Forum: Politik
EU-Beitrittskandidat Türkei: Wandel durch Annäherung
DPA

In der Flüchtlingskrise ist Europa auf die Türkei angewiesen. Das ist keine Katastrophe, sondern eine Chance. Die EU muss sie nutzen.

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meroswar 12.03.2016, 13:54
1. Buh, sage ich, buh!

"Aber die EU hat nichts zu verlieren, wenn sie ihn beim Wort nimmt und darauf besteht, dass Ankara auch liefert. Einen Menschenrechtsrabatt wegen der Flüchtlingskrise kann es dabei selbstverständlich nicht geben"
Entschuldigen sie, aber was ist denn das für ein Artikel? Einen Menschenrechtsrabatt wegen der Flüchtlingskrise gibt es jetzt schon millionenfach und jedes Wort, dass man mit der faschistischen Regierung in Ankara wechselt, vergrößert das nur noch.
Auf Erdogans Politik kann es im Gegenteil eigentlich nur eine Antwort geben: Sanktionen.
Wir können nicht einerseits Assad beschimpfen, wenn wir andererseits Erdogan hofieren.
Außerdem brauchen sie nicht einfach die massiven Verbindungen der Zürkei zu IS, al-Nusra und der Islamischen Front in Syrien zu unterschlagen.
Nein. Auf die Türkei jetzt zuzugehen ist das falscheste, was man machen kann.
Und nur weil die Türkei jetzt mehr mit der EU zu tun hat, bedeutet das nicht, dass sie demokratischer wird. Mit der Argumentation könnte man ja gleich Saudi-Arabien aufnehmen. Pfui!

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f_eu 12.03.2016, 13:57
2.

"" Vor allem muss Brüssel die Beitrittsverhandlungen endlich ernsthaft betreiben. Weitere Kapitel zu eröffnen, vor allem zu den Themen Justiz und Menschenrechte, könnte genau die Veränderungen in Gang setzen, auf die die türkische Zivilgesellschaft hofft ""

M.E ist das genauso blauäugig wie das deutsche Engagement in Afghanistan, das außer zig. Milliarden und mehr als 50 toten deutschen Soldaten zu nichts und gar nichts geführt hat.

Der Nahe Osten muss befriedet und die Lebensverhältnisse dort müssen verbessert werden. Wenn das gelingt werden sich die Verhältnisse auch in der Türkei verbessern und es werden gute EU Nachbarn.

Eins braucht die EU nämlich wirklich nicht. Ein weiteres undemokratisches unzuverlässiges Mitglied.

Polen, Ungarn und Co langen nämlich längst um den EU Gedanken als Absurdum hinzustellen. Die Griechen mit den Geldnöten sind da ja das kleinste EU Übel.

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Medienkritiker 12.03.2016, 13:59
3. Annäherung...

Die Voraussetzungen dafür sind denkbar schlecht. Die durch Merkels Politik in die Defensivrolle gedrängte EU wird sich beim kommenden Gipfel mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen diesen Deal aussprechen. Solange nicht innerhalb der Gemeinschaft Einigkeit besteht, ist es prinzipiell müssig auch nur über eine stärkere Annäherung nachzudenken...Es gilt zuerst die Frage zu klären, welche Länder überhaupt noch zur "Koalition der Willigen" an Merkels Seite gerechnet werden können. Und vor allem: Wie weit geht diese "Willigkeit"? Ist beim hunderttausendsten "regulären", aus der Türkei kommenden Flüchtling damit Schluss?

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artis 12.03.2016, 14:05
4. jetzt faseln die Medien wieder nach

was Politiker vorgeben. In der Türkei werden Menschenrechte missachtet und das Volk zusammen geknüppelt außerdem hat die Türkei wie bewiesen den IS unterstützt und entfernt sich immer mehr von demokratischen Werten. Na ja mit knüppeln hat Deutschland ja auch Erfahrung in Stuttgart usw. und ich glaube Merkel findet gefallen daran, wie Erdogan, als Sultan von Deutschland noch mehr Macht zu haben. So geht es langsam mit der Demokratie bergab.

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clearglass 12.03.2016, 14:09
5. Ein frommer Wunsch...,

doch was geschah bisher, was geschieht, wohin soll die Reise nach Erdogan gehen...?
Der Pate dreht seit geraumer Zeit die schon erreichten Voraussetzungen zum EU-Beitritt auf Null, sogar ins Negative. Menschenrechte,Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit... man kann fast alle Errungenschaften einer progressiven, modernen, demokratischen westlichen Gesellschaft nennen - überall Rückschritte. Selbst Auseinandersetzungen mit Waffen werden nicht gescheut. Jetzt wird sogar die Legislative, das oberste Verfassungsgericht bedroht, nachdem Medien schon unter Zwangsverwaltung gestellt worden sind. Wer meint, Erdogan durch freundliche Annäherung zu gewinnen, muss wissen welche Sysiphus-Arbeit ihm bevorsteht. Bei einem 'Partner' der für seine Machterhaltung selbst vor einer Wieder-Entfachung eines schon beruhigten Bürgerkrieges nicht zurückschreckt.
Gute Gespräche ja, freundliches Einwirken ja - aber kein Rabatt ohne Verbesserung... Während die Türkei in der Vergangenheit gute bis sehr gute Beziehungen pflegen wollte, hat Erdogan es erreicht. dass er zu allen Nachbarn ein gespanntes Verhältnis zu seinen Nächsten, wenn nicht gar Waffengaenge. Vorsicht...

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warkeinnickmehrfrei 12.03.2016, 14:11
6. Die politische Feigheit in Berlin und Brüssel,

die Angst sich selber die Finger schmutzig zu machen um unbequeme Bilder in der Presse zu vermeiden und damit man vom linken Medienkartell nicht gekreuzigt wird , sorgt dafür, dass man einem Autokraten wie Erdogan zum Türwächter nach Mitteleuropa macht. Mit unbegrenztem Erpressungspotential. Welch Heulen und Zahnklappern wird erst einsetzen , wenn Erdogan mit dem Vehikel Visafreiheit sein Kurdenproblem nach Deutschland "entsorgt" .

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Worldwatch 12.03.2016, 14:13
7. Nichts von dem!

"In der Flüchtlingskrise ist Europa auf die Türkei angewiesen. Das ist keine Katastrophe, sondern eine Chance. Die EU muss sie nutzen."

Die "EU" dauer-versagt auf voller Linie, und dies nicht nur bzgl. einer nicht vorhandenen, sog. "Flüchtlingskrise", sondern -u.a.- Dauerduldungs- wie Dauerunterlassungskrisen zu den Themen 'Grenzschutz' und 'innere Sicherheit'. Und ganz abgesehen von den Entwicklungen der Ziele Demokratie, Freiheit und Souveraenitaet.
Niemand in Europa, ausser den Polit-"Eliten"-Versagern, ist auf die Tuerkei angewiesen, in "EU", aber die Europaeer, mehr denn je, auf die Durchsetzung IHRER Souveraeneinteressen!

Die Europaeer sollten daher vor allem die Chance nutzen, das gemeinsame Haus Europa zu reformieren, und nutzlosen Buerokrakenballast abzuwerfen, das gemeinsame Haus Europa zu demokratisieren und freiheitlicher zu gestalten.

Dass dies mit einer zunehmend autokratisch-islamistischen "Sultantuerkei" von heute nicht einhergehen kann, ist selbstredend. Bedauerlich, und insbesondere fuer die Minderheit der freiheitlich-demokratisch, westlich-liberal orientierten Tuerken wie Minoritaeten in Tuerkei.

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jörg seifert 12.03.2016, 14:15
8. Naive Hoffnungen

"Die intensive Zusammenarbeit mit Ankara, auf die sich Europa in der Flüchtlingskrise einlassen muss, könnte dagegen ein Vertrauen schaffen, auf dessen Grundlage auch Kritik wirkungsvoller wird."

Erdogan hat die EU nun bei den Eiern, wie man so schön sagt. Auf der einen Seite führt er einen Krieg, den er über weitere Unterstützung der Islamisten in Syrien und weitere Bedrängung der Kurden beliebig in die Länge ziehen und eskalieren lassen kann. Auf der anderen Seite ein "vereinigtes" Europa was nicht mal seine Außengrenzen schützen kann. Ich wüsste nicht was den neo-osmanischen Sultan dazu bewegen sollte, auf Kritik zu hören, solange er sich in dieser perfekten Erpresser-Position befindet. Dass wir uns diesem krypto-islamistischen Diktatur zuwenden, ist keine Chance, sondern ein weiteres Bruchstück im Merkelschen Scherbengericht.

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deutschlandgefälltmir 12.03.2016, 14:16
9.

Niemals die Türkei in der EU, schon gleich gar nicht durch Erpressung ! Sind wir, ist die EU so hilflos geworden, dass sie auf solche Staatsgutsherren angewiesen sind ? Die Gründer der EWG müssen sich mit Grausen noch im Grabe umdrehen.

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