Forum: Politik
EU-Austritt: Die Brexit-Fundamentalisten meinen es ernst
Rui Vieira/PA Wire/DPA

Der britische Premier Johnson stellt der EU jetzt schon Bedingungen, um überhaupt noch zu verhandeln - während sich seine Regierung auf den No-Deal-Brexit vorbereitet. Die EU kann nur noch eines tun: hart bleiben.

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cup01 30.07.2019, 09:18
1. Nachgeben kommt nicht in Frage

Demnächst gäbe es sonst noch mehr Kandidaten, die die EU verlassen wollen. Das wäre das Ende. Gewonnen hätten dann Putin und Trump, denen die EU und der Euro schon immer ein Dorn im Auge waren. Also, keine Zugeständnisse und nur nicht aus Versehen an den Selbstzerstörungsknopf kommen!

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boanerges 30.07.2019, 09:23
2. Let my people go

Liebe EU, lasst sie doch endlich ziehen. Nach 40 Jahren Gehirnwäsche gibt es immer noch eine leichte Mehrheit für den Brexit, dem ist rational nicht zu begegnen. Lasst sie gehen, und die nächste Generation wird diese Politiker in die Wüste schicken und den Wiedereintritt in fünf bis zehn Jahren anstreben, dann bitte ohne Thatcher Rabatt und anderer Sperenzchen. Bei uns kommt die Panikmache von der Autolobby. Ja, es wird viel Geld im EU Haushalt fehlen, aber wir können endlich die Banken kontrollieren, ohne Veto der Briten mit ihrem grössten Geldwäsche- und Schwarzgeldplatz London.

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prisma-4d 30.07.2019, 09:25
3. ...meinen es ernst?

Ah ha, bis jetzt glaubte der Autor die Briten wollen nur "spielen"? Die Überschrift ist strenggenommen eine Beleidigung. "Wie kann man etwas so meinen wie man es sagt... das gehört sich nicht" Gerade so ließt sich der Artikel. Johonson erreicht mit seinen Äussereungen das was May nicht erreicht hat. Er sagt, wenn die EU auf dem Deal besteht, wird es eben Keinen geben. Und liebe EU, was dann? Tatsächlich alle Beziehungen mit GB abbrechen?... Mein Kommentar: die normative Kraft des faktischen....

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kjartan75 30.07.2019, 09:26
4. Johnson spekuliert auf Neuwahl

"Im Londoner Unterhaus aber ist eine klare Mehrheit gegen einen solchen No-Deal-Brexit, und sie könnte Johnson notfalls per Misstrauensvotum aus dem Amt entfernen."

1. Johnson spekuliert ganz klar auf Neuwahl, das lassen auch seine vielen Versprechungen vermuten, die er jetzt, so lange noch angeblich Geld da ist, auf den Weg bringen will (wobei bis September sich erstmal nichts tut, da die Parlamentarier in der Sommerpause sind). Ob er eine Mehrheit mit der Brexit Party bekommt, ist derzeit eher unwahrscheinlich, wenn man den Umfragen Glauben schenkt.

2. Das Misstrauensvotum wird zwar kommen und er wird es garantiert verlieren, dennoch ist der Stand erstmal der, dass die Briten am 31.10. austreten. Die EU muss also angesichts einer Neuwahl sich wieder bereiterklären, einer weiteren Verlängerung zuzustimmen, was aber angesichts der Umstände wohl wahrscheinlich ist.

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peter-k 30.07.2019, 09:26
5. Zeitverschwendung

In Europa suchen die Politiker immer noch nach Wegen die Briten drinnen zu behalten.
Die meisten Briten jedoch interessiert schon gar nicht mehr Brexit oder No Brexit. Sondern die wollen nur noch eines: Das Theater beenden. Und das heißt unter dem Bruder von Herrn Trump nun mal ohne jeden Zweifel: raus.

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aa_mode 30.07.2019, 09:26
6. Verstehe das einer

Ich hatte früher im Geschichtsunterricht immer Probleme damit, Zusammenhänge und Entwicklung von Geschehnissen zu verstehen. Die Hintergründe zu begreifen, warum sich Dinge so entwickelt haben wie sie es haben.
Die gleiche Schwierigkeit sage ich den folgenden Generationen voraus: da ist dieser Typ, der für einen EU Austritt wirbt. Warum eigentlich genau? Die Gründe dafür konstruiert er sich mit Lügen und „alternativen Fakten“. Tatsächlich gewinnt er damit eine Volksabstimmung. Danach googelt das Volk wofür es eigentlich abgestimmt hat und entlarvt, dass es veräppelt worden ist. Die Wirtschaft schwächelt daraufhin, die kluge Jugend „macht Rüber“, Firmen verlagern ihren Hauptsitz in die EU. Alles recht Ungeil.
Ich würde jetzt erwarten, dass dieser Typ zum Teufel gejagt wurde. Aber in den Geschichtsbüchern wird stehen, dass er daraufhin auf demokratischem Wege zum Staatsoberhaupt gemacht wurde... to be continued....

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w.diverso 30.07.2019, 09:26
7. Wie schon in der Vergangenheit

zu sehen war, ist Boris Johnson an Details nicht besonders interessiert. Er ist Premierminister, was er werden wollte, und der Rest ist ihm nicht so wichtig. Ähnlich wie bei Trump. Den Zerfall von GB nicht er dabei locker in Kauf. Re und seine Familie ist so reich, dass ihm nicht besonders juckt wie es dem durchschnittlichen Briten in der Zukunft ohne EU geht. Ist auch ziemlich sicher, dass er und ie anderen in der momentanen Regierung ihr Geldvermögen in sicheren Häfen haben. Es ist auch mehr als unwahrscheinlich, dass Johnson bis zum offiziellen Austritt aus der EU noch im Amt ist. Nach ihm die Sintflut!

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proffessor_hugo 30.07.2019, 09:27
8.

Die Fristverlängerungen waren schon ein Fehler. Jetzt muß die EU einfach hart bleiben. Sonst wird sie endgültig unglaubwürdig. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das ist doch mit Kindern in der Trotzphase genauso.

Ein Rückzug vom Austritt war doch nur in den regulären zwei Jahren möglich, die EU hat doch nur die Frist bis zum Austritt verlängert.....

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Stephan H. 30.07.2019, 09:27
9. Fehler in der Analyse

Zitat: "Die britische Regierung will Zollunion und Binnenmarkt der EU verlassen, die EU will keine neue harte Grenze zwischen Irland und Nordirland - und beides zugleich geht nicht.". Es ist richtig dass beides nicht geht. Aber: Auch UK muss auch dafür sorgen, dass nicht wieder harte Grenze in Irland entstehen. Hier gibt es Verpflichtungen aus dem Good Friday Agreement, die UK nicht brechen möche. Die Quadratur des Kreises ist noch nicht gelungen. Deshalb hat die Regierung May den Backstop vorschlagen und zusammen mit den Unterhändlern der EU in den Austrittsvertrag geschrieben. Was noch viel schlimmer ist als die ganzen kommenden Zölle: Personenfreizügigkeit, Diensleitungsfreizügkeit als auch medizinische Freizügigkeit sind bei einem harten Brexit Geschichte. Durch den Single Market fühlt sich für die meisten Menschen die Insel heute als ein Irland an. In IRL wohnen und in NI arbeiten: Kein Problem. Der NI Handwerker der in IRL Aufträge ausführt. Kein Problem. Der Dubliner der sich in Belfast in der Uniklinik behandeln lässt: Kein Problem. Das alles fällt mit dem Brexit weg. Faktisch wird es auch bei Lösungen für den Warenverkehr trotzdem eine Teilung geben! Unumgänglich leider!

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