Forum: Politik
EU-Austritt: Die Brexit-Fundamentalisten meinen es ernst
Rui Vieira/PA Wire/DPA

Der britische Premier Johnson stellt der EU jetzt schon Bedingungen, um überhaupt noch zu verhandeln - während sich seine Regierung auf den No-Deal-Brexit vorbereitet. Die EU kann nur noch eines tun: hart bleiben.

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w.weiter 30.07.2019, 10:05
50. Hochintelligent?

Mag sein. Bewiesen scheint mir:
Hochintellingenz schützt vor Torheit nicht.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Deadline: 31.10.2019. Dann muß Schluß sein.
Was danach kommt wird nicht das Ende der Welt sein.
Es wird weitergehen, wie auch immer. Aber es geht weiter.

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iffelsine 30.07.2019, 10:05
51. Die EU-Mitglieder sollten für sich jeweils alles tun,

um den no-deal-Brexit zu überstehen. Alles andere bindet unnötig Ressourcen. Wir einzelnen Bürger müssen unsere Urlaubspläne überprüfen: irgendwelche Reisen mit britischen Unternehmen ? Noch Pfunde von den letzten Urläuben in der Tasche ? Tickets von britischen Urlaubsfliegern ? Oder etwa Urlaub in GB gebucht ? Das sind alles Horrorfragen, um die sich intensiv gekümmert werden muss. Also liebe EU-Mitbürger, ran an die Arbeit für einen no-deal-Brexit.

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TscheffichheißeTscheff 30.07.2019, 10:07
52. Pokerspiel

Der Backstop ist bekanntlich ein Vorschlag von der Insel. Also wirklich, wenn Johnson Poker spielt, dann erhöht er mit 2-7o, weil er damit ja eine Doppelchance auf den Straight Flush hat.

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Abschlag 30.07.2019, 10:07
53. Neuwahlen vor EU-Austritt nicht mehr möglich

Dieser Artikel berücksichtigt die zeitlichen Einschränkungen nicht, die sich aus den britischen Wahlgesetze ergeben. Seit 2013 darf nicht mehr der Premierminister, sondern nur das Parlament Neuwahlen beschließen. Der frühstmögliche Termin für Neuwahlen nach dem Gesetz wäre am 31.10. also genau am EU-Austrittstag. Bis die Stimmen ausgezählt sind, wäre GB schon aus der EU.

Die einzige Möglichkeit, den Wahltermin früher anzusetzen, wäre, das Parlament aus der Sommerpause zu einer Sondersitzung einzuberufen, um dann mit Zweidrittelmehrheit die Auflösung des Parlaments zu beschließen. Diese 2/3-Mehrheit würde BJ niemals kriegen, da die Remainer als Bedingung für ihre Zustimmung die Verlängerung der EU-Mitgliedschaft fordern würden.

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seetaucher 30.07.2019, 10:08
54.

Zitat von nofreemen
Die EU kann gar nicht anders als hart bleiben. Es liegt in der DNA des Systems "nicht klein bei zu geben". Wie bei Kindern zieht man eine "harte Linie" durch. Die sollen ja einmal "etwas werden". Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Alles andere ist unvollstellbar. Mit diesem Gepäck auf dem Rücken zieht man in Verhandlungen und kommt keinen Milimeter weiter. Ob es am Schul-und Bildungssystem liegt oder doch mehr an den jeweiligen unterschiedlichen nationalen Kulturen, die mit den Sprachen kollidieren? Keiner weiß es, aber jeder tut so als ob er "den ultimativen" Schlüssel in der Hand hält. Das Gezerre geht so immer weiter und eine Lösung ist nucht in Sicht. Bestenfalls ein Kompromis oder Einigung auf Zeit.
Dabb sagen Sie doch mal ganz konkret, welchen Kompromiss die EU anbieten soll, wenn Sie sich hier gegen "harte Linien" ausprechen.

Wobei ich die Linie nicht als "hart" ansehe, sondern einfach als klar.

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bartsuisse 30.07.2019, 10:08
55. Bis heute

ist der von vielen Foristen gewünschte Einbruch der britischen Wirtschaft ausgeblieben. Im Gegenteil sind die Wachstumszahlen besser als die deutschen Zahlen. Das darf doch gar nicht sein....Kollapps bei Dover? Schon heute findet der Welthandel mit Zölken statt und mit Kontrollen. GB handelt ja nicht nur mit der EU. Daher müssen diese Praktiken halt ggfls auf EU Importe ausgeweitet werden....das muss aber nicht neu erfunden werden sondern findet tag täglich statt mit Produkten aus China, Südamerika oder Afrika. Der Expdus von London nach Frankfurt ist auch ausgeblieben, so wie alle deutschen Katastrophenprophezeiungen

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doktordoktormueller 30.07.2019, 10:09
56. die EU knickt ein und alle wissen es

Weil bis auf Deutschland alle größeren Länder am Tropf hängen. Die werden aus lauter Angst, ihren Käse nicht mehr nach England verkaufen zu können, schön einknicken und den Engländern alle Wünsche erfüllen.
Nachahmer dürfte es kaum geben. Es sei denn, es ist Deutschland oder Frankreich. Alle anderen sind wirtschaftlich nicht so interessant wie England.

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matthyk 30.07.2019, 10:09
57. Auch die EU pokert hoch

Wenn die Briten tatsächlich in einem No-Deal gehen und die herbeigeredete ökonomische Apokalypse nicht eintritt, hat die EU langfristig ein sehr viel größeres Problem.
Wenn sich die Briten eingermaßen klug anstellen, ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass nach einer Zeit politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen, sich in innerhalb überschaubarer Zeit die Verhältnisse umdrehen werden und die britsche Wirtschaft prosperiert, während die Kernzone der EU vor sich hindarbt und sich mehr und mehr zu einer Umverteilungsunion wandelt.
Großbritannien würde allen EU-Bürgen so ständig vor Augen halten, dass - besonders die wirtschaftlich starken Regionen - zumindest wirtschaftlich gesehen, innerhalb der EU mehr verlieren als gewinnen.

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ad2 30.07.2019, 10:10
58. Warum das Theater bis zum 31.Oktober? Schenkt Johnson den 31.08. !

Diese Populisten verstopfen seit Jahren unsere Nachrichtenkanäle.
Schenkt ihm doch den 31.August, dann gibt's Neuwahl in England und dann kommt es eben wie es kommt.

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jowi.krause 30.07.2019, 10:11
59. Reisende soll man nicht halten

und es ist nicht Aufgabe der EU, die Bürger vor dem Chaos zu schützen, das ihre Registrierung anrichtet.
Also: Freundlich aber bestimmt jedwede Unverschämtheit dieser Chaoten zurück weisen und abwarten, wie sich das Land selber zerlegt.
Wenn tatsächlich ein Mißtrauensvotum droht, wird BoJo den klassischen Wendehals machen, der Job geht ihm über alles.
Sollte er trotzdem durchfallen, bleibt kein Gesprächspartner, es kommt auch dann zum No-Deal Brexit. Es sei denn, die Nachfolge-Regierung zieht in letzter Minute den Antrag zurück.

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