken UK's, nicht mal UK selber. (Man hat sich ja mit May bereits geeinigt, von den sog. 4 EU-Freiheiten (Kapital, Güter, Menschen u. Dienstleistungen), UK nur an 2 (Kapital u. Güter) mit der EU teilhaben zu lassen. Was sich der EU verbietet sind undemokratische Festlegungen, welche UK in ihren zukünftigen Entwicklungen behindern (un-terminierte Übergangsregelungen), oder gar ihre nationale Integrität verletzen (Backstop). Man kann dies problemlos anders lösen. (Automatische Übergangsvereinbarungs-Deadlines mit gegenseitigen Verlängerungsmöglichkeiten, und problemlose techn. Lösungen an der zukünftig nordir.-ir. Warengrenze, die schon heute existieren (Tollcollect, LKW-Mauterfassung an den schweiz. Grenzübergängen mit Metallbalkensensorik u. Chiplösungen). So wäre problemlos eine elektron. Absender-Warenabfertigung (Einlesung) mit Chipettiketten, u. autom. Erfassung an den künftigen EU/IRL-UK Grenzübergängen (See-, Flughäfen, Landwege Nordirl.-Irl.) u. Auslesung beim Warenempfänger möglich. Vereinzelte Waren-Stichprobenkontrollen von den jeweiligen Zollbehörden beim Empfänger könnten dies abrunden. Es geht einfach nicht an, dass die EU dermassen ihren bornierten Brexit-Kopf in den Sand steckt. Sie muss sich bei offensichtlich klar zu lösenden Problemen welche die Existenz der EU ja nicht unterminiert, demokratischer bewegen. Das ist mehr als angebracht, sonst manöveriert sie sich immer mehr in eine Sackgasse, welche nur in eine Verhärtung u. zukünftig zu befremdlichem bis aversem polit. Verhältnis zwischen UK u. der EU führt. Anzeichen u. Folgen dieser dummen, sich verweigernden EU-Politik (Juncker, Bornier, Tusk, Timmermans) gegenüber einem Brexit-UK sind leider bereits da. (Grosszügiges Freihandelsangebot der USA an UK, Rückbehalt von UK-Zahlungen an die EU, evtl. harte Abwendung UK von der EU - durch Aufkündigungen von gem. Projekten wie Sicherheitsvereinbarungen, gemeinsame Militärstrukturen u. militärpolit. Allianzen wie Cybersicherheit, Terrorsicherheit, Sicherheitsüberwachung). Hoffentlich wird dies mit einer intelligenteren Politik durch Frau v.d. Leyen besser.
Alles ganz problemlos zu loesen: Danke fuer die Aufklaerung!

Warum schreiben dann alle Experten seit Monaten etwas Anderes? Sie verstehen nicht, wie toll doch der Nigel Farage und der Boris Johnson alles besser wissen. Oder ist es nicht so?

Ein harter Brexit = eine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland.
mfG Beat

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brux 28.07.2019, 14:03
7.

So richtig Ahnung von der Materie haben Sie wohl nicht.
Ein Beispiel:
Eine Verweigerung der rechtlich verbindlichen Zahlungen an den EU Haushalt wäre kreditechnisch ein "default", der zu einer Absenkung der Bonität führen würde und damit zu enormen zusätzlichen Zinszahlungen für die gigantischen britischen Staatsschulden.
Das ist eine völlig leere Drohung.
Noch ein Beispiel:
Die Verschiebung des Austrittstermins war ein Ratsbeschluss auf Wunsch und mit Zustimmung der Briten. Das ist rechtlich verbindlich und hatte als Bedingung, dass eine Neuverhandlung des Austrittsabkommens ausgeschlossen ist.
Der Rat müsste also neu entscheiden, tagt aber vor Mitte September gar nicht.
Diese Politik nach Gutsherrenart mag im anachronistischen britischen System funktionieren, in der EU aber nicht.

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rainer60 28.07.2019, 14:06
8. weniger

Zitat von Watschn
..macht alles noch viel schlimmer u. unerträglicher. Diese dumme EU-Brexit-Politik der ...Dogmatik, Unflexibilität, Unvernunft (insb. auch in Bezug auf ein folgendes Verhältnis mit einem EU-freien UK), aus infantilen Intentionen einer verlassenen, beleidigten EU-Leberwurst..., wird schlussendlich vor wichtigen Problemlagen nicht gerecht. Es verlangt niemand ein Rosinenpicken UK's, nicht mal UK selber. (Man hat sich ja mit May bereits geeinigt, von den sog. 4 EU-Freiheiten (Kapital, Güter, Menschen u. Dienstleistungen), UK nur an 2 (Kapital u. Güter) mit der EU teilhaben zu lassen. Was sich der EU verbietet sind undemokratische Festlegungen, welche UK in ihren zukünftigen Entwicklungen behindern (un-terminierte Übergangsregelungen), oder gar ihre nationale Integrität verletzen (Backstop). Man kann dies problemlos anders lösen. (Automatische Übergangsvereinbarungs-Deadlines mit gegenseitigen Verlängerungsmöglichkeiten, und problemlose techn. Lösungen an der zukünftig nordir.-ir. Warengrenze, die schon heute existieren (Tollcollect, LKW-Mauterfassung an den schweiz. Grenzübergängen mit Metallbalkensensorik u. Chiplösungen). So wäre problemlos eine elektron. Absender-Warenabfertigung (Einlesung) mit Chipettiketten, u. autom. Erfassung an den künftigen EU/IRL-UK Grenzübergängen (See-, Flughäfen, Landwege Nordirl.-Irl.) u. Auslesung beim Warenempfänger möglich. Vereinzelte Waren-Stichprobenkontrollen von den jeweiligen Zollbehörden beim Empfänger könnten dies abrunden. Es geht einfach nicht an, dass die EU dermassen ihren bornierten Brexit-Kopf in den Sand steckt. Sie muss sich bei offensichtlich klar zu lösenden Problemen welche die Existenz der EU ja nicht unterminiert, demokratischer bewegen. Das ist mehr als angebracht, sonst manöveriert sie sich immer mehr in eine Sackgasse, welche nur in eine Verhärtung u. zukünftig zu befremdlichem bis aversem polit. Verhältnis zwischen UK u. der EU führt. Anzeichen u. Folgen dieser dummen, sich verweigernden EU-Politik (Juncker, Bornier, Tusk, Timmermans) gegenüber einem Brexit-UK sind leider bereits da. (Grosszügiges Freihandelsangebot der USA an UK, Rückbehalt von UK-Zahlungen an die EU, evtl. harte Abwendung UK von der EU - durch Aufkündigungen von gem. Projekten wie Sicherheitsvereinbarungen, gemeinsame Militärstrukturen u. militärpolit. Allianzen wie Cybersicherheit, Terrorsicherheit, Sicherheitsüberwachung). Hoffentlich wird dies mit einer intelligenteren Politik durch Frau v.d. Leyen besser.
ab und wann ist weniger mehr. ihr kommentar wäre auch weniger nicht besser. sie verdrehen ursache und wirkung .
borniert sind hier die briten die zwar raus wollen, jedoch alle vorteile der eu-mitgliedschaft behalten wollen. wenn sie das nach 3 jahren noch immer nicht begriffen haben sitzen sie wahrscheinlich für die tory's im britischen parlament und stricken fröhlich an der britischen dolchstoßlegende das alles nur schuld der dusseligen eu ist.
leider sitzen jedoch die dussligen , von brüssel aus gesehen, jenseits des kanals. träumen von vergangenen zeiten und kapieren immer noch nicht das es nicht aufgabe der eu den (rosinenpicken) wünschen der briten folge zu leisten.

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susuki 28.07.2019, 14:07
9.

In spätestens 10 Jahren ist ein umfassendes Freihandelsabkommen aufgegleist.

In der Zwischenzeit entstehen gewisse Verluste und leider nicht realisierbare Gewinne. Dumm gelaufen.

Aber nicht der grosse Untergang des Abendlandes.

Lasst die Britten ziehen.

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