Forum: Politik
EU-Beitrittskandidat Türkei: Wandel durch Annäherung
DPA

In der Flüchtlingskrise ist Europa auf die Türkei angewiesen. Das ist keine Katastrophe, sondern eine Chance. Die EU muss sie nutzen.

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bitterquark 12.03.2016, 14:17
10. Wann wird

dieser Frau endlich bewusst, wie viel Unheil sie bereits angerichtet hat und dabei ist, eine noch größere Katastrophe für Europa und Deutschland einzuleiten. In der FAZ wurde vorgestern berichtet, was für verheerende Absprachen Merkel wohl mit Erdogan getroffen hat. Sie macht Erdogan praktisch zum Türsteher der europäischen Migrationspolitik. Nur er bestimmt, wer kommt, wie viele kommen und was die an türkische Behörden zu bezahlen haben. Sicherlich wird das eine Gelddruckmaschine für die Erdogan-Familie. Mit diesen ungeheuren Einnahmen kann sie dann jede Menge Harem-Fachhochschulen bauen und dem Land eine andere Perspektive geben.
http://blogs.faz.net/deus/2016/03/10/der-erdogan-merkel-pakt-als-migrationspolitische-hoellenmaschine-3210/

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ihawk 12.03.2016, 14:21
11. Kooperation JA, Mitgliedschaft NEIN

Der Bosporus ist die Grenze Europas. Die Türkei ist kulturell eine andere Welt und "passt" m.E. nicht zu Europa ... und muss es auch garnicht.
Gute bilaterale Verträge mit der Türkei reichen aus um zu einem für beide Seiten förderlichen Verhältnis zu kommen.
Eines werden die Verhandlungen niemals erreichen - dass sich die Türkei den Standards Europas angleicht und den Kurden einen autonomen Lebensraum zuspricht.

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purrsati-webdesign 12.03.2016, 14:24
12.

Spanien schafft es mehr als die doppelte Küstenline zu sichern, warum schafft das die griechesche Marine mit hilfestellenden Booten den EU- Partner nicht ? Ausserdem zur Stellung zur Türkei.... es gibt bereits ein Abkommen Wirtschaftsflüchtlinge zurüchzuschicken, es wird nur nicht praktiziert... wer hat sich denn sowas ausgedacht, Verträge, die nicht praktiziert werden.......

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Tolotos 12.03.2016, 14:27
13. Wie genau soll denn diese Annäherung statt finden?

Indem die EU die Pressefreiheit abschafft und Erdogan zum Alleinherrscher ernennt? Und dann noch ein Gesetz nach schiebt, das jegliche Kritik an ihm als Majestätsbeleidigung abstraft, und seine Kritiker weg sperrt und so mundtot macht?

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WillyWusel 12.03.2016, 14:27
14. Unfug!

Unfaßbar. Die Autorin scheint so ziemlich alles ignorieren zu wollen, was in der Türkei unter Sultan Erdogan so alles passiert ist. Ich sags mal in vier Sätzen:
1. Die Türkei hat unter Erdogan nix, aber auch gar nix in der EU verloren.
2. Ein Volk, das jemanden wie Erdogan wählt und wieder wählt, trotz allem, was er gemacht hat, hat in der EU nix zu suchen.
3. Das türkische Volk ist insgesamt von der Mentalität her, von der Kultur her und von der Religion her so weit von Europa weg, dass es bis auf weiteres nix in der EU verloren hat.
4. Die EU ist sowieso schon überdehnt; ein Türkeibeitritt würde die EU vollends sprengen.

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MichaelundNilma 12.03.2016, 14:28
15. Das Chamäleon Europa

Seien wir ehrlich. Die Türkei hat sich immer weiter von den gemeinsamen Werten der EU, deren Bekenntnis die Voraussetzung für einen EU – Beitritt sind, entfernt. Offenbar so weit, das sie auf einmal wieder als Beitrittskandidat gilt. Dabei ist allen bewußt, diese Beitrittsperspektive ist doch nur der derzeitigen Flüchtlingslage geschuldet. Das Beitrittsthema hatte sich doch schon längst erledigt, da meint Herr Hoffmann doch tatsächlich, das sich die islamische Türkei doch noch zugunsten Europas wandelt, um die Aufnahmekriterien erfüllen zu können. Es ist eher umgekehrt. Europa akzeptiert die Wertvorstellungen der Türkei und bezahlt sogar dafür. Statt mehr Flüchtlinge wird es dank der wie bittere Medizin geschluckten Forderung nach Visafreiheit für Türken eben mehr Türken geben. Damit kommen wir vom Regen in die Traufe. Die Türkei ist kein europäischer Staat und daran würde eine EU Mitgliedschaft nichts ändern. Sie wäre der nächste Staat, dessen Wirtschaft und Landwirtschaft mit Unsummen an EU Standards herangepäppelt werden müßte. Ein weiterer Kostgänger zu Lasten, hauptsächlich Deutschlands. Griechenland läßt grüßen. Einstimmige Beschlüsse in der EU wären damit endgültig unmöglich, außer man zahlt. Es wäre der letzte schwachsinnige Akt, um die EU auseinanderfliegen zu lassen. Es wäre kein Wandel durch Annäherung, sondern Wandel zum Wahnsinn und eine Zumutung für die europäischen Bürger, welche die endgültige Abkehr von Europa in Gang setzen würde. Welch ein Preis für eine halsstarrige, unbesonnene Kanzlerin.

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haresu 12.03.2016, 14:31
16. Stockholm- Syndrom

Die Türkei hat auf Jahrzente nichts in der EU zu suchen. Das wäre entweder das Ende der EU als Wertegemeinschaft oder ihre Spaltung. Im Moment hat Erdogan zwar alle Trümpfe in der Hand, das ist aber kein Grund für stockholm-syndrom-artige Umdeutungen wie in diesem Kommentar.
Ungarn und zuletzt Polen haben leider gezeigt wie illusorisch die Hoffnung auf einen echten Wandel in Gesellschaften ist die Demokratie und kulturelle Vielfalt kaum verinnerlicht haben. Eine Partnerschaft mit der Türkei liegt natürlich im Interesse der EU und Annäherung ist sowieso nie verkehrt, aber auf einen Wandel in der Türkei zu hoffen oder gar zu bauen ist keine gute Idee.

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yonosoymarinero 12.03.2016, 14:34
17.

Hat Frau Hoffmann vor Abfassen Ihres Kommentars eigentlich den Gastkommentar des Professors Behnke ( Flüchtings-Deal mit der Türkei) vom heutigen Tag gelesen...und verstanden ? Anscheinend nicht.

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fazil57guenes 12.03.2016, 14:35
18.

So lange nicht Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und eine unabhängige Justiz gewährleistet ist, kann es keine ernsthaften Beitrittsverhandlungen mit der Türkei geben. Gerade jetzt hat Erdogan geäußert, dass er die Urteile des türkischen Verfassungsgerichtes zu den Freilassungen der Journalisten Cem Dündar und Gül nicht anerkennen will. Geht's noch? Er will Urteile des Verfassungsgerichtes nicht respektieren? Es ist an der Zeit, dass gegen Erdogan ein Haftbefehl ergeht. Die Türkei ist nicht Erdogan und und wo kommen wir hin, wenn man Gerichtsurteile nicht mehr anerkennt - richtig, zu einer Diktatur und so etwas brauchen wir ganz sicher nicht in Europa. Dann können wir ja gleich Weissrussland ohne Auflagen aufnehmen .

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askl 12.03.2016, 14:39
19. Auf keinen Fall einen Türkeibeitritt!

Dass man mit der Türkei in der Flüchtlingsthematik pragmatisch zusammen arbeiten muss, geht wohl kein Weg vorbei. Dass aber Herr Erdofan wieder und wieder in freien Wahlen die Macht übertragen bekommt, macht deutlich, dass in der Türkei ein grundlegende anderer Wertekanon tief im Wahlvolk verankert ist. Nein, die Türkei passt die nächsten 100 Jahre nicht zu dieser EU.
Wenn man den EU-Beitritt der Türkei zulässt, würde das beweisen, dass die EU keine Wertegemeinschaft ist. In diesem Fall würde ich für den Austritt Deutschlands aus der EU werben!

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