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EU-Erwartung an Macron: Offiziell euphorisch
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Wird die Achse Berlin-Paris wiederbelebt? In der EU keimt nach Macrons Wahlsieg zarte Hoffnung. Doch einfach wird es nicht: In vielen Punkten prallen deutsche und französische Interessen aufeinander.

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BürgerinS 08.05.2017, 18:19
40.

"Denn mit einem betont proeuropäischen Wahlkampf, das ahnt man bei CDU und CSU, lässt sich die AfD kaum in Schach halten." - Warum? Gerade hat Macron mit einem proeuropäischen Kurs bewiesen, dass man damit die Rechten in Schach halten und Wahlen gewinnen kann. Wenn CDU/CSU immer mehr mit der AFD zu verwechseln sind (Stichwort "Leitkultur" etc.) , dann teilen sie sich nur den gleichen Haufen rechter Wähler....auch gut.

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saumhuhn 08.05.2017, 18:24
41. Das ist ja zum Lachen.

Es ist Jahrzehnte her, dass ein französischer Präsident etwas zur Einigung oder zum Fortschritt Europas beigetragen hat. Und jetzt plötzllich "Euphorie"? Die wird wohl verordnet sein, mehr aber nicht.

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St.Baphomet 08.05.2017, 18:27
42. Ohne Schäuble

in seinen längst fälligen Ruhestand zu schicken wird das nichts mit Frankreich. Kompromisse kennt der Mann nicht.
Seine oberlehrerhaften, schon fast bösartigen Stil hat man in Europa, in Frankreich eh, schon lange satt.
Macht Macron allerdings in seinem Land auf Schröder ist jetzt schon klar dass in 5 Jahren Le Pen im Präsidendensessel sitzt.
Für seine "Reformen" sollte er besser das Geld von denen nehmen die es reichlich haben statt auf Schröder-Art nur nach Unten zu treten.
Was die SPD davon hat ist hinreichend bekannt.
Macron ist dann schneller wieder weg als er "Agenda" sagen kann.

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theodtiger 08.05.2017, 18:27
43. historische Chance

Zitat von wi_hartmann@t-online.de
Das einfältige Gerede von der Achse widerspricht den Interessen aller EU-Staaten und gibt dem Europagedanken den Rest der Glaub- würdigkeit. Ausserdem passen die Volkswirtschaften der Franzosen und Deutschen so zusammen wie ein Porsche zum R4.
Die Achse Deutschland - Frankreich war über Jahrzehnte der anerkannte Motor der Europäischen Union (früher der EG). Es handelt sich schließlich um die beiden wohl einflussreichsten EU Länder. Einigkeit zwischen D und F ist somit quasi Voraussetzung für Fortschritte bei der EU Intergration. Dies mag allenfalls den Skeptikern in Polen (PiS) und Ungarn nicht passen, die weniger an Integration als an finanziellen Zuwendungen interessiert zu sein scheinen.
Die größte und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone passen nach jahrzehntelangem wirtschaftlichen Austausch sehr viel besser zusammen als im obigen Kommentar behauptet.
Deutschland sollte die sich jetzt mit Macron bietende Chance (Reformwille und kooperativer Elan) im eigenen Interesse ergreifen und bei einigen ideologisch bestimmten Positionen Abstriche machen - insbesondere was die beklagenswerte Zurückhaltung bei öffentlichen Investitionen anbelangt.

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Garak 08.05.2017, 18:32
44. Na wenn sie es so sagen....

Zitat von denny101
Die Zukunft der EU wird sich daran entscheiden, ob Frankreich seine Wirtschaft in Schwung bekommt und in erster Linie ob Italien sein Gesellschaftsmodell modernisieren kann, also ob es seine Korruption, seine Mißwirtschaft und seine politische/gesellschaftliche Verantwortungslosigkeit in den Griff bekommt.
....ist die EU schon gescheitert!

Denn weder werden die Gewerkschaften Macron erlauben notwendige Reformen durchzuführen, noch wird Italien seine Korruption und Mißwirtschaft los (Griechenland genauso).

Die Lösung der Südländer ist dann lasst die Deutschen bezahlen und das können wir zusammen mit der Flüchtlingskrise und all den bisherigen Belastungen nicht auch noch stemmen.

Im Grunde haben die Eliten einen kurzen Aufschub bekommen, in ihrer Arroganz haben sie die Warnung aber immer noch nicht verstanden und wollen in der EU so weitermachen wie bisher!

Und das wird Le Pen und ihren Verbündeten in Europa den Sieg bringen, die Unfähigkeit der Eliten die Probleme zu bewältigen.

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postit2012 08.05.2017, 18:58
45. War schon längere Zeit da

Zitat von nahal
Es gibt grundsätzliche unüberbrückbare Mentalitätsunterschiede zwischen Frankreich und Deutschland. ...
und kann das in keiner Weise bestätigen.

Hoffentlich haben Sie auch schon dort gearbeitet und sprechen so gut französisch, dass Sie das beurteilen können, sonst würd ich das für sinnloses Gerede halten...

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stesch 08.05.2017, 22:15
46. Koffer im Königreich

Noch ist es journalistische Unkerei, aber ich bin nicht bereit, auch nur einen Cent zusätzlich für die Versäumnisse in der Euro-Zone zu zahlen.
Dann wandere ich lieber nach Großbritannien aus. Dort wäre ich immer noch willkommen. Abgesehen vom Brexit, herrscht dort in wirtschaftlichen Fragen Vernunft. Und Verträge und Regeln werden Ernst genommen.
Für die Besorgten: Ich muss mir auch als deutscher (!) EU-Bürger keine Sorgen über meinen Aufenthaltsstatus machen.

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messwert 08.05.2017, 22:16
47. Weder für die EU, noch für Deutschland, sehe ich Anlass zur Freude!

Würde unserer Regierung nicht alles schlucken was die EU und den Euro am Leben erhalten könnte, hätte sie die Quintessenz von Macrons “EN MARCHE“ eher gewarnt als erfreut! Heißt diese denn nicht, - Frankreichs Wirtschafts-und Finanzdefizit soll Deutschland beheben? Sowohl direkt, als auch mit Änderungen am EU-Grundlagenvertrag zu Gunsten einer Schuldenvergemeinschaftung, etc.? Deutschlands SPD-Außenminister Gabriel hat anscheinend damit kein Problem und stimmte dem bereits am Wahlabend zu. Darüber hinaus plädiert der unerfahrene Macron dafür, die NATIONALEN Entscheidungspositionen der Eurozone, (Finanzen, Handel, Haushalt), ebenfalls zu vergemeinschaften und dazu EU-Minister, (Ministerien), zu installieren. Abgesehen davon, dass kaum eine Regierung der Eurozone dazu bereit sein wird, hofft Macron vermutlich einerseits, dann seiner nationalen Verantwortung dafür enthoben zu sein. Andererseits aber, seine diesbzgl. Forderungen volkswirksam an die neuen EU-Zuständigkeiten zu stellen zu können. Macrons spezielles Lob für Merkels Flüchtlingsaufnahme riecht förmlich nach,- Frankreich kann sich dieser nicht anschließen. Schließlich hat er nicht nur hier das schlagkräftige Argument, - Le Pens France-National in Schach halten zu müssen, sondern wird sich damit auch manch anderen Vorteil bei Deutschland und der EU verschaffen wollen. Wenn er von Frankreichs Weltoffenheit spricht, erscheint seine Sichtweise, - offen - für alles was ICH zum Nutzen für Frankreich halte. Bzgl. seiner innenpolitischen Ankündigungen aber wird sich Macron wohl, angesichts starker Gegenkräfte, ohnehin die Zähne ausbeißen.

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wallot10 08.05.2017, 22:45
48.

Zitat von stesch
Noch ist es journalistische Unkerei, aber ich bin nicht bereit, auch nur einen Cent zusätzlich für die Versäumnisse in der Euro-Zone zu zahlen. Dann wandere ich lieber nach Großbritannien aus. Dort wäre ich immer noch willkommen. Abgesehen vom Brexit, herrscht dort in wirtschaftlichen Fragen Vernunft. Und Verträge und Regeln werden Ernst genommen. Für die Besorgten: Ich muss mir auch als deutscher (!) EU-Bürger keine Sorgen über meinen Aufenthaltsstatus machen.
die Frage ist weniger, ob man bereit ist, zu bezahlen oder ob man es überhaupt kann. Die deutsche Gesellschaft steht vor einem demographischen Wandel, der noch extrem anstrengend sein wird. Dazu muss massiv Geld in Infrastruktur und Bildung investiert werden. Aus diesem Grund glaube ich kaum, dass man auch noch die europäischen Schulden übernehmen kann. Ich glaube auch nicht, dass der europäischen Idee irgendwie geholfen ist, wenn in Deutschland ein europäisches Trauma entsteht. Und dieses Trauma wird entstehen - vermute ich - wenn man sich in Deutschland daran erinnert, dass ein paar Jahre zuvor deutsches Geld (=Geld des Steuerzahlers) in andere europäische Länder geflossen ist. Das gilt vor allem für Summen ohne erkennbare Grenze (z.B. Eurobonds und eine europäische Arbeitslosenversicherung). Ich bezweifle sowieso, dass Deutschland in der Lage ist, so großen Ländern wie Frankreich und Italien so zu helfen, dass es ihnen wirklich nutzt, ohne dass es Deutschland schadet. Bei kleinen Ländern wie Portugal und Griechenland ist das vielleicht noch ein bisschen anders. Aber gerade um Frankreich und Italien muss man sich weniger Sorgen machen. Diese Länder sind industrialisiert und haben bisher wenig reformiert. Dadurch haben sie noch viel Spielraum.

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UlrichSchweizer 08.05.2017, 23:15
49. Abwarten

Wollen wir mal abwarten. Schauen wir wieviele Franzosen er auf die Strasse bringt, wenn er dann mit dm ersten Reformpaket für Frankreich kommt. Das muss er selber schaffen, da hilft weder Berlin noch die EU.

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